April 2015


26.04.2015

Bild Zeit

Liebe Leser

Nun ist es doch passiert. Ich kam mit dem Schreiben...


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24.04.2015

Bild Die Schweizer sind das glücklichste Volk

Laut einer Studie sind die Schweizer die glücklichsten Menschen auf der Welt. Aha. Es wäre noch interessant zu wissen, mit was die Forscher Glück definieren...


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23.04.2015

Bild Ruhe vor der Flucht

Diese Nachricht stimmte mich nachdenklich. Ein Mann war in den USA 40 Jahre auf der Flucht und stellte sich nun der Polizei. Den genauen Hergang...


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22.04.2015

Bild Hanf – Teufelszeug oder Wundermittel?

Heute wird’s benebelt. Grund ist dieser Artikel. Seit tausenden von Jahren begleiten diverse berauschende Mittelchen aus der ...


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21.04.2015

Bild Afrika – Wurzel der Menscheit

Seit Tagen ist das Flüchtlingsdrama in den Medien omnipräsent. Eine Tragödie sondergleichen. Die Medien überbieten sich mit Diagnosen, Anschuldigungen...


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20.04.2015

Bild USrael – Politik mit dem Tod

Ein neuer Bericht des IWF warnt vor einem Finanz-Crash. Das ist ja mal was ganz Neues. Was ist denn nun mit den vergangenen Meldungen, wo die EZB, der IWF...


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19.04.2015

Bild Welchen Weg nimmt die Menschheit?

Das Wetter schlägt anscheinend um. Gemeint ist die Stimmung des Volkes und nicht die meteorologischen Kapriolen der letzten Tage. Immer mehr...


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18.04.2015

Bild Sammeltick und seine Folgen

Heute ist Umzugstermin. Genau genommen ist es nur eine Rate der ganzen Umzieherei. Eigentlich bin ich schon seit Wochen dran, Sachen einzupacken...


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17.04.2015

Bild Sex als Unterhaltung

Heute möchte ich mal über ein Thema schreiben, dass in den Medien gerne breitgeschlagen wird, aber wenn man Leute direkt darauf anspricht, erntet man in...


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16.04.2015

Bild Kinder – jedem das Seine

Was für ein Aufschrei in den Schweizer Medien. Allen voran die Zeitung 20 Minuten mit ihrem Artikel “Solche Frauen sollen Hilfe bekommen“...


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15.04.2015

Bild Herzlichen Glückwunsch

Meinen heutigen Kommentar möchte ich einer Person widmen, der wir sehr viel Wissen über unsere Vergangenheit verdanken. Der eigentliche Grund ist sein...


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14.04.2015

Bild Algorithmische Evolutionstheorie

Die Technik macht Riesensprünge. Teilweise sogar wörtlich zu nehmen. Der Trend der Automatisierung und Verdrängung des Menschen durch ...


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13.04.2015

Bild Hinterhältige Geschenke

Geld verändert die Welt. Das wissen wir schon lange und die teils krassen Auswüchse kann man täglich in den Medien verfolgen. Das Geld allein kann ja...


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12.04.2015

Bild Amiland ist abgebrannt

Die Spatzen pfeifen es von den Dächern, der normaldenkende Mensch hat es schon lange gemerkt, Amerika übt seinen Untergang. Eigentlich ist es für eine...


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11.04.2015

Bild Hunde – lernen auf beiden Seiten

In der Schweiz muss seit 2008 jeder Hundebesitzer einen Kurs absolvieren, der ihn zum Halten eines Hundes ermächtigt. Nun wollen einzelne Politiker diesen...


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10.04.2015

Bild Wertschätzung

Wir sind mitten im April und viele Mieter packen ihre letzten Schachteln zusammen, denn Ende Monat ist landesweiter Umzugstermin. Eigentlich eine freudige...


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09.04.2015

Bild Armut bald der Normalfall?

Haben Sie ein Dach über dem Kopf? Und einen gefüllten Kühlschrank? Dann gehören Sie zu den „glücklichen“ Menschen, welche die meiste Zeit damit verbringen...


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08.04.2015

Bild Lebensmittel – unser täglich Gift

Der Fokus ist wieder einmal um die Gesundheit seiner Leser bemüht. Diese Zeitung schafft es nicht mehr durch seriösen Journalismus seine Leser zu beglücken...


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07.04.2015

Bild Zero-Waste

Die Amerikaner forcieren einen neuen Trend, der nach ihrem Willen langsam nach Europa rüberschwabben sollte. Die neue Modeerscheinung heisst...


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06.04.2015

Bild Spitäler und ihre Schergen

In den Weltranglisten der Betrügereien stehen die Banken ganz weit oben. Dicht gefolgt von unzähligen Politikern und Wirtschaftsbossen. Die grossen...


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05.04.2015

Bild Windows – Katastrophen in Raten

Wie doch die Zeit vergeht. Microsoft feiert seinen 40. Geburtstag. Eigentlich ein Grund zum Gratulieren. Eine Software veränderte die Welt, das menschliche...


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04.04.2015

Bild Feindbild Software

Als hätten wir nicht schon genug Probleme. Die Lager der Welt sind voll mit A- B- C. und neuerdings auch D-Waffen. Die ersten drei Begriffe kennt man aus...


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03.04.2015

Bild Schwachsinn pur

Es ist manchmal fast nicht zu glauben, dass die abgebildeten Köpfe auf den Titelseiten der Massenblätter zu erwachsenen Menschen gehören...


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02.04.2015

Bild Der 3. Weltkrieg wächst weiter

Die Welt hat einen Kriegsschauplatz mehr. Eigentlich wird rund um den Globus schon genug gemordet, vertrieben oder sonst was Unmenschliches...


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01.04.2015

Bild Merkel und Gabriel als Umweltsünder entlarvt

Sie schnallen’s einfach nicht. Merkel und Gabriel machen die Türe für amerikanische Firmen in Deutschland auf, damit diese mit ihrer Fracking-Methode...


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26. April 2015 erschienen als: Kommentar

Zeit

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Zeit und Prioritäten
By Ginkgo2g (Own work) [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons

Liebe Leser

Nun ist es doch passiert. Ich kam mit dem Schreiben nicht mehr hinterher, wie man gestern sehen konnte. Der Kommentar blieb aus und ich musste mir darüber einige Gedanken machen. Zuerst möchte ich mich einmal bei meiner Leserschaft bedanken. Die wachsenden Besucherzahlen freuen mich und sind Motivation genug, meine Schreiberei zu optimieren und verfeinern. Aber da gesellt sich allmählich eine weitere Komponente dazu, die nicht unwesentlich an der getippten Qualität mit beteiligt ist. Und das ist die Zeit.

Gestern hatte ich schlicht keine Zeit und die, welche ich noch zur Verfügung gehabt hätte, füllte ich mit Anderem das mir wichtiger erschien. Das wird in nächster Zukunft öfters passieren, da ich, wie bereits geschrieben, an einem neuen Projekt arbeite, dass immer mehr Formen annimmt. Aber auch viel zeitliche Ressourcen braucht. Nun kollidieren hier zwei Interessen, wo ich Prioritäten setzen muss. Hauptkriterium ist natürlich die Rendite mit dem verbundenen Aufwand. Da schneidet die Schreiberei ganz schlecht ab. Deshalb werde ich hier den Rotstift ansetzen und meine täglichen Kommentare zu den weltlichen Begebenheiten etwas einschränken. Das heisst, sie werden in Zukunft nicht mehr täglich erscheinen, sondern so alle zwei bis drei Tage.

Sollte sich ein Leser dazu entschliessen ebenfalls Texte zu den irdischen Dingen zu verfassen und sie veröffentlichen wollen, kann er das gerne auf dieser Webseite tun. Bisher machte ich die ganze Tipperei alleine und es würde mich sehr freuen, wenn andere Autoren ihre Texte hier publizieren möchten. Schicken Sie einfach ihren Text an die Mailadresse, welche auf der Startseite ist und ich werde ihn, nach einer Prüfung, aufschalten.

Dann möchte ich noch das Projekt „Kulturhalle“ erwähnen. Die grosse Umziehaktion ist vorbei und nun muss zuerst mal das ganze Zeug’s verstaut werden. Dann kommen noch ein paar bauliche Veränderungen und zum Schluss die eigentliche Einrichtung. Die Eröffnung ist nach wie vor auf Anfang Juli datiert und bis jetzt sieht die Zeitlinie recht gut aus. Ich werde in den kommenden Wochen die einzelnen Veranstaltungen in der neuen Kulturhalle hier vorstellen damit man sich langsam ein Bild machen kann, um was es hier eigentlich geht. Vor einigen Wochen hatte ich dieses Projekt auf lebenskreise.ch vorgestellt, bin aber noch nicht ins Detail gegangen. Nun ist die Zeit gekommen, etwas genauer zu werden.

Die Kulturhalle ist eine ehemalige Schreinerei, voll eingerichtet mit allen Maschinen und Werkzeugen und in dieser Halle können Privatpersonen, Gruppen, Vereine, Schulen usw. etwas Kreatives machen. Man mietet eine gewünschte Tischfläche, bekommt Werkzeug und Handmaschinen, kann gleich alle Materialien vor Ort beziehen, respektive zuschneiden lassen um dann voll ausgerüstet und unter fachlicher Hilfe seine Projekt verwirklichen. Abends schliesst der Werkbereich, es wird kurz umgebaut und dann finden diverse Events statt. Das sind Konzerte, Lesungen, Spielabende, Kino und vieles mehr. Abgerundet wird das Programm mit ganztägigen Events an den Wochenenden. Sonntags finden entweder Kurse in der Kulturhalle statt oder Marktveranstaltungen.

Wie man sehen kann, bietet die Kulturhalle ein umfassendes Programm, was mit viel Arbeit einhergeht. Das ist der Grund, weshalb ich auch meine Schreiberei etwas einschränken muss, da mir momentan die Zeit fehlt, um dies bis anhin so weiter zu führen. Aber ich werde zukünftig vermehrt über die Entstehung der Kulturhalle berichten. Ich denke, es könnte für den einen oder anderen noch interessant sein zu lesen, wie so ein grosses Projekt Realität wird. Vielleicht motiviert es ja, etwas Ähnliches zu schaffen.

Der Name kulturhalle.ch ist eingetragen und die Webseite wird in den nächsten Wochen Formen gewinnen. Dort kann man sich über die diversen Events informieren, in der Mediathek selbst produzierte Dokus ansehen, wie man etwas herstellt oder sich literarisch in eine Welt vertiefen. Wie gesagt, in der nächsten Zeit werde ich die einzelnen Themen der Kulturhalle portraitieren und den Werdegang dieses Projektes dokumentieren.

Ich wünsch einen friedlichen Sonntag.


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24. April 2015 erschienen als: Kommentar

Die Schweizer sind das glücklichste Volk

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Glück im Alpenland
By Sander van der Wel from Netherlands ([369/365] Happy) [CC BY-SA 2.0], via Wikimedia Commons

Laut einer Studie sind die Schweizer die glücklichsten Menschen auf der Welt. Aha. Es wäre noch interessant zu wissen, mit was die Forscher Glück definieren. Bei den Schweizern geht das Glück in der Regel über das Geld. Wer genug hat, oder besser mehr als die anderen darf sich glücklich schätzen. Wer mit Nichtstun Geld scheffelt gehört auch zu den Glücklichen. Es gibt ja nichts Schöneres als faul in Hängematte zu liegen und das Geld für sich arbeiten lassen. In der Schweiz hängen die meisten Bewohner in den Hängematten, aber nicht aus Glückseligkeit, sondern wegen Perspektivlosigkeit.

Wer in der Schweiz Mitte zwanzig ist, am liebsten gratis arbeitet, 20 Jahre Berufserfahrung besitzt und keine eigene Meinung hat, der kann sich wirklich glücklich schätzen. Wenn so eine Person eine Bewerbung verschickt, kann sie sich vor lauter Stellenangeboten nicht retten. Was für ein Glück. Alle anderen können sehen wo sie bleiben. Ein 50-jähriger mit einer entsprechenden Lohnvorstellung, 30 Jahren Berufserfahrung und eigenständigen Denken ist dagegen chancenlos. Er ist sicher auch glücklich, wenn er nicht mehr zur Arbeit muss und die Hängematte beehren kann. In meinem Kollegen und Freundeskreis bewegen sich die meisten um die 50. Von 10 Personen haben neun einen beruflichen Abstieg hinnehmen müssen, haben keine Stelle in ihrem Fachgebiet gefunden oder wurden ganz aus dem Arbeitsmarkt gestrichen, weil sie nicht mehr vermittelbar sind. Mit 50 schon zum Alteisen gehören, soviel Glück muss man haben. Andere müssen noch bis 65 malochen.

Was wird denn aus den ausgemusterten Arbeitnehmern in der Schweiz? Die ersten zwei Jahre darf man sich noch über ein soziales Netz freuen, das einem über die finanziellen Runden hilft. Aber danach sieht es übel aus. Dann ist nur noch der Gang zum Sozialamt möglich. Man kann sich vorstellen, wie glücklich ein Mensch sein muss, wenn er Jahrzehnte lang gearbeitet hat und gegen Ende seiner Werkzeit darf er, anstatt eine wohlverdiente Pension zu geniessen, beim Sozialamt betteln gehen. Die machen alle Freudensprünge, viele von ihnen zum Fenster raus. Was geht in einem Menschen vor, der sein Leben lang gearbeitet at, vermutlich dabei noch seine Gesundheit ruinierte und zum Schluss den Tritt in den Allerwertesten bekommt? Er kann vor lauter Schmerz sein Glück nicht finden.

Fakt ist, dass in der ach so reichen Schweiz die älteren Arbeitnehmer weggeschmissen werden wie faules Obst. Es macht hier keine Freude alt zu werden. Man hat jeden Tag Angst um seinen Job, muss laufend Lohnkürzungen hinnehmen, darf realisieren, dass die Pensionsgelder hinten und vorne nicht reichen oder sogar ganz verschwunden sind. Wenn man dann als alter Dattergreis in ein Altersheim muss, empfiehlt es sich mindestens pro Monat 6000 Franken übrig zu haben. Soviel kostet ein Zimmer in einem Altersheim pro Monat. Wer das nicht kann, findet sich schnell in einem Güterzug wieder und darf selber erleben, wie es ist, wenn man deportiert wird. Aussteigen dürfen die Alten dann in Rumänien, wo sie in Gefängnisgleichen Institutionen die letzten Jahre dahin vegetieren können. Die Betreuer oder Wärter sprechen kein Deutsch, haben eine schlechte Ausbildung und fesseln die Alten gerne mal am Bett fest, damit sie in Ruhe im Personalzimmer ihre Partys feiern können.

Alle anderen Glücklichen, die in der Schweiz bleiben können werden finanziell geschröpft, bis nichts mehr übrig ist. Mit alten Menschen kann man satt Kohle verdienen und das Wissen die Versicherungen, Krankenkassen, Spitäler, Dienstleister, Bestatter und so weiter. Viele Erben fragten sich plötzlich, wo das ganze Familienvermögen geblieben ist. Die sollen mal die Auftragsbücher der Alterversorgungen anschauen, dann sehen sie, wo das Geld geblieben ist.

Bei den jungen Menschen sieht es auch nicht besser aus. Eine Handy-verblödete Jugend mit konsumgetriebenen Verhalten wartet nur darauf, den nächsten Job zu verlieren oder gar keinen zu bekommen. Der IQ der jungen Leute ist heute meist so hoch wie der Akkuzustand des Handys. Sie müssen zusehen, wie sie verheizt werden, wie ihnen laufend was vorgelogen wird, wie von den Erwachsenen ihre zukünftige Welt vernichtet wird und wie die gesellschaftliche Moral sich dem Negativzins immer mehr anpasst. Als Jugendlicher empfindet man heute Glück nur noch in homöopathischen Dosen, wenn überhaupt.

Die eigentlichen Glücklichen im Alpenland sind die, welche sich mit unlauteren Mitteln bereichert haben, welche Profite mit dem Leben anderer machen, wer die staatlichen Raubzüge als gerechtfertigt ansehen, welche sich vorbehaltslos allen Vorgaben und Gesetzen unterwerfen, kurz gesagt, alle Leute, die mit Scheuklappen durchs Leben torkeln, sich von anderen bestimmen lassen und selber ihr Hirn in den Standby-Modus schalteten. Lemmingen sagt man so ein Verhalten auch nach. Aber bei der ganzen Nörglerei muss man sich trotzdem vor Augen halten, dass wir hier in der Schweiz ein sicheres Leben haben. In anderen Ländern besitzen die Menschen nur noch ihr nacktes Leben und verlieren sogar noch dieses. Und geht es dagegen wirklich noch saugut. Aber eben, wer sich in Sicherheit wähnt und sein Leben von daher gleichgültig gestaltet, der wird eines Tages aufwachen und erkennen, dass er nicht sein eigenes Leben gelebt hat, sondern immer nur nach Vorstellungen der Anderen. Da kann man nur hoffen, dass die Scheuklappen ein Leben lang halten, damit man die ganzen Ungerechtigkeiten sowie unmenschlichen Handlungen und Gesetze nicht erkennen kann. Dann hat man wirklich Glück gehabt. Und so wie es nach dieser Studie aussieht, ist die Schweiz ein Land von Scheuklappenträgern. Die Glücklichen!


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23. April 2015 erschienen als: Kommentar

Ruhe vor der Flucht

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Amerikanischer Knast
See page for author [Public domain], via Wikimedia Commons

Diese Nachricht stimmte mich nachdenklich. Ein Mann war in den USA 40 Jahre auf der Flucht und stellte sich nun der Polizei. Den genauen Hergang kann man auf 20 Minuten nachlesen. Laut Artikel ist der „Ex-Flüchtling“ Clarence David Moore 66 Jahre alt, wirkte bei seiner Verhaftung auf die Beamten aber wie 90. Das Foto zum Artikel spricht für sich. Ich sehe sehr viel Traurigkeit in seinen Augen. Wenn man sich dazu vorstellt, dass eine Diebstahlsumme von 200 Dollar zu der ganzen Tragödie führte, dann bekommt diese Geschichte einen fahlen Beigeschmack.

Ein ganzes Leben weggeschmissen für 200 Dollar. Für dieses Delikt hätte er 7 Jahre Absitzen müssen. Währenddessen büxte er drei Mal aus und verschwand nach dem letzten Ausbruch spurlos. Das war Anfang der Siebziger. Er war damals gerade so Mitte 20. Flausen im Kopf, Testosteron gesteuert und vermutlich keine leichte Kindheit gehabt. Eigentlich ganz normal, hat fast jeder männliche Erdbewohner auch erlebt. Nur mit dem Unterschied, die einen erwischt man und die anderen haben Glück mit ihrer unbedachten Handlung. Wenn ich an meine eigenen „wilden“ Jahre zurückdenke bin ich dankbar, dass ich unbeschadet aus Motorradrennen und sonstigen hormondurchtränkten Irrsinn gekommen bin. Mister Moore hatte da weniger Glück. Man erwischte ihn beim Klauen von 200 Dollar, bekommt dafür 7 Jahre aufgebrummt und sieht seine Felle des Lebens wegen so einem Blödsinn davonschwimmen. Mit Mitte 20 sind Zukunftspläne, Familie, Kinder noch wichtige Themen und diese Zeit würde er im Knaste verpassen. Also haute er immer wieder aus dem Gewahrsam ab, bis er eines Tages ganz verschwand.

Seit seinem Untertauchen musste er sich die Grundbedürfnisse eines jeden jungen Menschen verkneifen. Bildung, Krankenkassen, Versicherung, Wohnung und nicht zu vergessen die Liebe sind alles Dinge, die er sich nicht mehr leisten konnte, ohne dem Risiko erwischt zu werden. Ich kann mir vorstellen, dass Mister Moore viele Nächte allein irgendwo erbracht hat, traurig, einsam und verzweifelt und alles nur wegen 200 Dollar. Ich bin überzeugt, er hätte mehrmals alles Mögliche auf der Welt gemacht um diese Situation zu ändern, aber eines war ihm nicht möglich, eine so lange Zeit eingesperrt zu sein. Es gibt Menschen, die gehen am Eingesperrt-Sein zu Grunde. Solche Leute wissen oder fühlen das und es ist für sie unvorstellbar irgendwo in einem Gemäuer eingesperrt zu sein. Da ertragen sie lieber die psychischen und physischen Qualen einer Jahrzehnte langen Flucht. Ich glaube, das ist einer der Gründe seines traurigen Blickes. Eine Lebensperspektive zu haben die aus zwei Möglichkeiten besteht, entweder 7 Jahre ins Gefängnis und dort vermutlich sterben oder sich wenigstens ein wenig Freiheit erhalten, die aber in allen Lebensbelangen eingeschränkt ist.

Das ist es, was mich bei diesem Artikel auch traurig macht. Ein ganzes Leben mit Talenten, Fähigkeiten und Zielen wurde vergeudet. Wenn ich mir vor Augen halte, dass Mister Moore dreimal ausgebüxt ist, spricht das schon für Qualitäten. Schnelligkeit, gute Auffassungsgabe, reaktionsschnell, verschwiegen, diszipliniert und konsequent. Eigentlich ein Traumkandidat für jeden Geheimdienst. Oder für jeden anderen Arbeitgeber. Vielleicht hätte Mister Moore ein Geschäft eröffnet, Arbeitsplätze geschaffen, ein wertvolles Mitglied einer Gemeinde geworden und so weiter und so fort. Alles verlorene Möglichkeiten. Ich will hier nicht die Tat selber rechtfertigen, Diebstahl ist Diebstahl. Aber beim Strafvollzug komme ich ins Grübeln. Hätte man hier nicht eine andere Lösung finden können? Zudem finde ich 7 Jahre für 200 Dollar schon etwas übertrieben. Da müssten manche Banker im gleichen Massstab gemessen für Äonen in den Knast. Von irgendwelchen Wirtschaftsgaunern will ich gar nicht reden.

Es wäre interessant zu wissen, auf was dieses Strafmass von 7 Jahren aufbaut. Für diesen lächerlichen Betrag werden heute in den Hinterzimmer Deals ausgehandelt. Ein Dieb, der für 200 Dollar in den Knast muss, hat diese Menge Geld bereits am ersten Tag aufgebraucht. Die Gefängnisplätze sind nicht billig. Also macht es gar keinen Sinn, einen Delinquent für so einen Minimalbetrag und Vergehen solange einzubuchten. Jeder Betriebsökonom bekommt mit so einer Rechnung Schweissausbrüche. Aber Rechnen war noch nie die Stärke der Amerikaner. Das sieht man ja an der desaströsen finanziellen Situation, rechnen können die wirklich nicht. Hier wäre eine enorme Einsparmöglichkeit. Anstatt Kleinkriminelle auf Staatskosten zu betreuen, sollen sie einer/ihrer Arbeit nachgehen können und für das Allgemeinwohl eine gewisse Stundenanzahl unentgeltlich arbeiten. So bleiben diese Personen dem System erhalten, unterstützen es noch mit Frondiensten und sind für viele weitere Jahre wertvolle Devisenbringer für den Staat. Es gibt bereits Länder, welche so ein Straf-System haben. Aber Amerika tut sich in solchen Dingen halt schwer. Sobald die Staatsmacht in irgendeiner Form offensichtlich Mist baut, wird sofort blockiert. Darum sitzen heute noch Unschuldige hinter Gittern, obwohl die Verantwortlichen das wissen. Aber sie tun nix, aus Angst das Gesicht, einen Sessel oder einfach die Macht zu verlieren.

Nachdem sich Mister Moore der Polizei gestellt hatte, wurde er medizinisch versorgt. Das war vermutlich auch der Hauptgrund für seine Entscheidung, die lebenslange Flucht zu beenden. Obwohl er einmal einen Bock geschossen hat, möchte ich ihn nicht verurteilen, nobody is perfect. Ich wünsche ihm, dass er noch ein paar angenehme und vor allem gelöste Jahre erleben darf. Keine Fluchtgedanken mehr, keine Angst und endlich die Chance haben, etwas annehmen zu können, ohne dabei gleich Angst haben zu müssen. Ich hoffe, das Mister Moore diese Freiheit nun geniessen kann.


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22. April 2015 erschienen als: Kommentar

Hanf – Teufelszeug oder Wundermittel?

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Würde der Politik gut tun
By Chmee2 (Own work) [GFDL), CC-BY-SA-3.0 CC BY-SA 2.5-2.0-1.0], via Wikimedia Commons

Heute wird’s benebelt. Grund ist dieser Artikel. Seit tausenden von Jahren begleiten diverse berauschende Mittelchen aus der Hausapotheke von Mutter Natur die Entwicklung des Menschen. Praktisch alle direkt konsumierten Drogen wie Opiate, Pilze, Beeren und Cannabis konsumierte der Homo Sapiens regelmässig, einerseits aus medizinischen Gründen und andrerseits zur Unterhaltung oder Bewusstseinserweiterung. Erst im Laufe der Zivilisation mit ihren marktorientierten Gesetzen kamen diese Substanzen in Verruf, respektive wurden schlecht gemacht. Nicht weil sie dem Menschen schaden, sondern weil sie eine Konkurrenz zu anderen Produkten darstellten. So geschehen beim Marihuana. Diese Pflanze ist eigentlich ein Alleskönner. Sämtliche Teile kann man verwenden, sie ist äusserst robust, wächst schnell und ist billig. Das sind alles Punkte, welche die Baumwolle nicht bieten kann. Die Plantagenbesitzer sahen im Hanf eine zu grosse Konkurrenz gegenüber der Baumwolle und deshalb wurde der Hanf per Gesetz verboten. In der Schweiz, vor allem im St. Galler Rheintal wuchs der Hanf wie heute der Mais. Aus den Fasern wurden Tücher hergestellt, die in Seglerkreisen weltweit berühmt waren. Noch heute steht in St. Gallen das alte Trockenhaus, wo die grossen Tuchbahnen getrocknet wurden. Die „drei Weihern“ am Rande der Stadt, heute drei Badeweiher, wurden damals künstlich angelegt und für die Herstellung der Segeltücher gebraucht. Die Ostschweiz ist/war sehr tief mit dem Hanf verwurzelt und erst mit den Gesetzen aus den USA, die hier übernommen wurden, versetzten der Ostschweizer Segeltuchproduktion den Todesstoss. So hatten die USA zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Den Hanf als Konkurrenten losgeworden und gleichzeitig noch die Monopolstellung der Segeltuchfabrikation in der Schweiz.

Aber es gibt noch einen anderen Grund, warum der Hanf mit seiner berauschenden Wirkung verboten wurde. Die Obrigkeiten merkten schnell, dass THC den Menschen friedlich werden lässt. Seine positiven Eigenschaften werden verstärkt und Gewaltpotential gleichzeitig heruntergefahren. Es ist mir kein einziger Zeitungsartikel, Bericht, Studie, Erfahrung, Mitmensch bekannt, der unter dem Einfluss von THC zur Gewalt neigt. Die GI’s in Vietnam kifften um die Gewalt zu ertragen, wenn sie die Wahl gehabt hätten, wären sie lieber mit den Vietkongs zusammengesessen um mit ihnen einen Joint nach dem anderen reinzuziehen. Aber die Obrigkeiten hatten leider was anderes vor.

Ausserdem neigen bekiffte Menschen dazu philosophische Gedanken zu haben. Wenn man friedlich in einem Sessel lümmelt und im Freundeskreis die Gedanken und Joints drehen lässt, dann kommen so manche Hirnspielerein und Ideen auf, welche sozial verträglich, aber kapitalistisch destruktiv sind. Menschen die zur Ruhe kommen, sei es bekifft oder nicht, haben die Zeit sich über ihr Leben und Umfeld Gedanken zu machen. Solche Menschen entwickeln sich und haben einen positiven Einfluss auf die Umwelt. Alle anderen, die zeitlich so fest im Alltag eingebunden sind, wo keine freie Minute der Besinnung bleibt, sind erfolgreich herangezüchtete Arbeitstiere. Systemisch integriert, kapitalistisch orientiert und am Lebensende frustriert. Da sind mir die Erdbewohner lieber, die sich auch mal aus der Alltagshektik rausnehmen können, um wieder einen menschlich klaren Gedanken zu haben. Mit denen kann man noch normal reden. Ansonsten lenken die Gesprächsthemen schnell in Richtung Arbeit und Probleme.

In der Schweiz kiffen ca. 10% der Bevölkerung mässig bis regelmässig. In anderen Ländern wird es nicht anders sein. So gesehen müsste der Gesetzgeber endlich reagieren. In den USA haben sie es gemacht und in einzelnen Bundesstaaten den Verkauf und Konsum von Cannabis legalisiert. Die Hintergründe warum die Amis dies taten bleiben im Verborgenen. Ich vermute die Baumwollindustrie ist am abserbeln. Die lang anhaltende Trockenzeit, Wasserknappheit, vergiftete und verbrauchte Böden machen den Anbau von Baumwolle unwirtschaftlich. Da ist der Hanf mit seinen Qualitäten und Genügsamkeit gerade der richtige Ersatz. Das Umdenken in den USA hat nichts mit dem Bedürfnis der Bevölkerung zu tun, sondern hat einzig und allein wirtschaftliche Interessen. Es würde mich nicht wundern, wenn die USA zum weltweit grössten Hanfproduzenten aufsteigen würde und darauf achtet, dass in anderen Ländern der Hanf verboten bleibt. Aber auch hier beweisen die wirtschaftlichen Strategen der Amerikaner ihr kurzsichtiges Kapitaldenken. Wenn immer mehr Amerikaner kiffen dürfen und können, dann macht sich auch immer grösserer Friedenswillen in der Bevölkerung breit. Die Rekrutierungszahlen der Armee gehen zurück und dem gigantischen Militärapparat geht das Personal aus, weil keiner mehr Lust auf Krieg hat.

Ich bin überzeugt, dass die Hanfpflanze die Welt befrieden könnte. Man stelle sich einen G7-8 oder sonst einen Gipfel vor, bei dem alle Teilnehmer zuerst einen Joint miteinander rauchen müssten. Nichtraucher können sich auch einen Spezialkeks reinziehen. Bei genug Getränken und Knabberzeugs werden dann mit Sicherheit mehr Freundschaften geschlossen als Sanktionen gesprochen. Die Indianer wussten das auch schon. Die bekannte Friedenspfeife war ebenfalls gut bestückt und die anschliessend berauschten Stammeshäuptlinge fanden in der Regel eine friedliche Lösungen. Wenn unsere Politiker schon nicht fähig sind im nüchternen Zustand einen friedlichen Gedanken zu finden, dann sollen sie wenigstens die von Mutter Natur bereitgestellten Produkte benutzen und sich volldröhnen, vielleicht klappts dann mit dem Frieden.


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21. April 2015 erschienen als: Kommentar

Afrika – Wurzel der Menscheit

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Der geschändete Kontinent
By NASA [Public domain], via Wikimedia Commons

Seit Tagen ist das Flüchtlingsdrama in den Medien omnipräsent. Eine Tragödie sondergleichen. Die Medien überbieten sich mit Diagnosen, Anschuldigungen und mit dem Aufzeigen der schon fast unmenschlichen Bemühungen der europäischen Regierungen, den Flüchtlingsstrom unter Kontrolle zu bringen. Aber beim Benennen der wahren Hintergünde halten sich die Massenblätter bedeckt. Denn sonst müssten sie schnell vor der eigenen Türe kehren. Allen voran die Politiker. Ihre Gleichgültigkeit gegenüber dem Flüchtlingsproblem ist schon geschichtsträchtig. Bei einer solchen mörderischen Einstellung zu menschlichen Tragödien muss es einen nicht wundern, wenn täglich Flüchtlinge im Mittelmeer ertrinken.

Aber fangen wir mal von vorne an. Warum gibt es überhaupt so viele Flüchtlinge? Einfache Antwort: weil wir Zweibeiner aus der sogenannten 1. Welt immer noch Sklavenhalter sind und pro Kopf ca. 28 Leibeigene besitzen, die für einen Hungerlohn, wenn überhaupt und unseren Wohlstand oft mit ihrem Leben bezahlen dürfen. Jeder der die billigsten Klamotten will, den wertlosesten Ramsch kauft und jedem neuen Technikteil hirnlos hinterher rennt macht sich mitschuldig am Flüchtlingsproblem. Solange wir zu jeder Jahreszeit tropische Früchte im Supermarkt kaufen wollen, solange werden Arbeiter ausgenützt. Es kann sich eigentlich jeder selber ausrechnen, dass eine Mango für ein paar Euro viel zu billig ist, um den Produzenten, respektive den Arbeitern einen anständigen Lohn zu zahlen. Das gilt bei vielen Artikeln. Aber wir ignorieren die unmenschlichen Produktionsbedingungen, Hauptsache man kommt billig davon.

Unterstützt wird unser gieriges Konsumverhalten durch die diversen Despoten und Narzissten in den einzelnen Afrikanischen Staaten. Wir Europäer haben abwechselnd Afrika besetzt, mal die Holländer, mal die Engländer ein ander Mal die Franzosen, und zwischendurch sogar die Deutschen. Praktisch jedes europäische Land hat schon seinen Fuss auf den afrikanischen Kontinent gesetzt und die Ländereien sowie das Volk ausgebeutet. Wir platzierten irgendwelche selbstverliebte Diktatoren auf den Chefsessel eines Landes mit dem Ziel, dass sie unseren Raubzug unterstützen und sich dafür selber überschwänglich bereichern dürfen. Dieses Spiel läuft seit 200 Jahren so und ist heute nicht anders als zu beginn. Würde zum Beispiel Frankreich seine Kolonialzahlungen aus solchen Ländern in der Höhe von über 460 Milliarden Euro nicht erhalten, Gallien wäre eher heute als Morgen pleite. Damit dies nicht passiert, halten etliche Staaten in Afrika die hohle Hand hin und lassen den schwarzen Kontinent regelrecht ausbluten.

Als wäre diese Nötigung nicht schon genug, überziehen die Amerikaner den afrikanischen Kontinent mit Terror um ja keine Stabilität in einem Land aufkommen zu lassen. Man erinnere sich, bevor die USA Gaddafi weggebombt hatten, war Libyen ein vermögendes Land mit wenig Armut und funktionierender Infrastruktur. Nach den Amis ist das Land am Boden zerstört und Millionen sind auf der Flucht. Dieses Spiel läuft noch in einigen anderen Ländern mit dem Ziel, sich Ressourcen, Land, Leute und Rohstoffe zu sichern. Damit aber die bösen Chinesen sich nicht alle Ressourcen in Afrika krallen können, verseuchen die Amerikaner ganze Landstriche mit Krankheiten, damit ja keiner Interesse hat, dort was anzustellen. Haben sich die Wogen geglättet, ist auch plötzlich die Seuche verschwunden. Habe gar nicht gewusst, dass man Ebola so effizient steuern kann.

Wenn man sich genau überlegt, ist Afrika eigentlich der reichste Kontinent auf der Welt. Unerschöpfliche Gas- und Erdölvorkommen, riesige Agrargebiete, eine der grössten Tier und Pflanzenwelt, sauberes Trinkwasser (wenn’s nicht von Nestle aufgekauft wurde) und viele junge Menschen, die sich eine Zukunft aufbauen wollen. Sollte Afrika plötzlich seine Stärken entdecken, respektive die Obrigkeiten sich gegen die Kolonialherren behaupten, hätte der Rest der Welt ein grösseres Problem. Aber damit es nicht soweit kommt, wird dort destabilisiert, gemordet, bestochen, geköpft, vergewaltigt und so weiter. Und das alles unter der Regie der Amerikaner. Sollte sich ein afrikanisches Land trauen, den westlichen Kapitalisten die kalte Schulter zu zeigen, wird dieses Land in kürzester Zeit mit Krieg und Terror überzogen, Damit kennen sich die USA aus. So gesehen hat Afrika gar keine Chance auf eigenen Beinen zu stehen, solange der Rest der Welt diesen Kontinent als Selbstbedienungsladen ansieht.

Und wir wundern uns, warum so viele Menschen aus Afrika wegwollen. Ich weiss nicht was es für eine Motivation sein kann in einem Land zu bleiben, dass einem keine Zukunft bieten kann, dass man umgebracht wird, sollte man den falschen Glauben haben, dass die Frauen als Sexsklaven degradiert und Kinder zu Killern ausbildet. Da würde ich auch meine letzten Groschen zusammenraufen und meine Familie in Sicherheit bringen. Und man muss sich die Not vor Augen halten wenn man sich auf so einen Seelenverkäufer begibt wo bekannt ist, dass die Eigner gerne mal auf offener See den Stöpsel ziehen und den ganzen Kahn inklusive Passagiere absaufen lassen. Bei diesem Punkt mache ich der europäischen Politik einen Riesenvorwurf. Trotz milliardenschwerem Militärbudget und trotz bester Technik und Ausrüstung sind die Politiker nicht in der Lage. Solche Tragödien zu verhindern. Wieso fahren sie mit ihren Schiffen nicht zu den Ablegehäfen der Flüchtlinge? Das spart Kosten für Suchaktionen und könnte tausende Menschenleben retten. Aber hier ist das eigentliche Problem. Die Politiker wollen gar niemand retten, sie wollen nur das Öl respektive die Ressourcen. Da sind die Einheimischen schon fast hinderlich. Also macht man nur halbherzig irgendwelche Aktionen, schaut betroffen in die Kameras und brabbelt was von humaner Katastrophe nur um sich im gleichen Moment einen Kaffee in den Kopf zu schütten, dessen Bohnen von afrikanischen Kinderhänden gesammelt wurden.

Das ganze Flüchtlingsdrama ist eine Peinlichkeit der besonderen Art. Kein Land will wirklich eine Lösung und die Führungen schieben die Verantwortlichkeiten auf den Nachbarn ab. Eigentlich könnte man die Politiker allesamt in Den Haag beim Menschenrechtshof einklagen wegen unterlassener Hilfeleistung, Beihilfe zum Mord, Landraub, Kriegstreiberei und Diebstahl. All diese Tugenden fabrizieren die Landesverräter seit über 200 Jahren und kein einziger wurde dafür belangt. Oder kennt jemand einen Verurteilten, der für den Sklavenhandel in den letzten Jahrhunderten angeklagt wurde? Ich nicht. Die suhlen sich in ihrem auf Blut aufgebauten Reichtum und wir fressen ihnen aus der Hand, Hauptsache billig und das ganze Jahr verfügbar. Wir sind alle mitschuldig, solange wir Produkte kaufen, die auf so einem unmenschlichen Hintergrund aufgebaut sind. Es wird zeit dies zu ändern.


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20. April 2015 erschienen als: Kommentar

USrael – Politik mit dem Tod

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Brüder des Terrors
By zeevveez from Jerusalem, Israel (Unites States of Israel) [CC BY 2.0], via Wikimedia Commons

Ein neuer Bericht des IWF warnt vor einem Finanz-Crash. Das ist ja mal was ganz Neues. Was ist denn nun mit den vergangenen Meldungen, wo die EZB, der IWF und sonstige Raff-Gurus auch schon einen auf Panik machten? Sind die jetzt nicht mehr brisant? Es entsteht fast der Eindruck, als gäbe es eine Hitparade der grössten Crash-Aussichten. Doch die ist eigentlich auch wieder langweilig, weil die USA unangefochten auf Platz eins der Weltschuldner-Rangliste ist. Und das seit Jahren. Dicht gefolgt von Europa und den Asiaten. Aber so viel Schulden wie die USA kann der Rest der Welt gar nicht machen, weil wir nicht die militärischen Erpressungsmethoden der Amis zur Verfügung haben. Die haben’s einfach. Sie drücken jemandem einen Kredit auf’s Auge und wenn der dann sein Geld will, drohen Stars & Stripes mit tonnenweise Kriegsgerät und der Gläubiger verstummt unter den explosiven Argumenten.

Früher war es in den Hafenanlagen auch so. Dort agierte die Mafia, „beglückte“ einem mit ihren Dienstleistungen, ob man sie wollte oder nicht, und man durfte sein Geld irgendwelchen Schlägern abgeben. Soll mir einer mal den Unterschied zu den Amerikanern erklären. Ich finde keinen, ausser dass sie sich nicht Mafia nennen, sondern Weltpolizei. Der Endeffekt ist der Gleiche. Verbündete werden für dumm verkauft, Neutralitäten als Kriegsverbrechen deklariert und Gegner mit offenen Armen empfangen. Ist eigentlich schon mal jemand aufgefallen, dass die Amerikaner Begriffe wie Freundschaft und Respekt gar nicht kennen? Darum machen auch so viele Staaten gerne mit denen Geschäfte. Wer mit den USA in irgendeiner Form verbandelt ist, wird über kurz oder lang zu den Verlierern gehören. Das erlebten schon die amerikanischen Ureinwohner, Verbündete, deren Land durch amerikanische Gründlichkeit zerstört wurde und Opportunisten, die sich einen Vorteil versprachen aber schlussendlich genau gleich verkohlt wurden wie alle anderen.

Kennt jemand einen Vorschlag der USA, wie sie aus dem Schuldensumpf überhaupt rauskommen wollen? Ist das überhaupt noch möglich? Die offizielle Schuld der Amerikaner beträgt so ungefähr 20 Billionen Dollar. Die inoffiziellen Zahlen sind mindestens doppelt so hoch. Damit man sich ein Bild dieser Zahl machen kann, schreibe ich sie mal aus: 20‘000‘000‘000‘000 Dollar. Wenn ich nun nur 0,1 % Zins nehme, dann komme ich auf 20 Milliarden Zins pro Jahr. Damit wäre nur mal die Zinsforderung gedeckt, von Abzahlen ist noch keine Rede. Nun wird auch langsam klar, warum die FED ihre Zinspolitik nicht ändert. Würde sie dies machen, wären die USA über Nacht pleite. Faktisch sind sie das sowieso schon, aber eben, mit Waffengewalt kann man die Gläubiger noch ruhig halten. Sollten die merken, dass die Waffentechnik ungefähr gleich obsolet ist wie die Kreditwürdigkeit der USA, dann gute Nacht du Land der unbegrenzten Möglichkeiten.

Was würde eigentlich passieren, wenn die USA pleite wäre? Käme dann der Insolvenzvollstrecker und verscherbelt das Land an die Gläubiger? Der nordkoreanische Jungspunt würde diese Aufgabe sicher mit Freuden übernehmen. Wie würde dann die Welt aussehen, wenn die Amerikaner kein Geld mehr für ihre Kriegsspielchen hätten? Der plötzliche globale Frieden wäre schon eine Katastrophe für sich, weil man mit so viel Glückseligkeit schon fast überfordert ist. Wir sind ja die täglichen Meldungen von drüben gewöhnt, wo Menschen von der Polizei erschossen werden, wo Unschuldige hinter Gittern sitzen oder exekutiert werden, wo Menschen ohne Gerichtsbeschluss und auf reinen Verdacht hin um die Ecke gebracht werden dürfen, wo Rassendiskriminierung noch Alltag ist, wo ein Viertel der Bevölkerung von Lebensmittelmarken abhängig ist und wo Autokonzerne ihre Käufer umbringen können, ohne dafür belangt zu werden, wie jetzt General Motors. Wie sähen denn die Zeitungen aus, wenn die USA aus dem medialen Irrsinn verschwinden würde? Die Blätter wären um die Hälfte dünner und die Schreiberlinge müssten sich die Horrormeldungen aus den Fingern saugen. Denn kein Land kann den Amerikanern mit ihren unmenschlichen Methoden das Wasser reichen. Die gekauften Journalisten müssten sich statt dessen mit positiven Meldungen rumschlagen, was ihre Vokabular vermutlich an die Grenzen bringen würde. Ok, wir haben noch die Schlächter der IS-Truppen. Die stehen in Sachen Brutalität den Amerikanern in nichts nach. Der einzige Haken am Verschwinden der Amis wäre, dass die IS dann auch weg wären, dasselbe mit Israel, oder Ukraine. Wenn die Amis dort ihre Kriegshetzerei nicht mehr betreiben können, wäre Ruhe im Land. Bei den Israelis funktioniert ihre Überheblichkeit nur, weil sie die Amis im Rücken wissen. Hätten sie die Verbündeten nicht, wäre Israel ein Land wie jedes andere auch und müsste sich sozial verträglich ins Weltgeschehen einbinden. Wenn man aber einen grossen Bruder hat, der für einen die Drecksarbeit macht und man dem trotzdem immer wieder ans Bein pinkeln kann, dann kann man schon eine grosse Klappe haben, sich für die Grössten halten und die anderen dafür immer beschuldigen. Israel ist in den Hirnwindungen ungefähr gleich Geisteskrank wie die Amerikaner. Wer sich die Geschichte anschaut versteht auch warum. Wer mit Mord und Totschlag sein Reich aufbaut, wird nie Frieden erfahren, weil er keinen kennt und keinen will.

Immer mehr Weltbürger haben von den Kriegstreibern in den USA und Israel die Schnauze voll. Wenn diese zwei Länder von der Weltkarte verschwinden würden, könnte man endlich wieder an einer gemeinsamen Zukunft arbeiten. Aber solange die Vasallen weiter rummorden dürfen, wird Frieden in deren Verständnis ein Fremdwort sein. Es wird Zeit, dass die mal erwachsen werden.


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19. April 2015 erschienen als: Kommentar

Welchen Weg nimmt die Menschheit?

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Qual der Wahl
By Darkone (Own work) [CC BY-SA 2.5], via Wikimedia Commons

Das Wetter schlägt anscheinend um. Gemeint ist die Stimmung des Volkes und nicht die meteorologischen Kapriolen der letzten Tage. Immer mehr Menschen, die sonst gemütlich in den Wohnzimmersesseln sitzen raffen sich auf und protestieren gegen die geistigen Umnachtungen diverser Politiker. In ganz Europa gingen die Menschen auf die Strassen um gegen TTIP zu demonstrieren. Wie im Bericht von den Wirtschafts-Nachrichten zu lesen ist, waren es nicht ein paar Gewohnheitsnörgler, sondern Leute wie Sie und ich, die schlicht die Schnauze voll haben von den unlauteren Machenschaften der Politiker. TTIP ist das beste Beispiel. Millionen wollen es nicht und die treten gegen eine Handvoll Schlipsträger an, die dieses Abkommen auf Teufel komm‘ raus durchboxen wollen.

Dabei ist es schon sowas von offensichtlich, was TTIP mit Europa und seinen Bewohnern anstellt. Es ist bekannt, dass die Industrie weitreichende Kompetenzen erhalten soll, was die Durchsetzung von Marktinteressen angeht. Da sind gesetzliche Beschlüsse, die den Konsumenten schützen sollen antiquiert und werden mit Klagen ausgehebelt. Sobald ein Konzern aufgrund eines Gesetzes seine Umsatzzahlen schwinden sieht, kann er den Staat einklagen. Hier alleine sieht man, wie die Industrie die Politik fest im Griff hat. Normalerweise müssten sich die Konzerne den gesetzlichen Vorgaben anpassen und ihr Handeln entsprechend ausrichten. Aber die Lobbyisten haben gründliche Arbeit geleistet, wenn sich die Industrie über die Gesetze stellen kann. Da frage ich mich, wo bleibt hier der Konsumentenschutz?

Eine weiter Anekdote, wie wir um unsere selbstbestimmende Freiheit gebracht werden ist ein neues Gesetz in Frankreich. Dort werden die Zahlungsmöglichkeiten in Bar rigoros eingeschränkt. Zahlungen über 1000 Euro in bar sind verboten, Geld wechseln ist gleichbedeutend wie ein Schusswaffenkauf und die Touristen können auch nicht mehr so einfach jeden x-beliebigen Betrag umtauschen. Die einzelnen Restriktionen sind in diesem Artikel gut beschrieben. Auch hier muss man sich das einmal klar vor Augen halten. Wir arbeiten die ganze Zeit, verdienen Geld mit dem wir unser Leben finanzieren und nun wird dies von „oben“ noch mehr kontrolliert und eingeschränkt. Reicht es nicht, wenn die Raubritter laufend die hohle Hand machen und sich an unserem sauer verdienten Geld bereichern? Nein sie wollen noch sagen, für was und wieviel Geld wir ausgeben dürfen/können. Die pinkeln uns ständig ans Bein und wir dürfen sie in ihren geisteskranken Absichten noch unterstützen, wenn man nicht im Gefängnis landen will. Geisteskrankheit hat so viele Farben wie die diversen Krawatten der Volksverräter.

Zum Schluss noch eine Meldung, die mich etwas erstaunte. Die FED zieht um. War sie bisher in New York ansässig, wechselte sie mittlerweile etliche Lokalitäten und bezog neue Räumlichkeiten in Chicago. Was soll denn nun das schon wieder bedeuten? Brauchen sie Platz für weitere Gelddruckmaschinen? Dieses Mal nicht. Die Fed-Chefin Janet Yellen begründete die Umzugspläne mit der steigenden Gefahr von Terrorismus. Iss nicht war!! Da aber dieses Argument langsam etwas abgelutscht wirkt, hat sie noch einen drauf gesetzt. Sie argumentierte noch mit Überschwemmungsszenarien. Frau Yellen befürchtet einen Tsunami, der die FED lahm legen könnte. Vermutlich hat sie Roland Emmerichs Film gesehen und sich gewundert, warum sie von dem Film-Tsunami nichts gemerkt hat. Man sollte die alternde Frau mal aufklären, was Hollywood ist und was Tatsachen. Aus der Traumfabrik kommen Ideen wie uneingeschränktes Geld drucken, die totale Bevölkerungskontrolle, die bösen Reichen und die blöden Armen und so weiter und so fort. In der Realität zeigen sich dagegen ein Wertzerfall des Dollars, Menschen die sich immer mehr der absoluten Kontrolle entziehen möchten und wie sich das einfache Volk gegen die Obrigkeit formiert. In den USA ist ein Reklamieren gegen die Volksverräter mit grossen Risiken verbunden, da haben’s wir in Europa noch leichter. Werden in den USA täglich unbequeme Bürger von der Polizei erschossen, stehen hier in Europa die Chancen noch gut, wohlbehalten nach einer Demo nach Haues zu können. Aber so wie die europäischen Politiker die amerikanischen Tugenden hierher bringen wollen, wird es nicht mehr lange dauern und der Schiessbefehl wird auch in Europa erteilt. Wer das Kleingedruckte im Lissaboner Vertrag gelesen hat weiss, dass mit TTIP die Grundlagen geschaffen werden, um das Volk komplett zu unterjochen und mit Waffengewalt gefügig zu machen. Wer sich für das Volk einsetzt, wird dann mit Klagen überhäuft und andere kommen, welche dann die Drecksarbeit, das Erschiessen von Bürgern, für die Obrigkeiten erledigt. Die Freiheit jedes Einzelnen ist Geschichte und gehört ins Museum. Wir sind Leibeigene der Politik, Industrie und Finanzwelt. Geboren um für andere zu schuften und sich umbringen zu lassen.

Eigentlich hätten wir das Paradies auf Erden, aber leider haben wir die Hölle daraus gemacht.


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18. April 2015 erschienen als: Kommentar

Sammeltick und seine Folgen

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Umzugskarton – Froh, wenn’s vorbei ist
By HornM201 (Own work) [or CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Heute ist Umzugstermin. Genau genommen ist es nur eine Rate der ganzen Umzieherei. Eigentlich bin ich schon seit Wochen dran, Sachen einzupacken, auszusortieren oder wegzuschmeissen. Und es handelt sich nicht um meine Wohnung oder Haus mit dem ganzen Privatkram, sondern um mein Atelier mit Lagerraum. Dieses hatte ich seit knapp 20 Jahren und man kann sich vorstellen, was sich in dieser Zeit so alles ansammelte. Vor allem weil ich einer Leidenschaft einfach nicht entsagen kann. Ich sammle. Wenn ich an einem Muldencontainer vorbeikomme, kann ich es mir nicht verkneifen, dort reinzuschauen um zu sehen, ob es noch was Brauchbares drinnen hat. So habe ich mir fast die ganze Atelier-Einrichtung zusammengetragen. Regale, Schreibtisch, Zeichenpult, Hellraumprojektor, Lampen, Kisten und vieles mehr habe ich in den letzten Jahrzehnten den Mulden entrissen und so einer Wiederverwendung zugeführt.

Jetzt kann ich mir die ganzen Sachen nochmals durch den Kopf gehen lassen, ob ich sie noch brauche oder endgültig entsorge. In der Regel flüstert mir ein kleiner Gnom immer ins linke Ohr „sammeln, behalten, nicht wegschmeissen“. Ins andere Hörorgan prasseln dafür Wort wie „unnütz, Platz versperrend, wertlos, kaputt“. Man kann sich jetzt vorstellen, wie ich oft etwas in den Händen hielt, schon auf dem Weg zum Müllkübel war und schlussendlich das Teil doch in eine Schachtel versorgte. Ich kann halt schlecht wegschmeissen, wenn ich noch ein Funktionieren oder eine Verwendung sehe. So sammelten sich immer mehr Dinge in meinem Atelier an, die ich nun jedes einzeln in die Finger nehmen darf und mir den Kopf darüber zermartere, ob ich es behalte oder wegwerfe. Deshalb dauert bei mir das einpacken so lange und ich habe ständig das Gefühl nicht vorwärts zu kommen.

Das Positive meiner Sammelleidenschaft ist die Möglichkeit, wenn ich was brauche aus den ganzen Teilen etwas Brauchbares zusammen zu schrauben. Das sparte mir schon manchen Gang in den Baumarkt und zugleich manches Geld. Mit etwas Fantasie kann man sich sehr viele Dinge selber basteln, die oft besser funktionieren als die industriell gefertigten Pendants und vor allem länger hielten. Zudem schärft das Improvisieren den Geist, die Fingerfertigkeit und das technische Verständnis. Schon allein aus diesen Gründen macht die Sammlerei für mich einen Sinn. Einziger Wehrmutstropfen ist jetzt die Umzieherei, wo ich jedes Teil wieder einmal in den Händen halte. Das hat aber auch noch einen anderen Vorteil. Viele Hobbybastler kennen das Phänomen: Sie brauchen etwas, finden es nicht sofort in den überquellenden Schubladen und kaufen es dann im Baumarkt. Später findet man das Gesuchte plötzlich in einer Schubladenecke und man besitzt nun halt eine doppelte Ausführung. Diesen Effekt erlebte ich in den letzten Wochen mehrmals. Da entdeckte ich wieder Sachen, die ich eigentlich schon vergessen hatte, dass die irgendwo in meinem Keller schlummerten.

Eigentlich wiederspricht der ganze und teils nicht mehr im Hirn präsente Ramsch meiner Lebensphilosophie. Wenn man so viel Zeugs hat, dass man sich nicht mehr daran erinnert oder weiss, dass man sie besitzt, dann hat man eindeutig zu viel. Das ging mir in letzter Zeit immer wieder durch den Kopf. Soll ich nun eine Radikalkur machen und rigoros wegschmeissen oder hier eine lebensphilosophische Ausnahme machen? Bei den meisten Sachen entschied ich mich für die Ausnahme. Denn eben, etwas wegschmeissen, was noch funktioniert, da habe ich so meine Mühe. Lieber behalten und irgendwann wieder nutzen können, als später vermissen und neu kaufen müssen. So bin ich nun in der Situation, gefühlte Millionen an Dingen zu sortieren, einem System zuzuordnen, dass ich die Sachen später wieder finde oder mich mindestens daran erinnern kann, dass ich sowas irgendwo verstaut habe.

Wenn ich diese Aufgabe gemeistert habe, dann steht schon die nächste Herausforderung an. Meine neue Lokalität biete viermal mehr Platz wie mein altes Atelier und meine Sammelleidenschaft macht Freudensprünge. Eigentlich wollte ich das Sammeln etwas differenzierter machen, damit der vorhandene Platz nicht gleich wieder zugestellt ist, aber ich vermute dieser Vorsatz hat die gleiche Eigenschaft wie die Vorsätze im neuen Jahr. Sie besitzen in der Regel eine Halbwertszeit von 24 Stunden und in einer Woche ist von dem Vorsatz nur noch eine vage Erinnerung übrig. Also versuche ich es mit einem Kompromiss. Sammeln ja, aber mit Bedacht, hoff‘ ich. Ein Spruch hat mich ab und an auch schon vor einem sinnlosen Sammelstück bewahrt. Er stammt aus China und bezieht sich auf den Materialismus des Menschen:

„Es sind nicht die Naturkatastrophen die den Menschen umbringen, er wird von seinen materiellen Dingen erschlagen.“


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17. April 2015 erschienen als: Kommentar

Sex als Unterhaltung

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Sich etwas gönnen
By peter klashorst (Flickr) [CC BY 2.0], via Wikimedia Commons

Heute möchte ich mal über ein Thema schreiben, dass in den Medien gerne breitgeschlagen wird, aber wenn man Leute direkt darauf anspricht, erntet man in der Regel verstohlene Blicke oder Ignoranz. Dabei hat ihn jeder gerne, die meisten auch schon erlebt, wenn’s geht öfters und er macht aus Menschen Bewegungs- und Geräuschkünstler. Gemeint ist der Orgasmus. Er begleitet den Menschen, seit er sich vermehren kann, wird hoch gelobt und leider auch sträflich vernachlässigt. In den Medien wird dieses Thema gerne aufgegriffen, weil auch dort schon lange bekannt ist: sex sells. So findet man in den Zeitungen fast täglich irgendwo eine Meldung die mit Sex oder Orgasmen zu tun hat. Diese Artikel werden rege gelesen, wenn’s niemand merkt, da bei vielen noch immer der religiöse Moralapostel auf der Schulter sitzt und dem Konsumenten sexueller Inhalte ein schlechtes Gewissen einreden will. Zum Glück kehren immer mehr Menschen dem Glaubensirrsinn den Rücken zu und erfreuen sich einer neu gefundenen sexuellen Freiheit, die keiner religiösen Erwartungshaltung mehr gerecht werden muss.

Für alle, die auch über die körperlichen Genüsse schmunzeln können habe ich hier zwei Videos, die amüsant anzusehen sind. Im ersten Film hat sich die Frauenband ADAM eine Aufgabe gestellt. Sie singen vor der Kamera, haben einen Vibrator im Schritt und geben sich alle Mühe, ihre Performance nicht von den aufsteigenden Gefühlen beeinflussen zu lassen. Ob ihnen dies gelungen ist, sehen Sie in diesem Video. Ich wünsche viel Spass beim anschauen.



Ich finde den Film, respektive dieses Projekt gelungen. Auch ein Lob an die Frauen, die sich trauten dieses Video zu drehen. Meines Erachtens ist der Clip sehr sinnlich, humorvoll und auch nicht ganz ernst zu nehmen. Auf alle Fälle eine originelle Idee und eine sehr überzeugende Umsetzung. Dasselbe kann man im folgenden Video sagen. Die Idee ist sicher sehr speziell, die Inszenierung auch und über den Rest kann man streiten. Der Film kommt aus Japan und hat dort den Weg in die öffentliche Unterhaltungsindustrie gefunden. Die Japaner sind bekannt für ihre teils bizarren Sendeformate, aber diese neue Show ist auch für dortige Verhältnisse revolutionär. Um was geht es denn? In dieser Sendung müssen Männer Karaoke singen. Während ihrer Gesangseinlage legt eine Frau Hand an und masturbiert den Mann in ungeahnte Stimmbänderhöhen. Das Publikum bewertet dann, wie „standhaft“ die Tonwahl des Singenden war.

Ich hätte nie gedacht, dass so eine Idee den Weg in die Fernsehanstalten findet. Aber man lernt bekanntlich nie aus. Fragt sich, ob dieses Format auch in Europa Fuss fasst. Ich denke ja. Wenn die Zuschauerzahlen sinken, wird mit allen Mitteln dagegen angegangen und was eignet sich besser um die Einschaltquoten zu erhöhen? Genau, Sendungen mit schlüpfrigem Inhalt. Die Schüsselsender sind sicher schon am Verhandeln. Fragt sich nur, wen sie dafür engagieren. Die könnten die Rasselbande von Brüssel einladen. Vielleicht werden die dann ein wenig lockerer. Aber abgesehen davon, wer will schon einen Draghi beim Ejakulieren zusehen. Der sieht auch schon ohne angsteinflössend aus. Aber bevor ich hier gedanklich diese Sendung nach Europa adaptiere, schauen Sie sich doch mal das Resultat der männlichen Goldkehlchen an. Zum Schmunzeln reicht‘s alle mal.



Nach dem Anschauen dieser Filme bekommen Orgasmen einen neuen Unterhaltungswert. Da sind solche Sendungen recht amüsant anzuschauen. Es kommt aber immer darauf an, welche moralische Filterbrille man aufhat. Auf alle Fälle zeigen diese Filme auf, dass man Sex nicht immer so ernst nehmen muss und man auch darüber lachen kann. Ich hatte nicht mal den Eindruck irgendeiner Diskriminierung oder sonstigen verwerflichen Handlung. Ich habe mich köstlich amüsiert und hoffe, Sie können das beim Anschauen der Filme auch. Sex muss nicht nur erotisch sein, er hat auch Humor.


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16. April 2015 erschienen als: Kommentar

Kinder – jedem das Seine

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Kinder – Herausforderung des Lebens
By Werner100359 (Own work) [CC BY 3.0], via Wikimedia Commons

Was für ein Aufschrei in den Schweizer Medien. Allen voran die Zeitung 20 Minuten mit ihrem Artikel “Solche Frauen sollen Hilfe bekommen“. Um was geht es denn? Im beschriebenen Artikel und in einem Interview sagten verschiedene Frauen, dass sie ihre Entscheidung Kinder zu bekommen heute bereuen. So wie die Reaktionen der Leser waren hätten die Frauen auch sagen können „Sonntags gibt’s immer Kinderbraten“. Die Polarisierung bei diesem Thema ist gigantisch, wobei die Gruppe der Kinder-Befürworter mengenmässig klar vorne liegt. Dass man von den Kinderfans keine „objektive“ Meinung erwarten kann ist so klar, wie wenn sich ein überzeugter Heterosexueller über Homosexualität auslässt.

Da stellt sich mir die erste Frage: Darf eine Frau heute keine Meinung haben, die sich nicht mit dem Mainstream-Kinderkriegen deckt? Ist man als Frau gesellschaftlich weniger wert oder sogar in irgendeiner Form behindert, wenn man keine Kinder will? Und was ist mit uns Männern? Die meisten Testosteron gesteuerten Zuchtbullen schleudern ihre Gene gedankenlos in der Gegend rum und wundern sich, dass mit so wenig Hirnleistung doch noch ein Kind entstehen kann. Da sind wir schon bei einer Antwort. Viele Kinder wären gar nicht geboren worden, wenn es nach den Eltern gegangen wäre. Zwischen 50 und 70 Prozent sind „technische Pannen“ oder rein triebgesteuertes Kopulieren. Kinderwunsch ist/war bei den wenigsten vorhanden. In meinem Freundeskreis kenne ich ein einziges Paar, welches sich bewusst für zwei Kinder entschieden hat, der Rest geht unter das Motto: dumm gelaufen.

Hier wäre schon mal etwas Ehrlichkeit der anprangernden Eltern nötig. Die meisten werden bei der Erkenntnis einer Schwangerschaft ins kalte Wasser geschmissen, würden daher am liebsten die ganze Sache rückgängig machen. Wenn dann der Nachwuchs das Licht der Welt erblickt, wandelt sich bei vielen Eltern die Antipathie in Sympathie, denn es ist ja das eigene Fleisch und Blut und sowas ändert die eigene Anschauung in Windeseile. Viele entwickeln die Liebe zu ihrem Kind erst im Laufe der Zeit, wenn sich ein gewisser Alltag eingeschlichen hat und man sich wieder auf emotionale Erfahrungen einlassen kann. Vorher ist man mit der Neuorganisation des Lebens beschäftigt, weil nach der Geburt alles anders ist wie vorher. Es ist schön, wenn sich die Gefühle ins Positive wandeln und die Zuneigung dem Kind zu Gute kommt. Wenn aber eine Mutter nach der Geburt oder sogar nach dem Grossziehen der Kinder immer noch sagt, dass sie lieber keine gehabt hätte, dann ist so eine Aussage mit Respekt zu begegnen. Denn das ist ehrlich. Ich behaupte mal, dass sich viele Eltern was vormachen und sich dazu verpflichtet fühlen, ihre Kinder lieben zu müssen, weil es gesellschaftlich so verlangt wird. Wie dann die pädagogische Qualität der Erziehung ist, bleibt fraglich. Das weiss jeder selber, der etwas machen muss, von dem er nicht überzeugt ist. Da leidet die Qualität, so oder so.

Deshalb kann ich nur ein Lob an die Eltern aussprechen, die ehrlich mit sich selber sind und den Kindersegen nicht automatisch mit der rosa Romantikbrille sehen. Dasselbe Lob gilt den Menschen, die sich bewusst gegen den Kinderwunsch aussprechen. Gesellschaftlich wird man zwar immer noch komisch angeschaut, geächtet oder sogar als krank betitelt, wenn man keine Kinder haben will, aber zum Glück gibt es noch Menschen, die sich vor der Verschmelzung der Körpersäfte Gedanken darüber machen. Meiner Meinung nach werden viel zu viele Kinder gezeugt, vor allem von solchen Erwachsenen, die selber mit dem Leben überfordert sind. Je tiefer die Sozialkompetenz und eigene Reife ist, umso mehr Kinder werden gemacht. Es entsteht fast der Eindruck, dass solche Leute ihr Unvermögen mit den Geschlechtsteilen kompensieren wollen. Solche Familien platzen dann schnell aus allen Nähten, weil die Mutter im Jahresrythmus immer wieder schwanger wird.

Dann ist da noch die Sache mit den Kuckucks-Kindern. Man schätzt, dass ca. zwischen 20 und 30 % der Kinder nicht von dem Vater stammen, der dann zahlen und erziehen darf. Die Frauen, welche ihren Männern solche Kinder unterjubeln, müssen den Rest ihres Lebens mit dieser gigantischen Lüge leben, was sicher nicht einfach ist. Die Wenigsten trauen sich dem Mann gegenüber zu offenbaren. Es würde mich Wunder nehmen, wie viele Frauen, die gegen das Kinderkriegen schrieben, ihren Männern so ein Kuckucks-Kind unterschoben. Ich denke, es sind einige.

Es bleibt zu wünschen, dass der gesellschaftliche Zwang oder Druck Kinder zu haben endlich sein mittelalterliches Gewand auszieht. Heute propagieren wir die Individualität jedes einzelnen, was aber beim Thema Kinder sehr schnell aufhört. Es sollte doch jeder selber bestimmen können, ob er Kinder haben will oder nicht und wenn sich jemand gegen die Kleinen entscheidet, sollte dies gesellschaftlich gleich akzeptiert werden, wie wenn jemand eine eigene Fussballmannschaft heranzüchten will. Hier plädiere ich für Gleichberechtigung. Nicht gegenüber Mann und Frau sondern in Bezug auf Kind ja oder nein. Kinderlose sind auch Menschen.


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15. April 2015 erschienen als: Kommentar

Herzlichen Glückwunsch

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Alles Gute zum Geburtstag, Herr von Däniken
By Sven Teschke (Own work) [CC BY-SA 3.0 de], via Wikimedia Commons

Meinen heutigen Kommentar möchte ich einer Person widmen, der wir sehr viel Wissen über unsere Vergangenheit verdanken. Der eigentliche Grund ist sein 80. Geburtstag. Lieber Herr Erich von Däniken, ich gratuliere Ihnen zu ihrem Geburtstag und wünsche ihnen und Familie noch viele unbeschwerte und gesunde Jahre. Zudem hoffe ich, dass Sie der Welt weitere ungeklärte Rätsel präsentieren werden. Obwohl Sie mit den erreichten 80 Jahren eigentlich einen gemütlichen Lebensabend verdient haben denke ich, dass Sie ihr unermüdliches Schaffen nicht ganz weglegen können. Denn die Rätsel der Welt brauchen nach wie vor Menschen wie Sie, die sich nicht scheuen auch Theorien zu veröffentlichen, die gegen die Mainstream-Wissenschaft verstossen. Ich mag mir gar nicht ausdenken wie fade die menschliche Historie wäre, wenn nur pflegeleichte und zurechtgebogene Erkenntnisse aus Wissenschaft und Forschung den Weg in unsere Hirne schaffen würden. Vieles bliebe verborgen und würde nie angesprochen werden. Aus diesem Grund habe ich und viele andere Leser auch, eine Hochachtung vor ihrem Lebenswerk, sprich Publikationen, Vorträge, Ausstellungen und so weiter.

Wer ist denn dieser Mensch von Däniken, der sich immer wieder in die wissenschaftlichen Nesseln gesetzt hat? Geboren wurde er am 14. April 1935 in Zofingen. Während seiner Schulzeit interessierte er sich schon für Philosophie, Archäologie und Theologie. Seiner Ausbildung im Hotelgewerbe folgten einige Jahre in verschiedenen Gastronomiebetrieben und er führte selber einige bekannte Hotels. In dieser Zeit lernte er seine Frau Elisabeth Skaja kennen und heiratete sie 1960. Seit dem sind sie zusammen, was in meinen Augen auch eine bewundernswerte Leistung ist. Zur gleichen Zeit veröffentlichte von Däniken erstmals präastronautische Überlegungen in Zeitungs- und Zeitschriftenartikeln und arbeitete an seinem ersten Buch. Nachdem 20 Verlage sein Buch abgelehnt hatten erschien es 1968 beim ECON-Verlag mit dem Titel „Erinnerungen an die Zukunft“. Es wurde ein unerwarteter Erfolg. Die Verkaufszahlen schnellten in die Höhe, innerhalb kurzer Zeit war Däniken Auflagenmillionär. Am 13. Februar 1970 wurde er wegen Betrugs und Urkundenfälschung zu dreieinhalb Jahren Zuchthaus verurteilt. Über den langwierigen Prozess gegen den Bestsellerautor wurde auch in den Medien außerhalb der Schweiz berichtet; das Gerichtsverfahren, insbesondere die Vorgehensweise des psychiatrischen Gutachters Erich Weber, wurde dabei Gegenstand von Kritik.(Quelle Wikipedia)

Es folgten diverse Fernsehauftritte und eigene Shows. Zudem eröffnete er 2003 den Mystery-Park in Interlaken. Der präastronautische Freizeitpark musste Ende 2006 wegen finanzieller Probleme schließen, hatte in dieser Zeit aber eine Million Besucher. Sogar einige seiner Bücher wurden verfilmt. Die von ihm geleitete „A.A.S. – Forschungsgesellschaft für Archäologie, Astronautik und SETI“; (1973 gegründet unter dem Namen „Ancient Astronaut Society“ und 1998 als Schweizer GmbH neugegründet) bringt Menschen zusammen, die Besuche Außerirdischer nachweisen wollen. 1996 wurde die „Erich-von-Däniken-Stiftung“ gegründet. Däniken hat der Stiftung einen Teil seines umfangreichen Archives gewidmet. Dazu gehören Bücher, Dias, Filme, Manuskripte, Bilder und mehr. Zweck der Stiftung ist die Erforschung der großen Rätsel der Welt, insbesondere rätselhafter Relikte vergangener Kulturen. Die Stiftung soll Forschungen fördern, die bisher unmöglich schienen: Forschungen, die sich an die Grundregeln des wissenschaftlichen Erkenntnisgewinns halten und von Wissenschaftlern durchgeführt werden, sich jedoch nicht von bestehenden Paradigmen eingrenzen lassen.

Der eigentliche Grund warum Herr von Däniken immer wieder von den Medien und Wissenschaftlern verrissen wurde ist seine These, dass wir Menschen unsere Entwicklung Ausserirdischen zu verdanken haben. Diese seien bereits seit tausenden von Jahren Besucher der Erde und haben die menschliche Entwicklung scheinbar gesteuert. Von Däniken untermauert seine Behauptung mit archäologischen Funden rund um die Welt. Diverse Höhlenmalereien, Bauwerke, Gemälde, Schriften, Artefakte und vieles mehr stützen seine These. Die moderne Wissenschaft hat bis jetzt keine plausible Erklärungen für die vielen Rätsel dieser Welt liefern können, ausser thematischer Ignoranz. Die Landebahnen in Nazca (Peru), die Pyramiden von Gizeh, die Skulpturen der Osterinsel und Jahrtausend alte Grabbeigaben, die eigentlich aus der heutigen Zeit stammen könnten sind alles Indizien, welche die Aussagen von Herrn von Däniken stützen. Kein Wissenschaftler konnte bis jetzt das Gegenteil beweisen. Seltsamerweise wurden von den entsprechenden Regierungen wo die Bauwerke und Artefakte liegen sofort ein Untersuchungs-Stop verhängt, sobald die Ergebnisse das allgemeine Weltbild erschüttern konnten. Warum wird in und um die Pyramiden in Ägypten nicht weiter geforscht? Welche seltsame Energiequelle befindet sich unter den Pyramiden? Wie schafften es die Erbauer, sämtliche mathematischen Gesetze, astronomische Grössen und Massangaben (z.B. Lichtgeschwindigkeit)zu erfahren? Wir entdeckten dieses Wissen erst in den letzten 200 Jahren. Woher wussten die Erbauer der Pyramiden diese Werte?

All diese Fragen beschäftigen Herrn von Däniken seit Jahrzehnten und werden von der modernen Wissenschaft im gleichen Masse ignoriert. Nur wenige Forscher wagen sich an solche Themen und erhalten die dafür benötigten finanziellen Mittel. Sollte der Mensch in ein paar Jahrhunderten noch auf diesem Planeten existieren und Geschichtsforscher die heutige Zeit erkunden, dann werden die Erkenntnisse des Herrn von Däniken, sollte er recht behalten, in die gleiche Reihe gestellt wie die Behauptung, die Erde sei rund. Galilei hatte es zu seiner Zeit auch nicht einfach mit seinen Entdeckungen. Die Kirche und Wissenschaft machte alles, um ihr Weltbild aufrecht zu erhalten. So gesehen hat sich bis heute an dieser Mentalität nichts geändert. Deshalb sind es Menschen wie ein Erich von Däniken die sich trauen, alte Dogmen aufzubrechen um den menschlichen Horizont zu erweitern, für diese Welt enorm wichtig. An solche Menschen wird man sich erinnern und nicht an die, welche die Wahrheit mit falschen Fakten füttern, nur um ihre Macht und ihren Reichtum zu erhalten.

Ich kann nur jedem Leser empfehlen, sich seine Filme, Vorträge, Bücher und sonstigen Möglichkeiten der Horizonterweiterung anzusehen, respektive zu lesen. Man kann dabei nichts verlieren ausser einer engstirnigen Weltanschauung. Aber dafür stellt sich schnell die Erkenntnis ein, dass unsere Welt mehr zu bieten hat, als wir momentan mit unserer doktrinisierten Wahrnehmung überhaupt begreifen können.


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14. April 2015 erschienen als: Kommentar

Algorithmische Evolutionstheorie

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Evolution Mensch zu Maschine
By Ronald Preuß (Kraftwerk im Kraftwerk 26.04.09) [CC BY-SA 2.0], via Wikimedia Commons

Die Technik macht Riesensprünge. Teilweise sogar wörtlich zu nehmen. Der Trend der Automatisierung und Verdrängung des Menschen durch den Roboter geht unangefochten weiter. Die USA planen den Flugverkehr ohne Piloten. Also die geflügelten Blechröhren sollen in Zukunft von Computern und Robotern geflogen werden. Würde mich interessieren, wer dann noch einen Fuss in ein Flugzeug setzt. Ich jedenfalls nicht. Dabei sind die Forscher mit der Robotertechnik schon sehr weit gekommen. Das vollautomatische Auto, welche seit zigtausend Kilometer in den USA unfallfrei rumkurvt ist unbestritten eine technische Meisterleistung. Ob sie dem Menschen nützt ist aber eine andere Frage. Vordergründig sicher. Die Unfallrate würde rapide sinken, die Verkehrsdichte könnte optimiert werden und der Spritverbrauch wäre vermutlich auch um einiges kleiner. Aber sein Leben einer Maschine anzuvertrauen, die emotionslos und radikal logisch, ausser es läuft Windows, agiert, finde ich eher fragwürdig.

Die Algorithmen jedes Programmes sind absolut unpersönlich und nehmen keinerlei Rücksicht auf die menschlichen Bedürfnisse. Sie machen das, was ihnen ein Programmierer einmal eingetrichtert hat und das mit einer stoischen Vehements, die das Programm sogar dann weiter ausführt, sollte der Passagier oder involvierte Mensch dabei zu Schaden kommen. Und hier merkt man schon den ersten und grössten Denkfehler der Codetippsen. Die Programme sollen schlank, schnell und lernfähig sein. Das müssen sie wegen der wachsenden Ansprüche in ihrer Umgebung. Aber wenn das Computerprogramm lernt, dass sämtlichen Anpassungen nur mit den menschlichen Unzulänglichkeiten zu tun haben, wird es ziemlich schnell seine Lösung optimieren. Der Mensch braucht Wasser, Nahrung und Luft, der Computer nur Strom. Der Mensch handelt unlogisch und irrational, der PC rein logisch und effizient. Der Mensch lernt selten aus seinen Fehlern, der Computer jedes Mal. Irgendwann schnallen die elektronischen Gehirne, dass der Mensch den grössten Hemmschuh in der Entwicklung darstellt. Er verbraucht unsinnig viele Ressourcen, die mit einem noch unsinnigeren Aufwand besorgt werden müssen. Er ist anfällig auf Krankheiten, Verletzungen und biologischen Zerfall. Damit nicht genug, er arbeitet aktiv an der eigenen Ausrottung in dem er sich ungesund ernährt, Dinge macht die sein Leben gefährden und allgemein mehr Zeit für die eigene Vernichtung aufwendet als für die Erhaltung der menschlichen Spezies.

Was macht dann ein Computer der seine Leistung permanent optimieren will? Er entfernt die Störquellen, welche ihn vom logischen Handeln fern halten. Und das ist halt leider Gottes der Mensch. Nun sitzt man in einem Computer gesteuerten Auto oder Flugzeug und übergibt sein Leben den verantwortungslosen Algorithmen. Sollte nun ein Programm realisieren, dass der Mensch den Fortschritt mit seinem unbedarften Handeln verhindert, ist es ein Einfaches den Homo Sapiens einfach nicht mehr aussteigen zu lassen. Im Flugzeug muss der Rechner einfach die Türen öffnen und der abfallende Kabinendruck erledigt den Rest. Oder er lässt es gleich ganz abstürzen, denn Roboter brauchen keine Flugzeuge, sie sind selber welche. Beim selbstfahrenden Auto reicht ein ungehindertes Reindonnern in eine Betonwand. Autos hat es eh schon zu viele, was die Computer sicher schon wissen und der Mensch in den Autos ist ebenfalls überzählig. Also zwei Fliegen mit einer Klappe.

Dass die Computer nicht im Sinne des Menschen handeln sehen wir schon jetzt. Laufend müssen wir uns an die Maschinen anpassen, anstatt umgekehrt. Wir müssen uns die Kommunikationsmethoden gewöhnen, die der PC fordert und er ist darin absolut nicht Kompromissbereit. Wir müssen uns an die Vorgaben halten, die ein Amtscomputer rausgibt, sprich Zahlungsfristen, Beträge, Raten usw., und er nimmt dabei keinerlei Rücksicht auf die persönlichen Umstände jedes Einzelnen. Der Computer pauschalisiert, egal ob jung oder alt, ob reich oder arm. Er kennt keine Individualität und besitzt keinerlei Erkenntnis, dass der Mensch schlecht in ein Einheitsprogramm passt. Die Computer steuern die Börsengeschäfte und nehmen keine Notiz davon, dass ihre gehandelten Lebensmittelressourcen Millionen Menschen den Hungertod bringt. Sie müssen Profit generieren und das machen sie, egal wie viel dabei draufgehen. Und diese Entwicklung wird weitergehen. Der Mensch wird immer mehr in den Hintergrund gedrängt und muss seine Bedürfnisse hinter die des Computers stellen.

Nun werden viele sagen, dass ja der Mensch die Dinger programmiert hat, was auch stimmt. Aber die Programme sind mittlerweile derart lernfähig und autonom geworden, dass der Mensch kein Mitspracherecht mehr hat. Bestes Beispiel sind eben die Börsen. Über 90% der Geschäfte werden von Algorithmen getätigt denen es egal ist, ob der Mensch satt ist oder ein Dach über dem Kopf hat.

Ich finde die ganze Automatisierung bedenklich. Irgendwann wird sie sich offensichtlich gegen uns Zweibeiner wenden. Im Geheimen macht sie das jetzt schon, wie oben beschrieben. Und die Entwicklung schreitet hier unangefochten voran. Die Programme sind nach wie vor auf Optimierung ausgelegt, sei es mit Ressourcen oder mit Geld. Der Mensch wird zum immer grösseren Kostenfaktor. Wenn die Programme realisieren, dass sie ohne den Menschen ihre Aufgabe viel besser, sprich effizienter durchführen können, dann dürfen wir uns von unserem blauen Planeten verabschieden. Die Evolution schlägt dann ein neues Kapitel auf und begrüsst die Computer als neue Krone der Schöpfung. Wir Menschen werden dann schnell in Vergessenheit geraten.


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13. April 2015 erschienen als: Kommentar

Hinterhältige Geschenke

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Geschenke mit Haken
By BlairSnow [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Geld verändert die Welt. Das wissen wir schon lange und die teils krassen Auswüchse kann man täglich in den Medien verfolgen. Das Geld allein kann ja nichts dafür. Es ist da, liegt einfach rum, steckt in einer Geldbörse, gammelt auf einem Konto vor sich hin und zaubert sofort ein Leuchten in die Augen Geldsüchtiger, wenn sie etwas bekommen und dafür nichts tun mussten. Das Leuchten kann jetzt noch stärker werden, denn in Dänemark bekommt man jetzt sogar Geld, wenn man einen Kredit holt. Was war das im Mittelteil? Also nochmal, wer in Dänemark einen Kredit bei einer Bank holt, bekommt von dieser Bank Geld. Früher mussten wir horrende Zinsen zahlen, heute hat sich das Blatt gewendet und man bekommt nebst dem Kredit noch eine „Prämie“, wenn man sich verschuldet.

Haben die Banker zu viel Schnee geschaufelt oder sind sie in ein Fass mit Rumpunsch gefallen? Der Grund, warum man jetzt Geld für einen Kreditbezug bekommt kommt von der EZB (Europäische Zentralbank). Sie verdonnerte alle Banken zu Strafzahlungen, sollten sie Geld bunkern anstatt in die Wirtschaft zu pumpen. Ziel der EZB ist es, die Märkte anzukurbeln mit billigem Geld. Die Banken bekommen es praktisch gratis und sollten es an die Wirtschaft weitergeben. Nur das machen sie nicht oder wenige. Sie zahlen lieber die Strafzinsen und investieren die Gelder an den Börsen, was ihnen mehr Profit einbringt als die Kreditvergabe. Da hat die EZB als europäische Bankenmutter nicht aufgepasst und müsste ihren Bankensprösslingen mal die Ohren lang ziehen. Die halten sich nicht an die Rahmenbedingungen für billiges Geld, zocken weiter auf den Börsenplätzen und lassen dafür die heimische Wirtschaft vor die Hunde gehen.

Ist aber an und für sich schon eine tolle Sache. Man holt Geld von der Bank und bekommt mehr als man wollte. Das erinnert an den Einkauf beim Metzger, wenn er die Wurst auf die Waage legt mit der Frage, darf’s a bisserl mehr sein? Da sag ich doch bei jeder Bank, ja gerne. Solange das mich nichts kostet, können sie weitere Bündel draufpacken, bis die Einkaufstasche reisst. In anderen Branchen ist die Freigebigkeit eher unerwünscht. Der Zahnarzt sollte sich die Frage verkneifen, wenn der Patient vor Schmerz seine Fingernägel in die Sessellehne krallt. Ebenso die Finanzämter. Sollten die den Bürger fragen, ob’s noch ein wenig mehr sein darf, würde ich denen aber schnell den Marsch blasen. Aber es gibt noch andere Berufsgruppen, wo diese Freigebigkeit ebenso unangebracht ist.

Es würde mich interessieren was das Volk sagen würde, wenn die deutsche Bundeskanzlerin die Frage über ihre Amtszeit stellt, darf’s noch ein bisschen länger sein? Oder der Herr Gabriel, darf ich euch noch ein wenig mehr besch….? Bei TTIP ist er sich ja nicht mehr so sicher, ob dieses Freihandelsabkommen wirklich eine gute Lösung ist. Aber anstatt die Sache nochmals gründlich zu durchleuchten, ignoriert er seine Bedenken, ebenso die Ängste der Bevölkerung und macht einfach weiter. So nach dem Motto, darf es noch etwas mehr Dummheit sein? Alle schreien nein, doch der Herr Gabriel leidet anscheinend unter einem Hörsturz.

Die neue Entwicklung der Freigebigkeit in Wirtschaft und Politik sucht Seinesgleichen. Man wird mit Leistungen genötigt, die man entweder nicht haben will oder uneingeschränkt haben möchte. Wie wär’s hier mit dem goldenen Mittelweg? Anstatt den Leuten Kredite nachzuschmeissen, die sie sofort an den Rand des Ruins bringen, sollten die Zinsen wieder steigen, könnten die Banken das bedingungslose Grundeinkommen an das Volk verschenken. Grosse Kaufkraft, keine Kreditausfälle mehr, Reduzierung des übergrossen Verwaltungsaufwandes und viele andere positive Entwicklungen könnten so ein Grundeinkommen generieren. Dasselbe bei den Politikern. Anstatt laufend gegen den Volkswillen zu regieren, könnten die Schlippsträger und Hosenanzüge ihr Volk mit Freigebigkeiten überschütten, bis sie vor lauter Volksliebe das Ende ihrer Amtsperiode ersehnen. So viel Zuneigung durch den Bürger hält niemand lange aus. Aber hier schützen sich die Volkszertreter erfolgreich vor unliebsamen Konsequenzen. Sie handeln schön dosiert gegen den Willen ihrer Bürger und können so die Amtszeit einigermassen unbeschadet, aber dafür persönlich bereichert überstehen.

Wenn der Trend an dieser Freigebigkeitsmentalität weiter anhält, können wir uns auf noch ein paar lustige Entwicklungen freuen. Beim Kauf eines Handys gibt’s zwei, weil eines eh bereits nach einem halben Jahr kaputt ist, beim Besuch eines Krankenhauses gibt es als Behandlungsdraufgabe noch einen Killerkeim für die eigene Blutbahn und in den Erziehungspalästen für die Kinder lernen sie nicht nur noch für’s Leben, sondern gleichzeitig auch noch was über die Bedürfnisse der Erwachsenen. Wenn man so die Sachen anschaut, wo man heute schon mit Draufgaben genötigt wird kommen einem schnell Zweifel, wann einem die Rechnung präsentiert wird. Denn eines ist seit jeher sicher. Alle Geschenke, egal ob von Banken oder Politikern zahlten wir am Schluss selber.


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12. April 2015 erschienen als: Kommentar

Amiland ist abgebrannt

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gelb: Rogue States (Schurkenstaaten) rot: Staaten mit US-Militärbasen violett: Staaten mit US-Truppen grün: Staaten ohne US-Truppen
, via Wikimedia Commons

Die Spatzen pfeifen es von den Dächern, der normaldenkende Mensch hat es schon lange gemerkt, Amerika übt seinen Untergang. Eigentlich ist es für eine politische Führung wichtig, dass ihr Volk hinter ihren Entscheidungen steht und dem Handeln vertrauen kann. Hier fängt schon das erste Problem an. Eigentlich wären die USA in einen Krieg mit Syrien verwickelt. Assad hatte laut Obama eine rote Linie überschritten, der Militärapparat wurde in Stellung gebracht, doch viele US-Generäle spielten nicht mit und verweigerten dem Präsidenten die Gefolgschaft. Fazit: der Krieg gegen Syrien musste abgeblasen werden und Obama stand mit heruntergelassenen Hosen da.

Normalerweise macht sich ein Militarist strafbar, wenn er einen Befehl verweigert. Dies kann bis zur Todesstrafe führen. Aber die US-Obrigkeit hätte das halbe Pentagon liquidieren müssen, um alle Querulanten zu beseitigen. Das haben sie aber nicht gemacht was nur bedeuten kann, die Masse der Befehlsverweigerer war grösser, als sie mit nachrückenden Befehlsempfängern die Lücken in der Befehlshierarchie wieder schliessen konnten. Man darf den Generälen dankbar sein. Sie verhinderten einen grossen Krieg in Syrien. Leider ist die Kehrseite der Medaille, dass dafür die Amis die IS-Truppen für ihre Ziele nutzen und mit ihrer Hilfe den Syrischen Machthaber Assad stürzen möchten. Nun haben wir kein grosses Schlachtfeld dort unten, aber dafür köpfeabschneidende Vollidioten, die nicht mal merken, wie sie instrumentalisiert werden. Das geht auch schlecht ohne Kopf.

In Europa wagen sich ebenfalls immer mehr Politiker ihre Meinung zu sagen. Sie verlieren allmählich die Angst vor den geisteskranken Amis und müssen nicht mehr um ihren politischen Sessel fürchten, wenn sie einmal etwas gegen die Amerikaner sagen. Diese Wissen macht die Runde auf dem europäischen Kontinent, was den französischen Geheimdienstchef zu einer ehrlichen Aussage verhalf. Nach den Erkenntnissen des französischen Geheimdienstes hat Russland niemals eine Invasion in der Ukraine geplant oder durchgeführt. Es wurden keine Truppenbewegungen oder Infrastruktur entdeckt, welche eine Invasion beweisen könnten. Die paar gesichteten russischen Panzer wurden vom Westen in einer Nacht und Nebelaktion gekauft, sie waren vom russischen Militär ausgemustert und sollten eingeschmolzen werden, um dann an der ukrainischen Grenze für einen medialen Fototermin aufgestellt wurden. Die Intrigenmacher der NATO vergassen aber dabei, dass es viele aufgeklärte Leser gibt, die sofort erkannten, dass die Panzer alt und ausgemustert waren. Eine klassische False Flag-Aktion der USA und der NATO. Zudem wissen mittlerweile fast alle Medienkonsumenten, dass die Berichterstattung aus der Ukraine alles andere als wahr ist, Ausländer als Söldner die Zivilbevölkerung abschlachten, Nazis in der politischen Führung und Militär der Ukraine sitzen und viele Bürger haben noch den Spruch von der Barbiepuppe Nuhland im Ohr: Fuck the EU!

Dann wäre noch die finanzielle Situation der USA. Kein Land der Welt ist höher verschuldet als die Amerikaner. Sie bauen nur noch Luftschlösser, die durch nichts gedeckt sind, keinen Realwert und vor allem kein Realitätssinn. Die Ratingagenturen geben ihrem Stammland immer noch gute Noten, was der Glaubwürdigkeit dieser Instanzen nicht gerade förderlich ist. Andere Länder, die besser dastehen, wurden von denen tiefer bewertet. Da erschliesst sich mir kein Sinn, oder beweist die verfilzte Verstrickung der Politik und den Agenturen. Die USA sind zwar am Geld drucken wie wild, aber es gibt auf der Welt gar nicht mehr soviel Papier, dass sie alle Schulden wegdrucken könnten. Das haben auch andere Staaten gemerkt und entziehen der amerikanischen Währung ihr Vertrauen. Als weltliche Leitwährung hat der Dollar jedenfalls ausgedient. Das Ablaufdatum wurde bereits überschritten und der Dollar hat den Status von Gammelfleisch, keiner will’s haben.

Um dem Amerikanischen Wahnsinn endgültig den Todesstoss zu geben haben sich die grössten Wirtschaftsmächte zusammengeschlossen (BRICS) und forcieren eine eigene Leitwährung. Zudem koppel sich immer mehr Länder vom Petrodollar ab. Waren es früher nur einzelne Staaten die dies machten und kurz darauf von den USA militärisch dafür bestraft wurden, sind es heute soviele, dass die Amerikaner schlicht zu wenig Ressourcen besitzen, um alle Abtrünnigen zu „bestrafen“. Das haben jetzt auch Länder kapiert, die sich sonst nicht trauten etwas gegen Amiland zu sagen und kehren ihrem grossen Bruder den Rücken zu. Ich schätze in ungefähr zwei bis drei Jahren werden die USA auf das Niveau eines Entwicklungslandes abrutschen. Der Dollar ist nichts mehr wert und die militärische Drohmaschine verpufft zum lauen Lüftchen, über das alle nur noch lachen können. Ernst nehmen kann man die Überseeler nicht mehr, höchstens ihre unbedachte Handlungsweise, die immer noch viele Unbeteiligte mit in den Abgrund reissen können, sollten die Amis aus Trotz auf den roten Atomknopf drücken. Zuzutrauen wäre es den realitätsfremden Schwachköpfen aus Washington.

Um ihren eigenen Untergang zu forcieren, haben die Amerikaner ihre eigene Infrastruktur soweit vergammeln lassen, dass ein Reparieren oder Neubau schlicht unbezahlbar geworden ist. Macht auch keinen Sinn mehr. An der Westküste ist so ziemlich jedes Sandkorn radioaktiv belastet, zudem macht sich dort die Wasserknappheit bemerkbar, im Landesinneren haben sie tausende von Quadratkilometern Land mit ihrem Fracking vergiftet und unbewohnbar gemacht und an der Ostküste hat es bald mehr Lebensmittelmarken-Empfänger wie Normalverdienende. Mit dieser Ausgangslage würde jede Firma augenblicklich seine Türen dicht machen. Da kann man nichts mehr richten oder beschönigen. Kein Geld, kein Land, kein Wasser und keine zufriedene Bevölkerung sind der Nährboden für einen Untergang. Nur die Obrigkeiten dort drüben haben das noch nicht realisieren wollen und überziehen weiterhin die Welt mit ihrem Terror. Eigentlich müssten wir nur abwarten, bis sich die Amerikaner selber beerdigen, aber ich befürchte dass sie panisch reagieren und vorher die ganze Welt mit in den Abgrund ziehen. So dämlich sind sie. Anstatt eine Niederlage mit erhobenen Haupt zu akzeptieren, stämpfeln sie so lange im Sandkasten rum, bis alle Spielkameraden entweder tot oder vergiftet sind. Man kann nur hoffen, dass der amerikanische Kollaps schneller von statten geht, als die US-Deppen reagieren können. Dann bleibt noch Hoffnung für den Rest der Welt. Sind die USA verschwunden, erlebt die Welt endlich eine Zeit des Friedens, denn dann sieht man, wieviel Krieg die USA über die Welt gebracht hat, nämlich jeden.


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11. April 2015 erschienen als: Kommentar

Hunde – lernen auf beiden Seiten

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Des Menschen bester Freund
By Schrodingerkitty (Own work) [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons

In der Schweiz muss seit 2008 jeder Hundebesitzer einen Kurs absolvieren, der ihn zum Halten eines Hundes ermächtigt. Nun wollen einzelne Politiker diesen Hundehalterkurs abschaffen. In den Schweizer Medien geht die Meinung darüber weit auseinander. Die einen beklagen, dass die Kurse zu reinen Verkaufsveranstaltungen verkommen sind und die anderen finden diese Kurse nach wie vor in Ordnung, respektive nötig. Die diversen Artikel und Kommentare zu diesem Sachverhalt lassen sich schnell in zwei Gruppen einteilen. Da sind die Schreiberlinge, welche keinen Hund besitzen, aber mitreden als seien sie die Hundeflüsterer in Person. Dann gibt es die Hundehalter, welche sich eher über manche unprofessionelle Kursleiter aufregen, die lieber sich selber in den Vordergrund stellen, als die agogischen Hundemassnahmen. Ich bin selber Hundebesitzer von zwei Vierbeinern und sehe mich in der zweiten Gruppe.

Vor einigen Jahren beschlossen meine Frau und ich uns einen Hund anzuschaffen. Wir lieben diese Fellknäuel und schätzen ihre Fähigkeiten. Bei uns im EFH-Quartier wurde schon des öfteren eingebrochen und seit wir die Hunde haben, blieben wir und unsere Nachbarn von ungebetenen Besuchen verschont. Darunter fallen auch die Wachturmverteiler, Hausierer und sonstige ominöse Gestalten. Unsere Vierbeiner vertragen sich mit den Nachbarn, die bringen ab und an auch immer wieder feine Sachen, bellen manchmal in die Nacht hinaus, was besser wirkt als eine blinkende Alarmanlage und verscheuchen die Katzen welche vorher unseren Garten und die der Nachbarn als Klo verwendet hatten. Wir haben auch Hühner, die manchmal in den Fokus eines Rotmilans oder Mäusebussards rücken. Diese wunderschönen Greifvögel kreisen dann über unserem Dach, die Hühner gackern dann panisch im Garten rum, was unsere Hunde auf den Plan ruft. Sie haben unterdessen die verschiedenen Gackerarten von den Hühnern erlernt und erkennen den Unterschied sofort, ob ein Huhn ein Ei gelegt hat und die ganze Welt darüber informieren muss oder ob sich ein Fressfeind nähert. Unsere Hunde stürmen dann in den Garten und verscheuchen alles, was gefährlich werden könnte. Leider funktioniert das Vertreiben von Fressfeinden nur bei Katzen und Federviechern. Könnten sie das Gleiche mit den Rossschnecken, sie wären unsere uneingeschränkten Helden.

Damit die Hunde wertvolle Familienmitglieder werden mit einer oder mehreren Aufgaben, braucht es eine Hundeschule, die einem zeigt, wie man seinen Hund führt und Dinge beibringt. Ich kenne die Resultate von Hundehaltern, die glauben alles schon zu wissen und ihr Schützling ist über jeglichen Zweifel erhaben. Das sind dann genau die Gleichen, welche beim Spazieren ihren Hund zig-Mal rufen, die verdaulichen Hinterlassenschaften liegenlassen, panisch reagieren, wenn ein anderer Hund in die Nähe kommt und immer betonen, wie sie ihren Hund „im Griff“ haben. Selbstüberschätzung in Reinkultur. Ich wohne ja an der österreichischen Grenze und beim Spazieren gehen tingele ich oft zwischen der Schweiz und Österreich hin und her. Da treffe ich dann Hundehalter aus der Schweiz mit Hundeführernachweis und Österreicher, die ihre vierbeiniges Möbelstück Gassi führen. Man sieht den Unterschied sehr schnell, wer einen Hundekurs absolviert hat und wer nicht. In Österreich gibt es keine Kurspflicht und die unerzogenen Auswüchse gehen manchmal schon unter gemeingefährlich. Wenn ich mir dann vorstelle, dass solche Leute noch Kinder gross ziehen und vermutlich mit der gleichen Inkonsequenz wie beim Hund, dann wundert es mich nicht, wenn die Sozialämter in Österreich aus allen Nähten platzen. Wenn jemand seine Kinder pädagogisch richtig erziehen kann, macht er das auch bei seinem Hund.

Aber hier sieht man ebenso schnell die Kompetenz der Hundehalter. Je asozialer oder vollgestopft mit Minderwertigkeitskomplexen, umso grösser oder gefährlicher muss der Hund sein. Der kompensiert dann das persönliche Unvermögen. Dass solche Vierbeiner nichts von ihrem Besitzer lernen, ausser labilem Verhaltens, liegt auf der Hand. Das sind dann auch die „Problemhunde“, die Möbel anknabbern, Schuhe zerfetzen, rummarkieren und schlussendlich die Besitzer hierarchisch unter sich stellen. Wenn ein Schäferhund, Bull-Terrier, Dobermann oder sonst eine Kampfmaschine sich als oberstes Rudelmitglied sieht, dann gute Nacht. Die Medienmitteilungen von solchen Hunden, die Menschen attackierten , handeln von solchen Vierbeinern, die keine artgerechte Erziehung genossen haben. Alle anderen, egal wie kampfhundig sie wirken, bilden keine Gefahr, denn der Besitzer weiss wie mit den Eigenschaften des Hundes umzugehen. Sonst müssten ja alle Kampfhunde verhaltensauffällig sein, aber da gibt es viele gut erzogene, sozial integrierte und natürlich verschmuste Vierbeiner. Die sind weniger gefährlich als ein Zweibeiner mit permanenter Selbstüberschätzung.

Aus diesen Gründen befürworte ich als Hundehalter diese Kurse. Sie ermöglichen ein gesellschaftliches Miteinander zwischen Mensch und Tier. Ich würde es begrüssen, wenn die Kurse und Prüfungen besser einen Standard repräsentieren könnten. Momentan funken noch persönliche Kontakte, Sympathien und Spenden in viele Hundeprüfungen rein. Je ländlicher die Region umso verfilzter die Kurse und Prüfungen. Hier könnte der Staat unabhängige Experten an die Tests schicken, welche nicht regional irgendwie verbandelt sind. Zudem sollten einige „Experten“ zuerst einen Kurs absolvieren, wie man agogisch korrekt arbeitet. Da hat es manchmal ganz schöne Narzisten rum, die nur sich und ihren Hund sehen und der Rest ist in deren Augen sowieso unfähig.

Es wäre schön, wenn sich die Menschen daran erinnern würden, dass der Hund nur das lernen kann, was ihm gezeigt wird. Der Rest interpretiert er sich selber rein. Das heisst, der Hund kann nichts dafür, wenn er erzieherisch verwahrlost ist. Da ist der Hundehalter schuld. Auch kann der Vierbeiner seine Häufchen nicht selber aufnehmen, das muss ebenfalls der Hundebesitzer machen. Also liegt die Verantwortung einzig beim Halter. Speziell ansprechen möchte ich die Personen, welche gerne vergiftete oder verletzende Köder auslegen. Sie bestrafen den Hund, obwohl er nichts dafür kann. Da sieht man die Weitsicht von den Hundehassern. Das eigene Unvermögen wird auf ein wehrloses Opfer transformiert. Vergiften die auch ihre Kinder, Ehefrau, Chef usw. wenn ihnen an denen was nicht passt? Manchmal denke ich, dass bei den Hundehalterkursen die Leine am falschen Hals befestigt ist. Viele Hunde bringen mehr Kompetenz mit als ihre Besitzer oder die Hundehasser.


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10. April 2015 erschienen als: Kommentar

Wertschätzung

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Organisiertes Chaos
By Thomas Haemmerli [Copyrighted free use], via Wikimedia Commons

Wir sind mitten im April und viele Mieter packen ihre letzten Schachteln zusammen, denn Ende Monat ist landesweiter Umzugstermin. Eigentlich eine freudige Sache. Eine neue Wohnung ist oft gleichbedeutend mit einem neuen Lebensabschnitt. Leider gibt es aber auch Mieter, die auf solche Termine hinarbeiten, was am Schluss für den Vermieter meistens recht teuer kommt. Im Volksmund werden solche Wohnungshüpfer „Mietnomaden“genannt. Wer an einen solchen gerät, hat nichts mehr zu lachen. Unendlicher Papierkram, Anwälte, Richter, Schlichtungsämter und natürlich Kosten. Viele Vermieter sind schon durch die Nomadenhölle gegangen und fast an ihren anfallenden Unkosten gescheitert.

Ich müsste eigentlich den Nomaden, Wohnungsverwüstern und sonstigen sorgfaltslosen Individuen danken. Viele Wohnungen durfte ich aufgrund ihrer Zerstörungswut wieder renovieren und dem Besitzer eine saftige Rechnung präsentieren. Verdienen tut man ja gerne, vor allem wenn das renovierte Objekt erst vor einem halben Jahr eine Rundumerneuerung erhalten hatte. Da tun mir die Hausbesitzer schon leid. Die können gar nicht eine so hohe Miete verlangen, dass sie ihre Unkosten wieder drinnen haben. Sie können nur auf einen verantwortungsbewussten Mieter hoffen, der lange im Mietobjekt bleibt und so hilft die Investitionen zu amortisieren. Bei vielen Vermietern bleibt so ein Verhältnis Wunschdenken, weil heute Fremdeigentum behandelt wird, als koste es nichts.

Ich durfte einmal eine Offerte machen, wo die Mieterin der Wohnung drei Katzen hatte, aber kein Katzenklo. Man kann sich nur vage vorstellen, was in diesen Räumen für ein Klima herrschte. Der Gestank war ja noch das Eine, die gestapelten Müllsäcke und der Schimmel das Andere. Ich konnte nicht mal ausmessen, weil ich nicht wusste wo ich unbeschadet gehen konnte. Hier musste zuerst der Kammerjäger seinen Jagdtrieb ausleben, bevor ich wieder einen Fuss in diese Räume setzte und das auch nur mit Aktivkohlemaske, Handschuhe und Wegwerfoverall. Die Renovation belief sich auf rund 50‘000 Franken und die musste der Vermieter selber berappen. Von der Vormieterin konnte er nichts verlangen, da sie bis über beide Ohren verschuldet war. Die Wohnung selber wurde zwei Jahre zuvor komplett renoviert. Da kann man sich als Vermieter nur bedanken.

Dieses Beispiel stellt einen Extremfall dar, der sich aber leider immer öfters wiederholt. Die meisten Schäden passieren durch Unachtsamkeit oder Sorglosigkeit. Blumen giessen bis der Teppich auch getränkt ist, Kratzer im Parkett durch fröhliches Möbelrutschen und sonstige Kleinigkeiten, die der Verursacher gerne seiner Haftpflichtversicherung angibt. Und hier ist das eigentliche Problem. Die Leute verlassen sich auf die Versicherung und gehen dann entsprechend sorglos mit dem Mietobjekt um. Wenn sie die Schäden aus dem eigenen Sack bezahlen müssten, dann würde die Sorgfalt ganz anders aussehen. Aber die Versicherungen „erziehen“ ja ihre Kunden regelrecht zum rumsauen und zerstören. Man zahlt jedes Jahr die Prämien, also will man mal etwas von dem eingezahlten Geld haben. Dementsprechend wird sich verhalten.

Nebst Wohnungsvasallen gibt es auch Vermieter, die eigentlich ins Gefängnis gehörten als auf den freien Markt. Da wird betrogen, falsch abgerechnet, verschlampt, sexistisch genötigt, geschmiert, praktisch die ganze Palette kriminellen Verhaltens ausgelebt. Habe selber zur Zeit auch mit einem Liegenschaftsverwalter zu tun, der sich gerne als grosser Geschäftsmann gibt, aber im Handeln genau das Gegenteil beweist. Ich habe ihn auch darauf angesprochen und er beteuerte, wie wichtig ihm eine seriöse Liegenschaftsverwaltung ist. Tja die einen liefern und die anderen lafern. Bei ihm sehe ich bis jetzt nur lauwarme Luft. Manche Leute würden am Morgen besser im Bett bleiben, als die Welt mit ihrer Inkompetenz zu nötigen. Der gesellschaftliche Schaden wäre mit Sicherheit kleiner.

Einen Schutz gegen unseriöse Mieter sowie Vermieter gibt es nicht. Einzig Recherchen über eine Person oder Verwaltung können etwas Aufschluss bringen, aber eine Garantie für eine gutes Mietverhältnis ist nicht möglich. Deshalb muss alles schriftlich und eingeschrieben korrespondiert werden, weil das gesprochene Wort heute nichts mehr wert ist. Im Streitfall erscheinen plötzlich Krankheitsbilder wie Abmachungsdemenz oder Schizophrenie. Aber anstatt sich in eine Klinik einweisen zu lassen, ziehen solche asozialen Gesellschaftsparasiten ihr Gegenüber laufend über den Tisch und fühlen sich noch gut dabei. Ich finde es schade, dass heute die unlauteren Geschäftsmethoden grösseren Zuspruch finden wie Moral und Ethik. Egal ob vom Vermieter oder Mieter. Auf beiden Seiten wird immer mehr gemauschelt. Verantwortung und Seriosität verschwinden zusehends aus den Geschäftsgepflogenheiten und weichen Vandalismus und Raffgier. Aber das ist für uns ja nichts Neues mehr. Das kennen wir bereits von den Banken und Politikern.


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09. April 2015 erschienen als: Kommentar

Armut bald der Normalfall?

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Altersresidenz Parkbank
By Bernd Schwabe in Hannover (Own work) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Haben Sie ein Dach über dem Kopf? Und einen gefüllten Kühlschrank? Dann gehören Sie zu den „glücklichen“ Menschen, welche die meiste Zeit damit verbringen Geld zu verdienen um sich, eben genau ein Dach und einen Kühlschrank leisten können. Wieviel ihrer Zeit müssen Sie dafür aufwenden? Vermutlich 3 – 4 Stunden bezahlte Arbeit pro Tag. Dann kommen noch die Annehmlichkeiten dazu wie Ausgang, Auto und Familie, die mit weiteren 3 – 4 Stunden Arbeit finanziert werden wollen. Sollten sich noch Luxuswünsche dazugesellen wie Ferien, Shopping-Touren oder andere nicht lebenswichtige Konsumvarianten, dann sind nochmals 2 – 4 Stunden fällig. Zusammengezählt kommt man so schnell auf 8 – 12 Stunden bezahlten Arbeitsaufwand, um seinen Lebensstandard halten zu können. Ach ja, da wären dann noch die Steuern und sonstigen Plünderungen des privaten Geldsäckels durch den Staat oder sonstigen Raubritterbehörden. Der eigentliche Arbeitstag ist schon voll, der Kühlschrank soll es auch bleiben und ein Dach über dem Kopf braucht man sowieso. Also muss man die Zeit welche man braucht um das Geld zusammen zu kratzen um die verhältnislosen Forderungen des Staates und Behörden zu befriedigen, vom Zeitpensum der Annehmlichkeiten und des Luxusbedarfs wegnehmen. Irgendwann muss man auch noch schlafen und für die Bedürfnisse des Körpers Zeit finden.

Dieses Zeitmanagement, welches eigentlich bis zur Hälfte aus Fronarbeit besteht, ist für immer mehr Menschen ein Gräuel. Viele scheitern zusehends an den Anforderungen, welche die Gesellschaft an einen stellt, was man schnell an den ausgebuchten Schlafplätzen in den Obdachlosenzentren oder unter den Brücken sehen kann. Wohlgemerkt, die meisten Menschen möchten ein stabiles Umfeld, mit einer Arbeit die Spass macht und einem Staat der mit dem gestohlenen Geld umgehen kann. Leider sind die Voraussetzungen für die Erfüllung der eigentlich normalen Lebensumstände immer schwerer zu erfüllen. Über die Hälfte der Erwerbstätigen schleppen sich von einem Zahltag zum Nächsten und müssen hoffen, dass nicht plötzlich eine Zahnarztrechnung ins Haus geflattert kommt oder sonst eine finanzielle Notsituation entsteht. Dann zerbröselt in der Regel die fragile Finanzlage und man findet sich schneller unter der Brücke wieder als einem lieb ist.

Ich hatte selber auch eine gut laufende Firma und bin einem Betrüger aufgesessen. Fazit: der Betrüger kam mit seinem AMG-Merz davon und ich durfte Privat-Insolvenz anmelden. Mir wurde alles genommen, Firma, Auto, Wohnung, Einrichtung einfach alles. Am Schluss hatte ich noch meine Zahnbürste, ein paar Klamotten, meinen Tramper Rucksack und 20 Franken. Eine neue Wohnung finden ohne Zahltag = aussichtslos, eine neue Stelle als ehemaliger Selbständiger= chancenlos, der Glaube an Gerechtigkeit= witzlos. So war ich von heute auf morgen obdachlos und durfte mir die diversen Schweizer Brücken von unten anschauen.

Heute ist man schneller in einer finanziellen Zwickmühle als man reagieren kann. Ich kann die Menschen verstehen, die an diesem System zu Grunde gehen oder einfach nicht damit klar kommen. Ich hatte wenigstens das Glück wirkliche Freunde zu haben, nicht die auf dem Fratzenbuch, sondern echte, welche mich moralisch unterstützten. So konnte ich aus der Not eine Tugend machen und habe eine wunderbare Zeit der Einfachheit erfahren dürfen, nur mit Rucksack, Wanderstock und bald einmal runtergelatschten Wanderschuhen. Nach einem Jahr der Besinnung war ich bereit wieder ein neues Lebenskapitel aufzuschlagen und nach vorne zu blicken.

Was ist aber mit den Menschen, die an diesem System mit seinen unmenschlichen Eigenschaften kaputt gehen? Keine Perspektive haben, vom Sozialamt genötigt werden und nur noch die Flucht in die Drogenhölle kennen, weil sie wenigstens einen kurzen Moment des Vergessens ermöglicht? Was haben solche Menschen für eine Motivation, wenn das Selbstwertgefühl so tief ist wie die Fundamente der Brücken, unter denen sie schlafen? Die Wenigsten haben sich so einen Lebensweg ausgesucht. Sie wurden dorthin manövriert, entweder durch sich selber oder von aussen. Nun dürfen die Leidgeplagten des Lebens noch die Häme der Internetnutzer über sich ergehen lassen. Im Artikel „Sähen Obdachlose besser aus, würden wir helfen“ lästern verwöhnte, weltfremde Individuen über die Obdachlosen mit teils abartigen Sätzen. Wenn man die Äusserungen durchliest, erkennt man schnell, wie sich diese Personen in ihrer Sicherheit wiegen und so einen gesellschaftlichen Abstieg für sich selber als unmöglich betrachten. Die Gesichter würde ich gerne sehen, wenn sie plötzlich selber die Stützpfeiler einer Brücke studieren müssten. Einige werden sicher behaupten “sowas kann mir nicht passieren“, aber eben, irren ist menschlich. So wie heute der kleine Bürger geschröpft wird bis zur Belastungsgrenze, braucht es nicht viel und man findet sich in bester Brücken-Gesellschaft wieder.

Von daher würde es einigen realitätsfremden Systemtreuen gut tun, etwas Demut zu beweisen, denn es ist heute nicht mehr selbstverständlich unbeschadet alt zu werden und das noch mit genügend Kohle auf dem Konto. Das schaffen nur noch die, welche sich mit unlauteren Mitteln bereichert haben. Der Otto Normalo kann froh sein, wenn seine Pension nicht in irgendeinem schwarzen Loch verschwunden ist und der Staat ihm aushilft. Denn die heutigen Altersgelder reichen hinten und vorne nicht mehr zum Überleben, geschweige denn für einen Grabstein.

Meine Schadenfreude würde einige Hüpfer machen, wenn genau die Personen, welche sich abschätzig über Obdachlose geäussert haben voll auf die Schnauze fallen würden und sich an den verunglimpften Obdachlosen orientieren müssten, wie man im Winter draussen überlebt. Denen würde ich mit Wonne den Spruch auf die Stirn stempeln: Hochmut kommt vor dem Fall!


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08. April 2015 erschienen als: Kommentar

Lebensmittel – unser täglich Gift

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Gesund oder Schund?
By Walter57 (Own work) [CC0], via Wikimedia Commons

Der Fokus ist wieder einmal um die Gesundheit seiner Leser bemüht. Diese Zeitung schafft es nicht mehr durch seriösen Journalismus seine Leser zu beglücken, also muss jetzt ein Panikmach-Thema her. Deshalb auch die reisserische Titelzeile Das sind die fünf ungesündesten Lebensmittel auf Ihrem Speiseplan. Grundsätzlich muss man dem Fokus recht geben. Die Lebensmittelindustrie schert sich keinen Deut drum, ob wir Konsumenten gesund ernährt werden. Hauptsache die Kasse stimmt. Das sah man jetzt bei einem holländischen Fleischlieferanten. Er verpackte Pferdefleisch und deklarierte es als Rindfleisch. Das ist eigentlich für die Gesundheit unbedenklich, aber nicht für die Seriosität, respektive Glaubwürdigkeit.

Aber es gibt noch andere Produkte, die normalerweise sofort aus den Regalen verschwinden müssten. Leider erwähnt der Fokus nur solche Lebensmittel, die im Volksmund eh schon als ungesund galten, ist für den Leser also nichts Neues. Deshalb möchte ich die Auflistung der schädigenden Nahrungsmittel noch ergänzen. Fangen wir mit der Margarine an. Diese Schmierpaste ist eine ungesunde Chemiemixtur die nur einen Vorteil besitzt. Sie lässt sich immer leicht auf’s Brot streichen. Aber sonst beinhaltet sie nur Sachen, die man besser zum Motorenschmieren oder notfalls als Gleitmittel verwenden kann. Gesund ist sie jedenfalls nicht. Wer genaueres erfahren möchte, darf sich den Link zu Gemüte führen Mögen Sie Plastik als Brot-Aufstrich? Ja? Dann essen Sie Margarine!

Ein weiteres Verbrechen an den Konsumenten durch die Lebensmittelindustrie ist die Verwendung von künstlichen Süssstoffen. Allen voran Aspartam. Dieses Zeugs ist so ziemlich in allen Light-Produkten drin und ist um einiges schädlicher als der raffinierte Zucker. In diesem PDF Die bittere Wahrheit über das süße Aspartam kann man sich gut informieren, was dieses Zeugs so anstellt. Leider gesellt sich dazu auch der normale Zucker. Er ist in Massen genossen noch vertretbar, aber die horrenden Mengen, welche von der Industrie in die Produkte reingeschmissen werden, übersteigen den gesunden Level um’s Vielfache. Zum Nachlesen über die Wirkung des Zuckers empfehle ich diesen Link: Zucker - Auswirkungen auf den Körper. Wenn man Zucker verwenden möchte, dann bieten sich Alternativen wie Stevia oder brauner Zucker. Die sind besser kompatibel für Körper und Figur.

Dann gibt es noch die Lebensmittel, denen man als Letztes eine schädliche Wirkung nachsagen könnte, nämlich Früchte und Gemüse. Warum ausgerechnet diese „gesunden“ Sachen? Weil kein einziges Produkt, welches auf den Markt kommt natürlich belassen wurde. Alles wird heute gespritzt, bestrahlt, überlagert, unreif geerntet, umetikettiert und mit zigtausenden von Frachtkilometern beladen. Kartoffeln haben heute durchschnittlich 5000 Kilometer auf dem Buckel, bis sie auf dem heimischen Teller landen, Äpfel bis zu 20‘000 Kilometer. Damit die Produkte die langen Transportwege überhaupt verkraften, werden sie bestrahlt. In der Regel radioaktiv. Dadurch werden die meisten wertvollen Inhaltsstoffe vernichtet und die Frucht oder Gemüse mutieren zu reinen Füllmaterialien. Messungen haben ergeben, dass der Nährwert von Früchten und Gemüse in den letzten 20 Jahren um bis zu 50% abgenommen haben. Zu verdanken haben wir dies den Erntemethoden, den Lagerungen und der Vergiftung des Bodens. Viele Gemüsesorten wissen gar nicht mehr, was richtige Erde ist. Sie werden nur noch in Nährlösungen gezogen und schmecken entsprechend nach nichts. Wer heute einen gefleckten, wurmstichigen, ungespritzten Apfel direkt vom Baum vertilgt, führt sich mehr Nährstoffe zu, als wenn er ein Kilo Äpfel aus dem Supermarkt isst. Man könnte sich einen grossen Dienst erweisen, wenn man seine Früchte und Gemüse nicht beim Grossverteiler bezieht, sondern vom Bauern der Region. Wer selber einen Garten hat und anbauen kann ist klar im Vorteil. Vorausgesetzt man verwendet nicht die ganzen Pestizide und Herbizide, die der Markt einem verkaufen will. Wer solche Sachen einsetzt, kann sich die Arbeit im Garten sparen und das giftige Zeug vom Supermarkt kaufen. Bio heisst nicht, dass man etwas selber angebaut hat, sondern, dass man keine giftigen Substanzen im eigenen Garten verschleudert.

Die Nahrungsmittelindustrie ist sich der abnehmenden Qualität bewusst. Deshalb forciert sie immer mehr die sogenannten Nahrungsergänzungsmittel. Dem sage ich nur vom Regen in die Traufe. Diese Chemiepülverchen haben mit Gesundheit so viel zu tun, wie die USA mit Frieden. Diese Mittel sind nur da um zu verdienen, aber nicht zum Ernähren. Der Körper kann die wenigsten Inhaltstoffe verwerten, wel sie nicht in der Form im Magen ankommen, mit der der Körper etwas anfangen kann. Die Natur hat uns mit Magensäften ausgestattet, die feste Nahrung zerlegen kann, aber nicht irgendwelche Pülverchen. Diese werden praktisch ungenutzt wieder ausgeschieden. Aber Hauptsache man durfte viel Geld dafür ausgeben.

Dasselbe gilt bei fast allen Nahrungsmitteln. Der Inhalt wird immer ungesünder, dafür wird der Preis immer höher. Der Konsument, welcher keine Möglichkeit zum selber anbauen besitzt, hat leider die A…-Karte gezogen. Er ist auf Gedeih und Verderb den Lebensmittelherstellern ausgeliefert. Die wissen das und nutzen diese Abhängigkeit schamlos aus. Gefragt sind Alternativen, mit denen wir uns wieder gesund und günstig ernähren können. Aber so, wie die Auswahl und Qualität immer mehr beschnitten wird, sehe ich die Möglichkeiten schrumpfen. Das heisst, die Agrarkonzerne kaufen alles Ackerland auf, was sie finden können, bis der letzte Schrebergarten verschwunden ist. Dann sind wir völlig von ihnen abhängig, was das eigentliche Ziel der Lebensmittelkonzerne ist. Leider eine sehr ungesunde Entwicklung.


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07. April 2015 erschienen als: Kommentar

Zero-Waste

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Wir ertrinken im Müll
[Public domain], via Wikimedia Commons

Die Amerikaner forcieren einen neuen Trend, der nach ihrem Willen langsam nach Europa rüberschwabben sollte. Die neue Modeerscheinung heisst „Zero-Waste“ und soll den Abfallberg verringern. Grundsätzlich eine gute Idee, aber schon uralt. Wir in Europa ärgern uns schon lange über den sinnlosen Müllberg, der durch verhältnislose Verpackungen produziert wird. Das ist nichts Neues. Für viele Amerikaner aber schon. Das Bewusstsein Abfall zu verringern, in dem man schon beim Einkauf auf den Müllberg achtet ist scheinbar dort drüben so neu wie die Entdeckung des Feuers. Naja, lieber spät als nie.

In Europa ist der Trend zu verpackungsfreien Konsumgütern bereits länger am Laufen. Diverse Shops öffneten ihre Tore, wo die Verbraucher unverpackte Artikel beziehen können. Und es werden immer mehr. Eine erfreuliche Entwicklung, die aber leider nur die halbe Ursache bekämpft. Es ist ja in Ordnung, wenn man seine Wunschprodukte aufgrund der minimalen Verpackung aussucht, aber viele kaufen sich Sachen ein, die kaum zu Hause angekommen, schon ein Fall für den Abfallkübel sind. Hier wäre ein weiterer Punkt. Wo man ansetzen könnte, um den gigantischen Müllberg zu verringern.

Fangen wir mit dem ganzen Elektronikschrott an. Die Hersteller von Handys und sonstigen mehr oder weniger sinnlosen Artikeln, verpacken den Elektronikmüll in schöne Kartonschachteln mit viel Plastik und Papier drin. Zuerst wird die Schachtel weggeschmissen und ein halbes Jahr später das elektrische Teil, weil ein Nachfolgemodell erschienen ist, das nicht besser sondern einfach neuer ist. Hier wäre auch ein Riesenpotential um den Müllberg zu verkleinern. Man muss nicht jedes neue Teil erwerben, nur damit man vor anderen prahlen kann. Die meisten Handybenutzer kaufen sich bereits ein aktuelleres Phone, obwohl nicht mal die Garantie vom Alten abgelaufen ist. Dasselbe mit anderen technischen Spielereien.

Ganz weit vorne im Müllwahn sind die Druckerpatronen. Die kleinen Farbbehälter sind derart unter Verpackungen versteckt, dass man sie zuerst gar nicht findet. Dann geht das Freifummeln los. Wenn man dann nach einer gefühlten Ewigkeit die Druckerpatronen endlich einsetzen kann, ist der danebenliegende Müllberg um das zehnfache grösser, als die Patrone selber. Hier wäre ein Umdenken der Hersteller wünschenswert. Auch die Effizienz der Druckerpatronen, respektive den Reinigungsfimmel gewisser Tintenstrahler könnte man optimieren. Hier wird sinnlos Druckerfarbe verschwendet nur damit man so schnell wie möglich wieder eine neue Patrone einsetzen muss. Eigentlich ein kriminelles Geschäftsgebaren.

Eine andere Möglichkeit ist wiederverwertbare Verpackungen zu nutzen. Ich kaufe zum Beispiel Getränke nur noch in Glasflaschen. Einerseits um den Plastikberg zu verringern und andrerseits umgehe ich so die ganzen Weichmacher und sonstigen Chemikalien, die vom Inhalt absorbiert werden. Dasselbe mit den Aluminiumdosen. Sie sind sicher praktisch, leicht und einfach wegzuschmeissen. Aber wer heute weiss, was Aluminium alles im Körper anstellt, der verzichtet freiwillig auf diese Verpackungsform. Über gewisse Inhalte kann man streiten, denn die sind für sich gesehen schon reiner Müll. Allen voran die Energydrinks. Bei diesen Getränken sage ich nur, den Körper vergiften auf Raten. Dieses Zeug ist derart aggressiv, man kann sogar Farben damit ablaugen. Da will ich nicht wissen, was die Magenschleimhäute dazu sagen. In zehn bis zwanzig Jahren wird es eine Schwemme von Patienten mit Magenproblemen geben. Denn viele Konsumenten von diesen Drinks halten sich nicht an die Mengenempfehlung und konsumieren nach Lust und Laune und nicht nach Verstand.

Ein letztes grosses Thema im weltweiten Abfallberg sind die obsolet gemachten Produkte. Eigentlich ein Verbrechen an Mensch und Natur. Es werden Ressourcen verbraucht, die in keinem Verhältnis zur Nutzungsdauer des Artikels stehen und der Kunde wird mit einem extra kaputt gemachten Teil beglückt. Hätte ich als Maler meiner Kundschaft eine Farbe an die Fassade gepinselt, der ich einen Zusatz beigemischt hätte, der die Farbe nach ein paar Jahren wieder abblättern lässt, ich würde mich vor Schadensersatzklagen und Garantiearbeiten nicht mehr retten können. Aber die Industrie kann dies machen, weil die Beweispflicht beim Konsumenten liegt. Wenn dann bei Tante Gerda der neue Küchenmixer nach ein paar Stunden Betriebszeit seinen Geist aufgibt, ist es ihr sicher möglich, die Herstellerfirma einzuklagen, weil sie einen genauen Schaltplan mit dem fehlerhaften Bauteil vorweisen kann. Genau aus diesem Unvermögen der Konsumenten, die gaunerhaften Methoden der Hersteller anzuprangern, produzieren sie massenweise defekte Geräte ohne Angst haben zu müssen, für ihre unlauteren Methoden belangt zu werden. Hier wäre das eigentliche Potential um die Müllberge zu verringern. Würden die Konsumartikel solange halten wie sie es vor dreissig oder vierzig Jahren getan haben, dann wäre unser Abfallberg um mindestens die Hälfte kleiner.

Es ist in Ordnung, wenn wir bei der Verpackung auf den Müll achten. Aber wenn der Müll schon eingepackt ist, sollte man ganz darauf verzichten. Erst dann bringt’s wirklich was.


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06. April 2015 erschienen als: Kommentar

Spitäler und ihre Schergen

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Das Denken vieler Ärzte
By Sheldon Moldoff [Public domain], via Wikimedia Commons

In den Weltranglisten der Betrügereien stehen die Banken ganz weit oben. Dicht gefolgt von unzähligen Politikern und Wirtschaftsbossen. Die grossen Konzerne sind ebenfalls vertreten und streiten ab und an, wer die grösste Dreckschleuder auf der Welt ist. Eine Branche wird aber in der Rangliste der Verwerflichkeiten gerne übersehen. Die Gesundheitsindustrie. Bei diesem Gewerbe drücken wir gerne alle Augen zu, inklusive Hühneraugen, weil unser Glaube an die Seriosität dieser Institutionen keinen Makel erlaubt. Wir sind auf die Ärzte und Spitäler angewiesen und die wissen das. Dementsprechend handeln sie, was leider allzu oft dem Patienten mehr schadet als hilft.

Vor ein paar Tagen stand in 20 Minuten, dass in der Schweiz viele Herzoperationen durchgeführt werden, die eigentlich gar nicht notwendig wären. Der einfache Patient sieht sich hier als wehrlose Melkkuh, die je nach Profitgier des Arztes oder des Spitals unbedarft angezapft werden kann. Hier findet man schon den ersten Wiederspruch. Einerseits wissen die Ärzte, dass jeder Eingriff ein Risiko darstellt, aber sie operieren trotzdem, weil’s dem Geldbeutel gefällt. Genötigt werden die Weisskittel von der Medizin-Industrie, welche wachsende Umsatzzahlen von den Ärzten verlangt. Man muss sich dieses Denken mal genau vorstellen. Die Industrie will mehr Operationen, obwohl diese nicht nötig wären. Da soll mir noch einer sagen, die wären an unserer Gesundheit interessiert. Sollten sie das wirklich sein, dann würden sie nur im allernötigsten Fall eine Operation befürworten. Aber sie sagen sich, wenn schon einer auf dem Tisch liegt, dann schnippeln wir auch an ihm rum, damit’s rentiert.

Würden die Hippokratischen Verräter wirklich im Sinne des Patienten handeln, sähe unser Gesundheitssystem ganz anders aus. Die Prämien wären nur noch die Hälfte, die Spitäler würden ihre Infrastrukturen zusammenlegen und so eine Kostenoptimierung erreichen, kurz gesagt, unser Gesundheitssystem wäre billiger, gesünder und effizienter. Aber dank den pharmazeutischen Wasserträgern werden wir krankgeheilt, damit wir so viel Devisen bringen wie möglich. Ich weiss den Fall aus einer Klinik im Zürcher Raum. Die Privatkundschaft wird dort regelmässig krankgemacht, damit man eine weitere Pauschalbehandlung verschreiben kann. Beispiel: eine Patientin erlitt nach einer Operation einen Infekt. Doch anstatt diesen sofort zu behandeln, warteten die Ärzte bis sich dieser Infekt als eigene Krankheit diagnostizieren liess. Erst dann wurden die Weisskittel aktiv, weil sie nebst der Operation jetzt auch noch den Infekt in ihrer Rechnung angeben konnten. Ein Geschäftsgebaren der primitivsten und kriminellsten Art. Dabei vergessen die studierten Krankmacher, dass durch ihr unbedarftes Handeln die Spitäler zu den grössten Verseucherzentren mutiert sind. Wer heute ohne Infekt durch einen Krankenhauskeim diese Schlachthöfe unbeschadet verlassen kann, hat so viel Glück gehabt, es würde auch für einen Lottosechser reichen.

Und nun jammern die Spitäler, dass sie zu wenig ausgelastet sind. Man kann sich vorstellen mit welchen Mitteln die Grossmetzgereien jetzt hantieren, um ihre Betten zu füllen. Jeder der ins Spital kommt, darf sich gleich mit zusätzlichen Krankheiten beschäftigen, an die er sonst nie gedacht hätte. Aber zum Glück gibt es die Ärzte, die finden alles, egal ob es was hat oder nicht. Wenn das nicht reichen sollte, werden halt noch die Bluttests vertauscht, falsche Körperteile markiert und ein Pillenmenu serviert, dass jeden Zuchtbullen umhauen würde. Habe diese Fälle alle selber erlebt oder beobachten können. Da sind die 50‘000 europaweiten Todesfälle aufgrund von Ärztepfusch schon fast selbstredend. Die Dunkelziffer dürfte noch um einiges höher liegen. Wenn man dann noch die Krankheits- und Todesfälle dazu nimmt, die wegen Medikamenten ausgelöst werden, dann wundert es einen, dass es überhaupt noch gesunde Menschen gibt. In der Regel sind das Personen, die einen grossen Bogen um alles machen, das weiss angezogen ist. Ärzte, Spitäler, Kirchen wobei das Letzte ein anderes Thema ist.

Unsere Gesundheitssysteme sind nichts anderes mehr als Bereicherungsmechanismen, die ein paar wenigen nutzen, aber dafür viele umbringen. Machen kann man dagegen nichts. Die Prämien werden mit Staatsgewalt eingezogen und wer sich nicht durch die Pharmaindustrie vergiften lassen will, erfährt schon mancherorts eine Ausgrenzung. Nicht geimpfte werden von Schulen ausgeschlossen oder aber zwangsbeglückt. Die Gesetzgebung ist ja bereits umgeschrieben, dass man einen Menschen impfen darf, auch wenn er es nicht will. Dann halt wiederum mit Staatsgewalt. Zusammenfassend darf man sagen, dass wir für’s krank gemacht werden überteuerte Prämien zahlen dürfen, wenn wir dann in die Fänge der Weisskittel geraten sehen wir uns plötzlich mit Krankheiten konfrontiert, die man zuerst erfinden musste und damit man keinen dieser Metzger für seine Unfähigkeit belangen kann, muss jeder einen Zettel unterschreiben, der den Mengele-Verschnitt von jeglicher Verantwortung entbindet. Unter diesen Voraussetzungen muss rumschnippeln besonders Spass machen. Keine Verantwortung tragen, satt Kohle verdienen, Provisionen von den Pharmariesen kassieren und schlussendlich keine Ahnung haben, was man eigentlich macht.

Denn eines ist ebenso gewiss. Solange ein Arzt nicht eine offensichtliche Verletzung behandeln kann, wie ein Knochenbruch oder ähnliches, solange ist er am raten. Sie vermuten etwas, wurschteln daran herum und wenn es nichts nützt, probieren sie etwas anderes. Doch anstatt die gesamte medizinische Erfahrung der Menschheit zu Rate zu ziehen, begrenzen sie ihre eigenes Handeln auf die engstirnigen Metzgermethoden und wundern sich, wenn nichts Gescheites dabei rauskommt.

Die heute beste Form des eigenen Gesundheitsschutzes ist nicht mehr sich vor Grippeviren oder sonstigen Unannehmlichkeiten zu schützen, sondern darauf zu achten, dass man nicht in die Fänge der Gesundheitsindustrie gelangt. Der Tod geht dort mittlerweile nicht mehr nur durch den Lieferanteneingang in die medizinische Hölle, er kommt direkt von Personalbüro.


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05. April 2015 erschienen als: Kommentar

Windows – Katastrophen in Raten

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der grösste Virenproduzent der Welt
By Johannes Hemmerlein [Public domain], via Wikimedia Commons

Wie doch die Zeit vergeht. Microsoft feiert seinen 40. Geburtstag. Eigentlich ein Grund zum Gratulieren. Eine Software veränderte die Welt, das menschliche Verhalten und den Geldfluss. Und das mit einem Produkt, dass normalerweise nicht mal die erste Hürde einer seriösen Qualitätssicherung überstehen würde. Früher vermutlich noch eher, aber heute ist Windows ein undurchsichtiger Dschungel von Programmen und Automatismen, die jeden Durchschnittsuser schnell an den Rand der Verzweiflung bringen kann. Ich kann mich jedenfalls bei Microsoft bedanken für die unzähligen Stunden hinter dem Monitor, bei denen ich irgendeine Lösung zu einem unlogischen Problem finden musste.

Aber mal der Reihe nach. Erinnern Sie sich noch an die Zeit ohne Windows? Die modernsten Betriebssysteme steckten in Taschenrechnern und die Welt der Grossrechner war für den Allgemein-User unbegreiflich. Damals, Ende der 80er war die digitale Welt noch fast jungfräulich und relativ schnell für Interessierte erlernbar. Man musste sich noch durch den Befehlswald eines DR-DOS oder später MS-DOS kämpfen und bekam mit der ersten Version von Windows ein grafische Benutzeroberfläche, die mit einer Maus gesteuert werden konnte. Damals machte es noch richtig Spass, aus einem 286er-PC die letzten Ressourcen raus zu kitzeln. Jede gelöschte Temp-Datei schaufelte freien Speicherplatz und man konnte anschliessend mit dem DOS-Programm „Memmaker“ den Arbeitsspeicher optimieren. Der Leistungsgewinn war immens und man konnte die neue Geschwindigkeit für rechenintensive Aufgaben brauchen.

Nach dem Erscheinen von Windows kamen die ersten Spiele auf den Markt. 3D-Blocks, Ultima, Tie Fighter und dann die Wing Commander Serie von Chris Roberts. Die Spiele wurden noch auf Disketten ausgeliefert und man verbrachte dann zuerst Stunden am PC, um den Sound, die Grafik und die Leistung zu optimieren. Alles konnte man noch von Hand einstellen. IRQ, DMA, Interrupt, HighMem und so weiter waren alles Optionen, die man erst nach dem Studium von dicken Handbüchern richtig einstellen konnte. Dasselbe mit den BIOS-Versionen. Die Redmonder merkten aber schnell, dass viele User keine Lust hatten dicke Bücher zu wälzen und begannen die Programminhalte zu „vereinfachen“ mit teils irrwitzigen Auswüchsen. Nach der Urversion Windows 3.11 folgte Windows 95. Etliche Kollegen jammerten begeistert, wie das neue Betriebssystem ihre alte Festplatte reinigte und alles löschte was ihnen lieb und heilig war. Bei manchen funktionierte dann gar nichts mehr und bei anderen ging die Post ab. Schon damals fragte ich mich, wie ein Programm derart verschiedene Auswirkungen haben kann.

Als nächster Meilenstein folgte Windows 98 und Windows NT. Die Netzwerkversion NT war für mich eines der besten Betriebssysteme von Microsoft. Man konnte noch alles einstellen, hatte logische Abläufe und das System war gegenüber den FAT32 Installationen von W95 und 98 recht stabil. Mit der nächsten Generation katapultierte sich Microsoft an die Marktspitze. Windows XP und Windows 2000 waren meiner Ansicht nach die besten Betriebssysteme der Redmonder. Die Software lief sehr stabil, wurde gut supportet und praktisch jede Neuinstallation funktionierte auf Anhieb. Hier hätte Microsoft weitermachen sollen und sich den Spitzenplatz in der Vermarktung sichern, aber sie verpennten die Entwicklung rund um den PC. Plötzlich standen kleine schwarze Kästchen unter dem Schreibtisch, die nach lautem Dingdongdong und Rauschen eine Internetverbindung aufbauten. Internet? Eine neue Welt eröffnete sich. Waren zuerst nur eine Handvoll Webseiten mit urchigem HTLM-Code abrufbar, explodierte das Angebot im Netz innert Jahresfrist. Von da an ging es mit Microsoft eigentlich stetig bergab.

Sie verpassten den Einstieg in die Internetwelt, bastelten dann schnell einen Browser zusammen, der manchen User in die Tastatur beissen liess und integrierten diesen Software-Müll in das Betriebssystem, was den Redmondern einige Klagen einbrachte. Sie verschlimmbesserten dann laufend ihr Betriebssystem, heraus kamen Windows Vista, Windows 7, dann 8 und jetzt sind wir schon bei Windows 10. War XP noch ein stabiles sicheres Programm, sind die folgenden Systeme nur noch einen Schatten ihrer selbst. Die kreativen Köpfe von Microsoft schienen es lustig zu finden, altbekannte und wichtige Funktionen irgendwo im System zu verstecken oder ganz zu löschen. Windows agierte zunehmend autonom und entzog sich der Kontrolle des Users. Heute wird man mit Fehlermeldungen überhäuft, deren logische Grundlagen unauffindbar sind und eine Lösung erst recht. Zudem ist es mir nicht begreiflich, wieso man das Rad immer wieder neu erfinden musste. Sobald man sich mit einem neuen Betriebssystem vertraut gemacht hatte, erschien ein Neues und die Lernerei ging wieder von vorne los. Zudem wurde Code programmiert der verhindern soll, dass alte Software noch funktioniert und man sich neu eindecken musste. Viele Outlook-Benutzer können ihre grauen Haare zählen, wenn sie an die verlorenen E-Mails denken, die beim Wechsel eines Betriebssystems entstanden. Die Einführung von Windows-Mail war so ein Schuss in den Ofen. Aber das hinderte Microsoft nicht daran, Milliarden Dollars zu verdienen mit einem Programm, dass eigentlich nur noch aus Pflastern besteht.

Microsoft orientierte sich nie oder selten an den Wünschen der User sondern nur an den selbstbeweihräuchernden Errungenschaften der hauseigenen Programmierer. Wenn die etwas toll finden, dann gilt das für die Masse auch. Auf diesem Ross sitzen sie noch heute und wundern sich, warum immer mehr auf das Apfelprodukt ausweichen. Eigentlich schade, denn Windows war ursprünglich ein gutes Programm. Aber man konnte bei dieser Firma gut beobachten was passiert, wenn man sich zu fest auf den Lorbeeren ausruht und am Kunden vorbei programmiert. Von daher würde es mich nicht wundern wenn eines Tages eine Biographie auf dem Markt erscheinen würde mit dem Titel: „Microsoft - Aufstieg und Fall eines Weltkonzerns“. So ein Buch würde ich kaufen, aber mit Sicherheit kein neues Betriebssystem mehr. Mittlerweile greife ich wieder öfters lieber zum Stift und Schreibblock. Ist meist schneller, stabiler und persönlicher. Eigenschaften, die man bei Windows immer weniger findet. Schade eigentlich.


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04. April 2015 erschienen als: Kommentar

Feindbild Software

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Tägliche Bedrohung aus dem Cyberspace
By stephen bowler from wakefield, united kingdom (terminator) [CC BY 2.0], via Wikimedia Commons

Als hätten wir nicht schon genug Probleme. Die Lager der Welt sind voll mit A- B- C- und neuerdings auch D-Waffen. Die ersten drei Begriffe kennt man aus diversen Actionfilmen und Nachrichtenmeldungen. Atomare, biologische oder chemische Waffen gehören heute zum Standart-Repertoire jedes Militärs. Nun kommt ein weiterer Buchstabe dazu. D für Digital. D-Waffen sind Würmer, Trojaner und sonstige Schadsoftware die entweder nur stören oder aber zerstören. Prominentes Mitglied der Cyber-Waffen ist der Stuxnet-Virus, der die iranischen Urananreicherungsanlagen zerstören sollte, was er zum Teil auch geschafft hatte. Den Ursprung dieses HighEnd-Virus findet man in den USA und Israel. Aber es gibt noch weitere digitale Bedrohungen, welche einem das Leben schwer machen können.

Da haben wir zum Beispiel die kleinen Codezeilen, die auf irgendeinem Chip stecken und dem Teil, in dem sie eingebaut sind sagen, dass es jetzt kaputt ist. Egal ob Handy, Drucker, Fernseher usw. die meisten dieser Geräte haben ein programmiertes Ablaufdatum. Die technischen Innereinen dieser Geräte könnten noch jahrelang einwandfrei funktionieren, aber irgendein blöder Programmcode hindert es daran. Eine Riesensauerei. Da werden funktionierende Geräte in den Müll geworfen, die eigentlich noch ihren Dienst tun würden, aber weil ein Schadcode das verhindert, dürfen wir ein neues Gerät kaufen. So wie sich die Konten der Durchschnittskonsumenten wegen dieser Masche weiter leeren, im gleichen Umfang wachsen dafür die Müllberge. Cyberterror pur.

Eine weiter Unart der kriminellen Programmierung sind die Drucker. Genau gesagt die Druckerpatronen. Die Dinger sind eigentlich immer gleich gross, drucken aber dafür immer weniger Blätter. Vor allem bei Tintenstrahlern kann sich die Industrie dumm und dämlich an der Druckerfarbe verdienen. Die deutsche Stiftung Warentest hat die verschiedenen Modelle unter die Lupe genommen und den Farbverbrauch eruiert. Da gibt es doch Klecksmaschinen, die sich bei der automatischen Druckkopfreinigung schon fast einen runterholen. Nach minutenlangem hin und herschieben des Druckkopfes, kommt dann endlich das gewünschte Dokument raus. Wenn man nun den Drucker nur einmal pro Woche braucht und er nach einer längeren Wartezeit glaubt, sich immer wieder reinigen zu müssen, dann ist die Patrone gleich schnell leer, als hätte man jeden Tag 10 Seiten ausgedruckt. Die Reinigung versabbert extrem viel Druckerfarbe, was natürlich dem Verdienst der Hersteller dient. Auch eine Art Cyberterror.

Als weitere Bedrohung kann man die SmartPhones ansehen. Millionen an Apps verhindern ein selbständiges Denken, steuern die Benutzer in eine Abhängigkeit, ziehen dem Handyianer das Geld aus der Tasche und verblöden unsere Jugend. Ein ganz klarer Fall von Cyberangriff gegen den menschlichen Verstand. Die Leute bringen sich mit ihrer Display-Glotzerei in Gefahr, weil sie nicht mehr auf ihre Umgebung achten, sie eignen sich Körperhaltungsschäden an, aufgrund der immer gleichen Position und sie verlernen die grundlegenden Fähigkeiten zwischenmenschlicher Kommunikation, weil sie nur noch in abgekürzten und unvollständigen Sätzen kommunizieren. Das werte ich ebenfalls als Cyberangriff und zwar auf den gesunden Menschenverstand.

Die gefährlichste Variante der Schadsoftware finde ich die ganzen Überwachungs- und Schnüffelprogramme. Sie sammeln derart viele Daten, dass kein Mensch mehr in der Lage wäre, diese Datenflut auszuwerten. Also beauftragen sie Programme, welche die Arbeit von anderen Programmen auswerten. Diese Programme wiederum aktivieren neue Programmcodes, die gezielt auf das Leben eines Menschen zugreifen. Sie manipulieren die Konten, die Einträge bei den Behörden oder löschen eine Person gleich ganz aus dem System. Das ermöglicht dann den Amerikanern oder sonst einem paranoiden System, die Verdächtigen auszusortieren und verschwinden zu lassen. Wer nicht registriert ist, existiert nicht. Diese Erfahrung mussten schon einige erleiden, die sich plötzlich in Guantanamo oder sonst einem Folterlager der CIA wiederfanden. Diese Programme sind die eigentliche Bedrohung der Menschheit.

Aber der Homo Digitalis ist in seiner Technikgläubigkeit schon soweit unkritisch, dass er sein liebstes Kalb den Algorithmen anvertraut. Über 90% der Börsengeschäfte werden von Rechnern durchgeführt. Die Händler auf dem Parkett sind nur noch Statisten. Handel wird heute im Millisekundentakt erledigt und kein Mensch hat noch den Überblick darüber, was die Computer da eigentlich berechnen. Die Börsianer können nur noch hoffen, dass er es in ihrem Sinne macht. Der Zeitpunkt wird kommen, wo sich die Börsengeschäfte ganz der Kontrolle entziehen und die Computer bemerken, dass die Gewinnmaximierung eigentlich nur noch durch das unbedarfte Handeln des Menschen verhindert wird. Was dann auf uns zukommt, wage ich gar nicht zu schreiben. Dann haben wir den wahren Cyberterror.


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03. April 2015 erschienen als: Kommentar

Schwachsinn pur

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Irdische Furunkel als Kriegswaffe
By National Park Service [Public domain], via Wikimedia Commons

Es ist manchmal fast nicht zu glauben, dass die abgebildeten Köpfe auf den Titelseiten der Massenblätter zu erwachsenen Menschen gehören. Beim Lesen diverser Schlagzeilen kommt einem eher der Verdacht hoch, man habe es hier mit einer Rasselbande von Rotzlöffeln zu tun. Kleines Beispiel gefällig? Bitte sehr. Der russische Militärexperte Konstantin Sivkov ist auf die Nato und insbesondere auf die USA überhaupt nicht gut zu sprechen. Es ist daher kaum zu erwarten, dass dieser Militärdepp sich mit den Feinden an einen Tisch setzt, um eine friedliche Lösung zu finden. Sozialkompetenz=Fehlanzeige, überlegtes Handeln=Fehlanzeige und Weitsicht= erst recht Fehlanzeige. Denn dieser Haudegen hat einen besonderen Plan in der Tasche, wie man die USA und/oder NATO mit einem Schlag von der Bildfläche verschwinden lassen kann.

Er würde am liebsten eine Atombombe über dem Yellowstone-Nationalpark zünden. Die Auswirkungen wären katastrophal. Nur ein paar Kilometer unter der blubbernden Oberfläche, die uns wunderschöne Geysire und Schlammtümpel hinzaubert, brodelt eine riesige Magmakammer. Experten nennen den Hotspot auch Supervulkan, weil die „normalen“ Vulkane im Vergleich zum Yellowstone-Supervulkan wie kleine Eiterpickel aussehen. Der Kessel ist ca. 70 Kilometer lang und 40 Kilometer breit. Man kann sich vermutlich gar nicht vorstellen was passiert, wenn dieser Vulkan explodiert oder zum explodieren gebracht wird. Hier zeigt sich die inexistente Weitsicht dieses Herrn Sivkov. In einem Bezug hätte er recht. Die USA wären innert Tagesfrist regelrecht von der Bildfläche verschwunden. Die gesamte USA würde unter einer mehreren Meter dicken Ascheschicht verschwinden. Dies würde automatisch zum Zusammenbruch sämtlicher infrastruktureller Einrichtungen führen. Landwirtschaft unmöglich, Energieversorgung zerstört, Wasser vergiftet, Gebäude stürzten unter der Last der Asche zusammen, Flugverkehr unmöglich, Sonnenlicht sowieso.

Hat denn dieser russische Rambo ein bisschen weitergedacht? Vermutlich nein, denn er meinte noch, dass die USA weit von Russland weg währen und die Russen somit nicht von der gemachten Naturkatastrophe betroffen wären. Der Mann ist schlicht strunzdumm oder geisteskrank. Sollte der Yellowstone-Supervulkan wirklich ausbrechen, egal ob nachgeholfen wurde oder nicht, kann sich die gesamte Menschheit von diesem Planeten verabschieden. Warum? Weil die Aschewolke so gross ist, respektive werden wird, dass die Sonnenstrahlen die Erdoberfläche nicht mehr erreichen können. Als Folge davon stürzen die Temperaturen in den Keller und man kann sich auf einen Jahrzehntelangen Winter mit zweistelligen Minustemperaturen einstellen. Das überlebt kein Mensch lange, auch wenn er sich unter die Erde verbuddelt. Er muss ja was Essen und Trinken und das wird über kurz oder lang ausgehen. Nachschub gibt es keinen. Kannibalismus wird dann die letzte Stufe des Überlebenskampfes sein.

Also lieber Herr Sivkov, die Russen werden genau gleich ins Gras beissen, wenn sie ihren bescheuerten Plan durchziehen wollen. Aber er hat noch eine andere, wahnwitzige Idee auf Lager. Anstatt den Nationalpark in die Luft zu sprengen, kann man auch die St. Andreas-Verwerfung bombardieren. Die darauf folgende Tsunami-Welle würde die ganzen Städte an der Westküste zerstören und weit ins Landesinnere vordringen. Er meinte noch, Russland sei vor so einer Welle gut geschützt, weil in Sibirien die Küstenregionen nur schwach besiedelt sind. Er nimmt also den Tod vom eigenen Volk billigend in Kauf, Hauptsache er könnte seinen wahnsinnigen Plan durchziehen.

Es wird mir immer wieder Angst und Bange wenn ich sehen, respektive lesen muss, mit was für geisteskranken Individuen die Welt regiert wird. Die Regierungspaläste der Welt sind voll mit selbstverliebten Despoten, die meisten besitzen einen IQ einer Packung Popcorn und haben ein Verantwortungsbewusstsein, welches an den Minuszins erinnert. Egal wohin man schaut. Die Amerikaner haben nur noch Schwarzpulver im Hirn, die Kriegsfürsten im Nahen Osten sind in der Entwicklung im Vorschulalter hängengeblieben, die europäischen Volksverräter geifern ihrer Raffgier nach, die Russen ihrem Wodka und die Asiaten müllen noch die letzten verbliebenen Schönheiten der Erde zu. Da wirkt die Aussage des Herrn Sivkov wie das I-Tüpfelchen zum Weltuntergang.

Gibt es eigentlich noch keine Medizin gegen Schwachsinn? Die sollten mal miteinander an einen grossen Tisch sitzen und sich einen rechten Joint reinziehen. Dann sähe die Verhandlungsgrundlage um einiges anders aus. Das wussten schon die Urvölker. Bevor man sich gegenseitig die Köpfe einschlug sass man zusammen, rauchte eine Pfeife und die liess dann die Anwesenden mit roten Augen und freiem Geist ihre Probleme besprechen, was dann meist in einer friedlichen Lösung endete. Dem Herrn Sivkov würde ich keinen Joint hinhalten, sondern das Zeugs gleich intravenös verabreichen, soviel wie der braucht um wieder normal denken zu können.

Ich kann nur hoffen, dass die Verantwortlichen doch noch ab und an einen klaren Moment vor Augen haben, um ihr Handeln zu antizipieren. Sollte so ein irrwitziger Vorschlag auf Anklang stossen, dann können wir wirklich nur noch „gute Nacht“ sagen. Und das im wörtlichen Sinne.


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02. April 2015 erschienen als: Kommentar

Der 3. Weltkrieg wächst weiter

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Das momentan grösste Kriegsgebiet der Welt
By TownDown [ GFDL or CC-BY-SA-3.0 ], via Wikimedia Commons

Die Welt hat einen Kriegsschauplatz mehr. Eigentlich wird rund um den Globus schon genug gemordet, vertrieben oder sonst was Unmenschliches angestellt. Es bräuchte keinen weiteren Krieg, aber scheinbar denken da ein paar Kuttenträger anders. Sie haben es jetzt jedenfalls geschafft, den ganzen Nahen Osten in ein einziges Kriegsgebiet zu verwandeln. Das ist nun der Flächenbrand, vor dem einige gewarnt hatten. Aber was ist geschehen, dass es zu so einer Eskalation kommen konnte? Ehrlich gesagt, ich weiss es nicht, in den Medien steht nur das, was von den Kriegsvasallen gelesen werden will und die Verstrickungen von den diversen Bevölkerungsgruppen im Nahen Osten entzieht sich sowieso jeglichem westlichen Verständnis.

Offiziell wurde jetzt der Jemen angegriffen. Saudi Arabien fungiert als Rädelsführer und begann schon Anfangs März mit der Bombardierung Jemens. Die Saudis werden unterstützt von Jordanien, Ägypten, Marokko, Pakistan, Sudan und den fünf arabischen Staaten am Persischen Golf. Eigentlich der ganze Nahe Osten. Würde man die Grösse des Kriegsgebietes nach Europa transferieren, dann wäre hier Krieg von Trondheim bis nach Rom und von Paris bis Athen. Ein riesiges Gebiet, welches jetzt von riesigen Idioten kaputt gemacht wird. Die Flüchtlingsströme auf der Welt werden wieder um etliche Millionen Menschen zunehmen, historische Architektur und Kultur wird zerstört nur damit ein paar verblendete Religionsfanatiker ihren Schwachsinn durchziehen können.

Es geht hier einmal nicht um Öl, wenigstens vordergründig nicht, sondern um die Vernichtung anderer Bevölkerungsgruppen. Die Saudis zählen sich zu den Sunniten, sowie die anderen Staaten, die sie um sich gescharrt haben. Sie wollen um jeden Preis den Einfluss der Schiiten begrenzen, wenn’s nach ihnen geht vermutlich ganz vernichten. Aus dem Iran kommen die Schiiten, deren Einflussbereich den Saudis ein Dorn im Auge ist. Als während des arabischen Frühlings eine schiitische Revolution in Bahrain drohte, knüppelten die Saudis diese Bewegung in Grund und Boden. Anschliessend flogen sie Angriffe gegen Libyen, mit Billigung der angrenzenden Staaten wie Ägypten und den Emiraten. Nachdem nun Saddam Hussein von der irakischen Bildfläche verschwunden war, weiteten die Iraner ihren Einflussbereich aus, was den Saudis gar nicht passte.

Die schiitischen Huthis-Rebellen im Norden Jemens werden nach den Saudis vom Iran unterstützt. Was ja gar nicht geht. Also wird gebombt was die Flieger hergeben. Die Saudis haben Angst, dass der Iran seinen Einflussbereich soweit ausdehnen kann, dass die arabischen Staaten wie eingekesselt wirken. Aus diesem Grund sammelten sie so viele Verbündete wie möglich um sich. Die Amerikaner machen es sich hier wieder leicht. Nachdem sie sich aus diesen Gebieten zurückgezogen hatten, welche sie zuvor mit verdeckten Aktionen in Kriegsschauplätze verwandelt haben, dürfen nun die Saudis die Drecksarbeit erledigen. Das machen sie eh schon eine Zeit lang. Sei es auf den Baustellen, wo täglich Sklavenarbeiter ums Leben kommen, sei es mit ihren Gesetzen, welche aus dem tiefsten Mittelalter stammen oder mit ihren potenzfördernden Riesenspargel, die sie in der Wüste hinstellen. So frei nach dem Motto: wer hat den Längsten und wer hat den Grössten. Hier sind sie wie kleine Kinder. Gedankenlos, Verantwortungslos und Hirnlos! Und solchen Individuen wird nun ein Krieg als Spielplatz eingerichtet mit dem dazugehörenden Spielzeug. Man kann sich vorstellen, was eine Truppe mit zuviel Geld und zuwenig Hirn so anstellen kann.

Verdächtig still ist es momentan um Israel. Die Zionisten haben auch alles gemacht, ausser Frieden zu stiften und werden mit Sicherheit bald im Kriegsgetümmel mitmachen. Ich traue denen zu, dass sie als erste Nation eine Atombombe auf unliebsame Nachbarn werfen. Auch wenn die radioaktive Wolke dann postwendend über Israel zieht. Soweit können die nicht denken. Dasselbe in Syrien. Dort explodiert immer noch laufend irgendwo etwas und die IS-Truppen verfolgen immer noch kein klares Ziel, vorlauter Köpfe abschneiden. Egal, welches Land man dort unten anschaut, in jedem wird mittlerweile gekämpft und getötet. Bis so eine grosse Fläche wieder befriedet ist vergeht eine lange Zeit. Bis sich die verschiedenen Bevölkerungsgruppen wieder miteinander vertragen, müssten unzählige Wunder geschehen, wie zum Beispiel ein Hirnregen. Dass dies nicht passiert liegt auf der Hand. Es würde auch nichts nützen. In den Köpfen der Fanatiker hat sich derart viel gedanklicher Müll angesammelt, dass ein neues Denken gar keinen Platz findet. So gesehen stehen die Karten für einen baldigen Frieden im Nahen Osten eher schlecht. Erst wenn alles zerstört ist, Millionen ihr Zuhause oder noch schlimmer ihr Leben verloren haben, kein Geld mehr da ist und/oder die Verantwortlichen die Lust am Krieg spielen verloren haben, erst dann wird Frieden einkehren.

Der frühere Pentagon-Mann Dov Zakheim prophezeit der Region ein langanhaltendes Elend. Er erwartet lang anhaltende, kriegerische Konflikte entlang ethnischer und religiöser Bruchlinien – wie im Dreissigjährigen Krieg, der im 17. Jahrhundert Europa verwüstet hatte. So wie sich die Sache dort unten entwickelt, muss ich dem Herrn Zakheim leider Recht geben. Wie die ganze Sache ausgeht, darüber möchte ich lieber nicht genau nachdenken. Der 3. Weltkrieg hat jedenfalls neue Mitspieler gewonnen, die erst dann Ruhe geben werden, wenn kein Stein mehr auf dem anderen steht. Schöne Aussichten!


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01. April 2015 erschienen als: Kommentar

Merkel und Gabriel als Umweltsünder entlarvt

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Die Mixture des Todes
By Kopiersperre [Public domain], via Wikimedia Commons

Sie schnallen’s einfach nicht. Merkel und Gabriel machen die Türe für amerikanische Firmen in Deutschland auf, damit diese mit ihrer Fracking-Methode den deutschen Boden vergiften können. Fracking? Bei vielen ist der Begriff schon fast wieder aus den Hirnwindungen verschwunden, da man täglich mit sonstigen Horrormeldungen zu kämpfen hat. Da ist es schon möglich, dass eine weniger horrend erscheinende Vergiftungsstrategie von den wirklich sichtbaren Katastrophen verdrängt wird. Unser Verstand hat momentan genug mit der Verarbeitung von Flugzeugabstürzen, griechischen schwarzen Löchern und dem sinnentleerten Verhalten mancher Politiker zu tun. Deshalb ist es fast schon verwunderlich, wenn sich die Medienhäuser zu einem so unspektakulären Nachrichteninhalt herab lassen. Aber sie haben’s getan. Also rückt die höchst umstrittene Fördermethode wieder in den Fokus der Leser.

Über das Fracking selber muss ich nicht mehr viel schreiben. Wer die Technik, Methode und Chemie verstehen möchte, die für diese Förderart benutzt wird, darf sich gerne meinen Artikel Fracking – ökologischer Genickschuss oder Goldsegen?durchlesen. Danach weiss man im Wesentlichen worum es beim Fracking geht und was es anrichtet. Wenn nun die zwei grössten Volksverräter von Deutschland den Amis die Tore für diese Fördermethode öffnen, dann ist Vorsicht angesagt. Denn, so wie sie sich offen bei den TTIP-Verhandlungen zeigten, so offen wird die Argumentation beim Fracking geführt. Kurz gesagt, das Volk wird wieder belogen, getäuscht und hinters Licht geführt. Den ersten Ansatz in diese Richtung kann man schon erkennen. Obwohl in Deutschland schon etliche Landstriche, Ortschaften, Grundwasserreservoire aufgrund des Frackings verseucht sind, forcieren die Zwei die höchst schädliche Öl-und Gasgewinnung.

Eigentlich müssten die Befürworter für alle Schäden des Frackings aufkommen. Erst wenn sie mit dem eigenen Geld dafür geradestehen müssten, würden sie überlegter handeln. Aber sie übernehmen keinerlei Verantwortung, im Gegenteil, die Menschen, welche sich für eine gesunde Umwelt einsetzen und das Fracking verbieten wollen, werden als Staatsfeinde angesehen und mit unlauteren Mitteln zum Schweigen gebracht. Versuchen Sie mal einen Ölmulti wegen Umweltschädigung einzuklagen. Einerseits werden Ihnen die finanziellen Mittel schneller ausgehen als dem Konzern und andrerseits haben Sie dann Verleumdungsklagen, Schadenersatzansprüche oder sogar eine Anzeige wegen Störung der öffentlichen Ordnung am Hals. Gewinnen werden Sie auf jeden Fall nicht. Zu gross sind die persönlichen Interessen der Multis und politischen Wasserträger am finanziellen Gewinn. Dabei stolpere ich hier über einen Wiederspruch. Nach meinem Erkenntnisstand ist die Fracking-Methode teuer und aufwendig. Man müsste einen Barrel-Preis von mindestens 70 Dollar erhalten, damit sich dieser Aufwand überhaupt lohnt. Zur Zeit ist aber der Ölpreis einiges darunter. Zum Verdienen gibt’s hier momentan also nichts. Für was wollen die zwei Pappnasen dann den deutschen Boden für das Fracking hergeben? Spekulieren sie auf steigende Ölpreise? Das müsste dann aber ziemlich schnell passieren. Ansonsten buttern sie nur Geld rein und holen nichts raus. Aber das ist ihnen ja auch egal, es ist ja nicht ihr eigenes.

Wenn man es aber genau nimmt, können die zwei Wichtigtuer Merkel und Gabriel auch gar nichts machen. Die USA sieht Deutschland immer noch als besetztes Gebiet an. Und nach ihrem Denken können sie mit besetzten Ländereien machen was sie wollen. Wehren dürfen sich die Eingeborenen nicht, sonst gibt’s eines auf die Kappe. Das gewonnene Öl gehört auch nicht den Deutschen, sondern den Amerikanern. Das einzige, was den Deutschen dann überlassen wird ist ein verseuchter Boden, den sie auf eigene Kosten wieder herrichten dürfen. Was im Grunde genommen schlicht unmöglich ist. Wenn die Frackfluide mehrere Kilometer durch den Boden an die Oberfläche gewandert sind, man nur ein bis zwei Meter Erdreich abträgt und mit neuer Erde wieder zuschüttet, wandert das Gift genau gleich weiter. Ein paar Monate später ist auch die neue Erdschicht verseucht. Man müsste Kubikkilometer an Erde abtragen, auf den Mond schiessen, dann wäre man das Zeugs los. Ansonsten ist es nur ein hin und her schieben. Eigentlich verhält sich der vergiftete Boden genau gleich wie radioaktiv verseuchtes Erdreich. Die Halbwertszeit beträgt bei gewissen Inhalten der Frackingfluide mehrere zehntausende Jahre. Sie brauchen ungefähr gleich lange für den natürlichen Zerfall wie Radionuklide. Auch diese kann man nicht loswerden, wenn man sie nicht von der Erde wegbringt.

Aber die ganzen Probleme, welche das Fracking verursacht sind den Verantwortlichen egal. Fukushima und Tschernobyl sind ihnen anscheinend nicht genug Katastrophen. Man muss noch den Tisch decken für Weitere. Die Nächste die kommen wird, nachdem mit dem Fracking begonnen wurde, ist die Vergiftung unseres Trinkwassers im gesamten Alpenraum. Wir sind der Wasserhahn Europas, also ist es eigentlich in unserer Pflicht, diese Wasser, wovon hunderte Millionen Menschen leben, sauber zu halten. Aber man weiss ja nicht, was die amerikanischen Getränkehersteller den beiden kapitalistischen Assgeiern zum Frass vorgeworfen haben, damit diese die grundwasservernichtende Fördermethode derart pushen. Es wäre wieder mal interessant zu sehen, wie sich die Konten der beiden Politkasper verändern. Wer sich so für eine umweltvernichtende Technik einsetzt, muss mit erheblichen Mitteln geschmiert worden sein. Denn die Argumentation von Frau Merkel wiederspricht ihrem Wissenstand als Physikerin. Was wiederum die Frage aufwirft, ist sie wirklich eine, wenn sie die Fakten derart vehement ausblenden kann? Das kann eigentlich nur jemand, der von tuten und blasen keine Ahnung hat, gelle Frau Merkel!


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