Februar 2015


20.02.2015

Bild Ferienzeit

Liebe Leser, heute beginnen für mich die Ferien und aus diesem Grund gönne ich diese Pause auch der Tastatur...


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19.02.2015

Bild Black Water

Ein neuer Trend schwabbt von den USA nach Europa. Dieses Mal sind es keine Aktionen, die geltungsbedürftige Menschen ins Rampenlicht stellen...


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18.02.2015

Bild Ein Tag mit Debbi

Gestern war Transporttag. Ich kurte mit einem grossen Lieferwagen durch die Schweiz und sammelte an verschiedenen Adressen diverse Dinge ein...


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17.02.2015

Bild Der Apfel – neuestes Opfer der Gentechnik

Herzlich willkommen zur Gruselmeldung des Tages. Die Weisskittel aus der Frankensteinabteilung haben mit ihrem Gen-Legobausatz wieder mal der Natur...


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16.02.2015

Bild 1 Milliarde ergaunert

Die Banken stehen wieder einmal mit heruntergelassenen Hosen da. Dieses Mal haben sie ausnahmsweise nicht geschummelt, sondern wurden beschummelt...


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15.02.2015

Bild Die Spass-Gesellschaft

Heute läuft’s harzig. Vor mir auf dem Bildschirm lacht mich ein leeres Word-Dokument an und die Tastatur liegt gelangweilt herum...


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14.02.2015

Bild Geheime Gespräche in Minsk.

Ein Hoch auf die Technik. Musste sich der Erdbewohner bis jetzt alle Spitzeleien, egal ob vom Osten oder Westen, gefallen lassen, haben einige findige Hacker ...


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13.02.2015

Bild Handyianern will man ihren Gott wegnehmen

Autofahrer in der Schweiz aufgepasst. Es könnte bald sein, dass ihnen ihr Handy weggenommen wird, wenn sie es während der Fahrt benutzen...


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12.02.2015

Bild Weltfremde Empfehlung für den Notfall

Die Schweizer „Überlebenskünstler“ vom Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung (BWL) empfahl eine Liste mit Lebensmitteln...


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11.02.2015

Bild Religion – Nein Danke

Willkommen im Mittelalter. Die Kirche hat sich wieder mal als eine in der Zeit hängen gebliebene Institution geoutet. Was ist geschehen?...


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10.02.2015

Bild HSBC – Betrug gehört zum Geschäft

Ein Skandal folgt dem nächsten. Die Banken, allen voran die Schweizer Geldhäuser lassen keine Gelegenheit aus, um ihre Talente bei unlauteren...


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09.02.2015

Bild Ein Spiegel der kranken Gesellschaft – Kinder mit Burn-Out

Eine Meldung hat meine kritische Einstellung gegenüber dem Bildungssystem wieder einmal bestätigt. Laut eines...


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08.02.2015

Bild Die Irren der Welt

Heute ist Sonntag, ein Tag der Ruhe und Besonnenheit. Braucht man auch, wenn einem die konstruierten Pressemeldungen um die Ohren fliegen...


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07.02.2015

Bild Vertrauen

Heute morgen bekam ich ein E-Mail mit der Frage betreffend einer Petitionswebseite, ob man dieser Vertrauen kann oder ob es nur um Adressen ...


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06.02.2015

Bild Reif für die Insel

Na, jetzt wird’s langsam brenzlig. Die Zeitungen bringen immer mehr Berichte, wie der 0815-Bürger zum Denunzierungsexperten, Sachverständiger ...


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05.02.2015

Bild Es kann nicht sein, was nicht sein darf!

Es kann nicht sein was nicht sein darf. Nach diesem Spruch leben immer noch sehr viele Realitäts-Ignoranten, die mit schon fast...


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04.02.2015

Bild Blackout, nicht ob er passiert sondern wann!

Das Schweizer Bundesamt für Bevölkerungsschutz (BABS) forcierte eine neue Kampagne unter dem Label „alertswiss“. Auf der gleichnamigen...


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03.02.2015

Bild Ukrainer flüchten vor der Zwangsrekrutierung

Die Wolken im Osten werden immer dunkler. Die Kämpfe in der Ukraine nehmen immer weiter zu. Jetzt will der Aussendienstmitarbeiter...


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02.02.2015

Bild Global Dimming

Die Wissenschaft ist sich in einem Punkt wieder einmal uneinig und demontiert sich in ihrer Glaubwürdigkeit selber. Gemeint ist die Klimaerwärmung...


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01.02.2015

Heute geht's nicht

Liebe Leser, aufgrund von polterabendlichen Auswirkungen vermag ich heute keinen Kommentar zu schreiben.


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20. Februar 2015 erschienen als: Kommentar

Ferienzeit

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Ferien irgendwo,
By Javeanspain (Own workCreator:Morten Svensgaard) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Liebe Leser

Heute beginnen für mich die Ferien und aus diesem Grund gönne ich diese Pause auch der Tastatur. Daher gibt es von heute 20.2. bis am 8. März 2015 keine Kommentare von mir. Der Wahnsinn auf der Welt wird sich auch ohne meine Kommentare weiterdrehen und ich werde ab dem 9.3. wieder darüber in mehr oder weniger ernster Form berichten.

Ich wünsche allen eine gute Zeit bis dahin und melde mich dann wieder.

Bis denne

Zigorio


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19. Februar 2015 erschienen als: Kommentar

Black Water

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Schwarzes Wasser - was soll das?,
By Zigorio (Screenshot)

Ein neuer Trend schwabbt von den USA nach Europa. Dieses Mal sind es keine Aktionen, die geltungsbedürftige Menschen ins Rampenlicht stellen, sondern ein Produkt. Nichts zum Aufstellen, rumdaddeln oder anziehen, sondern Wasser. Genau gesagt, schwarzes Wasser mit dem Namen „BLK.“. Im Netz findet man sehr wenig über dieses Produkt, einzig den Preis hat man schnell im Blick und er hat es in sich. Ein halber Liter kostet ungefähr 4 Euro 90, ich habe auch Preise gesehen von bis zu 7 Euro für die Hälfte eines Liters. Aber ansonsten sind die Medienmitteilungen oder Einträge im Internet eher spärlich.

Laut Hersteller soll dieses Getränk ein Energydrink sein, aber ohne Zucker und Koffein. Er lobpreist die 60 Inhaltsstoffe, welche eine „lebensfördernde“ Wirkung hätten. Aber der Produzent hält sich bedeckt über die genauen Angaben, was in dieser schwarzen Plörre überhaupt drin ist. Selbst der Name des Herstellers bleibt im Dunkeln. Das ist schon irgendwie komisch. Normalerweise beweihräuchern sich die Produzenten mit ihrem neuen Artikel, damit jeder den Namen kennt, woher er kommt und wie unverzichtbar das neue Konsumgut für ein erfülltes Leben ist. Man erinnere sich an die Einführung des Giftcoktails „Red Bull“. Da wurde die Werbetrommel gerührt mit Milliardenaufwand, nur mit dem Ziel, dass so viele Menschen als möglich diesen Drink konsumieren und die Herstellerfirma in aller Munde ist. Aber bei BLK. herrscht Schweigen. Keine Firma, kein Erfinder, der Vertrieb ist auch ominös und der Preis sowieso. Also was soll das Ganze? Da wird etwas auf den Markt geschmissen und dabei alle Regeln des Marketings gebrochen. Irgendwas kann da nicht stimmen.

Ich begebe mich nun in den undurchsichtigen Dschungel der Wahrheitsfindung und klettere auf den Baum der Verschwörungstheorien. Ich würde gerne mit Fakten aufwarten, aber die sind schlicht nicht zu finden, also reime ich mal diverse Themen zusammen, bis ein mehr oder weniger plausibles Bild entsteht. Haben Sie schon mal vom Begriff „Black Goo“ gehört? Laut einzelnen Berichten und YouTube-Filmchen soll diese schwarze Flüssigkeit, die an Öl erinnert, eine Intelligenz besitzen. Entdeckt wurde sie auf den Falkland Inseln. Das sei auch der eigentliche Grund gewesen, wieso das englische Empire mit einem derart grossen Militäraufgebot bei dieser Inselgruppe erschien. Die territorialen Ansprüche waren nur Futter für die Medien und sollten vom eigentlichen Vorhaben der Engländer ablenken. Sie kamen mit grossen Tankern und haben scheinbar dieses schwarze Zeug gefördert und zurück nach England gebracht. Dort untersuchten Wissenschaftler diverser Disziplinen diese Flüssigkeit, aber einer nach dem anderen verstarb kurze Zeit darauf eines seltsamen Todes. Menschen, die in Berührung mit dieser Substanz kamen, veränderten augenblicklich ihre Persönlichkeit und waren nicht mehr kontrollierbar. Nachdem das Militär nichts mit dieser Flüssigkeit anfangen konnte, respektive sie sich jeglicher Manipulation entzog, versenkte man dieses Zeug wieder im Meer und die Akte wurde geschlossen.

Wer sich näher mit diesem Black Goo befassen möchte, findet im Internet einige Beiträge, wovon die meisten nur selbstverherrlichendes Geplapper sind. Auch die wenigen Filme vermögen nicht zu überzeugen. Man findet Verweise zum Film „Prometheus“ von Ridley Scott (Alien). Dort kommt so eine schwarze Flüssigkeit vor, die so ziemlich alles verändert, was mit ihr in Kontakt kommt. Einzelne Personen betrachten diesen Film als Warnung vor diesem Zeug, dass es anscheinend wirklich geben soll.

Und nun kommt so ein schwarzes Getränk auf den Markt. Da hat die Verschwörungsecke aber viel Futter bekommen. Seltsam ist aber die bereits erwähnte Anonymität der Hersteller, Erfinder, Vermarkter und Herkunft der Materialien. Vor allem was alles drin ist. Das könnte natürlich auch eine Verkaufsmasche sein. Je seltsamer ein Produkt erscheint, umso interessanter wird es für Trendsetter und Nachahmer. Der Preis von fast 5 Euro für einen halben Liter spricht für Exklusivität, was ebenso die Verkaufszahlen fördern kann.

Wenn ich mich nun in der verästelten Baumkrone der Verschwörungstheorien weiter auf einen Ast hinauswage, dann kommen einem noch ganz andere Aspekte in den Sinn. Dieses schwarze Wasser ist so teuer, dass es sich nur die obere Mittelschicht und die darüber leisten können. 80% der Weltbevölkerung sind zu arm, um so ein Trendprodukt zu kaufen. Diese 80% spielen auch in der NWO (New World Order) eine Rolle. Ab 2014 läuft dieses Programm der Bevölkerungsreduktion (siehe Georgia Guide Stones) und die Menschenmassen sollen sich auf eine Zahl um die 500 Millionen einpendeln. Wenn man nun die beschriebene Wirkung dieses Wassers anschaut, die Verschwiegenheit der Hersteller, die Querverweise zu einem Film, die Geschichte um die Falkland-Inseln und die Ziele einer kleinen Elite, dann bekommt man schnell ein Grausen.

Wie gesagt, das sind alles Theorien, einzig das schwarze Wasser scheint Realität zu sein. Aber mittlerweile ist vielen klar geworden, dass alles, was aus den USA kommt eigentlich nur schlecht für den Menschen, seine Entwicklung und Gesundheit ist, erscheint dieses neue Produkt mehr als fraglich. Ich werde jedenfalls keinen Schluck einer undurchsichtigen Plörre trinken, die mir mehr nach Tod aussieht wie nach einem lebensspendenden Getränk. Ich bin mal gespannt, ob dieser Hype eine Eintagsfliege darstellt oder einen gesellschaftsverändernden Einfluss besitzt. Sollte jemand aufschlussreiche Hinweise/Artikel zu Black Goo und/oder diesem schwarzen Wasser finden, bin ich um eine Zustellung der „Fakten“ dankbar.


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18. Februar 2015 erschienen als: Kommentar

Ein Tag mit Debbi

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Debbis Kollege, der GPS-Satellit,
By NASA, via Wikimedia Commons

Gestern war Transporttag. Ich kurvte mit einem grossen Lieferwagen durch die Schweiz und sammelte an verschiedenen Adressen diverse Dinge ein, die wir für unser Projekt „Kulturhalle“ erworben hatten. Das Spannende an solchen Ausflügen ist, man kommt in Orte die man nicht kennt, trifft Leute die einem ebenfalls unbekannt sind und freut sich über die teils sehr speziellen Raritäten, die dann behutsam eingepackt auf der Ladefläche Platz finden. Tönt alles sehr romantisch wäre da nicht Debbi.

Debbi ist klein, handlich, ab und an praktisch und strunzdumm. Sie erfüllt das Klischee der klassischen Blondine mit all ihren Facetten. Ich hab‘ nichts gegen Blonde, bin selber einer und mache mich daher auch mal gerne über mich lustig. Blonde haben Humor, meistens. Aber Debbi ist derart in ihren Gedankengängen festgefahren, dass es schon weh tut. Sie findet im Auto meist Platz auf der Armaturenkonsole oder klebt feuchtfröhlich an der Innenseite der Windschutzscheibe. Die meisten Autofahrer kennen sie als Navigationssystem mit weiblicher Stimme, die einen Charme eines Papierkübels besitzt.

Ein Kollege begleitete mich bei dieser Transporttour und präsentierte stolz seine Debbi, die er sogleich am Zigarettenanzünder anstöpselte und die Koordinaten des ersten Zielortes eintippte. Debbi, der Name hat sich im Freundeskreis von selber etabliert, weil alle das Gefühl hatten, so viel Dummheit braucht einen Namen. Also die elektronische Debbi verarbeitete die eingegebenen Daten und es dauerte nicht lange, bis sie mir sagte, welche Strassen ich benutzen sollte. Ich selber gehöre noch zu den Autofahrern, die sich mit Strassenkarten, markanten Gebäuden und Himmelsrichtungen zu orientieren versuchen und das hat bisher auch recht gut geklappt. Da ist es für mich etwas gewöhnungsbedürftig, wenn mir eine elektronische Stimme sagen will, wo ich zu fahren habe.

Also schraubte ich meinen selbständig denkenden Orientierungssinn auf Standby-Modus runter und vertraute meinen Zielwunsch der elektronischen Quasselstrippe an. Zu Beginn, auf der Autobahn, lief alles noch gut und Debbi grunzte nur ab und an vor sich hin. Nach der Ausfahrt jedoch schlug sie einen anderen Weg vor, als den ich im Vorfeld auf der Strassenkarte eruiert hatte. Ok, sie wird schon wissen (!) was sie sagt. Ich gehorchte der monotonen Frauenstimme und bog in die andere Richtung ab, als mein Orientierungssinn forderte. Die Strasse wurde allmählich enger und steiler. Mein Lieferwagen füllte bald die ganze Strassenbreite aus und der Dieselmotor stampfte wie ein Raddampfer den Hügel hoch. Debbi liess sich durch die seltsamen Strassenbedingungen nicht beirren und verlangte immer wieder ein Abbiegen nach rechts oder links. Die weiss Wege, welche nicht mal die Einheimischen kennen. Debbi war es egal, wie gross mein Wagen war und dass er nicht gerade für eine Outdoorstrecke ausgelegt ist.

Mittlerweile fuhren wir unter digitaler Anleitung eine halbe Stunde im Niemandsland und es hätte mich nicht mehr gewundert, wenn nach der nächsten Kurve plötzlich Rentiere auf dem Fahrweg stehen würden. An Lamas fuhren wir schon vorbei, was meinem Vertrauen über die Richtigkeit des Weges nicht gerade hilfreich war. Endlich kam eine Kreuzung in Sicht, welche auf eine Strasse führte mit Mittelstreifen. Hurra, zurück in der Zivilisation. Aber nicht lange. Beim nächsten Feldweg wollte Debbi unbedingt, dass wir diesem folgen. Ich hatte nun genug und versuchte unseren Standort auf der Strassenkarte zu finden, was dann beim nächsten Ortsschild endlich klappte. Debbi berechnete dauernd die Route neu und verstand nicht, warum wir ihrer Fahranweisung nicht Folge leisteten.

Mehrmals forderte sie mich auf zu wenden, blieb aber immer im Tonfall gleich mit ihrer stoischen Penetranz. Erst als wir am Zielort ankamen, schenkte ich ihr wieder Gehör und liess mich von ihr in die entsprechende Adresse lotsen. Ansonsten soll sie die Klappe halten.

Fazit dieser debbianischen Erfahrung: Sobald einem ein digitales Teil sagt, wo man zu fahren hat, schalten sich die natürlichen Orientierungssinne aus. Der gesunde Menschenverstand reicht eigentlich vollends aus, um sich in der Landschaft zurecht zu finden. Ich vermute, die ganzen Navigationsgeräte wollen einen nur derart in die Pampa lotsen, dass man ohne die technische Hilfe nicht mehr raus findet. So kann man sich auch unersetzlich machen. In den Ortschaften sind die Debbis ok. Man steht ziemlich schnell an der Zieladresse, wenn sie einem nicht vorher in die falsche Richtung einer Einbahnstrasse bugsierte. Ansonsten kann ich gut auf die Dinger verzichten. Sie sind in meinen Augen ein weiterer Meilenstein in der Verblödungsspirale des Menschen. Viele vertrauen bedingungslos dieser elektronischen Tussi und wundern sich, wenn sie auf einem Waldweg feststecken wie neulich ein Sattelschlepper.

Ich wollte schon selber so ein Navi kaufen, aber nach dieser Erfahrung lasse ich es lieber. Besser ich vertraue auf meinen Menschenverstand und die Genauigkeit der Strassenkarten, als einem elektronischen Teil, dass sich jeglicher Verantwortung entzieht, wenn es einem ins Nirgendwo schickt. Technik ist gut, aber denken ist besser.


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17. Februar 2015 erschienen als: Kommentar

Der Apfel – neuestes Opfer der Gentechnik

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Lieber natürlich gesund, als genetischer Schund,
By Sven Teschke (selbst fotografiert, Büdingen) [CC BY-SA 2.0 ], via Wikimedia Commons

Herzlich willkommen zur Gruselmeldung des Tages. Die Weisskittel aus der Frankensteinabteilung haben mit ihrem Gen-Legobausatz wieder mal der Natur ins Handwerk gepfuscht. Das machen sie eigentlich täglich, aber meist von der Bevölkerung unbemerkt. Ab und an möchten sie halt auch im Rampenlicht stehen und veröffentlichen ihre fragwürdigen Erfolge. Neueste Errungenschaft der Gen-Manipulatoren ist ein Apfel, der nicht mehr braun wird.

Jeder kennt das Phänomen, der sich noch einen Apfel leisten kann, dass nach dem Anschneiden sich das Fruchtfleisch ziemlich schnell braun verfärbt. Einige Forscher störten sich daran und versuchten mit Genspielereien dieses natürliche Verfallsdatum mit Zeitraffereffekt einen Riegel vorzuschieben. Scheinbar haben sie es nun geschafft. Wow, was für eine Leistung. Darauf hat der Mensch gewartet. Äpfel, die ihre Farbe nach dem Anschneiden nicht mehr verändern. Könnte man diese Erkenntnis auch in anderen Bereichen anwenden?

Mir fällt da spontan das Unkraut in Brüssel und Berlin ein. Herbizide nützen nichts bei den resistenten Schmarotzern von Mutter Natur. Da muss man schon einen Schritt weitergehen. Da wäre das entdeckte „Braunmach-Gen“ sehr hilfreich. Jeder Politiker in den Regierungshäusern bekommt eine Impfung gegen Braunes. Das würde einigen sehr wohl tun. Man konnte in den Medien beobachten, dass gewisse Personen beim Anschneiden von ebenso gewissen Themen, sich augenblicklich braun verfärbten – in der Gesinnung und/oder an den Mundwinkeln. Das muss nicht sein. Denen sollte geholfen werden. Eine Impfung gegen braunes Gedankengut mit der Garantie einer strahlend weissen Weste, egal welchen abscheulichen Schwachsinn die Betroffenen von sich geben.

Die politische Landschaft würde im strahlenden Weiss erblühen. Gut, einige Politiker würden so eine Impfung vermutlich nicht überstehen. Zum Beispiel die Regierung in Kiew. Bei denen sind die braunen Metastasen bereits im ganzen Körper verteilt und würde man die genetisch ausschalten, wären sie nur noch eine leere Hülle. Denen sollte man anders helfen. Literweise Javell-Wasser trinken, das bleicht auch ganz schön. Aber leider nur die Färbung und nicht die Gesinnung.

Aber kommen wir zurück zum Apfel. Der kann einem schon Leid tun. Er musste schon in der biblischen Historie als Sündenbock herhalten und jetzt wird er noch seiner Natürlichkeit beraubt. Man könnte schon fast annehmen der Vatikan steckt hinter dieser absurden Gen-Forschung um dem Apfel eine verspätete Rache, für die Vertreibung aus dem Paradies, zukommen zu lassen. Sollte die Kirche dahinterstecken, dann nimmt es mit der Vergebung anscheinend nicht so genau.

Die Aufsicht über die Gen-Forscher auch nicht. In den USA dürfen 70‘000 genetisch veränderte Bäume gepflanzt werden, die solche Äpfel hervorbringen. Bevorzugte Arten sind der Golden Delicious und der Granny Smith. Diese beiden Apfelsorten sehen schon aus wie ein Direktimport vom Jupiter und schmecken so fad wie die Staubwüste eines Kometen. Da passt die genetische Veränderung perfekt. Leider haben die Forscher vergessen, noch am Geschmack zu feilen. Wer kauft schon einen Apfel, der zwar so aussieht, aber nach nichts schmeckt. Die Antwort ist einfach. WIR!

Dank TTIP dürfen wir uns ab 2017 auf solches unnatürliches Obst freuen. Es besteht keine Deklarationspflicht und ablehnen dürfen wir Europäer den Apfel auch nicht. Sonst werden wir mit Klagen überzogen, weil die Konzerne um ihren Umsatz fürchten. Studien über die Verträglichkeit solcher Obst-Mutanten gibt es keine. Die Äpfel müssen zuerst mal gross werden. Dann werden sie eingelagert, bestrahlt und wenn sie eigentlich schon lange verfault sein müssten, werden sie uns knackig frisch verkauft. Vielleicht entdecken die Forscher auch bald das Gen, welches Gammelfleisch grün werden lässt und entfernen dieses. Wir Menschen sind ja Aasfresser, achten beim Einkauf aber darauf, dass das Fleisch wie frisch erlegt aussieht. Genetisch könnte man da sicher nachhelfen.

Ich finde es sehr bedenklich, wenn immer mehr genetisch verändertes Material in der Natur freigesetzt wird. Verträglichkeiten sind sekundär, nur der Profit ist primär. Nun macht es auch langsam Sinn, warum die Konzerne wie Monsanto oder Dupont die Artenvielfallt von Obst und Gemüse immer weiter reduzieren wollen. Ihr Ziel ist es nur noch von ihnen produzierte Nahrungsmittel erwerben zu können und uns mit den genetisch veränderten Lebensmitteln vollends den Garaus zu machen. Wenn ich dann noch an das Gammelfleisch denke und dort die Möglichkeiten der Manipulation ansehe, dann sind wir nicht mehr weit von Soylent Green entfernt. Wer den Begriff nicht kennt, darf sich den Film „2022 – die nicht verrecken wollen“ mit Charlton Heston und Edward G. Robinson anschauen. Der zeigt ziemlich eindrücklich, in welche Richtung wir uns bewegen und wohin uns die Forschung bringen kann. Da lob ich mir einen fleckigen Apfel mit Proteinanteilen. Ist immer noch gesünder als der genetische Sondermüll aus den USA.


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16. Februar 2015 erschienen als: Kommentar

1 Milliarde ergaunert

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Web sei dank, schuld ist nicht die Bank,
By The GNOME Web Browser Developers[GPL ], via Wikimedia Commons

Die Banken stehen wieder einmal mit heruntergelassenen Hosen da. Dieses Mal haben sie ausnahmsweise nicht geschummelt, sondern wurden beschummelt. Eine Hackertruppe hat laut Medienberichten bis zu 1 Milliarde Dollar oder Euro, auch das war nicht genau zu erörtern, von Konten geplündert. Die ganze Aktion lief während Jahren und wurde nicht bemerkt. Da stellt sich mir schon die erste Frage. Haben die Banken ihre EDV-Systeme überhaupt im Griff?

Die einfachste Antwort auf diese Frage ist nein. Hier liegt auch das klassische Problem begraben. Zu viele Menschen wurschteln an den Systemen rum und oft weiss die linke Hand nicht was die Rechte tut. Dazu kommt die Naivität der Angestellten und der Glaube an die Allmächtigkeit der Banken, welcher schon fast religiöse Züge besitzt. Die Meisten tragen ihr hart verdientes Geld immer noch auf eine Bank und glauben, dort sei es vor unberechtigtem Zugriff sicher. Sie vergessen dabei, dass die grössten Gauner der Finanzwelt bei den Banken arbeiten. Denen ist die garantierte Sicherheit der Einlagen von Sparern schlicht egal. Im Gegenteil, je mehr Leute ihre Kohle dorthin bringen umso mehr Spielgeld haben die Zocker vom Dienst. Aber diese Machenschaften kennen wir ja schon und man hat sich schon fast an die täglichen Raubzüge der Banker gewöhnt. Da würden sie mit ehrlichen Handeln schon fast negativ auffallen.

Aus diesem Grund finde ich die Meldung, dass eine Hackertruppe über Jahre die Banken schröpfen konnten eher fragwürdig. Ich konnte letzthin ein Gespräch mit einem ehemaligen CEO der Raiffeisengruppe Schweiz führen und was ich da an Sicherheitsmängeln entdeckte/hörte, liess mir die Nackenhaare zu Berge stehen. Es werden Unmengen an Geld für neue Systeme ausgegeben, die nicht sicherer oder besser sind, sondern einzig dem Verteilen von Geldern dient. Es wurden bewährte EDV-Systeme über Bord geworfen, die stabil, sicher und effizient waren, nur damit ein „Freund“ der Teppichetagen sich eine goldene Nase verdienen konnte. Zudem werden nicht die fähigsten Administratoren beschäftigt, sondern solche die fachlich inkompetent sind aber dafür absolut pflegeleicht. Der Filz in den Teppichetagen dieser Bank ist meiner Ansicht nach repräsentativ für das Denken und Handeln der Geldhäuser.

Mit diesem inkompetenten Handeln wundert es nicht, wenn Hacker sich ihre Konten aufstocken können. Es ist eher wundersam, dass kein Land oder Herkunft der Hackergruppe bekannt ist. Auch nicht die Anzahl. Es müssen hunderte sein, wenn sie zielgenau Bankomaten manipulieren, Zielort und Zeit genau steuern können, damit ein „Mitarbeiter“ der Hacker das Geld in Empfang nehmen kann. Das tönt schon eher nach Science-Fiction. Wusste gar nicht, dass Bankomaten einfach so Geld rausrücken. Wusste auch nicht, dass die verantwortlichen Administratoren so dämlich sein können und diese Manipulationen jahrelang nicht entdeckten. Dasselbe gilt für die Buchhaltung und internen Prüfstellen. Bei so viel Ungereimtheiten kommt langsam ein anderer Verdacht auf.

Wer kennt am besten die Schwachstellen eines Systems? Die Mitarbeiter, welche so ein System betreuen. Wer kann am besten die Kontoeinträge manipulieren? Die Prüfstellen, welche die Korrektheit der Transaktionen prüfen. Wer weiss am meisten über Bankomaten Bescheid? Genau die, welche diese Kisten mit Daten füttern und schauen, dass die Dinger korrekt arbeiten. Und wer ermöglicht, dass überhaupt eine Schadsoftware in die Systeme integriert werden konnte? Die Mitarbeiter, welche entweder naiv oder einfach unfähig sind, seriös mit ihren Computern umgehen zu können.

Wenn ich mir dann noch die geschasste Anzahl von Bankern ansehe, die ihren Job verloren haben aufgrund von Filz und unlauteren Positionsrangeleien, dann erklärt es sich fast von selber, wer hinter diesem Raubzug steht. Das geht nur mit Insiderwissen und dementsprechenden zielgenauen Manipulationen. Bei jeder sonstigen Cyberattacke wurden schnell irgendwelche Länder als die „Schuldigen“ auserkoren, aber in diesem Fall halten sich die Medienberichte mehr als bedeckt.

Ein anderer Aspekt, welcher so eine Aktion erklären könnte ist die Vertuschung von Fehlern. Da können sich Banker selber Gelder zuschaufeln und man schiebt diesen Diebstahl einer ominösen Gruppe zu. Da spielt es keine Rolle, ob man sich an den Börsen verzockt hat, oder sich ein neues Ferienhaus auf Ibiza gönnte, die Schuldigen sitzen irgendwo auf der Welt und sind für die Justiz unangreifbar. Wieso weiss man eigentlich den Namen dieser kriminellen Gruppe? Haben die auch ihren Ausweis irgendwo liegenlassen? Gehört ja heute schon fast zum guten Ton, wenn man etwas Verbotenes macht.

Für mich ist die Story von unbekannten Bankenschröpfern eher unglaubwürdig. Hunderte Banken wollen nichts bemerkt haben, jahrelang soll dieser Raubzug schon andauern, 1000 Millionen sollen die Gauner schon erbeutet haben, und das merkt keine einzige Bank?? Soviel zur Vertrauenswürdigkeit der Geldhäuser. Meiner Ansicht nach haben sie unterdessen die Kontrolle über die internationalen Geldflüsse schon längst verloren. Es wird nur noch oberflächlich agiert. Ich möchte mal die Buchführung sehen, wenn die Computer an den Börsen im Millisekundentakt ihre Transaktionen durchführen. Da kommt kein Buchhalter mehr mit. Die Geldströme entziehen sich immer mehr der menschlichen Kontrolle und die Schlipsträger sind nur noch darauf bedacht, nach aussen hin den Schein einer funktionierenden Bankenwelt zu vorzugaukeln.

Wenn dann in absehbarer Zeit das Finanzsystem kollabiert, können die Banker sämtliche Schuld an unbekannte Hacker abschieben. Dafür werden jetzt imaginäre Gruppierungen herangezüchtet. Eine inoffizielle Zusammenarbeit zwischen Banken und kriminellen Organisationen gibt es ja jetzt schon, weil die Banken selber kriminell sind, man muss sich nur die vergangenen Manipulationsvorwürfe anschauen. Egal welche Sparte, alle wurden mit betrügerischen Absichten manipuliert. Von daher ist es eigentlich nur logisch, wenn die Banken ihre Fehler, Versäumnisse und Raubzüge irgendwelchen Unbekannten in die Schuhe schieben wollen. Bin schon gespannt, mit welchen Geschichten das Volk gefüttert wird. Eines ist jedoch sicher: Die Wahrheit werden wir nie erfahren, denn Gauner sind nur an ihrem eigenen Vorteil interessiert, dazu geschützt von Politik und hofiert von den Medien. Bei der heutigen Mentalität der Geldhäuser fällt mir ein Spruch ein:

Ist der Ruf erst einmal ruiniert, betrügt man weiter ganz ungeniert!


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15. Februar 2015 erschienen als: Kommentar

Die Spass-Gesellschaft

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Spass mit Folgen,
By Dusti (Own work) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Heute läuft’s harzig. Vor mir auf dem Bildschirm lacht mich ein leeres Word-Dokument an und die Tastatur liegt gelangweilt herum. Ich klicke mich durch den Medienwald in der Hoffnung, einen Funken zu entdecken, der meine tägliche Schreiberei entzünden kann. Aber nichts. Die Politiker mauscheln vor sich hin, ist nichts Neues, in der Ukraine scheinen die Waffen zu schweigen und Präsident Obama veröffentlichte seine alten Passwörter die bezeugten, der Mann kann nicht mal bis zehn zählen.

Am Wiener Opernball stolperte der Mörtel-Lugner über die Nippel seines prominenten Gastes, in Kopenhagen schiesst einer um sich, hoffentlich hat er seinen Ausweis dabei, jeder Terrorist muss sich heute ausweisen können, wenn er als Staatsfeind Nummer 1 angesehen werden will. Medial gesehen ein ganz normaler Sonntag mit seinem nackten Wahnsinn. Apropos nackt, diese Woche lief ja ein Film an, der von den Medien derart überschwänglich angepriesen wurde, als sei der Sohn Gottes auf Erden hinabgestiegen. Was finden die Leute nur an so einem billigen Schwachsinn?. Ok ich gebe zu den Film nicht gesehen zu haben und werde ihn auch nicht anschauen. Für die tägliche Dosis Voyeurismus reicht ein Blick in die Zeitungen. Da kann ich mir das Kinoticket sparen.

Aber viele Fans der SadoMaso-Neigungen erregieren sich in Ekstase und plündern die Baumärkte. Kabelbinder, Klebeband und solche Fesselutensilien wurden leergeräumt, dafür darf jetzt die Feuerwehr unzählige Unüberlegte aus einer peinlichen Situation befreien. Da erkennt man schon mal das Niveau oder Intelligenz solcher Möchtegern-Sadisten. Sie finden es erregend, wenn man sich oder andere auf irgendeine Art quälen kann und wundern sich, wenn die Hirnleistung, die auf Eichelgrösse geschrumpft ist, einem nicht vor solchen peinlichen Situationen bewahrt. Eigentlich müsste man die Hobby-Fesselungskünstler sprichwörtlich hängen lassen. Dann hätten sie mal ausreichend Zeit, ihre Neigungen zu überdenken und was sie eigentlich machen.

Aber in unserer heutigen Spassgesellschaft ist Denken eher hinderlich beim Geniessen von idiotischen Vorstellungen und Nachahmungen. Das kann man auch täglich in den Zeitungen nachlesen. Da wollen Leute vom Dach in einen Pool springen und verschätzen sich in der Distanz und Wassertiefe, da ziehen irgendwelche Möchtegern-Rambos in einen Krieg und wundern sich, wenn sie plötzlich tot sind, andere kleistern das Web mit ihren Selfies zu, wo man sich fragen kann, fallen sie schon oder knipsen sie noch.

Ich hätte auch noch ein paar Vorschläge für Vergnügungssüchtige, die den besonderen Kick suchen. Wie wär’s mit verbundenen Augen über eine Autobahn rennen? Oder in einem Flugzeug auf 11‘000 Metern Höhe mal schnell „Allahu akbar“ durch das Flugzeug rufen. Das sorgt für Stimmung, da wette ich drauf. Einer hat das mal im Zug gemacht. Er liess eine Tüte mit lautem Knall platzen und rief die Lobpreisung durch’s Abteil. Seltsamerweise fand er als Einziger diese Aktion lustig. Die verstehen einfach keinen Spass, die Pendler.

Die Emotionsschraube wird immer weiter hochgedreht. Was früher noch als amüsant galt ist heute nicht mal ein Atemzug wert. Dank der Selbstbeweihräucherung seiner Aktionen ist der Selbstdarsteller zu immer schwierigeren Aktionen genötigt. Je höher die Lebensgefahr umso besser. Da nützen keine Gesetze oder sonstige Vorsichtsregeln etwas. Wer unbedingt auf einen Zugwagen klettern will und die durchschlagende Kraft eines Stromstosses ausprobieren möchte, der macht das. Auch wenn viele davon abraten. Das sind eh nur Weicheier, die keinen Spass verstehen. Das mag schon sein, aber die Verwunderung ist bei den Aktionisten dann gross, wenn sie merken, dass selbst der Strom ziemlich humorlos ist.

Aus diesem Grund dürfen wir uns auf weitere, idiotische Trends freuen, die den einen zum Lachen bringen und den anderen unter die Erde. Kollateralschaden eben. Blödsinn hat der Mensch immer schon gemacht. Da bilde ich selber keine Ausnahme. Ich hatte das Glück, alle Unvorsichtigkeiten überlebt zu haben und weiss heute, wie eng die Grenze zwischen Spass und Tod ist. Viele haben das leider noch nicht begriffen und müssen ihre Erfahrungen mit teils schmerzlichen Konsequenzen machen. Ich wünsche den Akteuren von Nervenkitzeleinlagen Weisheit und Glück. Spass muss sein, das steht ausser Frage. Aber ich hoffe, dass sie sich im Vorfeld genug Gedanken machen, ob sie auf der Titelseite oder bei den Todesanzeigen landen wollen.


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14. Februar 2015 erschienen als: Satire

Geheime Gespräche in Minsk.

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Republik-Palast in Minsk,
By Skaerman (Own work) [GFDL or CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Ein Hoch auf die Technik. Musste sich der Erdbewohner bis jetzt alle Spitzeleien, egal ob vom Osten oder Westen, gefallen lassen, haben einige findige Hacker den Spiess umgedreht und sich bei der letzten Aldi-Aktion mit Spionage-Spielzeugen eingedeckt. Sie platzierten diverse Abhör- und Videogeräte in Möbeln, Schaben und Staubfuseln, was einen lückenlosen Mitschnitt der Gespräche in Minsk ermöglichte. Was die Politiker so hinter verschlossenen Türen von sich gaben, kann man im folgenden Protokoll nachlesen.

Merkel: Wo sind wir denn hier gelandet?
Holland: Ich glaube das ist der Präsidentenpalast.
Merkel: Die könnten auch mal wieder abstauben.
Holland: Das Sofa sieht sauber aus.
Merkel: Dann setz ich mich dahin.
Holland Wo soll ich Platz nehmen?
Merkel: Komm zu mir, so zeigen wir Einigkeit.

Unteressen treffen weitere Politiker ein, die sich um die saubersten Plätze zanken. Putin will sich einen Stuhl setzen, Gastgeber Lukaschenko will seinen Lieblingsplatz nicht hergeben und zieht Putin den Stuhl unterm Hintern weg.

Putin: Was soll das ?
Lukaschenko: Wollte sehen wie tief du fallen kannst.
Merkel: Das ist jetzt aber fies.
Putin: Wart‘ du nur, das sag‘ ich meinem Geheimdienst.
Merkel: So Kinder, bleibt anständig, wir müssen noch was besprechen.
Poroschenko: Ich hab‘ Hunger.
Merkel: Denkst du auch mal an etwas anderes als nur ans Essen?
Poroschenko: Nein, wieso?
Merkel: Dir platzt bald der Krawattenknopf.
Holland: Hahaha!
Poroschenko: Du musst gar nicht so blöd lachen, du fades Weissbrot.
Holland: Wie redest du mit mir?
Poroschenko: Halt die Klappe, Weichkäse.

Nachdem sich alle Gesprächspartner versammelt hatten und sich in diplomatischer Manier begrüssten, begann Frau Merkel die Friedensverhandlungen.

Merkel: Vladimir, das ist richtig böse was du in der Ostukraine machst. Hör sofort damit auf deine Kollegen zu ärgern.
Putin: Ich hab doch gar nichts gemacht. Alle wollen die Schuld auf mich schieben, das ist unfair.
Poroschenko: Es braucht halt einen Schuldigen.
Lukaschenko: Genau.
Putin: Wieso sind die Rebellenführer nicht da? Das sind doch die, welche in der Gegend rumballern.
Merkel: Die kennt doch niemand. Die sind für die Medien uninteressant.
Putin: Aber ich darf als Sündenbock den Kopf hinhalten.
Lukaschenko: Genau.
Holland: Es sind ja russische Waffen, welche die Ukrainer umbringen.
Putin: …und amerikanische Finger, die am Abzug drücken.
Merkel: Das stimmt nicht. Die USA sind für den Weltfrieden, vor allem mein Obama.
Putin: Biste in den verknallt? Du fängst an zu sabbern.
Merkel: Du bist ja nur neidisch.
Lukaschenko: Genau.
Poroschenko: Deine Soldaten bringen Ukrainer um.
Putin: Und deine Panzer das eigene Volk…woher hast du die Panzer eigentlich?
Poroschenko: Auf einem westlichen Flohmarkt gekauft. Du hast ja die alten T72-Panzer ausgemustert.
Putin: Ja, zum Einschmelzen aber nicht zum Krieg spielen.
Poroschenko: Hat doch geklappt. Die ganze Welt glaubt, russische Panzer starteten eine Invasion.
Lukaschenko: Genau.
Putin: Wieso sollen immer die Russen die Bösen sein?
Merkel: Weil Hollywood das so will.
Putin: Nehmt doch mal den Kim, oder einen afrikanischen Diktator.
Merkel: Nee, mag ich nicht, die stinken.
Lukaschenko: Genau.
Putin : Sag mal Luki, du bist aber heute einsilbig.
Lukaschenko: Genau.
Holland: Ich will auch was sagen.
Putin: Schnauze.
Holland: Dann bekommst du keine Flugzeugträger mehr zum Spielen.
Putin: Die brauch ich auch nicht. Schieb dir die Dinger sonst wohin.
Holland: Wie redest du mit mir?
Putin: Sei froh, dass ich dich überhaupt bemerke.
Poroschenko: Hör auf, den Francois zu ärgern.
Lukaschenko: Genau.
Merkel: Aber Kinder, so wird das nix. Ich hab einen Termin beim Friseur, also macht hinne.
Putin: Hast du ein Date mit dem Obama?
Merkel: Nöö, und wenn?
Putin: Kannst ihm von mir ausrichten, dass er mir noch was schuldet.
Merkel: Sag‘s ihm doch selber.
Putin: Kann ich nicht. Der spielt immer mit seinen Drohnen.
Holland: ich will auch so eine Drohne.
Poroschenko: Das ist nur für Männer. Spiel du lieber mit deinen Puppen aus dem rechten Lager.
Lukaschenko: Genau.
Merkel: Also Kinder, was sollen wir den Medien sagen? Ist der Krieg vorbei oder fängt er an?
Poroschenko: Also ich will noch ein bisschen Krieg spielen. Bumst so schön wie ein Feuerwerk.
Putin: Aber nicht mehr lange. Deine Soldaten laufen alle zu mir.
Poroschenko: Mir doch egal. Solange ich was zum Spielen hab, mach ich weiter.
Putin: Dann klopf ich dir auf die Finger.
Poroschenko: Probier’s doch, dann hole ich meinen grossen amerikanischen Bruder.
Putin: Der Friedensnobellpreis-Affe soll auf den Baum zurück, von dem er gekommen ist.
Merkel: Wie redest du von meinem Spatzerl?
Putin: Wie man von Affen halt redet.
Poroschenko: Und wenn sich der Affe als Gorilla entpuppt?
Putin: Egal, beide haben Flöhe und kratzen sich am Hintern.
Holland: Ich bin müde.
Poroschenko: Dann schlaf weiter.
Lukaschenko: Genau.
Putin: Also Leute, ich hör auf Krieg zu spielen, aber der Bevölkerung bringe ich noch was zum Essen.
Poroschenko: Das geht nicht, ich hab noch Munition, die schleppe ich nicht wieder zurück.
Putin: Wie lange willste denn noch rumballern?
Poroschenko: Bis Sonntag, dann geh ich eh meine Mutti besuchen.
Putin: Ok, ich hab da noch ein paar Schaufensterpuppen. Kannst ja auf die ballern.
Poroschenko: Die schreien aber nicht, wenn sie getroffen werden.
Putin: Sie schreien schon, so wie du zielen kannst, triffst du eh nur die eigenen Leute.
Holland: *schnarcht*
Merkel: Also haben wir eine Lösung? Bis Sonntag noch den Ballermann?
Poroschenko: Wenn’s denn sein muss, ok.
Putin: Also gut, aber meine Flieger schauen, ob du endlich Ruhe gibst, Pori.
Poroschenko: Und ich warte auf deinen Hilskonvoi, habe nämlich immer noch Hunger.
Merkel: Brav Kinder, wenn ihr eure Versprechen einhaltet, gibt’s vom Obama schöne Geschenke.
Poroschenko: Ich will eine Atombombe.
Putin: Die ist für Erwachsene, nichts für einen Dreikäsehoch.
Poroschenko: ich will, ich will, ich will!
Lukaschenko: Genau.
Merkel: Mal sehen was Onkel Obama noch als Überraschung für euch parat hat. Aber zuerst müsst ihr artig sein. Sonst gibt’s nix.
Putin: Von dem will ich auch nichts. Gib‘s dem Pori, der nagt eh schon am Hungertuch.
Merkel: Also Leute, wie gesagt, ich muss vor der Münchner Friedenskonferenz noch zum Friseur, Wär’s das für heut?
Putin: Von mir aus.
Poroschenko: Wenn ich jetzt was zu Essen krieg, dann schon.
Holland: *schnarcht*
Lukaschenko: Genau.

Nach diesem Gespräch traten die Politiker der Friedensgespräche vor die Kameras und verkündeten einen Erfolg bei den Gesprächen. Ab Sonntag sollen die Waffen ruhen und ein Waffenstillstandsabkommen wurde unterzeichnet. Ein Hoffnungsschimmer für eine Deeskalation in der Ukraine und für Poroschenko, der jetzt endlich was zu Essen bekommen hat.


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13. Februar 2015 erschienen als: satirischer Kommentar

Handyianern will man ihren Gott wegnehmen

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Handyianer mit ihrem Gott,
By Daniel Mietchen (Own work) [CC0], via Wikimedia Commons

Autofahrer in der Schweiz aufgepasst. Es könnte bald sein, dass ihnen ihr Handy weggenommen wird, wenn sie es während der Fahrt benutzen. Diesen Vorstoss machte die EVP-Nationalrätin Maja Ingold. Eigentlich ein sinnvoller Vorschlag, wenn man die teils verantwortungslose Nutzung der Daddel-Phones- Besitzer ansieht. Wobei meines Erachtens dieser Vorschlag noch nicht ganz zu Ende gedacht wurde. Man könnte dem Nutzer auch das Auto wegnehmen, weil es dem Handyianer vom Daddeln ablenkt, oder man nimmt den Menschen vom Handy weg, weil er mit seinen teils sinnlosen Daddeleien das Netz verstopft.

Na was denn nun. Was ist das eigentliche Problem? Ich denke es ist eine Mischung aus allen drei Wegnehm-Möglichkeiten. Der Handy-Nutzer überlässt sein selbständiges Denken immer mehr seinen Apps, seine eingeübten Fahrkünste dem Bordcomputer des Autos und sich selber dem Unvermögen, alle drei Dinge unter einen Hut zu bringen. Dass dies oft zu skurrilen Situationen führt, sieht man täglich im Verkehr. Die Dinger haben auch bereits ein Eigenleben, dass der Nutzer dieser technischen Errungenschaften teils nur noch als Bediensteter dieser Geräte anzusehen ist. Wenn das Handy piept, wird das Ding sogleich gezückt und draufgestarrt mit der Hoffnung etwas Glückshormone zu erhalten. Egal ob sich die Person gerade in einem Gespräch mit einem anderen humanen Wesen befindet. Sämtliche zwischenmenschlichen Aktivitäten werden augenblicklich gestoppt und die Aufmerksamkeit gilt dann einzig dem Gerät. So wird der Mensch neben der Technik zweitrangig.

Es ist mir nicht klar, warum mein Gegenüber mitten in einem Gespräch mich einfach plötzlich Selbstgespräche führen lässt, nur weil sein Teil in der Hose vibriert. Das kann man täglich beobachten. Zwei Leute reden miteinander und plötzlich verschwindet einer von Beiden hinter dem Display, während der andere etwas hilflos daneben steht und warten muss, bis das Daddelteil seinen Besitzer wieder freigibt. Soweit sind wir schon. Der Mensch muss sich der Technik unterordnen. Ok, das kennt man bereits von Microsoft. Jedes Jahr muss man sich einem neuen Betriebssystem unterwerfen.

Aber bei den Handys ist die Hörigkeit soweit fortgeschritten, dass elektronischer Pieps reicht, um den Menschen mental aus seiner Umgebung zu reissen. Wenn dies während dem Steuern eines Autos passiert, sind die Probleme in Startposition. Der Mensch ist halt immer noch nicht Multi-Tasking-fähig. Hätte die Natur das gewollt, könnten wir wie Chamäleons mit dem einen Auge auf die Strasse blicken, während das Andere auf’s Display glotzt. Die Natur hat sich schon was dabei gedacht, dass sie uns diese Fähigkeit nicht zukommen liess. Er könnte sich nicht entscheiden, welches Auge er gerade zum Autofahren oder zum Daddeln verwenden sollte.

Was würde nun passieren, wenn die Polizei einem strafbaren Handynutzer sein Teil wegnehmen würde? Ich glaube es wäre das Gleiche, als wenn ich dem PC einfach den Stecker ziehen würde. Ohne Strom können die Kisten nichts machen, was bei vielen Handyianern das Gleiche wäre. Ohne ihr Gerät sind sie mit dem menschlichen Dasein schlicht überfordert. Keine App die ihnen sagt, wann sie zu atmen haben oder kein Vibrieren, das die Süchtigen mit einer Dosis Glückshormonen flutet. Solche Handy-Junkies werden ohne ihren „Lebensschrittmacher“ in eine Lethargie verfallen, die an Zombies erinnert. Das Gleiche passiert, wenn man einem Autofahrer seine Pimmelverlängerung wegnimmt. Ohne seine PS-Kanone sinkt das Selbstwertgefühl auf die Grösse einer Öllache und die Potenz kann dann nur noch mit Viagra aufrecht erhalten werden. Auch hier sieht man, wie sich der Mensch der Technik unterwirft, respektive sein Denken von den Blechkisten abhängig ist.

Am besten wäre, man würde den Menschen vor sich selber wegnehmen. Besser gesagt vor sich selber schützen. Vielen ist dank ihrer Technikunterwerfung gar nicht klar, in welche gefährliche Situationen sie sich bringen. Sollte der Handy-Akku unerwartet leer sein, müssen sie plötzlich anfangen selber zu denken. Man kann sich vorstellen was passiert, wenn der Handyianer ohne Lebenserfahrungs-Apps dasteht und eigene Entscheidungen treffen muss. Er müsste sich Gedanken über sein Agieren machen. Eine schon fast unmenschliche Herausforderung. Da sind ja die Ekelprüfungen aus dem Dschungelcamp noch leichter. Dort hat man wenigstens ein Publikum das einen sagt, ob man gut oder schlecht ist. Aber wenn man ganz auf sich alleine gestellt ist, verhalten sich viele wie das bekannte Häufchen Elend.

Ich warte nur darauf, bis die Handys zum Grundrecht eines Menschen gehören. Ohne Luft und Wasser kann kein Mensch lange überleben und ohne Handy viele unterdessen auch nicht mehr.


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12. Februar 2015 erschienen als: Kommentar

Weltfremde Empfehlung für den Notfall

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Vorsorge ist besser als Nachsehen,
By ChristianSW (Own work) [GFDL or CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Die Schweizer „Überlebenskünstler“ vom Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung (BWL) empfahl eine Liste mit Lebensmitteln für eine vierköpfige Familie. Leider vergassen sie zu erwähnen, für wie lange diese Sachen reichen sollten. Wenn man sich die Liste ansieht, unterscheidet sie sich nicht wesentlich von einem Wocheneinkauf. Aber es hat ein paar Dinge darunter, die für ein Überleben ohne Strom und Nachschub unbedingt erforderlich sind. Schauen wir uns diese Liste mal genauer an.

Um einen Katastrophentag genüsslich zu beginnen, ohne auf seine Annehmlichkeiten beim Frühstück verzichten zu müssen, empfahl das BWL Tee und Kaffee. Naja, wenn die Heizung nicht geht und der Strom ausbleibt, stellt man in den Wintermonaten am Vorabend die Teebeutel in einem Krug kaltem Wasser nach draussen und schwubs am nächsten Morgen hat man einen Eistee. Dasselbe funktioniert auch mit dem Kaffee. Leider vergass das BWL zu erwähnen, ob die Kaffeebohnen gemahlen oder ganz zu besorgen sind. Ich empfehle ganze Bohnen. Dann kann man im Notfall auch mal daran lutschen, sollte die Eiskaffee-Methode nicht funktionieren.

Einen Coup der Überlebenstechnik sind die 8 Liter (!) Speiseöl. Ohne Strom nützen die nicht viel und man kann sie höchstens als Massageöl gebrauchen. Bei 8 Litern scheint eine Wellnesswoche der Familie garantiert zu sein. Es ist aber schwer nachvollziehbar, wie nach einer Woche ohne Dusche die mehrfach aufgetragenen Ölschichten nicht ranzig werden. Dasselbe frage ich mich beim Gemütszustand der Familie. Der wird bei dem Gestank ebenso ranzig wie das Öl.

Reis macht auch grossen Sinn. Man lutscht solange an einem Korn, bis es nach mehreren Stunden aufgeweicht ist. Da reicht eigentlich ein Kilo für die ganze Familie. Bis alle Reiskörner weichgelutscht wurden, ist die Katastrophe sicher längst vorbei. Beim Mehl wird es etwas komplizierter. Ohne Strom kann an nicht backen oder kochen. Die Wenigsten besitzen ein Kaminfeuer oder Tibaherd. Also was kann man mit dem Mehl machen? Am besten rührt man es mit wenig Wasser an, bis es die Konsistenz eines Kaugummis hat, schmeisst ein paar Pfefferkörner rein und schon hat man seine selbergemachten Fisher-Friends-Kaugummis mit entsprechender Schärfe. Beim Zerbeissen der Pfefferkörner gilt: Sind sie zu stark, bist du zu schwach.

Dann findet man auf der Liste vier Liter Milch. Sind die für die Katze? Oder zum sauer werden? Man könnte die zum Eiskaffee mischen und man erhält einen Milchshake mit Kaffeegeschmack. Auch toll. Aber sonst ist die Milch ziemlich nutzlos. Mit etwas Mehl angerührt kann man sie höchstens noch als Spachtelmasse gebrauchen. Da haben die Kinder was zum Spielen und können sich ihre Legosteine selber modellieren.

Dann fallen noch fünf Schachteln Zündhölzer auf. Will man damit vielleicht einen Tee kochen? Pro Schachtel ergibt das eine Tasse, die maximal lauwarm wird. Die Finger werden sicher heisser. Hätten das BWL wenigstens noch ein paar Kerzen aufgelistet, dann wäre der Sinn von Zündhölzern eher nachzuvollziehen. Ok, man kann sie noch als Zahnstocher gebrauchen oder die abgebrannte Spitze zum Schreiben, denn solche Materialien fehlen ebenfalls auf der Liste.

Aber es gibt ein paar Dinge, die meiner Ansicht nach unbedingt in ein Notfallpaket gehören. Die BWL-Liste hat sicher ein Mann geschrieben, der sich nur schwerlich in die Situation von anderen einfühlen kann. Sonst wären zum Beispiel auch Damenbinden oder Tampons auf der Liste. Die können Frauen in einer Notsituation sicher gut gebrauchen und als Kompresse für einen Druckverband sind die ebenfalls sehr gut geeignet. Apropos Verband, eine 1. Hilfe-Apotheke fehlt ebenso. Desinfektionsmittel, Verbände, Thermofolien, Tabletten gegen Durchfall, Schmerzen und zum Schlafen sind in einem Katastrophenfall wichtige Dinge. Dazu gehören natürlich die persönlich benötigten Medikamente in ausreichender Menge.

Einige Kommentatoren dieser Liste haben noch nie Entbehrungen erfahren müssen. Sonst würden sie teilweise nicht so einen Bockmist schreiben. Zucker und Salz wurden als sinnlos betitelt. Ich selber bunkere mindestens 20 Kilo von Beidem. Warum? Weil in einer Notsituation Geld so ziemlich nutzlos ist, wenn überhaupt vorhanden und diese zwei Sachen hervorragend als Zahlungs/Tauschmittel verwendet werden können. Dasselbe gilt für Tabak. Ein bis zwei Kilo plus Zigarettenpapier sind zum Tauschen mehr wert als ein Kilo Gold. Das wurde in den Weltkriegen sehr gut dokumentiert. Zigaretten waren das Zahlungsmittel Nummer 1. Dasselbe gilt für Schnaps. Davon sollten auch ein paar Liter vorhanden sein. Er dient zum Betäuben, Schlafen, Desinfizieren, zum Feiern oder zum Bezahlen/Tauschen.

Dann gibt es neben kulinarischen Köstlichkeiten sonst noch Dinge, die für mich auf der Liste fehlen und die Weltfremdheit der Listenmacher aufzeigen. Dynamo-betriebene Geräte wie Taschenlampen, und Radio sind von Batterien unabhängig und gehören in jedes Notfall-Set. Ebenso einen Katadyn-Wasserfilter und Silberjodid-Tabletten. Mit dem Wasserfilter kann man aus ziemlich allen Flüssen und Seen Trinkwasser gewinnen und mit dem Silberjodid haltbar machen. Dazu sollten noch ein paar Wasserbehälter bereitstehen.

Dokumente und sonstigen persönlichen Unterlagen kann man getrost vernachlässigen. Wer kann schon ohne Strom einen Ausweis kontrollieren, Geld abheben oder sonst einen Anspruch geltend machen, der einzig digital irgendwo gespeichert wurde. Dann besser warme Kleider, Decken, Schuhe und regensichere Ausrüstung parat machen. Die helfen mehr als eine Versicherungspolice.

Wer die Möglichkeit hat, sollte sich ein Notstromaggregat besorgen. Besonders zu empfehlen sind Gasbetriebene. Sie sind leise und können in den Innenräumen verwendet werden, im Gegensatz zu den Benzinern. Gasflaschen gehören natürlich dazu und ein Gaskocher ebenfalls. Notfalls kann man mit dem Kocher etwas heizen, aber man sollte darauf achten, dass eine Frischluftzufuhr gewährleistet ist. In geschlossenen Räumen empfiehlt sich Gasgebrauch eher weniger.

Hoffen wir, dass die vom BWL empfohlene Liste nie zum Tragen kommt. Sie nützt sicher ein paar Tage, aber in der Regel dauern Katastrophen nicht Tage, sondern Wochen oder gar Monate. Man sollte eher von einem längeren Zeitraum ausgehen. Für so eine Zeitspanne ist die BWL-Liste eher ungeeignet. Bleibt eigentlich nur zu hoffen, dass wir Menschen zur Besinnung kommen und unsere trügerische gesellschaftliche Sicherheit mit Voraussicht planen. Bis jetzt leben die meisten gedankenlos in den Tag hinein und vertrauen darauf, dass sie vor einer Katastrophe verschont bleiben. Vertrauen ist gut, aber Vorsorge ist besser.


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11. Februar 2015 erschienen als: Kommentar

Religion – nein Danke

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Ein Stadtplan der Hölle.
Thomas Römer/OpenStreetMap data [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Willkommen im Mittelalter. Die Kirche hat sich wieder mal als eine in der Zeit hängen gebliebene Institution geoutet. Was ist geschehen? In der Schweiz hat ein Pfarrer ein lesbisches Paar gesegnet. Was für ein Frevel. Der Aufschrei im Bistum Chur war bis in alle Redaktionsstuben zu hören. Damit nicht genug. Der Bischof verlangte einen Rücktritt des fehlbaren Pfarrers. Wieso hat er nicht gleich den Scheiterhaufen gefordert? Oder die Inquisition? Vielleicht ist der arme Pfarrer vom Teufel besessen, dann wäre ein Exorzismus auch eine Methode, ihn zu läutern.

An diesem Beispiel sieht man wieder einmal, dass die Kirche und/oder ihre Vertreter eine Hirnmasse besitzen, die an die Kreidezeit erinnert. Dieser Verein ist in meinen Augen gleich unnütz wie die IS. Wenn man es genau nimmt, ist er genau gleich wie die IS, nur mit dem Unterschied, die Greueltaten verübten die Kirchenfreaks im Mittelalter und die IS-Schergen hinken in ihrer Entwicklung halt ein paar Jahrhunderte hinterher. Aber machen tun beide das Gleiche. Menschen auf die grausamste Art zu töten, Kinder vergewaltigen, dasselbe mit Frauen, die werden aber nach dem Coitus interruptus noch gerne verbrannt oder aufgeknüpft.

Die Kirche hat es aber geschafft, sich in den Köpfen der Schäfchen als weisse Reinheit des menschlichen Handelns zu etablieren. Top Marketing kann ich nur sagen. Man lügt dem dummen Volk alle Märchen vor und verkauft sie als Tatsachen. Angefangen bei der Taufe, wo man die Kleinen auch mal absaufen lässt, wenn die Nonne ihre eigene Abtreibung nicht geschafft hat. Dann kommt die Kommunion, da darf sich der Pfaffe oder Bischof schon mal die Kleinen für seine Gelüste aussuchen, egal ob Jungen oder Mädchen, vor dem Gottespimmel sind alle gleich. Als Nächstes ist die Beichte ein tolles Machtinstrument. In einem Verhör werden die Informationen aus dem Körper gequält und im Beichtstuhl erzählen die Naivlinge von sich aus alle Untaten. Bessere Informationsbeschaffung gibt es nicht. Der Pfarrer wusste extrem viel über seine „Kinder“ und konnte diese Wissen auch zum erreichen eigener Vorteile ausnutzen. Dann haben wir die Spitze sonntäglicher Heuchlerei. Die meisten gehen nur in die Kirche, um gesehen zu werden. Es interessiert sie nicht die Bohne was der Pfaff von der Kanzel predigt. Jeder weiss, dass die Robenträger käuflich sind, bei jeder Betrügerei mitmachen und selbst vor Mord nicht zurückschrecken. Wäre dem nicht so, hätten wir heute noch viele urbane Völker auf der Erde, aber die Kirche verstand es mit ihren Schergen diese Minderheit erfolgreich auszurotten. Um Schluss der christlichen Verblödungsmasche steht noch die letzte Ölung. Man erhält die kurz vor dem Abserbeln. Oft konnte der Pfarrer nicht lange genug warten und half gerne etwas nach. Vor allem wenn es ums Erbe ging oder die Tochter des Verstorbenen. Da sind die Totenbringer äusserst fantasievoll. Nach dieser kurzen Zusammenfassung kirchliche Erfolgsstrategien und einem Vergleich mit der IS merkt man schnell, die machen genau das Gleiche. Die einen verbrennen die anderen köpfen. Für das Opfer ist die Wirkung die Gleiche. Aber das Beste, was die Kirche geschafft hat ist die Verstaatlichung ihrer Verblödungsmasche. Wer seine Kirchensteuer nicht bezahlt, wird vom Staatsdienst genötigt. Die Steuerinkasso macht auch der Staat. Das heisst nichts anderes als dass mit unseren Steuergeldern das christliche Räubertum finanziert wird. Und was machen die eigentlich mit der ganzen Kohle, die sie seit Jahrhunderten dem Volk geraubt haben? Sie errichten sich Protzbauten die ökologisch und ökonomisch absoluter Schwachsinn sind, die nur Wenige besuchen, aber Unmengen an Unterhalt kosten.

Und so ein Denken respektive Geschäftsform der kirchlichen Obrigkeiten massen sich an, einen Pfarrer zu verurteilen, der nur nach dem Prinzip lebt: vor Gott sind alle Gleich. Ich dachte dieser Satz bezieht sich auf lebendige Zweibeiner. Aber gegen Bezahlung sind sich die höllischen Kirchenfürsten nicht zu schade auch Waffen, Autos, Tiere und sonstige Dinge zu segnen. Da wird alles schöngeredet. Möchte mal einen Satz eines Pfaffen hören, wenn er eine Waffe segnet. Da könnten die IS-Schergen sogar noch was von der Kirche lernen.

Nach dieser Aktion des Bistums Chur mit seinem hinterweltlerischen Bischof ist für mich einmal mehr klar, was die Kirche eigentlich ist. Sie hat nichts mit Nächstenliebe zu tun, mit Toleranz oder gar mit Respekt. Sie verkörpert alles was man dem Teufel anhängen will. Genau betrachtet ist der Vatikan in Rom die Schaltzentrale der Hölle, der Papst das Tier in Person und seine Handlanger die entsprechenden Höllenfürsten. Sie haben alles gemacht und machen es immer noch, um diesen Titel gerecht zu werden. Die vielen Kirchenaustritte bezeigen, dass es dem Einzelnen langsam dämmert, welchen Lügengeschichten er da aufgesessen ist. Viele sind immer noch gläubig und praktizieren ihren Kult im menschenverträglichen Sinne. Ich kenne sogar einige, die in ihrem Handeln um Längen besser als Papst agieren könnten wie der jetzige konstruierte Medienstar aus dem Vatikan. Aber solche Leute kommen gar nicht in die Versuchung, sich in Rom zu etablieren. Wer möchte schon sein sozial verträgliches Gedankengut gegen ein unmenschliches, kapitalistisches und mörderisches Gedankengut tauschen, welches in Rom herrscht.

Soll doch jeder seinen Glauben praktizieren, dafür braucht es nicht den Pädophielenverein in Rom. Der kleine Bürger weiss auch ohne Pfaff was Nächstenliebe ist und sein Karma kann man nicht mit Absolutionsbriefen kaufen, sondern nur mit guten Taten verbessern. Aber eben, es ist mit allen Machtpositionen so, das Volk braucht sie nicht. Egal ob Politik, Wirtschaft oder Religion, der Mensch war/ist am glücklichsten, wenn er selbstbestimmend über sein Leben verfügen darf. Sobald einer von „oben“ dreinredet, hört der soziale Frieden auf, weil die diktierten Forderungen der Obrigkeit sämtlichen menschlichen Eigenschaften vernichten, die jeder in die Wiege gelegt bekommen hat.

Darum ist der ISlam und Christentum für mich das Gleiche, nur die Methoden sind unterschiedlich. Verlierer sind immer die, welche ein menschliches Miteinander wollen, weil die da oben das zu verhindern versuchen, sie wollen nur unsere Kinder und unser Geld. Erwachet!


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10. Februar 2015 erschienen als: Kommentar

HSBC – Betrug gehört zum Geschäft

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Kriminelle der Extraklasse, By HSBC Holdings plc , via Wikimedia Commons

Ein Skandal folgt dem nächsten. Die Banken, allen voran die Schweizer Geldhäuser lassen keine Gelegenheit aus, um ihre Talente bei unlauteren Geschäftspraktiken zu beweisen. Jetzt ist die Schweizer Filiale der HSBC dran. Sie soll reihenweise gut betuchte Kunden bei „Steueroptimierungen“ geholfen haben. Auf der Kundenliste lesen sich illustre Name wie Alonso, Collins, diverse Staatsmänner und Oligarchen. Eines muss man den Banken lassen, sie sind im Finden von unsauberen Geschäften einzigartig und verstehen es immer wieder mit grossen Geldbeträgen sich eine Unschuld zu erkaufen.

Dabei sind die Geldhäuser nur die eine Hälfte des weltumspannenden Übels. Die andere Seite sind die Gerichte. Normalerweise wandert man in den Knast, wenn man etwas Verbotenes getan hat. Bei den Banken werden immer nur Bussen ausgesprochen. Diese bewegen sich zwar im Milliardenbereich, was die Geldhaie aber anscheinend aus dem Portokässchen bezahlen. Kein einziges Bankhaus ist aufgrund einer Bussgeldzahlung in Liquiditätsprobleme gefallen. Sie konnten die Strafen alle begleichen und wurschteln wieder unverblümt weiter. Wie ist sowas überhaupt möglich?

Grundlegend ist die Tatsache, dass die Geldinstitute als unersetzlich gelten. Jede Bank wird als systemrelevant angesehen. Warum eigentlich? Sie produzieren nichts, sie erschaffen keinen Realwert, sie stürzen reihenweise ehrliche Bürger in den Ruin und sie sind mittlerweile als die grössten Gauner im Finanzsektor bekannt. Da stellt sich einem schon die Frage, warum können die immer noch weitermachen. Die Antwort ist relativ einfach. Alle Volksplünderer, angefangen vom selbstverliebten Staatsmann/frau bis hin zum raffgierigen Industriellen schaufeln ihr zu Unrecht erworbenes Geld in die Bankhäuser. Da diese Personen, aufgrund ihres Reichtums, die Rechtsprechung einkaufen können wie sie’s gerade brauchen und die Verbandelungen in den obersten Führungsetagen schon an einen Inzuchtverein erinnern, braucht es kompetente Wirtschaftskriminelle, welche sich im Business auskennen und die Gesellschaftsdiebe entsprechend beraten und unterstützen können.

Man muss sich nur eine Tatsache vor Augen halten. Jedes seriöse Bankhaus, sofern es das noch gibt, müsste beim Erhalt von irgendwelchen Millionen auf einem Konto die Herkunft des Geldes deklariert bekommen. Im Zweifelsfall müsste sie den „Kunden“ vor die Tür stellen mit dem Vermerk, dass die Bank nur seriöse Geschäfte betreibt. Da aber jedes Geldhaus die Kohle gerne annimmt ohne die Rechtschaffenheit miteinzubeziehen, sagt das genug über die Gesinnung aus. Kriminelle pinkeln sich nicht gegenseitig ans Bein. Solange man das Volk betrügen und ausrauben kann, halten die Obrigkeiten zusammen. Erst wenn es nichts mehr beim Volk zu holen gibt, zerfleischen sich die Geier gegenseitig.

Aber wir vom Pöbel sind eigentlich selber schuld an dieser Situation. Während Generationen haben wir den Banken unser sauer verdientes Geld in den Rachen geworfen in der Hoffnung, mit den mickrigen Zinsen auch etwas vom Kuchen abzubekommen. Wenn einer seinen Kontoauszug ende Jahres betrachtet und dort im Optimalfall ein paar hundert Euro an Zinsen „gratis“ erhalten hat, fühlt sich der Michel in seinem bedingungslosen Vertrauen gegenüber den Banken bestätigt. Dass dies nur zur Augenwischerei dient fällt den Wenigsten auf. Mittlerweile haben sich die Geldhäuser soweit vom Pöbelkunden entfernt, dass sie unverhohlen einen Minuszins einführen können und keiner meckert. Im Gegenteil, viele Leute bringen ihr Geld immer noch zu den Banken. Dem sage ich Naivität in seiner reinsten Kultur. Eines sollten sich die Geldhörigen einmal auf die Stirn schreiben. Solange man sein Geld zur Bank bringt, können die weiter betrügen, dass kein Gesetzbuch nachkommt. Sie verschwenden Geld, dass ihnen nicht gehört und strafen den Kunden, wenn er seinen verdienten Lohn dort abliefert. Kindliche Naivität kann man mit fehlender Lebenserfahrung erklären. Bankliche Naivität mit Dummheit und Realitätsignoranz. Wenn nur 10% der Kunden ihr gesamtes Geld von den Bank holen würden, der Pleitegeier wäre sofort am Kreisen. Aber genau genommen nützt das auch nichts mehr. Sollte ein Geldhaus aufgrund eines Bankenruns ins Schleudern geraten, darf der Michel mit seinen Steuergeldern das Geldhaus retten. Das heisst, der einfache Bürger kann machen was er will, am Schluss wird immer er zur Kasse gebeten. Eigentlich müsste man mit dem Abzug seiner Gelder von einem Konto gleichzeitig die Steuerzahlungen einstellen. Aber da wird mit mittelalterlichen Methoden dagegen gewirkt. Wer möchte schon im Kerker landen, nur weil er sein Geld vor Raubrittertum geschützt hat.

Die Gesetze sind mittlerweile derart finanziell orientiert, dass der einfache Bürger keinerlei Rechte mehr besitzt und die Obrigkeiten in den Teppichetagen sich alle Verbrechen leisten können, ohne dafür belangt zu werden. Sie zahlen eine Busse mit den Geldern ihrer Kunden, denn Banken besitzen selber keines, das sollte jeder endlich mal begriffen haben. Aber eben, auch wenn es jemand kapiert hat, wie die Banken eigentlich nur mit Betrügereien ihre Protzbauten finanzieren können, das Gesetz schützt die Geldinstitute in allen Belangen und der Bürger darf zahlen. Entweder mit den Bonis der Krawattenträger oder Bussen von irgendwelchen gekauften Gerichten.

Die heutige Hörigkeit an das goldene Kalb ist in der Menschheitsgeschichte einzigartig. Der Mensch ist weniger wert als eine Geldmünze und moralisches Handeln ein Auslaufmodell. Es würde mich sehr interessieren, wenn es in 500 oder 1000 Jahren Geschichtsbücher über die heutige Zeit gäbe, was darin stehen würde. Ich denke nichts, worauf die Menschheit stolz sein könnte. Tausende Jahre gesellschaftliche Entwicklung werden heute reduziert auf eine einzige menschliche Eigenschaft – der Raffgier. Tolle Entwicklung.


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09. Februar 2015 erschienen als: Kommentar

Ein Spiegel der kranken Gesellschaft – Kinder mit Burn-Out

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Kreatitvität für’s Leben,
By Jim Pennucci from Hope, USA (Painting) [CC BY 2.0], via Wikimedia Commons

Eine Meldung hat meine kritische Einstellung gegenüber dem Bildungssystem wieder einmal bestätigt. Laut eines Artikels in 20 Minuten leiden 4,4 Prozent der Primarschüler am Burn-Out-Syndrom. Das muss man sich mal vorstellen. Die kleinen Dreikäsehoch, die der Welt mit ihrer kindlichen Naivität gegenüberstehen, die noch den Schutz von uns Erwachsenen brauchen, die noch eigentlich die Unbeschwertheit des Lebens geniessen sollten, werden im Kindesalter schon derart getunt, dass viele unter dem Leistungsdruck zerbrechen. Das heutige Bildungssystem ist gleichermassen verachtenswürdig, wie das unseriöse Handeln der Banken oder Politiker.

Die Kleinen können sich nicht wehren und dieser Schwachpunkt wird schamlos ausgenützt. Entweder von den Lehrern, die selber hoffnungslos überfordert sind und ihre Unfähigkeit den Schülern aufdrücken wollen oder die Eltern, welche ihr eigenes Unvermögen mit hirnrissigen Erwartungshaltungen gegenüber den Kindern kompensieren wollen. Wenn ein Schüler dem Druck nicht gewachsen ist, wird er mit Ritalin oder sonstigen Giften vollgepumpt. Eigentlich machen sich meiner Ansicht nach viele Eltern schuldig und denen gehörte das Kind weggenommen. Aber das ist auch keine Lösung sondern schafft nur neue Probleme.

Aus diesem Grund habe ich ein neues Projekt gestartet, das jetzt langsam publik werden darf. Vor einiger Zeit fand ich eine Werkhalle die zum Vermieten war. Nach einer Besichtigung und mehreren Verhandlungen wurde jetzt der Mietvertrag unterschrieben und über 500 m2 warten auf ihre neue Bestimmung. Was hat diese Werkhalle mit Kindern zu tun? Ganz einfach, sie soll ein Treffpunkt für Menschen werden, die etwas Handwerkliches erschaffen wollen. Es gibt unzählige Eltern, die mit ihren Kindern einmal eine Seifenkiste oder Vogelhäuschen basteln wollen, aber keinen Platz, kein Werkzeug oder fehlendes Fachwissen im Umgang diverser Werkzeuge und Materialien besitzen.

In der „Kulturhalle“ stehen Werktische inklusive Werkzeug bereit, man kann hier direkt sein Material beziehen und dieses unter fachlicher Aufsicht zusammenschustern. Es ist mein Ziel Menschen eine Möglichkeit der kreativen Entfaltung zu bieten, die sie sonst nicht hätten. Die Tische werden zu günstigen Konditionen per Quadratmeter vermietet und man kann sein noch unfertiges Werk zwischenlagern.

Ich persönlich finde das Entwickeln von handwerklichen Fähigkeiten heute enorm wichtig, denn ich glaube wir werden noch die Zeit erleben, wo eine Säge das Überleben sichern kann und nicht ein Handy. Sollte einmal für eine längere Zeit der Strom ausfallen, sind handwerkliche Geschicke mehr wert als gefüllte Bankkonten, zu denen man dann sowieso keinen Zugriff mehr hat. Zudem möchte ich den Kindern die Möglichkeit bieten um zu erkennen, dass etwas von Hand Erschaffenes wertvoller ist als eine App, die man auswendig bedienen kann. Das Wort „Wertschöpfung“ soll unter kreativen Händen an Bedeutung gewinnen und die Eltern, welche mit ihren Kleinen etwas basteln die ungeahnten Fähigkeiten der Sprösslinge erkennen können.

Viele Erwachsenen denken schlicht nicht mehr daran, dass man mit den Händen etwas Nachhaltiges erschaffen kann. Für sie sind Leistungsdruck und Gewinnmaximierung oberstes Gebot und fordern dasselbe von ihren Kindern. Der krankhafte Kapitalismuswahn durchzieht alle Gesellschaftsschichten und familiären Strukturen. Er zerstört die menschlichen Eigenschaften wie Mitgefühl, Talente, Sozialkompetenz und Lebensfreude. Wer das Lachen eines Kindes sieht und hört, dass selber ein Vogelhäuschen gebaut hat, weiss wovon ich spreche. Es wird einem warm um’s Herz wenn die Knirpse voller Stolz ihr Werk präsentieren. Das bringt ihnen meiner Ansicht nach mehr für das Leben, als die sinnlosen Schulinhalte, die mit dem wahren Leben so viel zu tun haben, wie ein Bankkonto mit Sozialkompetenz.

Ich werde in den kommenden Monaten immer wieder von dem Projekt „Kulturhalle“ berichten, eine dazugehörende Webseite gestalten, wo man sich über die Aktivitäten und gemachten Werke informieren kann. Mein Wunsch ist es, andere Handwerker, welche die Möglichkeit haben Platz, Wissen und Material weitergeben zu können, das ebenso machen und den gestressten Kindern ihr eigentliches Potential entdecken lassen. Geben wir den Kindern den Freiraum ihrer Entwicklung zurück, den sie für ein erfolgreiches Wachstum benötigen. Ich denke, damit liessen sich einige gesellschaftliche und agogische Probleme lösen, auch ohne Pillen und unmenschlichem Leistungsdruck.


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08. Februar 2015 erschienen als: Kommentar

Die Irren der Welt

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Haben die Russen auch so viele Basen vor der amerikanischen Haustür?
, via Wikimedia Commons

Heute ist Sonntag, ein Tag der Ruhe und Besonnenheit. Braucht man auch, wenn einem die konstruierten Pressemeldungen um die Ohren fliegen. Mittlerweile kann die persönliche Einstellung zu gewissen Themen fast nicht mehr mit den Falschmeldungen mithalten. Jetzt wiedersprechen sich die Zeitungen sogar noch gegenseitig. Die eine behauptet das und die andere was komplett anderes. Es reicht ja nicht, dass der unbedarfte Bürger sich im Dschungel der Unwahrheiten durchkämpfen muss um einigermassen auf dem Pfad der Wahrheit zu bleiben, nun kommen noch Lügenvarianten dazu, welche den Leser vor die Wahl stellt, Regen oder Traufe?

Hierzu ein kleines Schmankerl aus der Lügenpresse. In den „Deutschen Wirtschafts Nachrichten“ sieht man einen Poroschenko mit einer Ladung Ausweisen in den Händen. Dazu seine Aussage, dass dies der ultimative Beweis sei, wie russische Truppen die ukrainische Bevölkerung massakriert. Aha. Schon wieder Ausweise. Sorry Jungs, wie einfallslos seit ihr denn geworden? Ausweise als Beweis? Dafür war dann im Spiegel zu lesen, dass die Ausweise russischen Soldaten gehörten. Ja was denn nun? Die Wahrheitsverdreher stolpern über ihre eigenen Lügengeschichten und merken nicht einmal, wie lächerlich sie sich damit machen. Poroschenko präsentierte am WEF ein Stück Blech. Hat er wohl beim Alteisenhändler geklaut. Das sollte auch der unerschütterliche Beweis für die Kriegsgelüste Russlands sein. Das Einzige was man dem Poroschenko glauben kann ist seine Fettleibigkeit. Die sieht man, die wurde angefuttert und die will er verteidigen. Alles andere, was er von sich gibt ist Teleprompter–Geplapper, das direkt via Web von den Amis eingespielt wird.

Dann schwafelte er von russischen Panzern, die bereits in der Ukraine stehen und ihre Mündungsrohre Richtung Kiew ausrichteten. Dazu möchte ich den Panzertransport in Erinnerung rufen. Alte, ausrangierte, russische T72-Panzer wurden von Unbekannten Westlern gekauft und via Zug durch Rumänien in Richtung ukrainische Grenze gebracht. Dort stehen sie nun und sollen eine Invasion des russischen Bären „beweisen“. Unsere lieben, naiven Politiker reisen mit ihren Jets in der Welt herum mit dem Bestreben, eine kriegerische Eskalation zu verhindern. Aber leider landen sie immer an der falschen Adresse. Die ganze Zeit wollen sie Präsident Putin zum Rückzug bewegen, sprechen mehrmals mit ihm, als sei es sicher, dass er für das Ganze verantwortlich ist. Wieso kommt eigentlich niemand von den Steuerverschwendern auf die Idee, mit den Rebellen zu verhandeln? Die schiessen in der Gegend rum. Wenn ich Zahnschmerzen habe, gehe ich auch nicht zum Onkologen sondern zum Zahnarzt. Also wieso wollen die westlichen Politiker immer mit Putin reden und nicht mit den Rebellen?

Die sollten ihre Plauderstunden eher in den USA abhalten. Präsident Obama hat in einem Interview unverhohlen zugegeben, dass die USA für den Putsch in der Ukraine verantwortlich seien.



Aber das interessiert keine einzige Tippse der Lügenpresse. Es wird weiter auf Putin rumgehackt. Wieso mukiert sich niemand darüber, dass die Osterweiterung der NATO ein gebrochenes Versprechen darstellt, welches Reagan und Gorbatschow aushandelten? Um der amerikanischen Geisteskrankheit noch einen Gütesiegel draufzusetzen, meldete sich die ehemalige Aussenministerin Albright zu Wort. Kennen Sie die noch? Es ist die Gleiche welche im Irakkrieg gesagt hatte, dass 500‘000 tote irakische Kinder das Erreichen der US-Ziele rechtfertigen. Wenn so eine Mordstusse ins Kriegshorn bläst, gehen reihenweise im Pentagon die Schüsse ab.

Kein einziger Politiker im Westen, der sich gerne in den Medien sieht will einen Krieg verhindern. Wenn dem so wäre, würden sie eindeutige Beweise verlangen, die Tragödie um MH 370 und 17 aufklären lassen, mit den eigentlichen Kriegsaktivisten verhandeln und sich nicht mit dem braunen Gesindel in Kiew ebenso braune Mundwinkel holen. Die Politiker wollen Krieg, sie wollen das Ende Europas, damit die USA uneingeschränkter Herrscher des Westens werden kann. Augenscheinlich bemühen sie sich um eine Deeskalation, aber das ist nur für die Presse, damit die das verängstigte Volk mit verlogenen Floskeln füttern kann. Im Hintergrund jedoch wurden die Pfründe schon längst verteilt, die Verlierer festgelegt und die Agenda für einen nuklearen Krieg minutiös erarbeitet. Die NWO (New World Order) steht zuoberst auf der Pendenzenliste und die Irrenanstalt in Washington verfolgt dieses Ziel mit allen Mitteln.

Wir haben noch etwas Zeit, denn der übergewichtige Poroschenko wartet den kommenden Frühling ab um seine Grossoffensive zu starten. So hat er es jedenfalls verlauten lassen. Ich kann jetzt nur hoffen, dass so viele Menschen wie möglich sich von einem Krieg abwenden und keine Uniform anziehen. Denn Krieg spielen können die Volksmörder nur, wenn sich genug Dumme dafür vor den Karren spannen lassen. Ohne Soldaten möchte ich den Jazenjuk und Poroschenko mal sehen, was die dann machen. Dasselbe mit den westlichen Streitkräften. Wenn ein deutscher Soldat sich heute eine Uniform anzieht möchte ich gerne wissen, für was er das tut. Er selber weiss es in der Regel nicht, sondern läuft nur irgendwelchen Befehlsüberbringern nach. Ich bin zwar nicht gläubig aber hier möchte ich schon einen Appell an den Himmel richten:

„Herr, lass es Hirn regnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!“


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07. Februar 2015 erschienen als: Kommentar

Vertrauen

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Vertrauen vs. Kontrolle,
By Bosmecspud (Own work) [Public domain], via Wikimedia Commons

Heute Morgen bekam ich ein E-Mail mit der Frage betreffend einer Petitionswebseite, ob man dieser Vertrauen kann oder ob es nur um Adressen sammeln geht. Vor ein paar Jahren hätte ich noch eine Empfehlung ausgesprochen, doch mittlerweile bin ich vorsichtig geworden. Allzu oft verstecken sich jetzt irgendwelche Interessen hinter einer gut gemeinten Aktion, nur dazu gedacht Informationen über Oppositionelle zu erhalten. Dank den Medien wissen wir inzwischen, dass Kritiker offiziell als Terroristen angesehen werden. Da macht es Sinn, sich über einen Klick Gedanken zu machen. Er könnte fatale Folgen für den „Klicker“ haben.

Die Politiker und Medien haben es geschafft, Misstrauen in der Bevölkerung zu säen. Und dies in allen Belangen. Die einzigen, welche man noch vertrauen kann, sollte oder erwarten darf, sind die engsten Verwandten und gute Freunde. Aber selbst der Begriff „Freunde“ wurde zwischenzeitlich dank Facebook derart aufgeweicht, dass der eigentliche Sinn dieses Wortes zur Oberflächlichkeit verkommen ist. Wer auf seinem Facebook-Account hunderte oder gar tausende Freunde hat und diese noch als solche betitelt, hat den Sinn dieses Wortes zu verstehen verlernt.

Ein wesentlicher Punkt in Sachen Vertrauen ist die uns umgebende Technik, die uns permanent verfolgt, aufzeichnet und überwacht. Diese Daten verschwinden im Netz auf irgendeinen Server und man hat selber keine Kontrolle darüber. Vielen wurde schon ein Bild zum Verhängnis, dass sie früher mal an einer feuchtfröhlichen Party geknipst hatten und ins Netz stellten. Einmal im Netz immer im Netz. Das Vertrauen an die Rechtschaffenheit der Datensammler, wer das auch immer ist, verschwand im gleichen Atemzug wie die Medien über NSA-Spitzeleien und kommunizierende Kühlschränke berichteten.

Ich persönlich vertraue keinem elektronischen Gerät mehr. Die Technik ist heute so weit fortgeschritten, dass alle kommunizierfähigen Geräte mit Überwachungssoftware oder sogar Hardware ausgerüstet sind. Bei den einen weiss man’s, wie die Smart-Phones und bei anderen kommt man nicht im Traum darauf, dass sie über einen selber Daten sammeln und die über das Netz verschicken. Solche unscheinbaren Geräte sind Feuermelder, Autos, Heizungssteuerungen, Stromzähler, Fernseher und so weiter. Alle diese Geräte sind heute internettauglich, ob man das will oder nicht spielt dabei keine Rolle. Man kann die Netzfunktion auch nicht abschalten, weil ohne dies die technischen Geräte teils gar nicht funktionieren.

Noch grösseres Misstrauen empfiehlt sich bei den Computern. Egal ob neuzeitliches Handy, Laptop oder PC. Die Betriebssysteme entziehen sich jeglicher Kontrolle des Users und man hat selber nur noch eingeschränkte Einstellungsmöglichkeiten. Die immer wieder erscheinenden Updates installieren sich von selber, ob man will oder nicht, und man weiss grundsätzlich nicht, was auf den heimischen Speicherplatz geschaufelt und installiert wird. Erzählen können die Hersteller vieles. Die Vergangenheit zeigt aber, dass man den Versprechungen von Microsoft, Apple, Google und so weiter kritisch gegenüber stehen sollte. All diese grossen Konzerne arbeiten mit dem amerikanischen Geheimdiensten und Militär zusammen, da ist es schon fast selbstredend, dass sie Spionagesoftware auf den heimischen Geräten installieren.

Dank der Milliarden unbedarften Nutzern von vernetzten Geräten haben die Schnüffel-Organisationen bereits ein umfassendes Profil jedes Einzelnen erstellt. Das hilft ihnen gezielter gewisse Personen oder Geräte zu überwachen. Die Auswahlalgorithmen sind heute derart ausgereift, dass einem Angst und Bange werden kann. Das erkenne ich jedes Mal wenn ich mein Log-File über die Webseitenbesuche auswerte. USA, Israel, Russland sind oft Besucher meiner Seite, obwohl ich ausschliesslich deutsch schreibe. Gut, es gibt auch Deutschsprechende in diesen Ländern, aber die Häufigkeit ist äquivalent zu meiner „Schärfe“ in den Texten. Auch dieser wird hier von diesen Ländern mit Sicherheit vermehrt besucht, weil ich diverse Wörter verwendet, was den ersten Filter einschaltet und im zweiten Raster wird der Sinn eines Satzes, also wie der Kontext von den einzelnen Wörtern zueinander zu verstehen ist, ausgewertet. Sollten dann in deren Augen bedrohliche Formulierungen auftauchen, erst dann schalten sich menschliche Schnüffler ein und beurteilen die „Gefährlichkeit“ eines Textes. Dasselbe Prinzip wird von der Werbeindustrie angewendet.

Man kann ebenfalls davon ausgehen, dass diese Datensammelwut Unmengen an Geld verschlingt. Also feilen die Programmierer immer weiter an den Schnüffelprogrammen, um die Leistung zu optimieren, Personal einzusparen und die Treffergenauigkeit zu erhöhen. Deshalb ist es für mich nur logisch, dass die Möglichkeiten der Geheimdienste und des Militärs viel grösser sind als wir meinen. Die Telefonabhör-Aktion der NSA inklusive Merkel-Handy wurde jahrelang betrieben und keiner hat es gemerkt. Also kann ich davon ausgehen, dass jetzt auch Dinge am Laufen sind, welche wir uns in den wildesten Träumen nicht vorstellen können. Der nächste Abhörskandal wird mir recht geben.

Aber der Mensch ist vergesslich oder Weltmeister im Verdrängen von unliebsamen Fakten. Er benutzt weiterhin unbedarft die Techniken der modernen Welt und vertraut darauf, dass die Anonymität des heimischen Wohnzimmers sich auf das ganze Web ausbreitet. Das böse Erwachen, dass dem nicht so ist, wurde leider schon für viele Realität. Das schürt Misstrauen, beim einen mehr beim anderen weniger. Aber mit der Konsequenz, dass wir Menschen uns immer mehr voneinander entfernen. Das Misstrauen wird bald im Denken aller Köpfe omnipräsent sein, weil es die Medien und Politiker geschafft haben unser Vertrauen zu missbrauchen und gegen uns einzusetzen. Der zweistellige Millionenbetrag den die EU in Brüssel für die Schaffung einer IT-Truppe bereitgestellt hat die nur einen Zweck verfolgt, kritische Blogger, Kommentatoren, Autoren und sonstigen Personen, die sich mit den gesellschaftlichen Ereignissen auseinandersetzen, zu denunzieren, aus dem Netz zu entfernen oder gleich ganz wegzusperren. So geschehen jetzt in Frankreich, wo ein Humorist verhaftet, zu 30‘000 Euro Strafe verdonnert wurde und weitere 81 Verfahren am Hals hat, die alle von Staat kommen wegen „Relativierung von Verbrechen“. Tja, die Tage für Satiriker, Kabarettisten und sonstigen Poeten scheinen gezählt zu sein. Sie alle relativieren.

Es wird heute immer schwieriger Vertrauen zu schenken. Zu oft zahlte man schon die Zeche für seine Gutgläubigkeit. Ich persönlich misstraue sämtlicher moderner Technik, aber möchte es verhindern, dass dieses Misstrauen auch auf jeden Menschen überschwabbt. Wir sind einmal mehr gefordert, mit gesundem Menschenverstand abzuwägen, wo und bei wem wir Vertrauen schenken wollen und wo man es besser lassen sollte. Bei den Politikern scheint der Fall klar zu sein, bei der Presse sowieso. Ich für mich will aber weiterhin Vertrauen schenken, auch wenn ich dabei hin und wieder auf die Nase falle. Jeder Mensch ist es wert Vertrauen zu erhalten, das ist eine spezielle Fähigkeit von uns Zweibeinern und darf nicht vergessen werden. Auf Vertrauen basiert unsere Gesellschaft. Auf Vertrauen unsere Beziehungen. Diese Dinge sind für uns überlebenswichtig und bedürfen unseres Schutzes. Dazu braucht es kein Gerät oder Algorithmus sondern nur den Willen seinen Mitmenschen das Vertrauen zu schenken, welches man selber gerne geniessen möchte.


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06. Februar 2015 erschienen als: Kommentar

Reif für die Insel

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Fluchtort Insel,
American at German Wikipedia [CC BY-SA 3.0 , CC BY-SA 3.0 de or GFDL ], via Wikimedia Commons

Na, jetzt wird’s langsam brenzlig. Die Zeitungen bringen immer mehr Berichte, wie der 0815-Bürger zum Denunzierungsexperten, Sachverständiger in Kriminalfällen oder den optischen Durchblick beim Erkennen eines Terroristen besitzt. In der ehemaligen DDR waren es die Spitzel und Stasi-Spione, welche das Volk beobachtet und verurteilt hatten, heute sind es Medienkonsumenten, die nichts anderes zu tun haben, als dem Mitbürger auf den Geist zu gehen.

Meine ersten Erfahrungen mit Hobby-Spionen machte ich in meinem Beruf als Baumaler. Es kam immer wieder vor, dass ich Material auf die Baustelle brachte, in der Regel Farbkübel mit über 20 kg Gewicht und/oder sonstige meist schweren Malerutensilien. Vielfach hatte es keine freien Parkplätze und wenn, dann hätte ich die Kübel durch das ganze Quartier schleppen müssen, weil die Parkplätze selten gerade bei der Baustelle waren. Also stellte ich das Auto vor dem Eingang ab, Warnblinker rein, Heckklappe auf und entlud meinen Transporter. Manchmal holten Mitarbeiter die Sachen und manchmal musste ich selber das Zeugs hochschleppen. In dieser kurzen Zeit des Materialverladens kamen immer wieder plötzlich Polizisten daher und wollten mir einen Strafzettel verpassen. Es wunderte mich manchmal sehr, woher die so schnell Bescheid wussten, dass man hier jemandem eine Busse aufdrücken konnte.

Die Lösung ist einfach. Praktisch in jedem Haus/Wohnblock ist jemand, der den ganzen Tag aus dem Fenster gucken kann mit der Motivation, einen Sünder oder einfach so jemanden bei der Polizei oder sonst wo anschwärzen zu können. Das gibt ihnen das Gefühl von Macht und womöglich einen Sinn für ihr armseliges Dasein. Anstatt sich über die eigene Lebensunzufriedenheit zu ärgern, gehen sie lieber unbescholtenen Leuten auf den Sack. Die Justiz schützt solche Denunzianten noch, in dem diese Fenstergucker anonym bleiben dürfen.

Aufgrund dieser kleinen Vorgeschichte und dem Wissen, dass die Welt voll von feigen Beschuldigern ist, welche nur im geheimen über andere lästern können, lesen sich gewisse Artikel aus den Massenblättern wie die Anleitung zum massenhaften Verurteilen von Unschuldigen. Eigentlich wären diese Artikel zum Lachen oder schon fast peinlich, aber das unreflektierte Verhalten von Möchtegern-Polizisten, die ihren Lebensfrust gerne anderen aufbürden ist in der heutigen Zeit brandgefährlich, weil nicht mehr die Unschuldsvermutung gilt, sondern der Begriff „mutmasslich“ ausreicht um hinter Gitter zu wandern oder gleich ganz unter die Erde verfrachtet zu werden.

Also die neueste Absurdität für die unsachliche Verurteilung ist die Benutzung eines Handys. Da schreibt doch 20 Minuten brühwarm, dass die alten Nokia-Modelle ohne WiFi, Bluetooth und sonstigem Firlefanz gerne von Drogenhändlern verwendet werden. Diese Modelle kann man nicht verfolgen und bieten die grösstmögliche Anonymität im Telefonnetz. Da haben die Hobby-Polizisten jetzt aber alle Augen voll zu tun. Jeder der noch so ein Handy benutzt ist automatisch verdächtig oder anders ausgedrückt, ein mutmasslicher Drogenhändler. Tja, mein freies Telefonieren ist nun Geschichte. Ich besitze noch so einen alten Knochen und benutze den auch. Wenn mich nun ein Volksprolet beim Telefonieren beobachtet, bin ich in seinen Augen ein mutmasslicher Drögeler. Danke dafür.

In einem anderen Artikel war zu lesen, dass der einfache Bürger im Winter, wenn die Dächer verschneit sind, zur absoluten Spürnase für Hanfplantagen wird. Wenn auf dem Dach kein Schnee liegt, aber die anderen Häuser drum herum weiss auf den Dächern sind, dann ist das eine mutmassliche Hanfplantage. Habe ich schon wieder Pech. Meine Hütte ist unter dem Dach schlecht isoliert und der Schnee ist oft schneller weg, als bei den Nachbarn. Also ich habe ein Drögeler-Handy und meist ein schneefreies Dach. Ich denke, es wird nicht mehr lange dauern und die Uniformierten stehen auf meiner Matte. Ich erfülle ja schon 2 x mutmasslich. Bei den Amerikanern reicht schon einmal „mutmasslich“ um erschossen zu werden. Muss ich jetzt meinen Vermieter fragen, ob er das Dach isoliert und ich selber eines von den überwachungsfreundlichen Smart-Phones kaufen, damit ich in Zukunft nicht als mutmasslicher Weissichwas unter die juristischen Räder komme? Wenn man noch die Empfehlungen der französischen Polizei dazu nimmt, welche sie in diversen Blättern publiziert haben, wie man einen Terroristen erkennt, dann wandere ich am besten auf eine einsame Insel aus. Ich nehme nicht gross am gesellschaftlichen Leben Teil, bin in keiner Kirche, treffe mich regelmässig mit Freunden zu einem „Männerabend“ und lasse mein Handy oft zu Hause, was ein Erstellen eines Bewegungsprofils praktisch verunmöglicht. Alles Dinge die ausreichen um als mutmassliche Bedrohung angesehen zu werden.

Soweit sind wir schon. Wer nicht dem Mainstream folgt und sich nicht im 0815 Bereich bewegt ist automatisch verdächtig. Selbst die Kleidung ist mittlerweile verfänglich. Daheim trage ich gerne ab und an einen Männerrock. Die sind sehr bequem, aber gesellschaftlich noch verpönt. Wenn mich nun irgendwelche Nachbarn so sehen, bin ich natürlich sofort ein Muslim. Nur dort tragen Männer Röcke. Also einfach ausgedrückt, mein Lebensstil, meine Kleidung und mein Benutzen von medialen Geräten sind genug Indizien um als mutmassliche Terrorist eingebuchtet zu werden. Beweise braucht es heute nicht mehr, sondern nur noch die Beschuldigung eines Fenstergucker-Denunzianten. Wenn dann die Polizei noch ein Erfolgserlebnis braucht, um in den Medien gut dazustehen, stehen die Chancen für einen Nicht-Mainstreamler eher schlecht.

Da bekommt der Auspruch: „reif für die Insel“ eine ganz neue Bedeutung.


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05. Februar 2015 erschienen als: Kommentar

Es kann nicht sein was nicht sein darf!

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Fernsehstudio, Ort der Wahrheitsverdrehungen,
By Ebru TV-Peyk Media GmbH (Own work) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Es kann nicht sein was nicht sein darf. Nach diesem Spruch leben immer noch sehr viele Realitäts-Ignoranten, die mit schon fast unmenschlicher Kraftanstrengung versuchen, ihr Möchtegern-Heiles-Weltbild aufrecht zu erhalten. Wenn dann das eintritt, was nicht sein darf, fallen sie aus allen Wolken auf den harten Boden der Realität. Manche holen sich dann halt eine blutige Nase oder einen Synapsengau ihres Denkapparates. Man merkt vielleicht jetzt schon, dass ich etwas säuerlich kommentiere, aber auch gepaart mit etwas Schadenfreude.

Die erste Stufe meines Gefühlsbarometers erfuhr ich beim Lesen der Meldungen über den Negativ-Zins. Im Jahre 2013 hatte ich einen Artikel darüber verfasst mit dem Hinweis, dass in der Schweiz und auch anderswo diese neue Abzockmasche der Banken eingeführt wird. Das kann nicht sein, dachten damals viele und mein Artikel wanderte gedanklich in die Verschwörungsecke. Tja, wieder einmal hat sich eine Verschwörungstheorie bestätigt, dass es bald den Eindruck macht, dass so betitelte Leute oder Artikel als Prophezeiungen angesehen werden können. Aber eben, das darf nicht sein. So wie es aussieht dürfen die Banken mit ihren Kunden so ziemlich alles machen, ohne dafür vom Gesetz belangt zu werden. Noch schlimmer finde ich die gottesgleiche Hörigkeit der Bankkunden, die belogen, betrogen, über den Tisch gezogen und schlussendlich um ihre Ersparnisse gebracht werden. Aber die Masse glaubt immer noch an die Seriosität der Geldhäuser und schaufelt ihr hart verdientes Geld den Haien in den Rachen. Soviel Realitäts-Ignoranz grenzt schon fast an ein Krankheitsbild.

Ein anderer Artikel beschäftigte sich mit „Hundekennern“ die im Internet zwei Welpen gekauft hatten und nun feststellen mussten, dass diese Tiere auf der Liste stehen und ihnen schlussendlich weggenommen wurden. Die Bestürzung bei den zwei Frauen war gross. Ich weiss nicht recht ob sie wegen ihrer Dummheit oder wegen den unlauteren Züchtermethoden so geschockt sind. Ich denke es ist ein Mix aus Beidem. Aber auch hier sieht man die hoffnungslose Selbstüberschätzung, wenn sich die Damen als „Hundekenner“ ausgeben. Da lachen sogar die Welpen, obwohl denen eigentlich gar nicht zum Lachen zumute ist. Dank Geiz-ist-geil-Denken von realitätsfremden Tierliebhabern haben unseriöse Züchter überhaupt einen Absatzmarkt. Wer beim Hundekauf auf ein Schnäppchen spekuliert ist in meinen Augen grundsätzlich nicht in der Lage ein Tier zu halten, geschweige denn zu erziehen. Die Halter stolpern ja selber laufend über ihre Dummheit, wie soll denn da der Hund noch was lernen? Der ist von Geburt an schon schlauer als die Schnäppchenjäger. Dass solche Leute überhaupt Kinder erziehen dürfen ist für mich ein Rätsel. Oder haben sie die auch auf Ricardo oder Ebay ersteigert zum Schnäppchenpreis inklusive agogischem Erziehungsvideo von Dr. Sommer?

Eine andere Meldung ist ebenso fragwürdig wie verabscheulich. Die IS-Schlächter haben angeblich einen Menschen bei lebendigem Leib verbrannt. Diese Tat ist grausam und entbehrt jeglicher Beschreibung. Aber wieso jetzt der mediale Aufschrei? Was ist mit den Frauen die täglich auf bestialische At und Weise vergewaltigt und anschliessend zur Belustigung der Schwanzträger noch gehängt werden? Was ist mit den Mädchen und Frauen, die aufgrund eines Verdachtes bei lebendigem Leib gesteinigt werden? Was ist mit den Menschen, denen gegen ihren Willen und ohne Betäubung ihre Geschlechtsteile verstümmelt werden? Soll ich weitermachen? Ich denke das reicht um zu zeigen, dass die Medien sich an solchen Meldungen regelrecht aufgeilen um die Leserschaft mit Blutrünstigkeiten zu bedienen. Bei den vorangegangenen Beispielen hielten sich die Zeitungen eher bedeckt und die Grausamkeiten, welche tausendfach, wenn nicht millionenfach verübt werden, nur eine Randnotiz wert sind. Aber wenn ein Mensch verbrannt wird, der selber den Auftrag hatte andere Menschen zu töten, dann ist der Medienhype so gross, als hätte sich der Papst als schwul geoutet. Die Gewichtung der Berichterstattung von Grausamkeiten orientiert sich vermutlich am Dschungelcamp. Je grösser der Ekelfaktor umso besser. Bei Frauen wird das Massakrieren und verstümmeln schon seit Jahrhunderten betrieben und ist vom medialen Unterhaltungswert eher schon abgelutscht. Das interessiert keinen mehr und fördert nicht die Auflagenzahlen einer Zeitung. Aber eine Verbrennung gehört auf die Titelseite. An das Köpfeabschneiden der IS-Schlächter haben sich die Leser ebenfalls schon gewöhnt und konsumieren diese Meldung simultan zum geköpften Frühstücksei. Diese Abstumpfung der Emotionen beim Leser haben die Medienmacher bemerkt und tischen uns nur noch Greuel auf, die ihren propagandistischen Zwecken dienen.

Auch bei Charlie Hebdo konnte man dies beobachten. Jetzt hat sogar ein Staatsmann zum Mord an den Besitzern dieses Magazins aufgerufen. Da wird er sich aber die Zähne ausbeissen. Die eigentlichen Besitzer dieses fragwürdigen Blattes ist niemand anders als der Rothschild-Clan. An die kommt niemand ran. Es ist für mich moralisch fragwürdig, wie man überhaupt etwas publizieren kann wo man schon im Vorfeld weiss, dass es Tote und Verletzte aufgrund der Publikation gibt. Das macht man nur, wenn einem die anderen Mitmenschen egal sind um man sich selber mit unlauteren Pressemethoden ins Rampenlicht stellen will. Da müssen sich die Verantwortlichen nicht wundern, wenn der Schuss nach hinten losgeht. Die ganze C.H.-Masche ist derart von Ungereimtheiten durchzogen, dass der Wahrheitsgehalt der Meldungen über dieses Massaker und die herangezüchteten Terroristen auf die Grösse eine Planck-Einheit schrumpft.

So, jetzt habe ich meinem Ärger über die Medienmacher und Konsumenten etwas Luft gemacht. Das ändert zwar nichts an den Situationen, aber dient meiner Psychohygiene. Ist mir immer noch lieber mal etwas provokativ zu schreiben und so meinen Frust über die Geschehnisse der Welt ein wenig abzubauen, als wie bereits in einem früheren Artikel beschrieben, den Morgen schon mit einer Flasche Rotwein beginnen zu müssen, um die medial beschriebene Intelligenzverwahrlosung mancher Medienkonsumenten und Macher zu ertragen.


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04. Februar 2015 erschienen als: Kommentar

Blackout, nicht ob er passiert sondern wann!

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Blackout 2009 in Ecuador,
By Jen (Own work ) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Das Schweizer Bundesamt für Bevölkerungsschutz (BABS) forcierte eine neue Kampagne unter dem Label „alertswiss“. Auf der gleichnamigen Webseite alertswiss.ch stehen verschiedenen Katastrophen zur Auswahl und wie man sich auf so eine Extremsituation vorbereiten kann. Im dümmsten Fall kommen mehrere Ereignisse zusammen, was die Vorbereitung aber nur unwesentlich verkompliziert. Bei der vielfältigen Auswahl an Tragödien haben die Macher aber eine wichtige ausgelassen. Den Krieg.

Alle beschriebenen Katastrophen sind möglich und nicht von der Hand zu weisen. Aber die Möglichkeit einer oder mehreren Ereignisse ist im Denken der sicherheitsverwöhnten Gesellschaft überhaupt nicht vorhanden. Keine Medienmeldung berichtet von einer möglichen Katastrophe, geschweige denn, dass wirklich eine passieren kann. Redet man mit verschiedenen Schweizern, ob jung oder alt, entsteht der Eindruck, dass Katastrophen immer die anderen betreffen und man selber auf wundersame Weise verschont wird. Also wenn das AKW Mühleberg in die Luft fliegt, bilden sich automatisch um die Situations-Ignoranten lebensfreundliche „Blasen“ in denen die Sonne scheint, genug Nahrung vorhanden ist, keinerlei Strahlung herrscht und das tägliche konsumverwöhnte Leben in keiner Weise beeinträchtigt wird. Luftschlösser sind dagegen regelrechte Baracken.

Irgendwie ist ein grosser Teil der schweizer Bevölkerung schizophren. Wenn es um Versicherungsschutz geht, kann der Schweizer nicht genug Kohle zum Fenster rauswerfen. Da wird versichert, dass sich die Balken biegen, egal ob man mehrfach den gleichen Blödsinn absichert und entsprechend Prämien zahlt. Der Policen-Sammler erkauft sich die uneingeschränkte „Sicherheits-Absolution“ und wundert sich dann, wenn er von einem Schadenereignis betroffen ist. Er gibt pro Monat mehr für Versicherungen aus, wie für sein täglich Brot. Und hat am Schluss nur einen Zettel in der Hand, der ihn zu einem Schadensersatz bemächtigt. Leider vergisst er, dass die Versicherungen alles unternehmen um sich vor ihrer Zahlungsverpflichtung zu drücken. Die Meisten jedenfalls.

Wenn man solche Policen-Fetischisten dann fragt, was sie persönlich zu ihrem Schutz/Überleben im Krisenfall beitragen, dann herrscht in der Regel unverständliches Schweigen. Die wenigsten sehen einen Grund „sinnlos“ Geld auszugeben für ein Ereignis, dass sie selber niemals betreffen wird, eben nur alle anderen. Herr und Frau Schweizer geben im Monat um die 1000 Franken an Versicherungsschutz aus, jahrelang, aber einmal 1000 Franken in die persönlichen Vorbereitungen zu investieren finden sie rausgeschmissenes Geld. Realitätsignoranz und Heileweltglauben sind in der Bevölkerung immer noch denkbestimmend.

Hier hat das BABS meiner Ansicht nach entweder geschlampt oder extra nichts publiziert. Die grösste Bedrohung zur Zeit ist ein Krieg. Aber darüber steht keine Silbe, was man dann zu machen hat oder wie man sich darauf vorbereitet. Ich denke das hat System. Die Medien sind voll mit kriegerischen Meldungen, egal auf welchen Erdteil man schaut. Überall wird gekämpft und getötet. Hätte nun das BABS eine Empfehlung veröffentlicht, wie man sich bei kriegerischen Handlungen zu verhalten hat, wäre das viel näher im Denken der Schweizer Bevölkerung. Die Reaktion der Massen auf so eine Empfehlung wäre vermutlich katastrophal. Aufgrund der omnipräsenten Kriegsmeldungen fühlte sich der Schweizer direkt betroffen und Panikkäufe wären an der Tagesordnung. Das gesellschaftliche System würde zusammenbrechen, weil jeder nur noch sich selber der Nächste wäre. Viele gingen nicht mehr zur Arbeit oder schlimmstenfalls entstände eine neue Welle von Massenselbstmorden von irgendwelchen weichgekochten Sektenmitgliedern.

Aus diesem Grund hat das BABS keine Silbe über einen Krieg verloren. Aber warum die immer mehr, in den Medien erscheinenden Meldungen und Empfehlungen für einen Katastrophenfall? Weil sich die Situation in Europa täglich verschlimmert, ein Kriegsausbruch immer wahrscheinlicher wird, die Schweiz von Importen abhängig ist und die Verteillogistik von Verbrauchsgütern des täglichen Lebens als Erstes zusammenbrechen würde. Also machen sie es über die Hintertüre. Das BABS schildert die verschiedenen Katastrophenmöglichkeiten, die aber alle durch kriegerische Auseinandersetzungen ausgelöste werden können. An oberster Stelle, das wird in dem neuen Info-Film ausdrücklich erwähnt, steht ein sogenannter Blackout. Der komplette Stromausfall. Sollte solch ein Ereignis passieren, kann man die restlichen Katastrophen hinten ranhängen. Das ist momentan die grösste Bedrohung der gesellschaftlichen Ordnung um am einfachsten auszulösen. Weltweit haben Hacker ihre Schadsoftware in den Energiezentren installiert und warten nur darauf ihr zerstörerisches Werk zu beginnen. Kein Energieunternehmen kann hundertprozentige Sicherheit bieten, weil sie gar nicht wissen, wonach sie suchen sollen. Das konnte man beim Stuxnet-Virus sehr gut erkennen. Diese Schadsoftware wurde über Jahre auf diversesten Systemen auf der Welt unbemerkt installiert und nur durch Zufall entdeckt. Ich möchte gar nicht wissen, was sonst schon alles installiert wurde ohne Wissen der Betreiber. Strom ist die Achillesverse unserer Gesellschaft und sie wird meiner Ansicht nach der Auslöser diverser Katastrophen sein.

Aus diesem Grund möchte ich allen Lesern ans Herz legen, bereiten Sie sich auf ein solches Ereignis vor. Der finanzielle Aufwand ist minim im Vergleich zu den monatlichen Versicherungskosten, die in einem solchen Fall nichts nützen. Unter Dokumente finden Sie meinen Notfallplan, der einige überlebenswichtige Punkte aufzeigt. Er ist nicht das absolute Notfallzettelchen, aber ein Anfang um sich zu informieren und mit Material und Verhaltensempfehlungen. Ich habe bereits einige Dinge besorgt und gebunkert. Das gibt mir ein gutes Gefühl, eine gewisse Zeit, ich gehe von einem halben Jahr aus, von keinen Nachschubversorgungen abhängig zu sein.

Die Geschichte hat leider gezeigt, dass die grössten Realitätsverweigerer im Krisenfall am lautesten jammern und die grösste Bedrohung darstellen. Sie haben es nicht geschafft in Friedenszeiten sich verantwortlich vorzubereiten, dann kann man sich vorstellen, wie hysterisch sie dann im Katastrophenfall reagieren werden. Aus diesem Grund ist jeder verantwortungsvolle Notfall-Planer dazu aufgefordert, in seinem Bekannten- und Verwandtenkreis das Denken über einen Notfall zu sensibilisieren. Denn die humanen Tragödien verursachen nicht die, welche sich vorbereitet haben, sondern diejenigen, die eine Katastrophe mit heruntergelassenen Hosen erwischt hat. So gesehen gebe ich dem BABS völlig recht. Die Bevölkerung trägt ein gewisses Mass an Eigenverantwortung und sollte danach handeln. So werden die Einsatzkräfte unterstützt, in dem man sie die eigentliche Katastrophe bewältigen lässt und sich nicht mit unvorbereiteten, hysterischen Unverantwortlichkeiten rumschlagen müssen. Zudem kann man sich gegenseitig helfen. Die einen haben mehr von diesem Artikel, die anderen mehr von jenem. Tauschhandel ist die erste selbstorganisierende Gesellschaftsstruktur, die nach einem Krisenfall in Erscheinung tritt. Also ist es von Vorteil, gewisse Artikel zum Tauschen vorrätig zu haben. Denn eines ist ebenso gewiss: Einzelkämpfer können sich über einen Zeitraum selber versorgen, aber in der Gemeinschaft ist das Überleben um einiges sicherer und vor allem länger.

Es ist nicht mehr die Frage, ob wir in eine Katastrophe schlittern, sondern wann.


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03. Februar 2015 erschienen als: Kommentar

Ukrainer flüchten vor der Zwangsrekrutierung

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Donbass Januar 2015, wer kann der flieht,
By Viktor Kovalenko from Ukraine [CC BY-SA 2.0], via Wikimedia Commons

Die Wolken im Osten werden immer dunkler. Die Kämpfe in der Ukraine nehmen weiter zu. Jetzt will der Aussendienstmitarbeiter der USA namens Poroschenko die Landsleute mobilisieren. 100‘000 Wehrdienstfähige im Alter zwischen 25 und 64 Jahren sollen zur Waffe greifen und das Nazi-Regime in Kiew unterstützen. Die Sache hat nur einen Haken, es ist Krieg und keiner will hin.

Regierungsbeamte der Ukraine gehen von Tür zu Tür und wollen alle fähigen Männer zwangsrekrutieren. Doch, oh Wunder, stehen sie hauptsächlich nur Frauen gegenüber. Die Männer sind verschwunden. Laut Angaben des russischen Migrationsamtes sind bereits über 2 Millionenen Ukrainer nach Russland geflohen, davon allein über 1 Million Männer. Die wenigsten sehen ein, dass sie für ein Regime den Kopf hinhalten sollen, das ohne mit der Wimper zu zucken die eigene Zivilbevölkerung umbringt. Die über 5000 Toten, meist Zivilisten, sprechen für sich und wurden nicht von rebellischer Seite getötet. Die westlichen Medien möchten zwar diesen Eindruck vermitteln, doch unzählige Privatfilmer und Blog-Autoren beschreiben eine völlig andere Situation.

Die Hilfslieferungen in den Osten des Landes wurden eingestellt, ebenso die Zahlungen. Die Bevölkerung nahe der russischen Grenze wird von der ukrainischen Regierung ihrem Schicksal überlassen, was bei den Minustemperaturen schnell tödlich sein kann. Im Denken der Kiewer Nazi-Schergen sind alle Ostukrainer Verräter und dürfen nebst den Soldaten als Schiessübungen oder als Kriegstrophäen für ausländische Kriegstouristen herhalten. Dass sich der östliche Bevölkerungsteil von seinen Mördern lossagen will ist eigentlich nur logisch. Ich würde mein Leben auch nicht einer Regierung schenken, wenn diese im Handumdrehen meine Familie killt.

Um für die Fahnenflüchtigen das Angebot attraktiver zu gestalten, wurden nach ukrainischen Massstäben Traumsolde versprochen. Poroschenko versprach im Fernsehen, dass jeder Soldat 1'000 Hrywnja pro Tag an Sold bekommen soll, was umgerechnet ungefähr 50 Dollar sind. Zum Vergleich, eine Lehrerin verdient um die 2000 Hrywnja pro Monat und eine Durchschnittsrente bewegt sich um die 1500 Hrywnja im Monat. Da ist der Soldatensold schon fast eine fürstliche Entlöhnung. Die Sache hat aber nur einen, genau gesagt mehrere Haken. Die Ukraine ist faktisch pleite und kann nur noch mit Geldern aus dem Ausland über Wasser gehalten werden. Das ukrainische Militär ist in einem desolaten Zustand. Alte und teils defekte Waffensysteme, unzureichende Nachschubversorgung und demotivierte Soldaten bilden keine militärische Streitmacht, sondern nur eine Ansammlung von gefährlichem Altmetall und hungrigen Wegelagerern. So ist es nicht verwunderlich, dass die ukrainischen Männer das Weite suchen. Zudem machten sie in der Vergangenheit die Erfahrung, dass Poroschenko gerne mal etwas verspricht und dann später an einer Versprechungs-Demenz leidet.

Jetzt erwägen die USA Waffenlieferungen in die Ukraine zu schicken oder anscheinend doch nicht. Die westlichen Medien geben sich wieder mal alle Mühe die einzelnen Fakten solange im Lügenmixer zu zerquirlen, bis der Leser nur noch einen undefinierbaren medialen Einheitsbrei erkennen kann. Nach neuestem Stand schicken sie jetzt doch keine Waffen, jedenfalls nicht unmittelbar, aber dafür bauen sie sechs NATO-Basen in der Ukraine und bestücken diese mit Kriegsgerät. Also liefern die jetzt Waffen oder nicht?

Dieser tötende Wahnsinn im östlichen Teil Europas wird immer weiter angeheizt. Die letzten Vermittlungsgespräche in Minsk wurden nach ergebnislosen 4 Stunden Verhandlungen abgebrochen. Die gegenseitigen Schuldzuweisungen erinnern an einen Sandkasten mit lauter Rotzlöffeln darin. Gibt es denn keine Instanz auf der Welt, welchen den kriegstreibenden Balgen mal richtig auf die Finger klopft und sagt wo’s lang geht? Die USA als Weltplozei muss man nicht fragen, sie sind die grössten Kriegstreiber auf dem Planeten. Wenn, wie jetzt neulich, Polizisten die Waffe zücken weil ein paar Teenager eine Schneeballschlacht veranstalteten, dann kann man von denen keine menschenwürdigen Aktionen erwarten, eher das Gegenteil. Der Menschrechts-Gerichtshof in Den Haag ist auch nur ein Augenwischerprogramm ohne wirksamen Nutzen und der Vatikan, selbsternannter Überbringer göttlicher Nächstenliebe kümmert sich lieber um seine Machtposition, als um ihre verfolgten Schäflein und der Rest der politischen Eliten ist nur noch an der eigenen Bevorteilung interessiert. Also auf irdische Hilfe braucht man nicht zu hoffen.

Bleibt eigentlich nur noch der Hilferuf nach draussen. Sollten irgendwo irgendwelchen Aliens das Menschheitsschicksal am Herzen liegen, dann wäre es langsam Zeit mal Tacheles zu reden oder zu machen. Zwar haben sie jetzt in Frankreich sogar eine militärische Waffenbasis besucht und das Militär war einmal mehr machtlos, dafür hysterisch, aber einen direkten Eingriff in die zerstörende Weltpolitik konnte bis jetzt noch nicht offiziell beobachtet werden. Ich denke, sie werden sich auch in Zukunft bedeckt halten. Die ausufernde Dummheit der menschlichen Rasse sucht seinesgleichen und die Aliens sind eigentlich gut beraten, wenn sie um uns einen grossen Bogen machen. Sie landen sonst nur auf dem Seziertisch. Auch wenn sie Hilfe anbieten würden, der Mensch wäre unfähig diese Zeichen zu verstehen, was er laufend beweist.

Also liegt es an uns selber, dem Wahnsinn Einhalt zu gebieten. Doch wie es die Geschichte leider immer wieder zeigte, sobald der Mensch Eigenverantwortung übernehmen musste, hat er sie einfach gekillt. Schöne Aussichten.


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02. Februar 2015 erschienen als: Kommentar

Global Dimming

Bild

Chemtrails über Spanien,
By Delemeje (Own work) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Die Wissenschaft ist sich in einem Punkt wieder einmal uneinig und demontiert sich in ihrer Glaubwürdigkeit selber. Gemeint ist die Klimaerwärmung oder Abkühlung. Eins von Beiden scheint zuzutreffen, aber eben, die Wissenschaft weiss nicht, welchen Kurs sie einschlagen soll. Rauf oder runter. Ich glaube die Antwort liegt wieder einmal irgendwo dazwischen. Dass eine Veränderung des Weltklimas stattfindet scheint sicher. Nur die ganzen Berechnungsmodelle stolpern über die unzureichenden Parameter, welche für eine richtige Analyse notwendig wären. Ein Punkt hingegen wird nie erwähnt, der meiner Meinung nach das eigentliche Übel der Klimaveränderung darstellt. Das Global Dimming.

Schon gehört davon? Den wenigsten Lesern sagt dieser Begriff etwas. In meinem Freundes- und Bekanntenkreis erntete ich nur unverständliche Blicke, wenn ich sie darüber fragte. Also versuche ich hier den Begriff so gut es geht zu beschreiben. Global Dimming ist das kontinuierliche Abnehmen der Sonneneinstrahlung auf der Erde. Dieser Prozess vollzieht sich sehr langsam und bleibt von den meisten daher unbemerkt. Die älteren Leser können sich vielleicht noch erinnern, wie in den 70ern und 80er-Jahre an einem schönen Sommertag der Himmel tiefblau war und die Sonnenstrahlen heiss auf der Haut brannten. Heute ist ein tiefblauer Himmel praktisch unbekannt. Es liegt ein permanenter Dunst in der Luft, der die Sonnenstrahlen nur noch beschränkt auf die Erdoberfläche lässt.

Zu diesem Thema wollte ich eine Dokumentation verlinken, die sehr genau und fundiert das Global Dimming beschreibt, doch leider ist sie im Netz nicht mehr auffindbar. Sie handelt von einem israelischen Agrarwissenschaftler, der in den 70er den Auftrag erhielt, ein Bewässerungssystem für die israelische Landwirtschaft zu planen. Dazu stellte er Messbehälter auf und mass den Verdunstungsgrad aufgrund der Sonneneinstrahlung. Diese Methode ist wissenschaftlich anerkannt und wurde/wird auf der ganzen Welt praktiziert. 30 Jahre später wollte dieser Wissenschaftler sein Experiment wiederholen, um die Messergebnisse von damals mit heutigen zu vergleichen. Sein Befund war äusserst irritierend was ihn veranlasste, auf verschiedenen Orten der Welt die Messungen erneut durchzuführen und mit älteren Ergebnissen zu vergleichen. Sein Fazit war/ist erschreckend und bedeutet nichts Gutes für unsere Zukunft. Die Sonneneinstrahlung hat an manchen vielen Orten auf der Welt um bis zu 30 % abgenommen.

Diese Reduktion der Sonneneinstrahlung erklärt für mich die Diskrepanz zwischen den errechneten Klimamodellen, die einen wesentlich höheren Temperaturanstieg prophezeiten als wir ihn heute messen können. Und hier fängt das eigentliche Dilemma an. Vor über 30 Jahren war die Umweltverschmutzung in Europa weit fortgeschritten, was die Regierungen zu teils krassen Massnahmen veranlasste. Die Wirkungen der Beschlüsse liessen nicht lange auf sich warten und die Luft in Europa wurde um einiges sauberer. Leider mit dem Effekt, dass die Aerosole in der Luft abnahmen, was die Reflektion der Sonnenstrahlen reduzierte. Eine Erwärmung der Erdoberfläche war die Folge. Saubere Luft ist an und für sich was schönes aber dafür schmolzen die Gletscher weg, das Meer erhöhte die Oberflächentemperatur was wiederum zu stärkeren Verdunstungsmengen führte. Die erhöhte Wasseraufnahme in die Luft bescherte uns stärkere Regenfälle und Gewitter. Die Wissenschaftler erkannten schnell, dass die Luftreinhalteverordnungen mehr Probleme schaffte als Positives bewirkte. Aus diesem Grund fing die künstliche Ausbringung von Aerosolen an.

Heute sind die künstlichen Nebelschwaden am Himmel als sogenannte Chem-Trails einschlägig bekannt und werden immer noch von offizieller Stelle dementiert. Dabei hat zum Beispiel die deutsche Regierung im Jahre 2004 offiziell zugegeben, dass ein solches Programm läuft und mit Hilfe des amerikanischen Militärs durchgeführt wird. Messstationen auf der ganzen Welt verzeichneten einen Anstieg von Aluminium und Barium in der Luft, was eine zusätzliche Wolkenbildung zur Folge hatte. Der gewünschte Effekt stellte sich ein. Die Sonneneinstrahlung nahm aufgrund der vermehrten Wolkenbildung auf der Erdoberfläche ab und die aufheizenden Strahlen wurden in den Weltraum reflektiert. Und das ist auch der Grund, warum die Klimamodelle der Forscher nicht stimmen. Sie liessen die reduzierten Sonnenstrahlen nicht in ihre Modelle einfliessen, was das Resultat dementsprechend verfälschte. Offiziell leugnen die Regierungen immer noch das Ausbringen von Aerosolen, obwohl es Dokumente darüber gibt. Das würde nämlich schnell zu Diskussionen führen, warum man Barium freisetzen muss und für was. Selbst das Aluminium in der Luft ist mehr als fragwürdig, denn in einzelnen Gebieten in den USA wurde eine Kontamination des Bodens gemessen, wobei der Aluminiumgehalt teilweise das 16‘000 fache des eigentlichen Grenzwertes überschritt.

Meine persönliche These zu diesen Dingen ist folgende, wobei ich mich jetzt voll in die Verschwörungsecke setzen muss:
Das künstliche Ausbringen von Aluminium und Barium erwirkt wirklich ein Abkühlen der Atmosphäre, was der Erwärmung etwas Einhalt gebietet. Als weiteres hat Aluminium die Eigenschaft, den Boden unfruchtbar zu machen und dasselbe ist beim Menschen zu beobachten. Der Bevölkerungsexplosion wird so entgegnet und die Landwirtschaft wir immer mehr von modifizierten Samen abhängig, weil die natürlichen Pflanzen mit dem Aluminium nicht klar kommen. Monsanto freut sich seit Jahren über steigende Umsatzahlen ihres genetisch veränderten Saatgutes. Ziel dieses Konzerns ist es sämtliche Nutzpflanzen ihrer eigenen Reproduktion zu berauben, so dass alle landwirtschaftlichen Erzeuger von ihnen abhängig werden. Bei einzelnen Nutzpflanzen haben sie es schon geschafft wie zum Beispiel Mais oder Soja. Der Hobbygärtner merkt dies ebenfalls. Er hat es immer schwerer, selbstreproduzierende Pflanzen säen zu können. Die meisten bilden keine Samen mehr, die zur Nachzucht geeignet sind.

Wir stecken in einem richtigen Dilemma. Einerseits sind viele für ein Beenden der künstlichen Aerosole, was uns saubere Luft ermöglichte, aber dafür die Temperatur ansteigen lässt, was wiederum zu vermehrten Niederschlägen und Abschmelzen der Gletscher führt. Andrerseits ist ein weiteres Forcieren von Wolkenbildungen für die Oberflächentemperatur auf der Erde nützlich, aber dafür wird alles Leben impotent. Da haben wir uns in eine schöne Sackgasse manövriert.

Einen Vergleich der Erderwärmung mit oder ohne künstliche Aerosole konnten Klimaforscher nach Ausbruch des isländischen Vulkanes Eyjafjallajökull messen. Das darauffolgende Flugverbot über mehrere Tage bescherte uns einen wolkenlosen Himmel und die Messstationen verzeichneten einen sprunghaften Anstieg der Erdoberflächentemperstur. Fazit aus diesen Messungen: Würde die ganzen Sonnenstrahlen die Erdoberfläche erreichen, hätten wir heute eine Durchschnittserwärmung von 4-5 Grad. Die Auswirkungen in Ballungszentren, Permafrostgebieten und Küstenregionen wären verheerend. Und eine Ansicht der Forscher musste ebenfalls revidiert werden. Die Klimaveränderung passiert nicht langsam, sondern vollzieht sich innert Tagen, wenn sich die Voraussetzungen entsprechend ändern.

Das erklärt für mich, warum immer mehr künstliche Aerosole ausgebracht werden. Der Mensch könnte die rasante Veränderung des Klimas nicht verkraften, respektive nicht so schnell darauf reagieren. Wenn, aufgrund ungehinderter Sonneneinstrahlung, innert eines Jahres alle Küstenregionen evakuiert werden müssten, stände der Mensch vor einem unlösbaren Problem. Aber das Forcieren künstlicher Wolken ist nur eine temporäre Lösung. Die globale Erwärmung schreitet ungehindert voran. Messbar bei den Gletschern, in der Antarktis und in Grönland. Dort wurden keine Chem-Trails ausgebracht und man vertraute auf die Reflektion der weissen Oberflächen. Aber die Wissenschaftler haben hier einen Punkt erst sehr spät bemerkt. Es ist nicht nur die Oberfläche die wegschmilzt, es ist das ganze Eis, welches sich verändert. Gigantische Seen bilden sich unter dem Eispanzer und lassen die Gletscher immer schneller „gleiten“. Bei der letzten eisfreien Zeit vor ein paar Millionen Jahren war der Meeresspiegel um mindestens 25 Meter höher als heute. Die Durchschnittstemperatur von damals haben wir bereits erreicht, nun beginnt das grosse Schmelzen. Die prognostizierten Meereserhöhungen sind, meines Erachtens nach, allesamt untertrieben und wir dürfen uns in den nächsten Jahren auf einige Überraschungen einstellen. Egal wie viele künstliche Klimaveränderungen wir herbeiführen, für viele wird es heissen, Land unter.


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