Januar 2015


31.01.2015

Bild Griechenlands Ohrfeige an Brüssel

Wow, was für Ereignisse im südlichen Europa. Hätte nicht gedacht, dass sich in der politischen Winterlandschaft noch ein frühlingshaftes Lüftchen entwickeln kann...


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30.01.2015

Bild Schuldversklavung von Studenten

Jetzt probieren Banken in der Schweiz die gleiche Masche aus, wie sie in den USA schon lange praktiziert wird. Studenten können einen Kredit aufnehmen ...


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29.01.2015

Bild Die Schweizerische Post

Mein letzter Besuch einer Postfiliale bescherte mir einen unverhofften Blutdrucktest aufgrund widersprüchlicher oder gar irrwitziger Geschäftsideologien...


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28.01.2015

Bild Déjà-vu

Heute wird’s mit dem Thema etwas speziell. In der Zeitung 20 Minuten fand ich einen Artikel über dieses Phänomen. Es ist schon fast verwunderlich...


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27.01.2015

Bild Begegnungen

Das Jahr 2015 startete im Weltgeschehen so desaströs, wie in den Weltkriegen ein Jahreswechsel von statten ging. Die Medien überboten sich...


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26.01.2015

Bild Endzeitstimmung

Liebe Leser, eigentlich sollte man die neue Woche gemächlich beginnen und nicht gleich mit Volldampf loslegen. Einerseits mit der Arbeit...


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25.01.2015

Bild 10 Prozent

Heute las ich im Standard einen Artikel über Killerspiele und ihre „Auswirkungen“. Der Autor schaffte es für mich beinahe, die Gewalt von einem anderen Blickpunkt...


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24.01.2015

Bild UFO’s in Frankreich?

Vor einiger Zeit habe ich über die mysteriösen Flugobjekte berichtet, welche seit geraumer Zeit immer wieder französische Atomkraftwerke...


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23.01.2015

Bild Das verlogene Bildungssystem

Immer wieder entflammt die Diskussion neu auf, ob man Handys in der Schule benutzen darf. Nach meterlangen Berichten, tonnenweise Expertenmeinungen...


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22.01.2015

Bild Eilmeldung: Das Dschungelcamp wurde in die Schweiz verlegt.

Es gibt Meldungen, da reibt man sich beim Lesen zuerst mal die Augen oder hinterfragt sie grundsätzlich...


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21.01.2015

Bild Nur mit Promille noch ein freier Wille..

Was sich mittlerweile an übereifrigen Beamten in den gleichnamigen Stuben tummelt ist Besorgniserregend. In der Schweiz hat sich ...


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20.01.2015

Bild Die Helden unserer Zeit

Nachdem ich letzte Woche in St. Gallen den Frieden suchte, aber nur Menschen traf, die so schnell als möglich nach Hause wollten, wurde ich dieses Mal fündig...


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19.01.2015

Bild Ein Lob an die Unmenschlichkeit

Die Ereignisse auf der Welt überschlagen sich. Man kommt mit Lesen und Verdauen der Nachrichten gar nicht mehr nach. Um sich das letzte Fünkchen ...


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18.01.2015

Bild Die Wettervorhersage

Ein allgemeines Hoch an Fremdenhass zieht sich quer über Europa und beschert uns in den nächsten Tagen sonniges Denunzierungswetter...


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17.01.2015

Bild Eingeredeter Kaufzwang

Was für eine Woche. Das denken vermutlich viele, die von der Entkoppelung des Frankens vom Euro in irgendeiner Form betroffen sind...


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16.01.2015

Bild Schicksalsjahr 2015

Die kleine Schweiz hat für ein globales Erdbeben der Finanzmärkte gesorgt. Eigentlich verwunderlich, wie so ein winziges Land die Welt überraschen kann...


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15.01.2015

Bild Ablenkung durch Dadaismus

Langsam gehen mir die ganzen Meldungen der IS-Halsabschneider, Al-Kaida, Boko –Haram und wie die ganzen Umnachteten heissen, so ziemlich auf...


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14.01.2015

Bild Wut und Tränen

Eigentlich wollte ich heute wieder so richtig satirisch in die Presche schlagen, aber mir fehlen aufgrund der Ereignisse der letzten Tage die Worte...


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13.01.2015

Bild Wenn einer auszog, den Frieden zu finden…

Der Frieden auf der Welt besteht bald nur noch in der Erinnerung des Einzelnen. Überall wo man hinschaut nur Hass, Neid, Lüge und Gier...


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12.01.2015

Bild Hippokratisches Roulette

Haben Sie sich schon über ihr Ableben Gedanken gemacht? Da gibt es einige Punkte zu berücksichtigen, die einem so nicht direkt einfallen...


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11.01.2015

Bild Exklusiv-Interview aus dem Dschungelcamp

Das Dschungelcamp kehrt auf die Mattscheibe zurück. Dafür werden die Tripple-Z-Promis in den eigens dafür errichteten Regenwald verfrachtet...


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10.01.2015

Bild USA = Uneingeschränkter-Sozial-Autismus

In letzter Zeit wurde es in den Medien recht ruhig in Bezug auf die USA. Es gab ja sonst so viel zu berichten...


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09.01.2015

Bild Terror als Meinungsbildung

Was für ein desaströser Jahresbeginn. Der Anschlag in Paris war ein Stich in die lethargische heile Welt des Westens. Wenn der Rest...


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08.01.2015

Bild Die Schweizer Post – eine Blamage im Dienstleistungsbereich

Gestern durfte ich wieder einmal eine weitere Facette aus der Rubrik „die Sinnlosigkeit des Seins“ erfahren...


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07.01.2015

Bild Anzüge und ihre Inhalte

In der Schweiz hat sich ein SVP-Politiker wieder einmal weit aus dem Fenster gelehnt. Diese Schweizer Partei erinnert in vielen Belangen an die FIFA...


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06.01.2015

Bild Deutsche, wacht endlich auf!

In Deutschland gehen wieder tausende auf die Strasse und demonstrieren. Die einen gegen die Islamisierung des Abendlandes, die anderen...


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05.01.2015

Bild Jedem Däpp sein Äpp!

Wir leben in einer hochtechnisierten Welt. Jede aussterbende Tierart wird durch eine technische Errungenschaft ersetzt. Irgendwann können wir in...


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04.01.2015

Bild Politischer Rummelplatz

Ist schon wieder Jahrmarkt? Überall in den Zeitungen kann man von Kuriositäten, Sensationen und Attraktionen lesen. Wo ist denn dieser Jahrmarkt? ...


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03.01.2015

Bild TTIP – die Referenz politischer Unfähigkeit

Das Thema TTIP geistert durch das europäische Volk und hinterlässt bei den meisten einen fahlen Beigeschmack. Allen voran bei den Deutschen. ...


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02.01.2015

Bild Das Grauen kommt um Mitternacht

Kennen Sie den neuen Horror-Blockbuster? Dieses Mal kommt er nicht aus Hollywood, sondern aus dem deutschen Kanzleramt...


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31. Januar 2015 erschienen als: Kommentar

Griechenlands Ohrfeige an Brüssel

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Griechenland schreibt Geschichte,
By Andrikkos (Own work) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Wow, was für Ereignisse im südlichen Europa. Hätte nicht gedacht, dass sich in der politischen Winterlandschaft noch ein frühlingshaftes Lüftchen entwickeln kann. Die Griechen können’s. Nach den letzten Jahren glaubte ich fast nicht mehr daran, wie schnell ein Umdenken in politischen Führungsetagen passiert. Dank des Erdrutschsieges der griechischen Syriza wechselt die politische Landschaft von öde zu bunt.

Als Erstes fällt schon mal auf, wie die neuen Herren der griechischen Führung daherkommen. Die Wenigstens haben noch eine Krawatte an. Die zugeknöpfte Verschlossenheit der vergangenen Politprominenz und jetzigen Schlippsträger Europas war ja schon mehr als Offensichtlich. Ihre Worthülsen waren derart leer, sie hätten gar nichts zu sagen brauchen. Aber jetzt kommen ein paar Südländer daher und mischen den ganzen eingetrockneten Politapparat gehörig auf. Wenn man dann noch die Reaktionen aus Brüssel und Berlin anschaut, kommt einem der Vergleich mit dem Hühnerstall in den Sinn, wo der Fuchs eingezogen ist. Aufgescheuchtes Geflatter, rumgegackere ohne Inhalt und schlussendlich Ruhe, weil der Fuchs mal richtig ausgemistet hat.

Die erste Schubkarre mit politischem Mist wurde bereits weggekarrt. Griechenland wirft die Troika raus. Die nächste Ladung zum Entsorgen wird schon geschaufelt. Die europäischen Politiker sehen fassungslos zu, wie ein Land hinter seinen Führern steht. Diese Loyalität des Volkes haben Merkel und Co niemals erreicht, sondern sich durch volksfinanzierte Sender schönrechnen lassen müssen. Die verstaubte Truppe aus Brüssel weiss nicht wie ihr geschieht. Alle Strategien für die Plünderung Griechenlands fallen dem griechischen Volkswillen-Schredder zum Opfer. Haben die Brüsseler Spitzen doch geglaubt, alles dem Volk vorschreiben zu können, egal wie hirnrissig oder menschenverachtend die Beschlüsse waren und nun müssen sie erkennen, dass ihre gespielte Macht weniger wert ist als eine Ladung voll Hühnermist. Sie können nichts machen und dürfen zusehen, wie ihre Machtspielchen zerpflückt werden. Dass ich das noch erleben darf. Das ist ja schöner als Weihnachten.

Bei allen Lobpreisungen über die griechischen Reformen bleibt dennoch ein kritischer Beigeschmack. Ich kann nur hoffen, dass die neue Regierung Griechenlands Nägel mit Köpfen macht und nicht wie bis anhin von kopflosen Nieten regiert wurde und sich zu denen gesellt. Macht korrumpiert, das wussten schon die alten Griechen. Aber ihr neuer Chef scheint strategisch ziemlich ausgefuchst zu sein, was wiederum das hysterische Geflatter in Brüssel bezeugt. Er schaffte sich Verbündete im Hintergrund und die Merkelschen Apostel waren ihrem goldenen Kalb derart hörig, dass sie von alledem nichts mitbekamen. Im Gegenteil. In ihrer Überheblichkeit glaubten sie doch vollen Ernstes, alles mit den Griechen anstellen zu können. Erpressung hier, Nötigung da, Plünderung dort. Aber jetzt prangt auf jeder Stirn der politischen Mafia: die fetten Jahre sind vorbei!

Die ganzen hunderten von Milliarden, welche den europäischen Steuerzahler gestohlen wurden und man den Banken in den gierigen Rachen geworfen hat, haben in Griechenland keine Verbesserung gebracht. Das einfache Volk verreckte wortwörtlich vor sich hin, weil kein einziger Euro bis zu ihnen gekommen ist. Eine einfache Strategie, die von vielen durchschaut wurde. Ein Land wird zur Verschuldung gezwungen, was nur mit korrupten Politikern möglich war und zu Schuldentilgung begann dann den Ausverkauf des Landes an Privatleute. Zu was dies führt sieht man in anderen europäischen Ländern, die ebenfalls alles privatisierten was es zu verhökern gab. Die Infrastruktur vergammelte, die Preise schossen in die Höhe, die Dienstleistungen wurden eingestellt und sehr wenige konnten sich schamlos bereichern. Die grosse Masse des Volkes durfte dafür bluten, jetzt in den kalten Wintermonaten dagegen erfrieren.

Ich hoffe, dass die „Revolution“ in Griechenland eine Sogwirkung besitzt und sich weitere europäische Länder wieder auf die eigenen Beine stellen, als sich alles von Brüssel diktieren zu lassen. Der ganze Absturz des Eurolandes mit seiner weichgespülten Währung erinnert an einen Fallschirmspringer dessen Schirm nicht aufgeht und er versucht, mit einem Taschentusch den Hauptschirm zu ersetzen. Der Absturz des Euro-Traumes ist meiner Ansicht nach so sicher wie der Aufprall auf dem Boden der Realität. Dank der Griechen rückt wieder ein Bewusstsein ins Denken der Bürger. Sie haben die Macht, alles zu verändern, nicht die Politiker. Wenn sich dieser Glaube weiter in den bürgerlichen Köpfen einnistet, haben die Steuerverschwender nichts mehr zu sagen.

Aber die in Brüssel werden ihre Macht nicht so einfach aufgeben. Ich traue denen zu, dass sie alle Oppositionellen verschwinden lassen, egal mit welchen Methoden. Dieses Können haben sie bereits im 2. Weltkrieg schon bewiesen und so wie der gesteuerte Hass in Zentraleuropa forciert wird, machen sie es wieder. Aber auch hier scheint den Bürgern was zu dämmern. Die ganzen Pegigda-Anhänger distanzieren sich immer mehr von diesem politischen Kaspertheater und merken, wie sie vor den strategischen Dreckskarren gespannt wurden. Deshalb gehen immer weniger an die Demos. In Dresden waren anscheinend schon mehr Bereitschaftspolizisten vor Ort wie Demonstranten.

Ich kann nur sagen, weiter so. Der europäische Glaspalast stürzt langsam in sich zusammen und der Scherbenhaufen wird gerne vom Volk entsorgt. Danach können sich die einzelnen Länder wieder auf ihre Stärken konzentrieren und müssen sich nicht mit sinnlosen Prestigeprojekten blödsinnig verschulden, nur damit ein Schlippsträger sich ein Denkmal setzen konnte. Wie gesagt, ich hätte nicht gedacht, dass ich noch so einen politisches Erdbeben erleben würde. Mich freut’s und es gibt mir Hoffnung auf ein neues, stabiles Europa mit souveränen Staaten und eigenen Währungen. Das hat Jahrzehnte lang funktioniert und sich bewährt. Erst mit dem Zusammenschluss und der zentralen Steuerung in Brüssel hat das europäische Desaster begonnen. Die Schweizer Nationalbank hat ihre Entkoppelung mit den richtigen Worten formuliert: Lieber eine Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende!


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30. Januar 2015 erschienen als: Kommentar

Schuldversklavung von Studenten

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wahre Worte,
By Stefan Bellini (Own work) [CC0], via Wikimedia Commons

Jetzt probieren Banken in der Schweiz die gleiche Masche aus, wie sie in den USA schon lange praktiziert wird. Studenten können einen Kredit aufnehmen und so ihr Studium finanzieren. Die maximale Höhe des Betrages soll SFR. 50‘000 sein. Der wird zu 2.75% verzinst und muss bis zum 35 Altersjahr zurückbezahlt werden. Tolle Sache, die Studierenden haben noch wenig Ahnung vom Leben, sie kennen hauptsächlich verschiedenste Möblierungen von Klassenzimmern, aber nicht die verschiedensten Abzockermethoden von Banken. Lustig wird es, wenn einer Ökonomie studiert und erst im Laufe der Zeit realisiert, wem oder was er da auf den Leim gegangen ist.

In der Studienwelt existiert schon eine geraume Zeit eine Zwei-Klassen-Gesellschaft. Es gibt die einen, welche aus vermögenden Häusern kommen, oftmals unfähig auch nur die eigenen Schuhe binden zu können, werden aber mit grosszügigen Spenden an den Campus und Professoren regelrecht durchgefüttert und am Schluss mit einem erkauften Abschluss in die Marktwirtschaft entlassen. Solche Studenten brauchen keinen Kredit und verseuchen später die Teppichetagen ihrer zukünftigen Arbeitgeber mit ihrer Nutzlosigkeit. Dann gibt es die „armen“ Studenten, welche sich ihr Studium mit Jobs, Stipendien und eben jetzt neu mit Krediten finanzieren müssen. Solche Studierenden haben später auf dem Arbeitsmarkt keine oder wenig Chancen und die ganze Büffelei ist eigentlich für die Katz.

Um die Selektierung von Arm und Reich effizienter durchführen zu können, werden die unbedarften Studenten mit Krediten geködert. Einmal bei einer Bank verschuldet sein heisst nichts anderes , als sich als Leibeigener auf Lebenszeit bei dem Geldhaus zu verpflichten. Der Studierende verfällt dem Glauben, später mit einem gut bezahlten Job die Schuld wieder begleichen zu können. Dieses Denken allein zeigt die Unfähigkeit, das Geldsystem überhaupt nur im Ansatz kapiert zu haben. Aber studieren wollen sie. Jeder Schuldenberater verwirft die Hände wenn einer zu ihm kommt und über 50‘000 Schulden hat. Rückzahlung praktisch unmöglich. Denn die gut bezahlten Jobs bekommen die schuldenfreien Elite-Kinder, unabhängig der fachlichen Qualifikation. Die Dümmsten kommen in der Politik am Weitesten, die schlauesten in der Wirtschaft. Paradebeispiel dafür ist der ehemalige Präsident G.W.Bush. An den Unis hochgekauft, in der Wirtschaft der ultimative Versager, er brachte nichts zustande, aber dafür der perfekte Präsident. Plappert alles unreflektiert nach und hält sich für von Gott auserwählt. Geisteskrankheit in seiner bizarrsten Form.

Den Studierenden von heute wird immer noch erzählt, dass ihnen die Türen der Welt offen stehen, und der dumm gehaltene Pöbel fällt immer noch darauf rein. Die Eliten lachen sich ins Fäustchen, wie die Uni-Idealisten sich abrackern, verschulden und am Schluss vor einem Scherbenhaufen stehen, bevor sie überhaupt etwas angefangen haben. Aber die ganze Mache dient auch dazu den Irrglauben aufrecht zu halten, dass jeder studieren kann. Die sollen mal versuchen, sich in den Eliteuniversitäten einschreiben zu lassen. Wer ein Stipendium braucht oder sonstige finanzielle Unterstützung, kommt gar nicht dahin. Die zukünftigen Arbeitgeber wissen ganz genau, welche Unis für’s Volk sind und welche für die Elite. Es wäre das Gleiche, als wenn ich als Malergeschäft die Auswahl hätte zwischen einem Maler der seine Lehre in einem Baumarkt oder in einem Fachbetrieb gemacht hätte. Den Baumarkt-Maler kann ich als Profi nicht so richtig ernst nehmen. Mit den Universitäten ist es genau dasselbe. Gewisse Disziplinen nehmen nur gewisse Studenten aus gewissen Universitäten. Da nützt alles büffeln und verschulden nichts.

So wird heute die Spreu vom Weizen getrennt. Die Obrigkeit schottet sich immer mehr ab und als Pöbel-Mensch hat man praktisch keine Möglichkeit, dorthin zu kommen. Gewinner sind in allen Belangen ausschliesslich die Eliten. Einerseits die Bank, welche einen Geldsklaven hat und andrerseits die Eliten, welche sich vor Mittelschichtlern schützen wollen und können. Tolles Bildungssystem.

Ich finde es absolut verwerflich, wie heute die Jugend um ihre Zukunft gebracht wird. Man lügt ihnen eine rosige Zukunft vor und zwingt sie dafür in die Schuldenfalle. Dabei entgeht den meisten, dass wir heutzutage wieder vermehrt handwerkliche Fertigkeiten brauchen, gepaart mit einer üppigen Portion Sozialkompetenz. An den Unis wird das alles nicht gelernt. Dort werden Egoismus, Raffgier, Unmenschlichkeit und Weltfremdheit vermittelt. Wäre dem nicht so, würden die vielen Uni-Absolventen sich anders verhalten. Aber man sieht in den Teppichetagen nur asoziales Verhalten. Von der Politik möchte ich gar nicht reden.

Aus diesem Grund soll sich jeder Student genau überlegen, welchem zu studierenden Irrglauben er hinterherlaufen will oder ob er nicht besser einen Beruf erlernt, der ihm das tägliche Überleben mit handwerklichem Geschick sichern kann. Dazu sollen sich auch die Eltern mal Gedanken machen. Sie drängen oft ihre Sprösslinge zu schulischen Leistungen, die sie selber nie erbracht hatten und das nur mit dem Argument „du sollst es einmal besser haben“. Sie wollen ihr eigenes Unvermögen dem Leben gegenüber auf dem Buckel ihrer Kinder kompensieren. Weil sie es agogisch nicht auf die Reihe bringen, mästen sie ihre Kinder mit Ritalin bis die Magenschleimhäute kapitulieren.

Meiner Meinung nach gibt es schon zu viele „Fachidioten“ die ihr Metier zwar kennen, aber nichts vom Leben. Wer Angst davor hat bei der Arbeit schmutzige Hände zu bekommen, der soll sich mal vor Augen halten, dass praktisch alle Konsumgüter die er täglich nutzt und braucht bei der Herstellung mit schmutzigen Händen verbunden sind. Allen voran die Lebensmittelerzeugung. Aber eben, mit Schmutz unter den Fingernägeln lässt sich nicht so viel verdienen, obwohl man einen Realwert erschafft, im Gegensatz zu den Lebensmittelspekulanten, die saubere Hände haben, viel verdienen aber nichts Reales erschaffen. Schulden, egal in welcher Form verhindern ein freies Leben und die Freiheit ist ein Grundrecht jedes Menschen. Wir haben die Wahl.


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29. Januar 2015 erschienen als: Kommentar

Die Schweizer Post

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Schandfleck im Dienstleistungsbereich,
von Die Schweizerische Post [Public domain], via Wikimedia Commons

Mein letzter Besuch einer Postfiliale bescherte mir einen unverhofften Blutdrucktest aufgrund widersprüchlicher oder gar irrwitziger Geschäftsideologien. Dass der gelbe Riese nun wieder in den Schlagzeilen steht, wundert mich keineswegs. Noch weniger überrascht es mich, mit welchen Auffälligkeiten es die Post wieder in die Gazetten geschafft hat. Dazu hier der Titel:

„Aus Angst vor Kündigung – Pöstler kaufen Ware selbst“
Wer hätte das gedacht. Nachdem der Markt mit SmartPhone-Anbietern übersättigt ist, jeder Baumarkt billigeren Ramsch verhökert, die Kioske eindeutig besser bestückt sind und die gesamte Auslage in Wartebereich einer Poststelle jeden Rückenleidenden zu ungewollten Rumpfbeugen nötigt, damit man etwas anschauen oder sogar kaufen kann, meinen die Ideen-Bastler der Teppichetagen, ebenfalls von diesem Kuchen mitnaschen zu wollen. Weltfremdheit erreicht neue Höhen. Ausbügeln dürfen die abstrusen Marketing-Pläne alle einfachen Angestellten bis hin zum Poststellenleiter. Letztere haben nun ein neues Kundensegment gefunden, um die erwarteten Umsatzzahlen zu erreichen. Sie sind ihr eigener Kunde. Familie, Bekannte, Freunde und so weiter werden ebenso vermehrt zu Einkäufen in der Post genötigt.

Das muss man sich mal genau vor Augen halten. Die Angestellten kaufen extra bei ihrem Arbeitgeber ein um ihre Stelle zu behalten. Soweit sind wir schon. Aus Angst zu wenig Umsatz zu machen, helfen die Angestellten mit dem eigenen Portemonnaie nach. Für mich ist das kapitalistische Perversion in Reinkultur. Wie ich bereits im letzten Postartikel geschrieben habe: „Der Fisch stinkt bekanntlich vom Kopf her.“ ist es naheliegend, den übelriechenden Kopf des gelben Riesen genauer zu betrachten.

Auf der hauseigenen Webseite finden sich alle Fische des gelben Scharms und man kann sogar die Werdegänge und andere sonstigen Aktivitäten nachlesen. Scheinen ja vielbeschäftigte Haie zu sein. Dazu ein Beispiel. Frau Myriam Meyer – Verwaltungsrätin tanzt auf diversen Hochzeiten. Sie ist scheinbar mit dem Postmandat und sonst zu wenig ausgelastet, deshalb bunkert sie fleissig Nebenjobs. Bei ihrem „Profil“ ist zu lesen:

Wesentliche Mandate

Mitglied Verwaltungsrat Repower AG
Mitglied Verwaltungsrat SITA
Mitglied Verwaltungsrat Bedag Informatik AG
Vizepräsidentin Kommission für Technologie & Innovation KTI
Mitglied Stiftungsrat Swisscontact
Mitglied der Beratenden Kommission für Internationale Entwicklungszusammenarbeit IZA ( DEZA)
Mitglied Industrial Advisory Boards der ETH Zürich
Wenn zu lesen ist „wesentliche Mandate“ kann man davon ausgehen, dass sie auch Unwesentliche innehat. Schläft die Frau auch einmal? Also wenn ich meinen Job richtig machen will, brauche ich etliche Stunden pro Tag. Die Frau Meyer erledigt alles in Windeseile, da auch sie nicht mehr als 24 Stunden pro Tag zur Verfügung hat. Dass man dann halt ein bisschen schludrig wird bei dieser Belastung ist eigentlich logisch. Könnte aber auch von Vorteil sein. Unter Umständen ist die kurze Zeitressource pro Mandat die Rettung. Würde sie mehr Zeit für die Post aufbringen können, sähe es vermutlich noch desaströser aus.

Wechseln wir im Browser doch mal zur Konzernleitung. Dort fällt mir Yves-André Jeandupeux – Leiter Personal auf. Das muss ja ein Tausendsassa sein. Seine Titel, lic. sc. soc. et pol., ment. Psychologie, Universität Lausanne, lassen sich ohne Fremdwörterduden gar nicht so einfach entziffern. Aber sie bezeugen, dass er der Richtige für die personelle Abteilung ist. Als Psychologe weiss er vermutlich genau, wie hoch man die Leistungsschraube anziehen kann, bis ein Angestellter unter der Arbeitslast zusammenbricht. Er hat genau die Balance getroffen. Viele Postangestellten werden einen kalkulierten Zeitraum ausgepresst und dann fallen gelassen. Einem guten Freund von mir ist das so passiert. Er war über Jahrzehnte Poststellenleiter, ein eingefleischter gelber Patriot, leistete unzählige Überstunden „ehrenamtlich“, war seinem Arbeitgeber schon fast mehr als loyal verbunden und wurde zum Dank am Schluss, im Alter von 50, auf die Strasse gestellt, weil er nicht die geforderten Umsatzzahlen erbrachte. Seine Post stand in einem 2000 Seelen-Dorf, man kann sich die Kundenfrequenz vorstellen. Eigentlich müsste mein Freund der Post danken. Wäre er noch länger ausgepresst worden, hätte er zwischenzeitlich sicher einen Herzinfarkt, Nervenzusammenbruch oder ein deftiges Burn-Out kassiert.

Wenn man auf der Webseite der Post weiter rumklickt und über die Grundsätze, Visionen und sonstigen Selbstbeweihräucherungs-Floskeln stolpert, könnt‘ einem schon fast übel werden. Es erweckt den Eindruck, dass es reicht einen schönen Satz zu schreiben. Man muss nicht danach handeln, sondern nur noch den Eindruck erzeugen, dass so agiert wird. Im Volksmund sagt man dem Nebelkerzen, Schaumschläger und Blender. Naja, ist ja zu erwarten. Wer nebenbei noch so viele sonstigen Geschäfte betreibt, hat halt keine Zeit etwas Richtig zu machen. Wenn dann so eine kundenunfreundliche Philosophie betrieben wird muss es einen nicht wundern.

Als Gipfel der Arroganz fand ich im erwähnten Artikel den Schlusssatz.

Die Post hält die Verkaufsziele für realistisch, wie ein Sprecher zu "Espresso" sagt. "Unsere eigenen Mitarbeiter-Befragungen zeigen jeweils ganz andere Resultate, nämlich dass auf den Poststellen sehr engagierte und zufriedene Angestellte arbeiten."

Was haben die Befrager denn erwartet? Dass die Angestellten ehrlich zu ihrer Meinung stehen? Wer Angst hat seine Stelle zu verlieren ist natürlich die perfekte Referenz für so eine Umfrage. Die Teppichetage der schweizerischen Post ist in meinen Augen ihr Geld nicht wert. Aber sie sind Traumkandidaten für ein kapitalistisch geführtes Unternehmen. Fachidioten ohne Sozialkompetenz und Realitätssinn.
Ich sag’s ja, der Fisch stinkt vom Kopf her!


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28. Januar 2015 erschienen als: Kommentar

Déjà-vu

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Traumwelten, was ist für uns real?
Jean-Jules-Antoine Lecomte du Nouÿ [Public domain], via Wikimedia Commons

Heute wird’s mit dem Thema etwas speziell. In der Zeitung 20 Minuten fand ich einen Artikel über dieses Phänomen. Es ist schon fast verwunderlich, dass ein Massenblatt einen solchen Artikel veröffentlicht. Da sind die meisten Leser überfordert, was man in den teils zynischen Kommentaren erkennen kann. Andere berichten ebenfalls von solchen Erlebnissen, aber kein einziger kann diese glaubhaft oder schlüssig erklären. Woher auch. Die Wissenschaft macht einen grossen Bogen um solche Themen, obwohl seit der Mensch denken kann, es solche Vorahnungen gibt. Eigentlich schade, denn dieses Phänomen ist meiner Ansicht nach mehr als nur ein Hirngespinnst.

Ich selber habe auch schon einige Déjà-vus erlebt, teilweise schwammig in der Erinnerung und andere mit sehr präzisen Angaben zu Ort und Handlung. Gerne hätte ich mit anderen Leuten darüber gesprochen und sie gefragt, ob sie auch solche Erfahrungen gemacht haben, aber man stellt sich sehr schnell ins Abseits, wenn man solche Themen anschneidet. Deshalb habe ich selber recherchiert, Bücher und Artikel darüber gelesen, wissenschaftliche Erkenntnisse in meine Überlegungen einfliessen lassen und mir so langsam eine Theorie zusammengebastelt, die einerseits phantastisch tönt und andrerseits mit keinem Argument entkräftet werden kann. Ich versuche meine Ansicht verständlich und nachvollziehbar zu beschreiben.

Wesentlicher Bestandteil eines Déjà-vus ist die Zeit. Man „erinnert“ sich an etwas, das noch nicht passiert ist und diese Erinnerung tritt zu einem späteren Zeitpunkt ein. Die Wissenschaft hat mittlerweile akzeptiert, dass die Zeit keine feste Konstante ist. Man kann sie dehnen oder stauchen und sogar ganz aushebeln, was im Gedankenexperiment von „Schrödingers Katze“ zu erkennen ist. Die flexible Zeit ist messbar und Satelliten müssen immer wieder zeitlich neu justiert werden, weil bei ihnen die Zeit langsamer vergeht als auf der Erde. Also ist die Zeit eine Grösse, die Abhängig von Position und Geschwindigkeit ist. Das ergibt schon einigen Erklärungsspielraum.

Ein anderer Punkt, der sich meiner Ansicht nach mit Déjà-vus in Verbindung bringen lässt ist die Theorie der Multiversen. Das heisst, es gibt nicht nur ein Universum, sondern unzählige davon. Diese Theorie kann mathematisch errechnet werden, aber schlüssige Beweise gibt es noch nicht. Dann muss ich zum Erklären der Déjà-vus noch die Quantenphysik dazu nehmen. Sie ist eigentlich immer noch nicht genau erklärbar und kein Mensch hat sie wirklich verstanden. Man bedient sich Teilerkenntnissen und versucht diese in die allgemeine Physik zu integrieren, was teilweise zu sonderbaren Ergebnissen führt, siehe Doppelspaltexperiment. Ich benutze zum Veranschaulichen der Déjà-vus das Quantenphänomen der „Verschränktheit“. Professor Zeilinger aus Wien konnte diese Erscheinung in Experimenten nachweisen. Er duplizierte ein Photon, er machte sozusagen eine „Kopie“ davon und konnte beobachten, dass bei einer Veränderung des einen Photons das Kopierte sich genau gleich verhielt. Egal welcher Abstand zwischen ihnen bestand. Einfach ausgedrückt, wenn man ein Photon auf den Kopf stellt macht das Duplikat ohne Zeitverzögerung genau das Gleiche, auch wenn es Lichtjahre vom Original entfernt ist. Eine physische Verbindung oder sonst was konnte bis jetzt noch nicht entdeckt werden. Zeit und Raum bekommen mit dieser Erkenntnis eine ganz neue Bedeutung,

Ein weiteres Puzzleteil sind Träume. Egal ob man wach ist oder schläft. Ich selber hab die meisten Déjà-vus, also das erste Erleben einer Situation meist im Traum. Erst später, das können Tage oder auch Jahre sein, passiert mir der Traum als Realität. Teilweise mit erschreckend genauen Übereinstimmungen. Von daher sind Träume für mich mehr als nur eine „Datenverarbeitung“ des Gehirns. Hier könnte die Technik einer schamanischen Traumreise eine Erklärung bieten. Diese Art des „Reisens“ wird von Kundigen schon seit Jahrtausenden praktiziert und laufend in ihrer Anwendung verfeinert. Dazu kurz eine Erklärung. Traumreisen ist eine Entkoppelung des Geistes vom Körper und man ist in der Lage, bewusst im zeitlosen Raum umherzuwandeln. Einzige Verbindung zwischen Körper und Geist ist der sogenannte silberne Faden. Er ist sozusagen die Absicherung, dass der richtige Geist wieder zum entsprechenden Körper findet. Jeder der schon eine Traumreise erlebt hat kann bestätigen, dass die gemachten Erfahrungen zeitlich und örtlich unabhängig sind. Die irdische Physik gilt dann nicht mehr oder nur noch sehr eingeschränkt.

Wenn wir nun diese drei Puzzleteile nehmen, Multiversen, Verschränkung und Traumreisen, dann ergibt sich mir ein schlüssiges Bild. Während eines Traumes verlässt der Geist den Körper und ist in der gleichen Sekunde an einem ganz anderen Ort. Dieser Ort ist ebenfalls die Erde, aber in einem anderen Universum. Es gibt daher unendlich viele Erden in unendlich vielen Universen. Da wir in den Traumreisen zeitlich unabhängig sind, kann sich der erlebte „Traum“ entweder in der Zukunft oder in der Vergangenheit abspielen. Bei mir sind es hauptsächlich reisen in irgendeine Zukunft. Aufgrund der Verschränktheit, erlebe ich im Traum ein anderes Leben, das aber meines ist, einfach auf einer anderen Welt. Für mich ist der Unterschied zwischen verarbeitender Hirnaktivität und Traumreisen die Qualität des Traumes.

Dazu muss ich noch erwähnen, dass ich mich intensiv mit Träumen auseinandergesetzt habe und mittlerweile sogar meine Träume bewusst steuern kann. Das heisst ich realisiere, dass ich träume und dass ich nicht mehr an physikalische Regeln gebunden bin. Dementsprechend kann ich mich frei in meiner Traumwelt bewegen, respektive fliegen, das ist mein bevorzugtes Fortbewegungsmittel. Einfach in die Luft springen und los geht’s. Dies klappt aber nur in der, von mir so bezeichneten, dritten Traumstufe. Diese Stufe beinhaltet bewegte Bilder in Farbe, mit allen fünf Sinneskanälen. Sie unterscheiden sich nicht vom Erleben hier auf der Erde. Die zweite Stufe sind farbige Fotos, die sich wie ein Fotoroman aneinanderreihen. Die Sinneskanäle sind nur eingeschränkt oder gar nicht erlebbar und die erste Stufe sind ausschliesslich schwarz-weiss Bilder gänzlich ohne Sinneswahrnehmungen. Die farblose Traumstufe dient dem „Ausmisten“ im Hirn, die zweite Stufe ist eine Mischung aus Verarbeitung und Integration im Hirn und die dritte Stufe ist , wie bereits beschrieben, das Loslösen von sämtlichen physikalischen Bindungen.

Meine Déjà-vus erlebte ich ausschliesslich in der dritten Stufe. Viele gemachte Erlebnisse sind unterdessen Realität geworden, bei einigen wünsche ich mir, dass sie noch real werden und andere möchte ich auf keinen Fall nochmals erleben. Ich verkneife es mir, hier inhaltlich zu werden und meine Traumreisen zu schildern. Ich kann nur sagen, dass unsere gelebte Realität nur eine von vielen ist und wir je nach dem noch eine ganz spezielle Zukunft vor uns haben.

Ich möchte jeden dazu einladen, sich mit seinen Träumen zu beschäftigen. Sie sind, meiner Ansicht nach, mehr als nur wirres Gedankenzeugs. Es gibt diverse Literatur darüber oder fähige Menschen, die einem die Kunst der Traumsteuerung lernen können. Wenn man sich, nach einiger Übung, sich bewusst wird, dass man träumt, dann geht das eigentliche Erleben erst richtig los und zeigt einem, zu was der Mensch überhaupt fähig ist, wenn er sich von den physikalischen Zwängen befreit. Viele Menschen wünschen sich eine evolutionären Sprung, in dem sich der Geist vom Körper trennt und man nur noch feinstofflich durch die Welten wandert. Ich behaupte, wir haben diese Evolutionsstufe längst erreicht, aber es funktioniert nicht so, wie es uns Hollywood verklickern will. Wir haben alle bereits die Fähigkeit, sie muss nur vom indoktrinierten Müll gesäubert werden. Das ist teilweise ein psychisch schmerzvoller Prozess, aber er führt uns zu dem, was wir eigentlich schon sind. Feinstoffliche Wesen, die nur temporär einen Körper bewohnen und sich, sobald der Körper schläft, sich frei in Zeit und Raum bewegen kann. Das kann spätestens dann jeder überprüfen oder erfahren, wenn er den letzten Atemzug macht, sich selber auf dem Sterbebett sieht und seine ungebundene Reise antreten kann.

Entdecken Sie ihr Potential, es ist unerschöpflich.


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27. Januar 2015 erschienen als: Kommentar

Begegnungen

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Ein Lächeln der Menschlichkeit,
von Wonderlane from Seattle, USA [CC BY 2.0], via Wikimedia Commons

Das Jahr 2015 startete im Weltgeschehen so desaströs, wie in den Weltkriegen ein Jahreswechsel von statten ging. Die Medien überboten sich gegenseitig mit Horrormeldungen, der Bürger leistete seinen Anteil mit Ausschreitungen und die Politik dekorierte diesen Wahnsinn mit absolutem Unvermögen. Mein morgendlicher Rundgang durch die Medienwelt ist mit einer Geisterbahnfahrt zu vergleichen, denn nach jedem Klick mit der Maus offenbaren sich neue Abgründe menschlichen Handelns. Doch zu den sozial-erodierenden Meldungen gesellen sich ab und an Begebenheiten, die einem den Glauben an Menschlichkeit nicht verlieren lässt.

Das durfte ich jetzt selber wieder erleben, was der strapazierten Seele enorm gut tut. Gestern Abend lernte ich mehr oder weniger fremde Menschen kennen, die für mich friedliche Inseln im Meer der humanen Tragödien darstellen. Menschen im gehobenen Alter, zu denen ich auch irgendwann gehören werde, mit einer Lebenserfahrung sowie Einstellung, für die ich nur Bewunderung aufbringen kann. Kein Anzeichen von Verbittertheit, Schuldzuweisung, Verantwortungslosigkeit oder sonstigen menschlichen Allüren, die ein soziales Miteinander verunmöglichen oder mindestens erschweren. Solche Menschen kennen lernen zu dürfen ist für mich ein Geschenk, das es zu würdigen gilt.

Wir alle begegnen täglich unbekannten Personen, von denen wir nichts wissen und in der Regel auch nichts wissen wollen. Zu anstrengend ist mittlerweile der alltägliche Überlebenskampf mit all seinen persönlichen Stolpersteinen, die man sich pflichtbewusst selber in den Weg legt. Das Leben könnte viel einfacher sein, wenn wir es einfacher gestalten würden. Aber unsere Zufriedenheit machen wir von so vielen Äusserlichkeiten abhängig, dass das wahre Leben unbemerkt an uns vorbeizieht. Wir müssten eigentlich nur die Augen öffnen und die täglichen Geschenke des Lebens zu erkennen versuchen. Sie umgeben uns ständig. Doch wir machen sie davon abhängig, ob sie uns einen Vorteil bieten oder wie lange der Akku hält. Ohne Eigennutz wird heute praktisch nichts mehr gemacht. Das ist an und für sich nicht schlimm, wenn das Mass stimmt. Aber wir sind heute derart auf unseren persönlichen Vorteil fixiert, dass wir laufend über’s Ohr gehauen werden ohne es zu merken und selbst dann, wenn wir einen Vorteil für uns erwirkt haben, sind wir nicht zufrieden, weil man bereits nach Höherem trachtet. Genügsamkeit, Bescheidenheit und Dankbarkeit sind Begriffe, die man heute meist nur noch in Geschichtsbüchern findet, aber nicht im menschlichen Verhalten.

Wie weit man sich heute von den menschlichen Tugenden entfernt hat, kann jeder selber für sich erörtern. Wann haben Sie zum letzten Mal jemanden ein freundliches Lächeln geschenkt, ein Lob ausgesprochen, jemandem gesagt, wie Sie ihn schätzen oder einfach ein Geschenk gemacht? Haben Sie eine Erwartungshaltung damit verbunden oder nicht? Was wollten/wollen Sie mit so einer Geste der Menschlichkeit erreichen? Materiellen Vorteil oder inneren Frieden?

Das Leben bietet uns täglich die Möglichkeit unser soziales Handeln zu überprüfen. Am besten bei Personen, die uns fremd sind. Man muss nicht einmal in direkten Kontakt treten, das kann man machen, ist aber nicht zwingend. Wenn Sie durch die Strassen gehen suchen Sie sich eine Person aus, der Sie etwas mitgeben möchten. Sprechen Sie dann in Gedanken ein Gebet, mit oder ohne religiösem Hintergrund, und schenken diese wohlwollenden Gedanken diesem Menschen. Achten Sie auf ihre Gefühle und spüren Sie die menschliche Wärme, die in ihnen aufsteigt. Mit so einem Gedanken/Segensspruch macht man viel mehr, als nur einen Satz zu denken. Kennen Sie den Spruch: „Jeder Gedanke hat den Wunsch verwirklicht zu werden.“ Wenn man positive Gedanken an andere Menschen richtet hat dies unwiderruflich eine selbstheilende Wirkung. Ok, das ist auch Eigennutz der sich aber wesentlich von den gewohnten Erwartungshaltungen unterscheidet, niemanden nötigt und gesellschaftlich absolut verträglich ist. Wenn man dies öfters macht erhebt sich das eigene Denken aus dem Meer der Unmenschlichkeiten und beleuchtet die Welt. Es gibt mittlerweile sogar Studien darüber, wie positives Denken das Handeln von Menschen direkt beeinflussen kann.

Ich wünsche mir, dass sich die Menschen wieder mehr an ihre positiven Fähigkeiten erinnern und ihre Mitmenschen damit beschenken, dass sie Begegnungen als Möglichkeit des Lernens annehmen und mit offenen Augen die Geschenke des Lebens erkennen können. Aus diesem Grund möchte ich mein erstes Geschenk heute an Sie richten mit dem folgenden Spruch:

„Ich wünsche Ihnen Glück und Liebe auf ihrem Lebensweg, sollen sie zu ständigen Begleitern in ihrem Leben werden. Hetschetu uelo.“


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26. Januar 2015 erschienen als: Kommentar

Endzeitstimmung

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Das Volk will keinen Krieg,
von Cookkiemonster123 (Eigenes Werk) [GFDL oder CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Liebe Leser, eigentlich sollte man die neue Woche gemächlich beginnen und nicht gleich mit Volldampf loslegen. Einerseits mit der Arbeit und andrerseits mit den Meldungen aus der Presse. Doch heute komme ich nicht drum herum, Sie mit einer etwas verstörenden und Angst machenden Meldung zu konfrontieren. Ich hätte gerne über den neuen Schnee berichtet oder über sonst eine Belanglosigkeit. Etwas Satirisches wäre auch nett gewesen. Aber die Entwicklungen in der Ukraine erreichen täglich neue Höhepunkte des Grauens. Aber sehen Sie selbst:


Die Einschätzung der Lage von Herrn Lüders ist zur Zeit das Informativste, was die Massenmedien über den Ukraine-Konflikt hergeben. Ich fragte mich schnell, ob hier Panikmache betrieben wird oder ob es wirklich so schlimm ist. Wenn ich dann die Ereignisse der letzten Wochen anschaue, die Äusserungen der Politiker dazu nehme und die Berichte, welche nicht in den Mainstream-Medien erscheinen, dann müsste ich den Morgen mit einer Flasche Rotwein beginnen. Voll besoffen lässt sich dieser Wahnsinn besser ertragen.

Wie ich bereits gestern beschrieben habe, 90 Prozent der europäischen Bevölkerung will keinen Krieg. Sie sind schon genug mit dem politisch initiierten Überlebenskampf beschäftigt. Da braucht es nicht noch einen Krieg. In Deutschland geht das Volk auf sich selber los und die Politiker reiben sich die Hände, in Frankreich wird alles denunziert, was islamisch aussieht, in Brüssel herrscht die nackte Panik nach dem Erdrutschsieg der linksgerichteten Griechen und in der Schweiz wollen die Politiker eine Notvorratspflicht einführen. Alles Punkte die konträr zum Weltfrieden passen.

Ohne hier selber in den Panikmodus zu verfallen möchte ich doch alle Leser auffordern, sich über die nächste Zukunft Gedanken zu machen. Ich kam für mich zu dem Schluss, dass wir in Europa einen Versorgungsengpass erleben werden. Nahrung, Wasser und die nötigsten Überlebensutensilien werden aus den Verteilerzentren verschwinden. Nicht weil es zu wenig davon hat, sondern die Nachschubwege von Energie abhängig sind. Ohne Strom läuft nichts mehr. Diverse Staaten haben im Verborgenen ein Katastrophenszenario durchgespielt, in dem es keinen Strom während eines Zeitraumes von einem halben Jahr gibt. Die Auswirkungen für die Bevölkerung, das Gesundheitswesen und der Nachschublogistik sind verheerend. Die Wenigstens besitzen einen Notvorrat, sind komplett vom Strom abhängig und haben keine Ahnung, wie man sich in Krisenzeiten ohne die gewohnten Annehmlichkeiten über die Runden bringen kann. Hier sei nochmal auf den Notfallplan unter dem Link „Dokumente“ erinnert.

Zudem ist es langsam an der Zeit, sich mit anderen Menschen zu verbünden, Ressourcen zusammen zu legen und eine Strategie für die nahende Katastrophe zu erarbeiten. Tönt jetzt wieder nach Panikmache? Ok, mit dem Vorwurf kann ich leben, aber wenn man die Äusserungen der involvierten Politiker in der Ukrainekrise anhört, stehen sämtliche Zeichen auf Sturm. Die Regierung in Kiew macht alles um die Situation eskalieren zu lassen, die Amerikaner verfrachten weiter tonnenweise Truppen und Kriegsmaterial Richtung Osten, die Nato befindet sich in einer Generalmobilmachung und die ukrainische Regierung will alles an die Front schicken, was auf zwei Beinen stehen kann.

An keiner einzigen Stelle kann man einen Friedenswillen erkennen. Alle puschen ihr Volk und Militär auf Krieg. Wenn schon die ganze Obrigkeit aus Politik und Wirtschaft einem Krieg hinterherhechelt, dann sollten wir als Volk vorsichtig sein. Bis jetzt haben sich die Eliten nicht als volksverträglich, geschwiege denn sozial gezeigt, Millionen an verarmten Bürgern können das bezeugen, dann können wir auch nicht erwarten, dass die Kriegshetzer sich um ihr Volk kümmern werden, wenn es nichts zu beissen hat. Die Volksverräter in Brüssel und Berlin stopfen ihre Privatflieger voll und hauen ab. Sie kümmern sich niemals um das eigene Volk. Das haben sie in den letzten Jahren nicht gemacht, also kann man es auch nicht in Zukunft erwarten.

Diese Tatsache sollten Herr und Frau Europa endlich einsehen und für sich selber Verantwortung übernehmen, als auf Hilfe von „oben“ zu warten. Die wird nicht kommen, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Ich hoffe mit meinen Analysen komplett falsch zu liegen und würde mich freiwillig dem Shitstorm über meine Panikmache aussetzen. Ist alles noch besser, als in radioaktiv verstrahlten Trümmern etwas Essbares zu finden. Wer sein Wissen über einen atomaren Krieg aufbessern will, kann sich den Film „The Day After Tomorrow“ anschauen. Man findet ihn auf YouTube.

Und sollte wider Erwarten nichts passieren, was im Grunde schon nicht stimmt, denn in der Ukraine kämpfen offiziell die Vortruppen der Amerikaner bereits gegen die Russen, dann hat man eine gut sortierte Vorratskammer und der nächste unangemeldete Besuch kann getrost kommen.

Ich wünsche uns alle Frieden und das die Weltpolitiker endlich zur Besinnung kommen. Wir stehen sonst kurz vor unserer Ausrottung.

26.01.2015 9:10 Nachtrag:

Der Beitrag wurde in der Zwischenzeit von jemandem gekürzt. Er war ursprünglich eine knappe Viertelstunde lang. Die essentiellen Aussagen über die Truppenbewegungen an der Ostfront, sowie die Mobilmachung der Ukraine wurden entfernt. Der Originalbeitrag ist im Web nicht mehr zu finden.


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25. Januar 2015 erschienen als: Kommentar

10 Prozent

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Die 10 Prozent der Schande,
von Zigorio

Heute las ich im Standard einen Artikel über Killerspiele und ihre „Auswirkungen“. Der Autor schaffte es für mich beinahe, die Gewalt von einem anderen Blickpunkt zu betrachten. Aber eben … nur fast. Dafür erreichte er eine andere Sicht auf die Dinge, respektive zeigte auf, wie sich die Gesellschaft der 10 Prozent-Regel unterwirft. Noch nie gehört von dieser Regel? Ich auch nicht, aber sie begleitet uns permanent durch’s gesellschaftliche Leben.

Beim genannten Artikel über Killerspiele wird der Fokus auf gewaltbereite Zocker gerichtet und dass die meisten Spieler normale Durchschnittsmenschen sind, ohne irgendwelchen realen Metzel-Gelüsten. Leider verpasste es der Autor diese Tatsache entsprechend zu erläutern, was ich jetzt nachhole. 90 % der Spieler sind, wie gesagt Normalos. Sie schiessen sich durch die Levels, bieten sich Massengefechte mit anderen Spielerclans und sind im normalen Leben, wer hätte das gedacht, gesellschaftlich integriert, verdienen sich den Lebensunterhalt, sind Väter oder Mütter und besitzen ein gesundes Mass an Sozialkompetenz. Die Verteufelung von Killerspielen richtet den Fokus ausschliesslich auf die 10 % der Spieler, welche mit den gewalttätigen Inhalten nicht umgehen können und teilweise sogar die erworbenen „Erkenntnisse“ über das Töten im realen Leben ausprobieren möchten. In den Medien wird aber generell von 100 % gesprochen, also alle Spieler werden gewalttätig und asozial. Diese Pauschalisierung wird seit Jahren betrieben und man muss sich nicht wundern, wenn es nie zu einem Konsens der Meinungen führt, wenn so unreflektiert pauschalisiert wird.

Eine andere Erklärung für die 10 % ist der Strassenverkehr. Ich behaupte, dass 90 % der Verkehrsteilnehmer mit gesundem Menschenverstand Auto fahren. Sie halten sich im Grossen und Ganzen an die Regeln, denken für andere Autofahrer mit, nehmen Rücksicht und ermöglichen durch ihr umsichtiges Steuern ihres Fahrzeuges einen fliessenden Verkehr. Hier sind die Medien etwas differenzierter. Sie berichten von einzelnen Lebensmüden oder tragischen Unfällen. Kein Wort darüber, dass alle Autofahrer unfähig sind oder zu Killern werden mit ihren vierrädrigen Mordswerkzeugen. Wieso machen die Medien hier keine Pauschalisierung? Ist doch journalistisch einfacher, alle in den gleichen Topf zu werfen. Aja, die meisten Tastaturakrobaten fahren selber Auto. Da fällt die Differenzierung leichter, man will sich selber ja nicht als Verkehrsrowdy bezeichnen, auch wenn es beim einen oder anderen zutreffen würde.

Ein anderes Beispiel für die 10 % sind die Weltreligionen. Momentan wird gegen alles verbal geschossen, was mit dem Islam zu tun hat. Wenn jeder Muslim wirklich so schlimm wäre, wie es in den Medien propagiert wird, dann wäre die Welt bei über 1 Milliarde Islamisten schon lange im Chaos versunken. Aber auch hier treffen diese 10 % zu. Die meisten Koran-Anhänger praktizieren ihren Glauben im friedlichen Miteinander oder haben Sie/wir schon vor 20 Jahren Probleme mit radikalen Islamisten gehabt? Die muslimischen Halsabschneider haben sich erst in den letzten Jahren, mit Hilfe westlicher Unterstützung formieren können, aber medial sind sie zu 100 % der Feind des Abendlandes, was die PEGIDA-Nachplapperer dankend in ihr Feindbildkonstrukt aufnehmen. Hier zerstört die Pauschalisierung das weltliche Miteinander verschiedenster Kulturen und Religionen. Eine sozialkompetente Eigenschaft, die seit Jahrhunderten Bestand hatte und nun von den 10 % Fundamentalisten demontiert, so wie von den Medien zu 100% pauschalisiert werden.

Bei den Politikern verhält es sich gleich, fast. Leider kann man bei diesen Auswüchsen des gesellschaftlichen Abschaums die Rechnung nicht genau gleich anstellen. Es sind schon 10 % aber umgekehrt. 90 % der Politiker sind schlicht unfähig, sozial Inkompetent, kurzum nicht fähig, für sein Volk zu handeln oder einzustehen. Hier sind es nur 10 %, denen man diese Fähigkeiten nachsagen kann. Leider wird hier vom Volk pauschalisiert und alle Politiker in den gleichen Topf geworfen. Es gibt aber politische Ausnahmeerscheinungen, an denen sich die Bürger orientieren könnten und die auf Unterstützung angewiesen wären. Aber der Mensch denkt lieber in schwarz/weiss und verurteilt auch die, welche sich wirklich für das Volk einsetzen wollen. Manchmal ist das Verurteilen schon kompliziert.

Es gäbe noch viele weitere Beispiele, wie wir uns durch diese unfähigen 10 % terrorisieren lassen. Dank denen werden Gesetze erlassen, die 100 % betreffen, obwohl sie nichts Negatives gemacht hatten. Siehe Strassenverkehr. Hier müssen sich alle Autofahrer an Regeln halten die gemacht wurden, weil ein paar pubertäre Raser ihr Hirn in den rechten Fuss verlagert haben. Danke dafür. Man traut sich nicht mehr mit einem Muslim ins Gespräch zu kommen, weil die medial propagierte Pauschalisierung der islamistischen Gewaltbereitschaft für jeden Muslim gilt. Dasselbe mit den Flüchtlingen. 90 % erlebten Tragödien, die kein Mensch durchmachen sollte und sie leiden unter den 10 % an Querulanten, welche die Gastfreundschaft des aufnehmenden Landes mit Füssen treten. Dann haben wir die 10 % Polizisten, die gerne einfach mal so drauflos schlagen/töten. Sind dann die restlichen 90 % auch so gewaltbereit? Oder die Kriegstreiber? 10 % der Bevölkerung wollen einen globalen Krieg, weil sie entweder daran verdienen oder ihre perversen Gelüste ausleben können. 90 % wollen keinen Krieg.

Auch diese Liste könnte ich endlos fortsetzen. Es wird allmählich Zeit, dass wir mit den Pauschalisierungen aufhören. Es bedarf halt ein bisschen mehr an Denkleistung, welche aber 90 % der Weltbevölkerung ausreichend besitzt. Jeder kann sich selber einmal fragen, zu welchen Prozentzahlen man angehört. Wenn dann die gewonnene Erkenntnis zu den 10 % gehört, welche eigentlich nur Unfrieden und Frust repräsentieren, dann sind diese Menschen sicher auch froh, wenn sie nicht pauschal verurteilt werden und so ihre Ansichten revidieren können. So wie wir für uns das Recht der Meinungsänderung,- Freiheit und Toleranz in Anspruch nehmen, so wäre es auch begrüssenswert, wenn wir diese Rechte anderen gewähren.

Freie Meinung und Toleranz sind wie Geschwister, die sich manchmal zanken, aber immer miteinander verbunden sind.


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24. Januar 2015 erschienen als: Kommentar

UFO’s in Frankreich?

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Französische AKW’s (Stand 2006),
By UnknownManecke at de.wikipedia [Public domain], from Wikimedia Commons

Vor einiger Zeit habe ich über die mysteriösen Flugobjekte berichtet, welche seit geraumer Zeit immer wieder französische Atomkraftwerke heimsuchen. In der Zwischenzeit wurden die leuchtenden „Drohnen“ bei über 20 Kraftwerken gesichtet, teilweise mehrmals und auch im deutschen Luftraum. Jetzt hat erstmals ein Direktor eines Atomkraftwerkes das Wort „UFO“ in den Mund genommen.

Seit dem Jahr 2014 wurden immer wieder unbekannte Flugobjekte über französische Atomkraftwerke gesichtet. Überwachungskameras haben die Flugbewegungen aufgenommen. Es sind kleine Objekte, die wegen ihrer Grösse an Drohnen erinnern. Seltsamerweise konnten nie Piloten mit ihren Fernsteuerungen ermittelt werden. Zudem ist es verboten, den Luftraum um solche Kraftwerke zu durchfliegen, geschweige denn sich über einem solchen zu positionieren. Sollte dies eine Aktion von Umweltaktivisten sein, haben sie Techniken, von denen sogar das Militär noch träumt. Aber keine einzige Organisation will mit den Flügen in Verbindung gebracht werden.

Die französischen Behörden kommen mit ihren Ermittlungen keinen Schritt voran. Die Auswertungen der Überwachungsbilder lassen keinen schlüssigen Befund zu. Die Flugobjekte sind sehr klein, man spricht von 20-30 Zentimeter bis maximal 2 Meter. Dazu fliegen sie völlig geräuschlos und länger als handelsübliche Akkus Strom hergeben. Auch die Lichter an den Objekten sind schleierhaft. Normalweise handelt man im Verborgenen, wenn man etwas Verbotenes macht. Aber die Objekte leuchten, als solle sie jeder sehen. Wenn sie schon so offensichtlich sind, fragt man sich, warum bis jetzt niemand eine Erklärung dafür hat.

Die französischen Behörden geben sich sehr bedeckt. Auch das Militär lässt nichts von sich hören. Irgendwie seltsam. Da haben die Franzosen einen grossen Militärapparat mit Fliegern, Überwachungstechnik, Spionen und vielen sonstigen Kriegsspielzeugen und sie bringen es nicht fertig, einen Luftraum von 5 Kilometer, um und über den Kraftwerken zu bewachen, respektive sichern. Sollte eine radikale Organisation einen Anschlag vorgehabt haben, wären jetzt schon über 20 Atomkraftwerke betroffen, in die Luft gegangen oder sonst was und die Behörden stehen dem schlicht machtlos gegenüber. Das ist schon irgendwie seltsam. Entweder sie wollen nicht ermitteln oder sie können nicht. Von einer Aufklärung der Angelegenheit möchte ich noch gar nicht sprechen.

Wenn ein Kleinflugzeug in einen verbotenen Flugraum eindringt wie zum Beispiel ein militärisches Sperrgebiet, dann wird der fehlbare Pilot innert Minutenfrist von Abfangjägern von seinem weiteren Handeln abgehalten. Da sind die Franzosen nicht zimperlich. Aber bei den unbekannten Flugobjekten starten sie ihre Maschinen nicht einmal. Entweder sie sind informiert und ein Eingreifen ist nicht nötig, oder sie können schlicht nichts machen, weil sich die Objekte jeglicher Kontrolle entziehen.

Von anderen europäischen Atomkraftwerken hat man bis jetzt wenig gehört. In Deutschland wurden die UFO’s vereinzelt gesichtet bis hin nach Belgien. Die rasant steigende Zahl der UFO-Sichtungen in der letzten Zeit und nicht nur über Atomkraftwerken ist auffallend. Die Massenblätter schweigen sich darüber wieder mal aus und vom Fernsehen darf man eh keine seriöse Berichterstattung mehr erwarten. Man kann nur hoffen , dass Hobbyfilmer oder Zeugen mit ihren Smartphones Aufnahmen machen können. Die Filme und Fotos von den Überwachungskameras der AKW’s wurden von den Behörden sofort beschlagnahmt. Warum eigentlich? Wollen die was verbergen? Ist ihnen eine Aufklärung nicht wichtig? Und vor allem ein Punkt: so wie sich das französische Militär bis jetzt bedeckt hält, wenig bis nichts unternimmt und keinerlei Erkenntnisse veröffentlicht, erwecken sie nicht gerade den Eindruck einer funktionierenden Armee, geschweige denn einer, die das Land beschützen kann. Die Uniformierten stellen sich so selber als unfähige Deppen hin. Wollen die wirklich diesen Eindruck beim Volk vermitteln? Oder steckt da doch noch mehr dahinter? Wer sich detailliert über die bisherigen Erkenntnisse informieren will, kann das über diesen Link tun: UFO-Drohnen-Affäre in Frankreich: Behörden melden unidentifizierte Flugobjekte über französischen Atomkraftwerken


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23. Januar 2015 erschienen als: Kommentar

Das verlogene Bildungssystem

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Ein Spruch der Wahrheit,
By Coole Schule (Own work) [GFDL or CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

Immer wieder entflammt die Diskussion neu auf, ob man Handys in der Schule benutzen darf. Nach meterlangen Berichten, tonnenweise Expertenmeinungen, pädagogischen Zurechtbiegungen und eigentlich sinnlosen Debatten ist man heute genau gleich weit, als zu Beginn der Handy-Debatte. Es gibt keine einheitliche Lösung, ebenso wenig ein eindeutiges gut oder schlecht. Grundsätzlich können die Smartphones nichts dafür. Sie sind von Natur aus strunzdumm, vom Mensch abhängig und unfähig irgendwas Wertvolles für die menschliche Entwicklung beizutragen.

Das Problem mit der übertriebenen Permanentnutzungs-Droge ist die massenhaft vergeudete Zeit in den Schulen. Da wundert es nicht, wenn die Jugendlichen versuchen, wenigstens noch etwas Sinnvolles hinter den Schulbänken zu finden. Die Lehrbücher können dem Anspruch nicht gerecht werden und so weichen die jungen Leute auf das Daddelphone aus. Leider geht hier der Schuss nach hinten los, denn die erzieherische Wirkung von Handys ist Vergleichbar mit den von den Banken eingeführten Minuszins. Nach jedem sinnlosen Gebrauch eines Handys reduziert sich die Sozialkompetenz um ein paar Hirnverdrahtungen.

Deshalb schauen wir uns doch mal den Quell allen Übels an den Schulen an. Grundsätzlich ist das Bildunggssystem derart antiquiert, dass die Schüler eigentlich mit Fellhosen und Keulen zum Unterricht antraben müssten. Der zu vermittelnde Stoff entbehrt jeglicher Lebensbezogenheit und interessiert, mal jugendlich ausgedrückt, keine Sau. Das haben in letzter Zeit einige Schüler in Blogs und Berichten geäussert. Dieser Vorwurf ist nicht ganz von der Hand zu weisen, wenn man einzelne Unterrichtsinhalte sowie die Planung anschaut.

Fangen wir mit den Zeiten an. Es ist mir schleierhaft, wieso Kinder zu Zeiten in der Schule erscheinen müssen, die eigentlich für Erwachsene im Berufsleben gelten. Da sitzen gähnende Dreikäsehoch in Neonlicht gefluteten Räumen und die Lehrer wundern sich warum die Kleinen so demotiviert sind. Anstatt die Zeiten zu hinterfragen, werden die Schüler getadelt. Dann kommt das Stundenpensum dazu. Es kann mir kein Pädagoge fundiert erklären, warum Schüler 6, 7 oder 8 Stunden die Schulbank drücken müssen. Jeder Erwachsene weiss, dass bereits nach ein paar Stunden die Aufnahmefähigkeit schlagartig nachlässt. Da kann der Lehrer noch so „tolle“ Fakten präsentieren, irgendwann ist die Hirn-Festplatte voll und die Schüler schalten aus reinem Selbstschutz auf Durchzug. Die älteren Leser können sich sicherlich gut daran erinnern, wie man teilweise mit unmenschlicher Kraftanstrengung die Augendeckel offen halten musste, um nicht einschlafend mit der Stirn auf den Pult zu knallen. Da kann ich die Jugendlichen verstehen, wenn sie sich mit dem Daddelphone wachhalten.

Der stundenlange Wachhaltestress wird dann noch mit sinnlosen Lerninhalten getoppt. Es ist schon in Ordnung, wenn Schüler Lesen und Schreiben lernen. Aber wieso sie Gedichtanalysen verfassen müssen, hat sich mir bis heute nicht erschlossen. Wenn’s jemand interessiert, kann er später ein entsprechendes Fach studieren. Dasselbe mit den Naturwissenschaften, Geschichte, Geografie und so weiter. Ich sage nichts gegen ein Basiswissen. Aber auch hier kann ich mir nicht erklären, was die Schlacht von Waterloo Wertvolles für’s Leben vermitteln soll. Das ist etwa so sinnlos wie das Eruieren der chemischen Zusammensetzung eines Nasenpopels.

Wie einige Schüler richtig bemerkten, haben sie nach 9 Jahren Schulbildung immer noch keine Ahnung von den wirklich wichtigen Dingen im Leben, die sie täglich brauchen. Wer kann nach fast einem Jahrzehnt Schulbankdrücken eine Steuererklärung fehlerfrei ausfüllen, kennt sich mit den obligaten Versicherungen aus, kann das Geldsystem richtig erklären und zwar so wie es ist und nicht wie es die Banken einem verklickern, wie Sozialkompetenz aussieht und für was sie da ist und so weiter und so fort. Eigentlich alle wichtigen Dinge für’s Leben werden in der Schule nicht unterrichtet. Da kommt schon fast der Verdacht auf: das hat System.

Was würde passieren, wenn die Jugendlichen solche Themen seriös vermittelt bekommen würden? Darauf gibt es eigentlich nur eine Antwort. Sie könnten kapieren, wie korrupt das gesellschaftliche System ist, wie zerstörerisch der Kapitalismus mit Mensch und Natur umgeht, wie sinnlos viele Machtpositionen sind und wie desaströs wir Menschen generell mit unserer einzigen Lebensgrundlage, der Erde, umgehen. Da kämen plötzlich viele Verantwortliche ins Schwitzen, wenn sie sich vor den Jugendlichen erklären müssten, weil sie mit überlegten und kritischen Fragen konfrontiert werden. Genau die gleichen Verantwortlichen nehmen gerne die Zukunft der jungen Generation in den Mund, wie wichtig sie ihnen ist und wie wir Erwachsenen ihnen eine rosige Zukunft ermöglichen wollen.

Die Realität sieht leider ganz anders aus. Wir zerstören die Umwelt mit unserem raffgierigen Denken/Handeln, blähen ein finanzielles Schuldensystem auf, das wir nach unserem Ableben einfach den Jungen aufbürden und halten unseren Nachwuchs derart verblödet, dass sie die Konsequenzen unseres Handelns nicht erkennen können/sollen. Leider funktioniert die Verdummungsmasche nicht immer und die Jugendlichen kapieren mehr, als uns Erwachsenen lieb ist. Aber was wollen sie machen? Sie sind von uns abhängig, bis sie ihr eigenes Geld verdienen und diese Abhängigkeit wird von uns Grossen schamlos ausgenutzt. Die Wenigen, welche schon im Schulalter das System kapiert haben und entsprechend hinterfragen, werden als ADS’ler abgestempelt und mit Ritalin vollgepumpt, egal welchen Alters.

So muss es uns nicht wundern, wenn wir eine Generation von Daddelfetischisten heranzüchten oder uns gar darüber aufregen. Wir machen alles, dass es so ist, wie es zur Zeit ist. Wenn uns dann die nachfolgenden Jungen ins Ausland abschieben möchten oder schlicht mit uns nichts zu tun haben wollen, weil wir zu alt, verwackelt und dement geworden sind, dann müssen wir uns das auf die eigene Kappe schreiben. Wir können nicht erwarten, dass die nachstrebenden Generationen um uns Dattergreise bemüht ist, wenn wir sie vorher jahrelang belogen, irregeführt und medikamentös sediert haben.

Da kann ich nur sagen, das geschieht uns recht.


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22. Januar 2015 erschienen als: Satire

Eilmeldung: Das Dschungelcamp wurde in die Schweiz verlegt.

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Spezialtransporter für Heuschrecken,
By Hornet Driver (Own work) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Es gibt Meldungen, da reibt man sich beim Lesen zuerst mal die Augen oder hinterfragt sie grundsätzlich. Ich überlasse es dem Leser, was er mit dieser Schlagzeile anfangen will. Aber viele Indizien sprechen dafür, dass die Dschungelcamp-Kandidaten das Land gewechselt haben. Sehen wir uns doch mal die einzelnen Hinweise genauer an.

Seit Tagen schwirren über der Ostschweiz die Blechbienen mit lautem Geflabber und transportieren die Requisiten des Camps nach Davos. Damit beim Zuschauer der Eindruck eines echten Dschungels vermittelt wird, schafft man ca. 2500 verschieden Kriechtiere dorthin, ganze Lastwagen mit Futter und unzählige, knapp bekleidete „Tierpflegerinnen“, die während der nächsten Tage für die tausenden krabbelnden Viecher jederzeit zur Verfügung stehen müssen. Das macht schon Sinn. Es wäre peinlich, wenn die Sendung aufgrund mangelnder Pflegedienste vorzeitig abgebrochen werden müsste.

Zudem haben die Verantwortlichen erkannt, dass man heute mit Mehlwürmern den TV-Voyeurismus des durchschnittlichen Fernseh-Konsumenten nicht mehr genügend befriedigen kann. Also wird hingekarrt, was kreucht und fleucht. Eine neue Hauptrolle in diesem Camp bekommen die Heuschrecken. Gut getarnt mit Krawatte erkennt man sie nicht auf den ersten Blick, doch die Spur ihrer gesellschaftlichen Verwüstungen ist unübersehbar. Natürlich dürfen die Sch(w)aben nicht fehlen. Die Grösste von ihnen ist jedes Jahr dabei und schaut, dass sich alle wohlfühlen. Eigentlich fressen sie sich in der Natur ab und an gegenseitig auf, doch im Dschungelcamp herrscht ausnahmsweise Frieden unter ihnen. Das grosse Fressen kann ja danach wieder weitergehen, wenn die Medienvertreter nicht mehr da sind. Ansonsten könnten sich einige Zuschauer angewidert von diesem masslosen Gelage abwenden. Das schadet den Einschaltquoten.

Die Prüfungen der Kandidaten wurde ebenfalls etwas abgeändert. Mussten in Australien die Auserkorenen mit Abscheulichkeiten irgendwelche Plastiksterne ergattern, dürfen sich die Prüflinge in Davos zuerst die Nase voll pudern, bis sie nur noch Sterne sehen. So erspart man dem Zuschauer den Fremdschäm-Ekelfaktor. Nur das mit dem Auszählen gestaltet sich etwas schwieriger, wenn in den Hirnwindungen der vollgedröhnten Protagonisten die inneren Sterne wie Supernovae explodieren. Dieses Problem lässt sich aber mit Zuschauerumfragen lösen. Wer den unglaublichsten Schmus von sich gibt, erhält die meisten Stimmen.

Auch bei den diskutierten Inhalten am lauschigen Lagerfeuer haben die Macher Fantasie bewiesen. In Australien lebten die Möchtegern-Promis ihre hypochondrischen Neigungen aus und debattierten ihre Erkenntnisse lautstark vor den Kameras, egal ob es jemand interessierte oder nicht. In Davos hingegen werden intellektuelle Themen wie Klimaerwärmung, Raffgierfetischismus und injizierte Seuchenverbreitung diskutiert. Das sind alles wichtige Themen für den Durchschnittszuschauer, denn so kann er sich auf zukünftige Möglichkeiten des Ablebens einstellen, im Optimalfall aussuchen.

Als Sondereinlage haben die Verantwortlichen noch eine einheimische Spezies aus der Ukraine eingeladen. Doch dieser propagandistische Schuss ging nach hinten los. Er präsentierte ein Stück löchrigen, blechernen Käse, den er allen Anwesenden als Kriegsfutter verkaufen wollte, aber von den meisten ignoriert wurde. Das war eigentlich abzusehen. Wer möchte sich schon an einem Stück Blech die Zähne ausbeissen wo nicht einmal bewiesen ist, dass dieses Stück wirklich aus der Ukraine stammt. Dabei hat dieses Land sehr viele kulinarische Spezialitäten, welche man dem Ungeziefer vor die Klauen hätte setzen können. Da haben die Dschungelmacher wirklich am Ziel vorbeigeschossen.

Es bleibt abzuwarten, wie sich die Zuschauerzahlen aufgrund der Verlegung des Dschungelcamps nach Davos entwickeln werden. Einen persönlichen Eindruck vor Ort kann man sich selber nicht machen. Das war in Australien schon so und hat sich in den Bündner Bergen nicht geändert. Hier blieben die Macher ihren Vorgaben treu. Eigentlich wäre es wünschenswert, einen detaillierteren Einblick in die Abläufe des Camps zu bekommen. Viele Zuschauer kennen sich mit Insektenspezies wenig aus, zum Beispiel wieviel sie zum Leben brauchen, was ihre bevorzugten Territorien sind oder welche Schäden sie unter Umständen an Land und Leute anrichten können. Bei Heuschrecken sind die Auswirkungen bekannt. Überall wo die waren, bleibt nur noch ausgebeutetes Brachland liegen. Die Auswirkungen von übermässig auftretenden anderen Arten liegen noch völlig im Dunkeln. Selbst die Wissenschaft tut sich schwer, einzelne Exemplare zu studieren, denn sie verstecken sich äusserst clever in den Gebäuden der City of London oder Wall Street.

Die zukünftigen Austragungsorte des Dschungelcamps sind noch ungewiss. Die Macher haben diverse Anfragen nach Washington, Berlin, Brüssel, Vatikan und dem Bilderbergerverein geschickt. Eine offizielle Antwort steht noch aus. Dass das Dschungelcamp weitergeführt wird, steht eigentlich ausser Frage. Zu gross ist das Medieninteresse an niveauloser Unterhaltung. Zudem hat der Fernsehkonsument dank staatlicher Nötigung bereits das jährliche TV-Ticket bezahlt und man will schliesslich etwas für sein Geld haben. Egal wie widerlich, abartig und menschenverachtend das Programm daher kommt. Hauptsache man kann sich von den Medien vorbehaltslos sedieren lassen.

Wünsche weiterhin gute Unterhaltung.


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21. Januar 2015 erschienen als: Kommentar

Nur mit Promille noch ein freier Wille..

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Meinungsfreiheit nur noch mit Alkohol möglich?
By LadyofHats (Own work) [Public domain or CC0], via Wikimedia Commons

Was sich mittlerweile an übereifrigen Beamten in den gleichnamigen Stuben tummelt ist besorgniserregend. In der Schweiz hat sich ein Bürger, der sich nur am Rande des politischen Parketts bewegt in die Nesseln gesetzt. Er behauptete auf eine Facebook-Eintrag: „Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihre Regierung seien die wahren Nazis in Berlin.“ Was hat die arme Frau Merkel ihm angetan, dass er so über sie und ihre Kollegen herzieht? Hat sie ihm einen Korb gegeben, ein Date platzen lassen oder ihn gar nicht bemerkt? Ok, wer sich mit dieser Frau näher beschäftigt läuft schon Gefahr, wegen Aufwiegelung gegen den guten Geschmack eine Klage zu kassieren.

Sie aber als Nazi zu beschimpfen geht nun gar nicht. Frau Merkel und der Herr Steinmeier schütteln eifrig die Hände ihrer Regierungskollegen aus der Ukraine, welche nachweisslich so weit rechts orientiert sind, dass man laufend die Politbühne am rechten Rand ausbauen muss, damit die ukrainischen SS-Symbolträger nicht runterfallen. Ausserdem verschenkt die Kanzlerin Steuermilliarden an die Nazi-Symbole im Osten , damit der Völkermord an Ukrainern ungehindert weitergehen kann. Sie stört sich auch nicht daran, dass die Gelder über Nacht in ominösen Kanälen verschwinden, dass die meisten Kriegsopfer Zivilisten sind und dass die ukrainische Regierung alles macht, damit die Situation dort eskaliert.

Diese Tatsachen kann jeder selber recherchieren und wird sogar in der Tagespresse brühwarm gezeigt. Das sind keine Erfindungen, genau so wenig wie die Aussage der Barbipuppe Nuhland: „Fuck the EU!“
Wenn man nun Vergleiche heranzieht mit Nazis und die Schweizer Bundesanwaltschaft es für nötig empfindet, wegen einer solchen Aussage ein Strafverfahren zu eröffnen, dann ist die Redefreiheit nur noch eine leere Worthülse. Die staatlichen Wortklauber berufen sich auf den Artikel 291 des Schweizerischen Strafgesetzbuches aus dem Jahre 1930 der lautet:
„Wer einen fremden Staat in der Person seines Oberhauptes, in seiner Regierung oder in der Person eines seiner diplomatischen Vertreter oder eines seiner offiziellen Delegierten an einer in der Schweiz tagenden diplomatischen Konferenz oder eines seiner offiziellen Vertreter bei einer in der Schweiz niedergelassenen oder tagenden zwischenstaatlichen Organisation oder Abteilung einer solchen öffentlich beleidigt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft."

Nach meinen Erkenntnissen liegt kein Strafverfolgungsgesuch aus Deutschland vor. Das heisst demzufolge, dass den Bundesanwälten schlicht langweilig ist und sie sich selber Arbeit besorgen müssen. Die können einem schon fast Leid tun. Kassieren steuerfinanzierte Gehälter und müssen sich selber noch die Arbeit beschaffen. Wenn man sich das Alter des Gesetzes anschaut und wer es forciert hat, nämlich die Faschisten und Kriegshetzer des 2. Weltkrieges, dann fragt man sich schon, was für ein Gedankengut in den Köpfen der Bundesanwälte rumgeistert. Aber wer sich die beängstigend parallelen Entwicklungen in der Strafverfolgung von damals und heute anschaut, und das nicht nur in der Schweiz, dem kann wirklich Angst und Bange werden.

Die Meinungsfreiheit wird mit solchen Aktionen stückchenweise demontiert, bis ein gesprochener Satz nur noch aus Satzzeichen besteht, die keiner deuten kann. Dann wäre noch zu klären, wie weit man mit Satire gehen darf, oder Karikaturen. Wenn man sich nicht ins Rampenlicht der Strafverfolgung bringen will, dann sind heute solche Ausdrucksformen schlicht verboten. Ausser sie passen in das Propagandageheule der Politiker. Gegen Muslime darf man wettern, das passt in die Kriegsgelüste der Obrigkeit, gegen Ausländer auch, das bringt Wählerstimmen. Aber die eigene Politprominenz wird zunehmend rhetorisch unantastbar.

Das WEF in Davos öffnet heute die Tore für eine ausgesuchte Elite der Weltzerstörung, äh Entschuldigung, der weltlichen Kriegstreiberei, ach schon wieder, nein, der globalen Ausbeutung… so’n Mist…mir fehlen die richtigen, meinungsfreien Worte. Also das WEF, Treffpunkt der ………. (als Leser können Sie hier selber das passende Wort einsetzen) beginnt heute und das Thema freie Meinungsäusserung wird mit Sicherheit nicht erörtert. Schon wieder falsch. Es wird darüber gesprochen werden, aber nicht in dem Sinne, wie es das Volk gerne hätte.

Die freie Meinung ist eine aussterbende Tugend. Ausser wenn wieder irgendwo auf der Welt Unschuldige von medial schuldig gemachten Radikalen massakriert werden und die Politiker solch eine Tat verurteilen, dann darf das Volk ebenfalls wettern. Wenn die Obrigkeit nichts sagt, dann hat auch der Bürger das Maul zu halten, sonst gibt’s ne Ladung Guantanamo-Feeling oder 1000 Peitschenhiebe. Die Verunsicherung in der freien Meinungsäusserung ist leider schon allgegenwärtig. Am besten man füllt sich vorher mit reichlich Alkohol ab und gilt dann nicht mehr als handlungsfähig, respektive schuldfähig. Schläger, Raser, Vergewaltiger nutzen diese Tatsache zu ihren Gunsten kräftig aus und die staatliche Strafverfolgung kann so schnell den Täter zum Opfer befördern. Der böse, böse Alkohol aber auch!

Früher gönnte ich mir gerne hin und wieder einen Auftritt eines Satirikers, Kabarettisten oder sonstigen Hofnarren. Die durften seit dem Mittelalter als Einzige auch mal ein heikles Thema ansprechen, ohne gleich auf dem Scheiterhaufen oder Guantanamo zu landen. Das ist nun Geschichte. Heute sollten die humorvollen Wortkünstler nur noch stockbesoffen auf der Bühne erscheinen. Aus reinem Selbstschutz versteht sich. Ok, einen Volker Pispers mal sturzbetrunken zu sehen wäre sicher auch amüsant oder einen Simon Enzler, Beat Schlatter oder Mike Müller lallend zu geniessen, ich wär dafür. Einerseits damit sie keine Repressalien zu befürchten hätten, aufgrund ihrer alkoholisierten Unzurechnungsfähigkeit und andrerseits bescherte so ein Promille-Auftritt unerwartete Lacher für’s Publikum.

Die Auswahl an Wörtern in der Satzbildung reduziert sich leider immer mehr. Irgendwann ist der Rechtschreibeduden dünner als ein Fernsehprogramm. Die Medien haben dies ebenfalls erkannt und bringen keine neuen informativen Themen, sondern wiederholen ihre Inhalte im Halbjahresrythmus. Das kann man gut im Spiegel, Focus, Bild, Blick, 20 Minuten, Welt , NZZ, hach eigentlich bei allen Medien erkennen. Der Mensch ist ja schon etwas vergesslich, aber dass es so schlimm ist und die Massenblätter uns immer wieder den gleichen unkritischen Bockmist verklickern wollen, grenzt auch schon an eine Beleidigung. Hier könnte die Staatsanwaltschaft mal den Hebel ansetzen. Erlogene Berichterstattung und kollektive Massenverblödung stellen für mich eine klare Straftat dar.

Also ich werde mich in Zukunft ebenfalls vor dem Schreiben abfüllen müssen oder von einem Arzt als unzurechnungsfähig deklarieren lassen, dann kann ich wieder unbedarft in die Tasten hauen. Bei nüchteren Schreiben wird der Text halt ebenso nüchtern ausfallen. Dafür möchte ich mich jetzt schon entschuldigen. Wenn ich besoffen bin, bringe ich auch keine glaubhafte Entschuldigung mehr hin, deshalb mache ich das jetzt schon. Anstatt eines Morgenkaffees zum Tippen gibt’s dann ne Flasche Rotwein… Prost!


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20. Januar 2015 erschienen als: Interview

Die Helden unserer Zeit

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Die Friedenshelden,
von Zigorio

Nachdem ich letzte Woche in St. Gallen den Frieden suchte, aber nur Menschen traf, die so schnell als möglich nach Hause wollten, wurde ich dieses Mal fündig. Dank recherchierten Hinweisen eines Lesers blieb mir eine weitere Odyssee durch die St. Galler Altstadt erspart. Ich steuerte den Platz in der Näher des bekannten Klosters von St. Gallen an und traf eine Handvoll Menschen, die sich, trotz winterlicher Temperaturen zur Friedensmahnwache eingefunden hatten. Ausgerüstet mit Plakaten und einer kleinen Soundanlage boten sie jedem die Möglichkeit, seine Ansicht und Wünsche zum Thema Frieden mitzuteilen.

Einzelne Aktivisten schrieben mit Kreide Friedensbekundungen auf den Boden oder verteilten Flyer an Fussgänger. Die meisten Passanten nahmen jedoch wenig bis gar keine Notiz und wollten eigentlich nur so schnell als möglich nach Hause in die warme Stube. Ansonsten war der Platz leer. Der Frieden hat es schwer bei Temperaturen um die Null Grad. Zudem muss man sagen, dass die St. Galler nicht gerade bekannt sind für ihr Nachtleben, denn nach Ladenschluss werden die Bordsteine hochgeklappt.

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Flyer der Friedensmahnwache in St. Gallen,
von Zigorio


Ein aufgezeichnetes Interview möchte ich hier in gekürzter Form wiedergeben.


Wie lange gibt es die Friedensmahnwache in St. Gallen?

Sie wird seit dem Frühling 2014 regelmässig durchgeführt. Am Anfang vor dem Rathaus, was aber bei den Behörden nicht gut ankam. Sie verlangten eine Bewilligung durch die Stadtpolizei, was wir dann gemacht haben und sind seit dann an verschiedenen Orten in der Stadt präsent.

Wie hoch sind die Teilnehmerzahlen?

Wir waren schon über 50 Personen in den Herbstmonaten, aber im Winter sank diese Zahl merklich. Es bildete sich ein „harter Kern“ der regelmässig an der Mahnwache mitmacht und langsam wächst.

Was ist das Ziel der Mahnwache, was wollt ihr erreichen?

Wir möchten die Menschen darauf aufmerksam machen, dass man nicht alleine auf der Welt ist, dass es verschiedene Meinungen gibt und nicht nur eine, dass man offen bleiben sollte für andere Lebensansichten sowie Perspektiven, dass man wieder vermehrt zuhören sollte und die Augen und das Herz offen behalten sollte und zwar für alle Bevölkerungsschichten und Kulturen.

Wie ist die Akzeptanz bei der Bevölkerung in Bezug auf die Friedensmahnwache?

Wir haben bis jetzt noch keine negative Reaktion erfahren. Die Akzeptanz ist sehr hoch, auch wenn sich viele noch nicht trauen, das offen zu zeigen.

Werdet ihr von der Stadt, respektive von der Politik unterstützt? Sei es materiell, logistisch oder finanziell?

Nein in keiner Form. Wir müssen für alle Sachen selber aufkommen, selbst die Bewilligung der Friedensmahnwache wird von uns selber bezahlt. Aber das ist eigentlich gut so, denn so kann man uns nicht instrumentalisieren oder sich jemand auf unsere Kosten profilieren. Wenn jemand spenden will, darf er das gerne machen.

Plant ihr noch andere Aktionen wie die Friedensmahnwache?

Nein eigentlich nicht. Wir treffen uns sporadisch zu Diskussionsrunden im öffentlichen oder privaten Raum.

St. Gallen besitzt mehrere Medienanstalten wie Zeitung, Radio und Fernsehen. Gibt es eine Zusammenarbeit mit diesen Medien?

Nein, bisher nicht. Wir stehen ja für eine freie Meinungsäusserung und Berichterstattung ein. Mit diesen Gedanken haben die Medien so ihre Mühe. Deshalb boykottieren sie die Friedensbewegung. Sie wollen den Bürger nicht darüber informieren, denn dann könnte sich die öffentliche Meinung ja gegen sie richten aufgrund der politisch manipulierten Berichterstattung.

Gibt es eine Zusammenarbeit mit anderen Friedensbewegungen?

Vereinzelt ja, es kamen Vertreter aus anderen Ortschaften zum Beispiel Chur oder Lichtensteig und sie wollen nun selber Friedenmahnwachen durchführen. Aber es hat noch wenig Friedensaktivisten, die Szene respektive Vernetzung ist sich erst am Aufbauen. Wir besuchten die internationale Friedensmahnwache in Wien und Kundgebungen in Luzern und Zürich. Leider ist der Zulauf zu den Friedensbewegungen von Tragödien abhängig. Wenn nichts Aussergewöhnliches passiert, bleibt der Schweizer zu Hause.

Wir kommen zum Schluss des Interviews. Möchtet ihr noch den Lesern etwas für die Zukunft mit auf den Weg geben?

Es würde uns sehr freuen, wenn sich mehr Menschen für den Frieden interessierten, zur Friedensmahnwache kommen und mit uns über die aktuellen Entwicklungen auf der Welt diskutieren. Es ist unser Wunsch dass die Menschen ihre Herzen und Augen öffnen, tolerant bleiben und weniger pauschalisieren. Frieden fängt bei jedem einzelnen an und jeder hat die Möglichkeit, seinen Frieden an seine Mitmenschen weiter zu geben. Wir machen jedenfalls weiter bis der Weltfrieden herrscht und halten uns an den Spruch:

„ Stell dir vor es ist Frieden und jeder geht hin.“

Ich bedankte mich für das Interview und wünschte ihnen viel Erfolg bei der Verbreitung des Friedens.

Im Anschluss gab es noch ein Gruppenfoto mit anschliessender Musikeinlage. Danach machte ich mich auf den Heimweg, beladen mit Aufnahmen, Fotos und einem Gefühl der Bewunderung für die Friedenaktivisten. Sie lassen sich nicht durch äussere Widrigkeiten beeinflussen und setzen sich mit Herzblut für den Weltfrieden ein. Das verdient Respekt und Anerkennung. Denn eines ist sicher, in den Geschichtsbüchern werden die Kriegshetzer sehr schlecht wegkommen, aber alle Aktivisten für den Frieden werden eines Tages als die unbeirrbaren Helden des Weltfriedens den Weg in die Annalen finden.

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Grundsätze des Friedens,
von Zigorio


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19. Januar 2015 erschienen als: Satire

Ein Lob an die Unmenschlichkeit

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Glücklich in den Untergang
Uploaded to Commons by Xeworlebi, self created [Public domain], via Wikimedia Commons

Die Ereignisse auf der Welt überschlagen sich. Man kommt mit Lesen und Verdauen der Nachrichten gar nicht mehr nach. Um sich das letzte Fünkchen Gerechtigkeitssinn und Moral zu erhalten, empfiehlt es sich vor dem Blättern in den Gazetten irgendwelche Drogen rein zu pfeifen. Das vernebelt die Sicht auf die aktuellen Geschehnisse und lässt einen in den „ist-mir-doch-egal-Modus“ verfallen. Jegliches unvorbereitete konsumieren der täglichen Horrormeldungen wirkt sich sonst schädlich auf die persönliche Gesundheit aus. Oder man macht es wie die Presse und betrachtet das Weltgeschehen durch die rosarote Brille. Ich entscheide mich mal für das Letztere, da sonst die Gefahr besteht, stundenlang an einem Satz zu studieren. Dann fange ich doch mal mit den rosa Lobeshymnen an.

Zuoberst auf der Bewunderungsliste der Unverständlichkeiten sind unsere lieben Politiker. Vielen Dank nach Brüssel, Washington, Berlin und andere Glaspaläste. Was sie in den letzten Jahren erreicht haben sucht Seinesgleichen. Sie zementierten ihre politische Position seit geraumer Zeit und macht es dem Bürger daher einfach die wahrheitsignorierenden Politbeschlüsse zu akzeptieren. Man weiss ja wie die Politik an der Realität vorbeiregiert und da lebt es sich einfacher eine jahrelang erzählte Gummiwahrheit anzunehmen, als eine neue Lüge von einem unbekannten Emporkömmling in die medial sedierten Gedankengänge zu integrieren. Deshalb hoffe ich, dass Frau Merkel und Co noch lange an der Macht bleiben. Da weiss man was man hat.

Ein weiteres Lob möchte ich den Polizeikräften widmen. Ihre Omnipräsenz am Strafzettel-Block ist beispielhaft. Keine Gelegenheit wird ausgelassen, dem Fiskus Umsatz zu generieren. Die Uniformierten müssten eigentlich Traumbewerber für die Privatwirtschaft sein. Sie kassieren Geld für eine Leistung die keiner will. Da kann sogar der Sigmar Gabriel noch was lernen. Wenn es um die Personensicherheit geht, haben sie auch eine adäquate Lösung parat. Anstatt für die Sicherheit der Bürger zu sorgen, werden diese kurzerhand gekillt. Das geschieht vor allem in Amerika. Die USA haben gar nicht so viele Einsatzkräfte um alle Bürger zu schützen, also wird die Bürgerzahl reduziert. Im Jahr 2014 wurden nach offiziellen Angaben über 1000 US-Bürger von der Polizei exekutiert. Bei einer Einwohnerzahl von über 300 Millionen haben die Einsatzkräfte noch viel zu tun. Wenigstens sind schon mal die Särge da. Circa 30 Millionen Plastikwannen warten auf ihren Inhalt. Die US-Polizei sollte darauf achten, dass die Geburtenrate ihre bisherigen Tötungserfolge nicht neutralisiert.

Ein weiteres Lob richtet sich an unsere Weltreligionen. Sie sind die erfolgreichsten Tötungsmechanismen seit Jahrhunderten. Da kann kein Militär oder Polizeistaat mithalten. Die Weltkriege verblassen wenn man sich die Toten aufgrund von Glaubenskonflikten ansieht. Sie sind so effizient, dass sogar ganze Kulturen ausgerottet wurden und werden. Eigentlich müsste man in einem Krieg nur alle Religionsanhänger an die Front schicken. Das hätte den Vorteil, dass sie sämtliche Aktionen auf ihren Gott schieben können. Beim Soldaten ist immer irgendwo ein politischer Kriegshetzer am Werken. Den kann man einklagen, einen Gott hingegen nicht. Mir ist jedenfalls noch kein Fall bekannt, wo eine religiöse Obrigkeit auf der Wolke schwebend in Den Haag vor dem Kadi erscheinen musste. Politiker oder sonstige Kriegsfürsten hingegen schon.

Nicht zu vergessen beim Lobpreisen sind die Medien. Was sie in den letzten Jahren erreicht haben ist ebenso bewundernswert. Von der Sensationsgier getrieben schreiben sie alles, was die Auflagezahlen erhöht. Der Wahrheitsgehalt ist dabei sekundär. Sie sind sich ihrer Macht als Meinungsbilder bewusst und stellen sich gewissenhaft dieser Verantwortung, möglichst keine Wahrheiten im Gedankengut des Volkes aufkommen zu lassen. Journalistische Verräter der unabhängigen Presse werden augenblicklich entlarvt und mit richterlichen Verfügungen erschlagen. Sollte das nichts nützen, bedienen sie sich der digitalen Denunzierungs-Techniken in Form von Hackerangriffen, gekauften Kommentatoren oder lassen ganz einfach die Server abschalten. Alternative Meinungen bilden eine Gefahr für die wahrheitsscheuen Medien und sie reagieren auf korrekte Berichterstattung schon fast allergisch.

Zum Schluss noch ein ganz grosses Lob an alle Kapitalisten. Egal ob Kleinanleger oder Oligarchen. Alle rennen der gleichen unersättlichen Gier hinterher. Dieses sozialinkompetente Handeln ermöglicht die diversesten Auswüchse der Menschheitsvernichtung. Sie haben es geschafft, innert hundert Jahren den grössten Teil des bewohnbaren Bodens zu vergiften, die Weltmeere leer zu fischen, die Luft atomar zu verseuchen und das wenige Süsswasser auf Erden in ihre Gewalt zu bringen. Wer nicht zahlt verdurstet oder vergiftet sich mit unsauberem Wasser. Diese Wasserpolitik hat zudem den Vorteil, zahlungsunfähige Menschen auszusortieren, damit sie den Zahlungswilligen nicht das saubere Wasser wegsaufen. Dasselbe passiert mit den Lebensmitteln. Essen sollen nur die dürfen, welche es sich auch leisten können. Lieber saftige Dividenden als Nahrungsmittelspenden.

Das sind so die wesentlichen Weltverbesserer mit qualifizierter Unmenschlichkeit. Sollte ich jemand vergessen haben zu erwähnen, tut es mir ausdrücklich Leid. Es liegt mir fern, irgendjemand mit den Eigenschaften sozialverträglichen Handelns zu denunzieren. Mitgefühl, soziale Verantwortung, Nächstenliebe und Genügsamkeit sind alles Tugenden, die heute nicht mehr ins Weltbild passen und keinem aufgebürdet werden sollten. So viel Eigenverantwortung erträgt kein Mensch und verstösst gegen jegliche egoistischen Prinzipien. Von daher sollte sich jeder Erdenbürger von solchen Eigenschaften verabschieden, denn sie ermöglichen unter Umständen ein ungewolltes frühzeitiges Ableben, können zur Verarmung führen und provozieren das, was man heute nur noch in Filmen oder romantischen Storys findet. Ein Happy-End!


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18. Januar 2015 erschienen als: Satire

Die Wettervorhersage

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Wetterkapriolen in Europa, By derivative work,via Wikimedia Commons

Die allgemeine Wetterlage

Ein allgemeines Hoch an Fremdenhass zieht sich quer über Europa und beschert uns in den nächsten Tagen sonniges Denunzierungswetter. Von Russland her bildet sich ein Meinungs-Tief mit kühlen Temperaturen, dass sich langsam Richtung Zentraleuropa bewegt. Das Denunzierungshoch bleibt allerdings noch wetterbestimmend wobei in einigen östlichen Landesteilen mit frostigem Gedankengut gerechnet werden muss. Der Wind kommt mehrheitlich aus dem amerikanischen Westen, hat aber in den letzten Tagen an Stärke verloren.


Zentraleuropa

Im nördlichen Osten Deutschlands sinken die Temperaturen der Sozialkompetenz gegen null Grad. An den Küsten Deutschlands herrscht stürmisches Parolengeheule. Laut den Behörden ist eine meinungsmanipulierte Sturmflut aber unwahrscheinlich. Die Einsatzkräfte stehen in Alarmbereitschaft. In Mitteldeutschland herrscht unbeständiges Gesinnungswetter. Die Windrichtung kann mehrmals am Tag wechseln, abhängig von politischen Wolkenbrüchen. In Süddeutschland bläst der Frankenföhn und bringt Tauwetter bis nach Frankfurt. Der Euro schmilzt dank der hohen Kurstemperaturen vor sich hin, wobei einigen Banken das Wasser bereits bis zum Hals steht. Feuerwehr und EZB stehen im Dauereinsatz und pumpen was das Zeug hält.


Westliches Europa

Frankreich erlebt die grössten Brandherde der letzten Jahre. Über 150‘000 Polizisten und Militäreinsatzkräfte versuchen die Katastrophengebiete zu sichern. Aber die unzähligen Schwelbrände lodern immer wieder auf und bringen die Einsatzkräfte an ihre Belastungsgrenze. Verzweifelt versuchen die Behörden, mutmasslich muslimische Brandherde unter Kontrolle zu bringen. Dabei legen sie selber ein Gegenfeuer und hoffen so die auflodernden Brandherde im Keim zu ersticken. Der immer wieder auffrischende Wind aus dem nahen Osten erschwert die Arbeit. Etliche Bürger wurden bereits Opfer des Feuersturms. Eine Regenfront von den britischen Inseln könnte etwas Abkühlung für den erhitzten Gemütern bringen, aber sie bleibt im über dem Ärmelkanal hängen und vernebelt dafür die Sicht im britischen Empire.


Der Süden

Die Wetterlage südlich der Alpen lässt sich schlicht nicht vorhersagen. Die lokalen Entwicklungen sind derart unterschiedlich, dass sich kein einheitliches Bild der politischen Windrichtungen, geschweige denn der lügenreichen Niederschlagsmengen vorhersagen lässt. Generell kann man aber sagen, dass die Infrastruktur unter der meterhohen Korruptionsdecke aus bolivianischen Schnee irgendwann zusammenbrechen wird. Die Räumungsfahrzeuge aus dem Haus Goldman-Sachs verkaufen das weisse Zeugs an gut gepuderte Nasen in den Nobel-Ski-Orten wie St. Moritz oder Gstaad. Solange das Geschäft funktioniert, werden sie das politische Wetterniveau niedrig halten und erhellenden Sonnenstrahlen aus dem Weg gehen.


Die Aussichten

Verschiedene Tiefdruckgebiete ziehen aus allen Richtungen nach Europa. Die Stimmung wird eisig und die Zukunftsaussichten lassen einem das Blut in den Adern gefrieren. Einzelne Atompilze können in verschiedenen Regionen Zentraleuropas die Temperaturen kurzzeitig erhöhen und für wohltemperierten Schneefall sorgen. Die Bevölkerung wird aufgefordert bei solchen Wetterentwicklungen zu Hause zu bleiben, die Fenster zu schliessen und den Empfehlungen des Katastrophenschutzes Folge zu leisten. Eine Verbesserung der politischen Wetterlage ist nicht in Sicht. Es empfiehlt sich, für die nächste Zeit etwas Proviant und Wasser zu besorgen um eventuelle Engpässe in der Versorgung überbrücken zu können. Wer atomar eingeschneit ist, kann auf keine schnelle Hilfe hoffen und muss sich selber über einen ungewissen Zeitraum versorgen. Sobald eine Wetterbesserung in Aussicht ist, werden wir umgehend informieren.


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17. Januar 2015 erschienen als: Kommentar

Eingeredeter Kaufzwang

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Den Schweizern geht der Euro aus
By Frank Schwichtenberg (Own work) [Public domain], via Wikimedia Commons

Was für eine Woche. Das denken vermutlich viele, die von der Entkoppelung des Frankens vom Euro in irgendeiner Form betroffen sind. Am meisten jubeln die Konsum-Apostel, die wie Wanderameisen über alle Schnäppchen herfallen, als ginge es ums nackte Überleben. Herr und Frau Schweizer sehen sich mit der unlösbaren Aufgabe konfrontiert, die neu gewonnene Kaufkraft des Frankens irgendwie mit einem Schuhschachtel-Denken zu verbinden. Dass dies zu teils irrwitzigen Auswüchsen führt, kann man in verschiedenen Zeitungen lesen.

Die Schweizer Bundesbahn (SBB) hängt noch mehr Wagons an ihre Züge, um dem Ansturm an Kaufwilligen, die im grenznahen Ausland ihre Konsumrausch befriedigen wollen, dorthin transportieren kann. Geldautomaten müssen die letzten Euro-Scheine rausrücken und einzelne Bankschalter machten bereits dicht wegen fehlender Euros. Man könnte wirklich meinen, dass es nächste Woche keine Läden mehr im Ausland gibt oder die Regale dann für immer leer sind. Ansonsten lässt sich nicht erklären, warum so viele Eidgenossen unbedingt in windeseile ihr Geld zum Fenster raus schmeissen wollen.

Da wird gehamstert bis die Einkaufstüten reissen. Alles was vorher als sinnlos betrachtet wurde, muss jetzt ins heimische Wohnzimmer. Der vermeintlich günstigere Kaufpreis legitimiert jeglichen Konsum-Schwachsinn. Die Menschenschlange an der Mehrwertsteuer-Abstempelstelle erinnert an DDR-Zeiten und die Schweizer Zöllner sehen sich mit Warenbergen konfrontiert, als wolle jeder Schweizer ein Importgeschäft eröffnen. Zu Hause werden dann die erworbenen Sachen unausgepackt in den Keller gestellt, denn brauchen tut man sie nicht, aber Hauptsache man hat günstig einkaufen können. Dort gammeln dann die Konsumgüter vor sich hin, bis sie beim nächsten Frühlingsputz ungebraucht auf dem Müll landen. Es schmeisst sich viel leichter etwas weg, wenn man nicht so viel dafür bezahlt hat.

Es ist schon erstaunlich, wie der Mensch mittlerweile auf Konsum getrimmt ist. Sobald er glaubt etwas günstiger zu bekommen, wird gehamstert. Egal wieviel man vorher für Anreise und Heimfahrt aufwenden musste, oder er noch für Verpflegung ausgegeben hat. Das vermeintliche Objekt der Begierde war billiger als sonst und nur alleine das zählt. Alle zusätzlichen Aufwendungen, um überhaupt in die Nähe des Artikels zu kommen, werden schlicht ausgeblendet. Rationelles Denken wird mit ausländischen Preisschildchen ausradiert. Das gleiche Verhalten sieht man bei den Schluss- und Ausverkäufen. Sobald sich die Ladentüre öffnet, herrscht Krieg. Es wird gekämpft, geschubst, aus den Händen gerissen, niedergeschlagen und ab und an auch ein unvorsichtiger Konsument zu Tode getrampelt. Bei Rabatten wird der Mensch zum Tier. Eigentlich müssten alle Konsumenten Maulkörbe tragen.

Das grosse Erwachen kommt dann erst später. Das Bankkonto geplündert, die Kreditkarteüberzogen und dabei ist noch viel Restmonat übrig, bis der neue Zahltag die Misere ausgleicht. Faktisch gesehen geben die Grenzgänger mehr Geld aus, als wenn sie in heimischen Geschäften einkaufen würden. Nur der eingeredete Glaube an die hochgepriesenen Schnäppchen überdeckt sämtliches rationelles Verhalten. Die Produzenten haben das schon lange kapiert und verpacken immer weniger Inhalt in grösser werdende Schachteln. Der Preis nimmt dafür äquivalent mit der Verpackung zu. Sobald der Konsument sein Hirn auf Schnäppchen-Modus eingestellt hat, realisiert er die betrügerischen Verkaufsstrategien nicht mehr.

Leidtragende sind die Detailgeschäfte in Grenznähe. Da werden einige in nächster Zeit ins insolvente Gras beissen. Auch der Schweizer Tourismus ächzt unter dem starken Franken. Aber die sollen nicht jammern. Seit Jahren hofieren sie die Reichen und Schönoperierten und wollen den Einheimischen die Erholung im eigenen Land verwehren. Das haben sie mit ihrer irrwitzige Preispolitik schon mancherorts erreicht. Im Engadin können sich die Einheimischen keine Wohnung mehr leisten und wird nur noch saisonal von Oligarchen mit ihren Püppis bewohnt. Die meiste Zeit stehen die Häuser leer und die Eingeborenen müssen auswandern. Selbst das Gewerbe im Hoch- und Tiefbau wandert ab, weil die Gewerberäumlichkeiten unbezahlbar geworden sind. Einzig das flache Gewerbe kann sich noch stundenweise ein Zimmer leisten.

Die kapitalistische Hochpreisinsel Schweiz drängt den einfachen Bürger geradezu im Ausland einzukaufen. Es konnte noch keiner glaubhaft erklären, warum hier die Preise doppelt so hoch sind, wie im angrenzenden Ausland. Selbst Produkte, die in der Schweiz hergestellt wurden sind im Ausland günstiger. Das weiss mittlerweile jeder und so wundert es nicht, dass jetzt Massen ins Ausland stürmen, um billiger einkaufen zu können. Der vermeintliche Sparmodus ist bereits so fest in den Schweizer Hirnwindungen verankert, dass sämtliche kritischen Überlegungen gar keine Synapsen mehr finden, um einen gedanklichen Prozess zu starten.

Kaufrausch ist ähnlich wie Alkohol. Er vernebelt das Denken, lässt irrational handeln und verwandelt eigentlich normale Menschen zu fremdgesteuerten Konsumzombies, die eine Frage dann immer mit ja beantworten: „Darf’s a bisserl mehr sein?“


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16. Januar 2015 erschienen als: Kommentar

Schicksalsjahr 2015

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Der Anfang vom Ende
von Myriam Thyes (Eigenes Werk) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Die kleine Schweiz hat für ein globales Erdbeben der Finanzmärkte gesorgt. Eigentlich verwunderlich, wie so ein winziges Land die Welt überraschen kann. Die Medien berichten wieder mit ihrem unprofessionellen Journalismus und als Leser ist man nach dem studieren der Texte um keinen Deut schlauer. Man muss sich die wahren Inhalte mühsam zusammensuchen. Denn normalerweise besitzt die kleine Schweiz im internationalen Handel nur eine Nebenrolle, offiziell. Im Hintergrund sieht die Sache aber ganz anders aus.

Betrachten wir die Märkte global. Alle Länder, respektive Konzerne erwirtschaften Umsätze. Wieviel davon Gewinn ist, hängt von der virtuosen Buchführung ab. Damit der Profit nicht dem Fiskus zum Opfer fällt, lagern die Firmen ihre Gewinne aus. Dafür geeignet sind die Kanalinseln, Caymans und so weiter. Das sind aber eigentlich nur die Buchhaltungsstellen. Ansonsten müssten die kleinen Inseln aufgrund der tonnenschweren Geldlast untergehen. Als Sparschwein, also der Ort wo das wirkliche Geld lagert, ist seit langem die Schweiz berühmt. Die Alpen bilden ein festes Fundament, da kann nichts absaufen. Dem ganzen sagt man im Fachjargon „Steueroptimierung“. Auf den Caymans ist das Geld steuerfrei, also wird alles dorthin verbucht/investiert und die Caymänner schaufeln die Kohle ins Alpenland. Das Ursprungsland der Konzerne geht dabei leer aus. Das erklärt, warum Konzerne wie Apple und andere Giganten keinen Cent Steuern zahlen müssen.

Dieses Spiel wird schon lange betrieben, ist legal und betrügt die Staatskasse um Milliarden. Sogar der Schweizer Bundesrat Schneider-Amman praktiziert dieses System mit seiner Amman-Gruppe und prellt jedes Jahr den Fiskus um viele Millionen. Das lässt auf einen moralisch verwerflichen Charakter schliessen. Er ist einer der Bundesräte der Schweiz, sitzt also in der Landesführung ganz oben und bescheisst sein eigenes Land ohne Skrupel. Nochmal, dieses System ist rechtlich legal, aber ethisch und moralisch absolut verwerflich bis charakterlos.

Aber er befindet sich in bester Gesellschaft. Das machen praktisch alle, welche die Möglichkeit dazu haben. Otto Normalbürger kann das nicht. Er wird weiter ausgepresst wie eine Zitrone.
Langsam kommt Licht ins Dunkel. Seit Jahren schaufeln so die Konzerne ihr Geld ins Alpenland und ihre Vermögen stiegen dabei ins Unermessliche. Dazu betrachtet man die globale Entwicklung der Krisengebiete, die Verschuldung der Euro-Zone, der Amerikaner, das Entstehen der BRICS-Staaten, die Entkoppelung des Dollars und so weiter. Das sind alles Anzeichen für Instabilität. Eigentlich ist es egal was passiert. Der Euro steht auf derart wackeligen Beinen, dass es nur noch einen Windhauch braucht um ihn kollabieren zu lassen. Der könnte bei der nächsten Griechenland-Wahl über das Land wehen oder bei einer Eskalation der Ukraine-Krise. Ein Zerfall des Euros wäre die Folge. Es würde das Gleiche passieren wie im 2. Weltkrieg. Eine Hyperinflation. Solch einen Wertezerfall kann die kleine Schweiz mit bestem Willen nicht mehr stemmen. Und als wichtigster Faktor, das wollen die vielen Konzerne mit ihren gebunkerten Milliarden auf keinen Fall.

Das lässt den Schluss zu, dass die Oligarchen des Westens und Ostens ihre Schäflein ins Trockene gebracht haben und nun eine Entkoppelung des Frankens zum Euro forderten. Ihre Gelder können nun nicht mehr durch die desaströse Politik der EZB vernichtet werden. Da fällt einem nur der Spruch ein: die Ratten verlassen das sinkende Schiff. Die EZB hingegen glaubt, bildlich gesprochen, das einlaufende Salzwasser durch anderes Wasser zu ersetzen und somit ein absaufen verhindern zu können. Ok, Salzwasser ist schwerer als Süsswasser, aber diese Taktik kann den Untergang nicht verhindern, sondern nur verzögern. Das wussten die Oligarchen und haben aus diesem Grund die SNB zu diesem Schritt gedrängt. Die Politik hinkt den Finanzmärkten immer hinterher, deshalb verwundert es auch nicht, dass der Schweizer Bundesrat von diesem Schritt überrascht wurde. Sogar die IWF-Chefin Lagarde hob überrascht die Augenbrauen.

Zwar jammern jetzt die Schweizer Unternehmen, dass ihre Produkte auf einen Schlag um die 20% teurer wurden, übersehen aber absichtlich, dass ihr Unternehmenswert um den das Gleiche gestiegen ist. Klar gibt es Verlierer, wie Kleinanleger, grenznahe Betriebe, schweizer Tourismus und so weiter. Die gelten aber gegenüber den gebunkerten Billionenbeträgen, genau weiss das keiner, als verkraftbarer Kollateralschaden.

Die grössten Drahtzieher des internationalen Kapitalismus sind gleichzeitig die grössten Kriegstreiber. In ihrer Agenda stehen Kriegsabsichten, die jedem einen kalten Schauer über den Rücken laufen lassen. Gemeint sind die Rockefellers und Rothschilds. Sie fechten schon lange einen internen Krieg über die weltliche Vormachtsstellung aus. Die Schweiz ist der Rothschilds liebste Sparsau. Mit der Entkoppelung bringen sie die Rockefellers in Zugzwang, denn der Dollar ist praktisch nichts mehr wert. Um den Rockefellers vollends das finanzielle Genick zu brechen, wird mit den Saudis zusammengearbeitet, damit der Ölpreis unter die amerikanische Schmerzgrenze fällt. Die Amerikaner glaubten anfangs noch mit der opportunistischen Strategie Russland in die Knie zwingen zu können, merkten aber nicht, dass man die gleiche Taktik auch gegen sie verwenden kann. Sie hielten es schlicht für unmöglich, dass jemand es wagt, sich derart gegen sie zu stellen.

Der SNB-Chef Jordan hat dazu einen Satz geäussert, der eigentlich alle Alarmglocken mobilisieren müsste. Er sagte dass in Europa in den nächsten drei bis sechs Monaten starke Veränderungen zu erwarten sind. Welche, das präzisierte er nicht. Aber so wie die Kriegsvorbereitungen seitens der Amerikaner laufen ist der Fall eigentlich klar. Der kriegerische Schwelbrand im Nahen Osten, in der Ukraine und die europäische Terrorpanik werden über kurz oder lang ganz Europa ins Chaos stürzen. Was dann mit dem Euro passiert ist klar. Davor musste sich die Schweizer Sparsau retten. Die genau gleiche Taktik wurde vor dem 2. Weltkrieg praktiziert. Die Schweiz blieb dank den gebunkerten Geldern verschont, weil alle Kriegsparteien ihr Alpen-Sparschwein nicht zerstören wollten. Zudem braucht es dann im kriegerischen Europa einen unabhängigen Finanzier.

Ich denke, das Jahr 2015 wird zum Schicksalsjahr für Europa, eigentlich für die ganze Welt. Sollte der Ölpreis unter 40 Dollar fallen, wird es zum 3. Feuerwerk der Menschheitsgeschichte kommen. Die Amerikaner stehen dann mit dem Rücken zur Wand, denn sie waren noch nie für eine besonnene Taktik bekannt. Ich hoffe immer noch auf eine Deeskalation, aber die Zeichen stehen alle auf Krieg und die Amerikaner haben schon zu viel investiert, um jetzt noch einen Rückzieher zu machen, denn dann wären sie vollends pleite. Die Zukunft sieht düster aus, leider.


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15. Januar 2015 erschienen als: Kommentar

Ablenkung durch Dadaismus

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Die Welt ist in einer heissen Phase,
By Lesserland (Own work) [CC0], via Wikimedia Commons

Langsam gehen mir die ganzen Meldungen der IS-Halsabschneider, Al-Kaida, Boko –Haram und wie die ganzen Umnachteten heissen, so ziemlich auf den Wecker. Die mehrfachen, täglichen Meldungen aus der Lügenpresse nutzen sich ab. Die Betroffenheits-Stufen werden mit jeder Meldung erhöht. Verursachte vor einem halben Jahr noch die Enthauptung eines Menschen eine Schock-Explosion in der Hirnschale des sozialen Medienkonsumenten, ist das heute in der Wahrnehmung gleichbedeutend mit den Lottozahlen. Damit die getürkten Massenblätter ihre Leserschaft weiter mit Horror-Nachrichten füttern können, werden gezielt Gräueltaten herausgepickt um den Verkraftungs-Level des unbedarften Zeitungslesers kontinuierlich zu erhöhen. Neuer Höhepunkt ist das Abschlachten einer Frau, während sie ein Kind gebärt. Es geht nicht mehr lange und die ersten kannibalistischen Schlemmerorgien von den Gottesfanatikern tauchen auf den Titelseiten auf.

Wo führt die ganze Berichterstattung hin? Ich denke auf einen gewünschten Wut und Hass-Level. Gepaart mit der Bereitschaft als Vertreter des Abendlandes die gleichen Gräuel zu begehen. Das Niederschlagen und verkrüppeln von unschuldigen Menschen ist ja in der „Szene“ mittlerweile en vogue. Strafverfolgung erfolgt nur, wenn die Täter ins Hassbild gegen Ausländer passen, ansonsten ist das Strafmass vom Alkoholgehalt in der Hirnschale der Delinquenten abhängig. Neonazis dürfen schon seit Jahren unbescholten Leute killen und werden sogar vom Staat unterstützt. Das wird so weitergehen. Bald gibt’s die ersten Verdienstorden dafür.

Dabei wird mit den ganzen Zeitungsartikeln der Fokus generell auf Europa gerichtet. Die unrasierten Halsabschneider haben scheinbar keinen Geographieunterricht genossen. Ihre Welt besteht aus dem errichteten Kalifat, wobei keiner weiss wo es anfängt oder aufhört, ab und an erinnern sie sich vage, dass es auf dem Planeten noch weitere Kontinente hat. Die USA und Australien werden als medialer Lückenbüsser erwähnt, aber das wirklich nur am Rande. Aber dank den Zeitungen glaubt man, die ganze islamische Welt richtet ihren Grössenwahn einzig auf Europa. Hier erkennt man deutlich, dass irgendjemand konzentrierten Schwachsinn verzapft. Entweder die Medien oder die pubertären Kuttenträger. Wahrscheinlich Beide.

Das lässt sich aus folgender Tatsache schliessen, dass man keine Drohungen oder gar Anschläge aus Südamerika, Russland, China, Japan oder einem sonstigen Staat voller Ungläubiger hört. Die IS-ler wollen ja alle töten, die nicht ihrem Idiotismus folgen. Wieso erwähnen sie dann nicht die besagten Länder? Sind dort schon alle zum Islam konvertiert? Putin, Abe, Kim? Tragen die alle schon einen Bart? Also entweder wird hier wieder durch die Medien manipuliert, oder die IS-Schlächter haben wirklich ein Weltverständnis einer Schuhschachtel. Vermutlich trifft wieder Beides zu. Hier stimmt was generell nicht. Die Kriegshetze und Panikmache ist auf Europa konzentriert um das Volk derart mürbe zu machen, dass es bedenkenlos zur Waffe greift. Die Anti-Kriegs-Einstellung des Bürgers erodiert langsam vor sich hin.

Die europäischen Politiker haben zudem bereits einen Kriegsbereitschafts-Faktor eingebaut. Von ihnen rekrutierte und bezahlte Schläger, Parolen-Schreier und Mitläufer brüllen ihre Abkürzungen in die Landschaft. Mich erinnern die Floskeln irgendwie an die Teletubbys. Hogesa, Pegida, Ködiga, Dügida und wie sie alle heissen etablieren den Dadaismus zur Umgangssprache. Der Zerfall kultureller Sprachenvielfalt ist einhergehend mit dem moralischen Denken der Parolen-Apostel. Wenn mit der Zeit nur noch GnaGnaGna und TutuTu auf den Titelseiten prangert, haben die beauftragten Massenblätter ihr Verblödungsziel erreicht. Dass mit solchen Begriffen nicht mehr rationell überlegt werden kann, erklärt sich von selbst. Dann haben die Politiker genug hirnlose Lemminge gezüchtet, die man bedenkenlos in einem sinnlosen Krieg verheizen kann.

Ein weiterer Grund, warum die Massen so auf die islamische Bedrohung getrimmt wird, ist die Mobilmachung gegen den Osten. Unbemerkt vom Bürger karren die Amerikaner Panzer an die Ostfront, offiziell als Sparmassnahme der US-Administration deklariert. Truppen werden verlegt, Kriegsschiffe positioniert und Öltanker als schwimmende Nachschubtruppen für die dieselsaufenden Stahlkolosse zu Wasser und zu Land umfunktioniert. Das alles läuft weitgehend unbemerkt im Hintergrund und lässt sich mit einen Dadaismus-Wortschatz nicht mehr erfassen. Da haben die Kriegsstrategen perfekte Arbeit geleistet.

Die Generalmobilmachung für den bereits laufenden dritten Weltkrieg steht kurz vor der Vollendung. Ich vermute das Jahr 2015 wird zum Schicksalsjahr für die Menschheit und Europa das Schlachtfeld der Zukunft. Die Zeichen stehen auf Sturm, der Wind wurde gesät.


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14. Januar 2015 erschienen als: Kommentar

Wut und Tränen

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Wer steht als Nächstes auf der Abschussliste?
By Phillip Maiwald (Nikopol) (Own work) [GFDL or CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Eigentlich wollte ich heute wieder so richtig satirisch in die Presche schlagen, aber mir fehlen aufgrund der Ereignisse der letzten Tage die Worte. Genau genommen ist mir nicht zum Lachen zu mute, sondern ich bin stinksauer. Bin ich doch tatsächlich wieder mal den Massenmedien auf den Leim gegangen. Da stelle ich vermutlich keinen Einzelfall dar. Dieses Schicksal erlitten Millionen an Medienkonsumenten, was einen neuen Höhepunkt der Massenverarschung darstellt.

Gemeint ist das inszenierte Gruppenfoto der Staatsoberhäupter in Paris. Habe ich doch tatsächlich geglaubt, dass die an der Spitze der Massendemo marschierten, dabei war es ein geplanter Fototermin in einer menschenleeren Nebengasse. Die ganze Sache dauerte nur ein paar Minuten und schon verschwanden die Volksaufhetzer wieder in ihren, vom Volk bezahlten Privatfliegern. Ich würde gerne den Wutfaktor der Millionen belogenen Menschen messen. Wäre es eine Literzahl, man könnte die Weltmeere damit füllen.

Den Gipfel manipulierter Medien bot ein jüdisches Blatt. In deren Augen sind Frauen in der politischen Spitze schlicht untragbar und sie haben die deutsche Kanzlerin und die schweizer Bundesrätin kurzerhand wegretuschiert. Es reicht ja nicht, dass wir schon genug hirnlose Islamisten haben, jetzt gesellen sich auch noch die Ultras der Juden hinzu. Geistige Umnachtung verbreitet sich anscheinend schneller als das Ebola-Virus. Ich frage mich, wie man sich bei religiösen Fanatikern anstecken kann. Durch den Austausch von Körperflüssigkeiten? Ich dachte Schwule sind bei denen verboten.

Dazu will ich einen klaren Unterschied machen zwischen hirnlosen Fanatikern und Menschen, die friedlich ihre Religion zelebrieren. Von der friedvollen Spezies gibt es mehr als man denkt. Hat es schon immer gegeben. Vor 20 Jahren hatte es in Europa und anderswo auch schon Muslime, Juden, Hindus und sonstige Glaubensvertreter. Man mag es kaum glauben, aber alle lebten mehr oder weniger friedlich miteinander, teils seit hunderten von Jahren und der gesellschaftliche Frieden war vorhanden. Die Wenigen, welche sich nicht unter Kontrolle hatten, waren ein verschwindend kleiner Teil. Deppen gibt es überall, im Strassenverkehr, in der Politik und so weiter.

Erst seit der Dämonisierung durch die Politik wucherten allmählich Geschwüre des radikalen Denkens und wurden durch die gekauften Massenblättern entsprechend propagiert. Das dumm gezüchtete Volk glaubte alles, was man ihm vorsetzte und prang auf den Zug der Diskriminierung auf. Von da an ging es mit dem gesellschaftlichen Frieden abwärts. Um diese Entwicklung des Hasses weiter voran zu treiben, killten immer wieder Sonderkommandos der Geheimdienste aus den USA und IS-rael die eigenen Leute, verteilten Ausweise, luden die Presse zu Shootings ein und diktierten hassbildenden Wortlaut den Zeitungen. Wer’s nicht glaubt darf gerne im Netz recherchieren. Für das folgende Einstürzen von „Heile-Welt-Vorstellungen“ übernehme ich allerdings keine Verantwortung.

Die Menschheit steuert auf den Abgrund zu. Die nächsten inszenierten Attentate werden in Europa zunehmen. Die EU in Brüssel will sich von den amerikanisch diktierten Sanktionen gegen Russland verabschieden. Was das heisst, kann man in der Geschichte nachlesen. Alle Länder, die sich gegen den Willen der USA aufgelehnt haben, wurden mit Terror überzogen. Präsident Holland sprach sich öffentlich für eine Beendung der Russland-Sanktionen aus und eine Woche später knallt es in Paris. Mir konnte noch keiner erklären, warum, laut Zeugenaussagen, ein Attentäter blaue Augen hatte, ein anderer Englisch sprach, das Fluchtauto zuerst verchromte Aussenspiegel besass und nachher plötzlich eine Lackfarbe und so weiter und so fort. Es finden sich im Netz unzählige Widersprüchlichkeiten, die stark an eine False-Flag-Aktion wie 9/11 erinnern. Grundsätzlich kann man davon ausgehen, dass wir wieder für dumm verkauft werden und die Zahl der unschuldigen Opfer explosionsartig nach oben gehen wird. Bei diesem Gedanken steigt eine Wut in mir auf, gepaart mit dem Gefühl der Ohnmacht. Ich könnt‘ heulen und kotzen zugleich.

Allen bisherigen und allen zukünftigen Opfern widme daher ich die folgenden Zeilen, welche ich gestern mit Tränen schrieb.

Tränen in den Augen, Steine im Herz,
es bricht mir der Glauben, unendlich der Schmerz.
Ich weiss nicht wofür die Hoffnung noch lebt,
Die Wahrheit ist schrecklich, die Seele entschwebt.
Den Frieden wollt’ ich, mit Liebe zu teilen,
das Schicksal jedoch, wird uns alle ereilen.
Die Zukunft so schön, sie könnt’ uns gehören.
Die Hoffnung, sie bleibt, nur Tod kann sie stören.
Was bleibt ist der Glaube ans innere Licht,
gewidmet den Opfern, sei dieses Gedicht.

Zigorio


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13. Januar 2015 erschienen als:Kommentar

Wenn einer auszog, den Frieden zu finden…

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Baustelle des Friedens
von Zigorio

Der Frieden auf der Welt besteht bald nur noch in der Erinnerung des Einzelnen. Überall wo man hinschaut nur Hass, Neid, Lüge und Gier. Der Mensch hat es weit gebracht in seiner Entwicklung. Das Blöde ist nur, sie verlief rückwärts. Dasselbe mit der Fähigkeit zu Denken. Hatten früher die Menschen noch ihr Gehirn benutzt, überlassen sie es heute irgendwelchen technischen Geräten und sollte gerade mal keines zur Verfügung stehen, ist er schon überfordert. Selbständiges Denken findet man nur noch im Museum, begraben unter einer dicken Staubschicht des Vergessens.

Wenn schon das kritische Denken leider ins embryonale Stadium zurückgekehrt ist, dann kann doch der Frieden nicht weit sein. Abgestumpfte, hirnlose Individuen müssten eigentlich völlig friedlich sein, da es ja keine Substanz mehr gibt, mit der es sich zu denken lohnt. Daher müsste die Welt mit gleichgeschalteten, meinungslosen Stromschwimmern überschwemmt sein. Ein genauer Blick in die Zeitungen bestätigt diese Vermutung. Was hier an millionenfacher Heuchelei, stumpfsinniger Nachplapperei und medialen Allesfressern zu finden ist, macht sprachlos.

Um dem ganzen Wahnsinn auf Erden mit etwas Positivem zu begegnen, wollte ich gestern an einer Friedensmahnwache teilnehmen, Fotos und Filme machen, Interviews führen und das Ganze als kleiner friedlicher Lichtblick ins Netz stellen. Also packte ich meine Utensilien zusammen, mich warm ein und fuhr nach St. Gallen, die Hauptstadt des gleichnamigen Kantons im Nord-Osten der Schweiz. Im Internet hatte ich zuvor recherchiert, wann und wo diese Veranstaltung durchgeführt wird. Ein Leser hatte mir Links und Infos zukommen lassen und ich versuchte diese im Netz zu finden. Leider war die Suche nach aussagekräftigen Daten gleichbedeutend mit der Suche nach dem weltlichen Frieden. So ziemlich unauffindbar. Das machte mich schon etwas stutzig, aber als hoffnungsloser Optimist liess ich mich nicht von meinem Vorhaben abbringen.

Nach meinen Recherchen gab es zwei Orte in St. Gallen, wo die Mahnwache stattfinden könnte. Mit angekündigter Bühne, Kerzen und vielen friedliebenden Menschen. Tja, ich fand viele Menschen, die hatten aber alle Feierabend und wollten so schnell wie möglich nach Hause. Ich marschierte regelrecht gegen den Strom der Heimsuchenden. Kurz darauf stand ich auf dem „Friedensplatz“. Das Einzige, was ich vorfand war eine Baustelle. Es standen grosse Maschinen rum, die für den Frieden brummten, aber keinen einzigen Menschen, der das Gleiche machte. Da stand ich nun, alleine auf dem Platz mit Stativ und Kamera und konnte es nicht richtig verstehen. Hatte man die Aktion verlegt? Abgesagt?

Da ich nun schon mal hier war, befragte ich einige Passanten zu der Friedensmahnwache, ob sie davon wussten und wo diese sonst noch stattfinden konnte. Kein Einziger besass Kenntnis davon und manche hochgezogenen Augenbrauen bezweifelten meinen gesunden Menschenverstand. Da sucht einer mit medialer Ausrüstung den Frieden im kalten Januar. Der hat sie doch nicht alle.
Nachdem ich keine brauchbaren Auskünfte erhielt, machte ich mich auf den Weg und klapperte alle Plätze in der Stadt ab, von denen ich wusste, dass hier ab und an etwas stattfand. Aber nichts, keine Menschen, keine Friedensmahnwache und viele Plätze in trauriger Dunkelheit. Langsam machte sich in mir ein Frust breit. Nach zwei Stunden vergeblichen Suchens nach dem Frieden, gab ich auf. Enttäuscht und um eine Erfahrung reicher machte ich mich wieder auf den Heimweg.

Dieses Erlebnis unterstrich meine Meinung über die Ostschweizer Mentalität. Engstirnig, zugeknöpft und langweilig! Das hatten die Ostschweizer schon bei anderen Anlässen bewiesen. Wenn es nichts zu saufen oder kiffen gab, interessiert’s keine Sau. An dieser Einstellung haben sich schon manche Veranstalter die Zähne ausgebissen. Wenn das Ganze noch mit Fehlinformationen im Web gepaart ist, kann sowas nur in die Hose gehen. Vermutlich haben die Verantwortlichen der Mahnwache geschnallt, dass das Dschungelcamp im Fernsehen läuft, dann muss der Frieden halt warten.

Die Webseite der Organisatoren zeigt die gleiche verstaubte Mentalität und glänzte mit unbrauchbaren Angaben. Um der Unglaubwürdigkeit einen draufzusetzen, muss man sich dem Zuckerberg’schen Schwachsinn aussetzen. Ohne Facebook-Account bekommt man keine Infos. Da haben die Macher der Webseite ihre Unfähigkeit vollends bewiesen. Sie nötigen Interessierte sich dort anzumelden, posten alle Infos auf diesem amerikanischen Schrott und realisieren nicht, dass sie ihre „Friedensbemühungen“ beim grössten Friedensvernichter der Welt reinstellen. Die sind genau gleich realitätsfremd wie die unzähligen „Wir sind Charlie“-Zombies, die den grössten aktuellen Massenmördern und Freiheitskillern in der ersten Reihe nachlaufen. Mein Traum, dass die Riesenmasse endlich die eigentlich Verantwortlichen des Massakers mit ihrer menschvernichtenden Politik zur Verantwortung ziehen, wurde nicht erfüllt. Die Chance haben sie verpasst. Eine Million Bürger kuschen wegen einer Handvoll Politiker. Aus diesem Grund habe ich nur noch Verachtung für die Charlieianer übrig.

Die nächsten unschuldigen Opfer stehen schon bereit, auch wenn sie es jetzt noch nicht realisieren, dass sie zum nächsten strategischen Kollateralschaden befördert werden. Die Politiker betreiben weiterhin Kriegshetze, wiegeln die Bevölkerung gegeneinander auf, schrauben weiter am Überwachungsstaat und nehmen billigend die zukünftigen tausenden von Toten in Kauf.

Der Frieden auf der Welt wird grundsätzlich missverstanden. Der neue Slogan für das Volk heisst:

„Ruhe in Frieden!“


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12. Januar 2015 erschienen in:Lebenskreise

Hippokratisches Roulette

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Kennen die Ärzte diese Sätze ?
By User:Mattes (Own work) [Public domain or Public domain], via Wikimedia Commons

Haben Sie sich schon über ihr Ableben Gedanken gemacht? Da gibt es einige Punkte zu berücksichtigen, die einem so nicht direkt einfallen. Vordergründig ist da die Todesursache und der Zeitpunkt. Die meisten streben ein friedliches Entschlummern, so zwischen zwei und drei Uhr Nachts an. Dann sind alle im Bett und können einem nicht durch hysterisches Geschreie wieder ins Leben zurücklärmen. Zudem sind dann die meisten Spielfilme zu Ende. Wäre ärgerlich, wenn man kurz vor dem grossen Metzelfinale selber als Erster ins Gras beisst. Reality-TV der besonderen Art. Zudem ist es fraglich, ob es im Himmel einen Kabelanschluss gibt, damit man eine Wiederholung des verpassten Filmendes anschauen kann. Sollten dann noch 72 Jungfrauen die ganze Zeit vor dem Bildschirm rumhüpfen, wird’s mühsam, überhaupt einen Blick auf die Mattscheibe werfen zu können.

Leider ist heute den wenigsten ein friedliches Entschlummern gegönnt. Viele rackern sich zu Tode, zweckentfremden das Auto zum Leichenwagen und im Extremfall wird man durch eine radikale Ideologie in seine Einzelteile zerlegt. Einige Menschen möchten den Zeitpunkt ihres Ablebens selber bestimmen. Schmerzfrei, friedlich und totsicher soll es sein. Dafür gibt es in einigen Ländern sogenannte Sterbehilfen. Erst wenn von denen sämtliche lebenserhaltenden Argumente mit stoischer Ignoranz entkräftet wurden, lassen sie einen den Aggregatszustand wechseln, von fest zu feinstofflich. Dass dies mitunter für Sterbewillige grausamer ist, als der Sprung von der Brücke, erklärt sich von selbst. Aber jetzt erobert ein neues Angebot den Sterbemarkt.

Die Krankenhäuser der Welt haben dieses Marktsegment für sich entdeckt. Tot oder Leben stehen jetzt auf dem Angebot. Bei der Todesursache hat man weniger Mitspracherecht, da entscheiden die Ärzte. Sie haben ein viel grösseres Sterberepertoire als der allgemeingebildete Bürger. Zur Verfügung stehen ihnen diverse Apparaturen, ein unerschöpfliches Chemielager, hochgezüchtete Biowaffen und eine unendliche Selbstüberschätzung ihrer Fähigkeiten. Dass die Ärzte Vorboten des Todes sind, sieht man bereits an ihrer Arbeitskleidung. Ganz in weiss stimmen sie einen schon mal auf die Engel hinter den Himmelspforten ein.

Dass die Krankenhäuser eine direkte Konkurrenz zu den Sterbehilf-Organisationen darstellen sieht man an den öffentlichen Zahlen. Pro Jahr werden allein in Deutschland 18‘000 Menschen durch Ärztepfusch ihrem Gott näher gebracht. Da sehen die 6‘000 Verkehrstoten schon mickrig aus, wobei sich dort nicht genau eruieren lässt, ob wirklich Verkehrsunfälle schuld sind oder doch der Notarzt. Wie gesagt, das sind offizielle Zahlen. Die Dunkelziffer dürfte noch um einiges höher liegen. Die Weisskittel haben ein Spiel daraus kreiert und das nennt sich hippokratisches Roulette. Als eingelieferter Kunde macht man automatisch mit. Die Spitäler haben zudem den Vorteil, man zahlte seinen Tod bereits im Voraus. Die Höhe der eingezahlten Krankenkassen-Prämie bestimmt, ob man privat, halbprivat oder allgemein abserbeln darf. Die Sterbehilfe-Organisationen stellen eine separate Rechnung, was sie marketingstrategisch benachteiligt.

Obwohl die Krankenhäuser und ihre Henker einen Marktvorteil besitzen, schummeln sie wo es nur geht. Da werden sinnlos Körper aufgeschlitzt, mit Medikamenten experimentiert, ohne den Patienten zu informieren und Krankheiten solange gepflegt, bis sie zu einem lukrativen Geschäft herangewuchert sind. Selbst nach dem Tod eines Patienten wird weiter kräftig verdient. Die Recycling-Abteilung schlachtet alles aus was es zu verwerten gibt. Neuerdings warten sie nicht mal, bis der Patient tot ist. Sie schneiden schon vorher auf. Wenn dann der Arme plötzlich auf dem Tisch mit geöffnetem Bauch aufwacht…ups, dumm gelaufen!

Wie kann man sich vor tödlicher Fremdbestimmung schützen? Vorausschauend Auto fahren, radikale Gruppierungen meiden und nur ins Spital gehen, wenn irgendwelche Ärztekongresse stattfinden. Laut einer Studie überleben mehr Patienten, wenn die Fachidioten gar nicht im Krankenhaus sind. Das ist schon fast eine Sensation. Je weniger Ärzte an einem rumdoktern, umso höher ist die Überlebenschance. Dann bilden nur noch die Putzkolonnen eine Gefahr, wenn sie die Biowaffen im ganzen Haus verteilen.

Schauen Sie, dass Sie ihre Wehwehchen auf einen Kongress terminieren können. Im Internet findet man ganze Kalender, wo die Termine der einzelnen Disziplinen aufgelistet sind. Lassen Sie diese Events in ihre Gesundheitsplanung einfliessen. Je weniger Weisskittel rumschleichen umso besser. Bei Verletzungen, die einen chirurgischen Eingriff nötig machen, bleibt einem fast keine andere Wahl, als den Halbgott zu akzeptieren, der gerade keine Pause hat.

Hier müssen Sie leider auf ihr Glück vertrauen oder dass die Himmelspforte wegen Überbuchung zur Zeit geschlossen hat. Ich wünsche gute, langanhaltende Gesundheit.


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11. Januar 2015 erschienen in:Lebenskreise

Exklusiv-Interview aus dem Dschungelcamp

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Hilferuf der Mehlwürmer
By YanCoasterman (Own work) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Das Dschungelcamp kehrt auf die Mattscheibe zurück. Dafür werden die Tripple-Z-Promis in den eigens dafür errichteten Regenwald verfrachtet. Schon im Vorfeld der Sendung lieferten sich weibliche Kandidatinnen einen Zeckenkrieg, der sich bereits jetzt viral in den Medien verbreitet. Die männlichen Teilnehmer halten sich bis jetzt bedeckt, was Meinung, Erscheinung und Hirnleistung angeht. Sie wollen die weiblichen Artgenossen nicht schon im Vorfeld verscheuchen.

Unter den mitwirkenden Insekten herrscht geteilte Meinung. Einerseits sind sie die Stars der Sendung, werden aber mit Knebelverträgen zu Statisten degradiert. Aus diesem Grund haben sich verschiedenen Vertreter der Krabbelspezies zusammen getan und eine Gegenbewegung gegründet, um auf die unfairen, teils rassistischen Bedingungen dieser Produktion hinzuweisen. Die betroffenen Insektenarten besassen bisher keine Lobby und stehen den Medien, aufgrund vergangener Erfahrungen eher skeptisch gegenüber. Nach unzähligen Verhandlungen mit Hilfe von Mittelskäfern konnte die Rädelsführer der vielbeinigen Spezies zu einen Interview bewegt werden. Unser Reporter begab sich daher auf eine Reise in den tiefsten Dschungel. Sie gestaltete sich als sehr gefährlich und tückisch, denn er musste aufpassen, nicht versehentlich auf einen Funktionär oder Interview-Partner zu treten. Nach stundenlangem Fussmarsch erreichte er, bewacht von unzähligen Anhängern der Krabbelfraktion das Basis-Camp der Oppositionellen.

Dort bot sich ihm ein Bild des Grauens. Kinderinsekten, die im Schlamm spielten oder an der sterbenden Verwandtschaft knabberten, überall herumliegende, ausgeschlürfte Chitinpanzer, die einzig noch zum Versteckspielen für den Nachwuchs dienten.
Unser Reporter musste zuerst die kommende Nacht abwarten, bis die Führer aus ihren Löchern gekrochen kamen. Bis dahin konnte er sich in Geduld üben und musste äusserst vorsichtig agieren, da er von bis an die Zähne bewaffneten Verteidigungstruppen bewacht wurde.

Nach Einbruch der Dunkelheit kam Bewegung in die unzähligen Beine. Unser Reporter wurde zu einer Stelle unweit des Camps gebracht, wo der Pressesprecher in Form eines Mehlwurmes bereits auf ihn wartete. Zu seiner Überraschung sah er ein PEGIDA-Plakat. Aber dazu später mehr. Nach einer Weile des Wartens und argwöhnischen Bemusterung, erlaubte ihm die Führung, seine Fragen zu stellen.

Sie haben sich, aufgrund vergangener Erfahrungen mit dem Dschungelcamp, zusammengeschlossen. Was bezwecken Sie mit dieser Aktion?

Die ganze Show ist eine Farce. Das sieht man bereits daran, dass wir als Spezies gar nicht im Dschungel beheimatet sind und gegen unseren Willen hierher verfrachtet wurden. Schon beim Transport waren unzählige Opfer zu beklagen. Das wurmt uns sehr!

Sie haben die Verantwortlichen mit diesem Vorwurf konfrontiert. Was erhielten Sie als Antwort?

Alle die reklamierten wurden kurzerhand in einen Mixer geworfen und zu einer Dschungelprüfung verarbeitet.

Das ist wirklich uninsektlich. Wurde in den Verträgen nicht auf eventuelle Verluste hingewiesen?

Nein, mit keiner Milbe. Sie versprachen uns eine Hauptrolle in der Sendung. Dass dies als Püree gedacht war, sagte man uns nicht.

Andere Vertreter diverser Krabbelspezies machten ebenfalls fragwürdige Erfahrungen. Können Sie uns davon berichten?

Viele wurden einfach von den Kandidaten zu Tode getrampelt, teils absichtlich teils aus Gleichgültigkeit. Die Überlebenden durften nicht mehr zu ihren Artgenossen zurück, sondern wurden bei lebendigem Leibe entsorgt.

Wie haben Sie darauf reagiert?

Einige von uns suchten den Dialog mit den Verantwortlichen der Show. Das einzige Argument welches wir zu hören bekamen, war eine Fliegenklatsche.

Das ist eine sehr einseitige Kommunikationsmethode. Habe Sie noch andere Möglichkeiten versucht, um sich Gehör zu verschaffen?

Natürlich, unsere PR-Abteilung entwickelte eine Parole, die auf diese Missstände hinweisen sollte, die aber von einer abendländischen Gruppierung für ihre Zecke missbraucht wurde.

Welche Parole war das?

Sie lautet PEGIDA. Das heisst, persönliche Eigenständigkeit gesellschaftlicher Insekten Deutschlands und Australiens.

In Deutschland wird diese Parole von einer anderen Gruppierung verwendet. Wie kam es zu dieser Diebstahl ihrer PR-Idee?

Wir vermuten von ein paar extremistischen Zecken. Sie haben keine soziale Verantwortung, vermehren sich explosionsartig und saugen alles aus, was sich nicht wehren kann. Wir distanzieren uns ausdrücklich von deren Verhalten und können dies nicht gutheissen.

Nachdem ihre PR-Aktion zeckentfremdet wurde, welche Möglichkeiten sehen Sie noch, um ihren Anliegen Gehör zu verschaffen?

Wir müssen alle Insekten informieren, für was sie eigentlich herhalten müssen und das erreichen wir nur mit einer medialen Omnipräsenz. Deshalb haben wir auch zu diesem Interview ja gesagt.

Wie gestaltet sich die weitere Zusammenarbeit mit den Dschungelcamp-Verantwortlichen?

Nun, da wir schon mal hier sind, werden wir uns an die vertraglichen Verpflichtungen halten und uns als Ekelfaktor gewissenhaft in die Sendung einbringen.

Haben Sie nicht Angst, dass weitere Artgenossen ihr Leben für diese Produktion hergeben müssen?

Die Gefahr besteht, doch unsere verdeckten Aktionen werden eine entsprechende Antwort auf die insektenunwürdigen Bedingungen sein.

Wie sehen solche Aktionen aus?

Zuviel möchten wir nicht verraten, aber eines kann ich jetzt schon sagen. Wir Mehlwürmer haben eine Abmachung mit den Bandwurm-Rebellen. Wir stellen uns für die Prüfungen zur Verfügung, auch wenn einige dabei draufgehen, das sind für uns Märtyrer, und transportieren die Bandwurmeier unbemerkt in die Prüfungen. Wir sind quasi ein trojanisches Pferd. Wenn dann die Kandidaten sich in unseren Leibern suhlen oder gar als Drink verarbeitet geniessen müssen, haben wir gewonnen. Die Bandwurmbrigaden werden erst nach einer Weile aktiv, wenn die Show schon lange beendet ist und so kann man die Spur zu uns nicht mehr zurückverfolgen.

Das ist aber eine ziemlich perfide Taktik.

Das mag schon sein, aber die vielen Opfer, welche wir zu beklagen haben, lassen keine andere Möglichkeit mehr zu.

Wie sieht ihre Zukunft aus? Werden Sie an weiteren Staffeln des Dschungelcamps mitwirken?

Sollten die Bandwurmrebellen erfolgreich sein, wird sich das Problem von selber erledigen. Wir denken, dass sich keiner mehr in den künstlichen Dschungel verfrachten lässt, wenn er anschliessend unfreiwillig als Gebärstation für Millionen von Bandwürmern herhalten muss. Die bisherigen Kandidaten sollten mal ihren Stuhlgang checken lassen. Da wird es einige blasse Gesichter geben. (lacht)

Wir bedanken uns für das Gespräch und werden das Interview im originalen Wortlaut veröffentlichen.

Bitte gerne geschehen!

Nach diesem Gespräch verliess unser Reporter das Camp. Da es noch Nacht war, beleuchteten unzählige Glühwürmchen den Rückweg. Das bewies eindrücklich, wie die Insekten eigentlich sehr friedliche Tiere sind und dem Menschen nichts Böses anhaben wollen und für einen offenen Dialog bereit sind. Das kann man von den Machern des Dschungelcamps nicht behaupten. Sie veralbern den Zuschauer mit einem vermeintlichen „echten“ Dschungel, nötigen die Kandidaten sich der Lächerlichkeit Preis zu geben und verschmutzen das natürliche Umfeld mit Zivilisationsmüll. Der unkritische Zuschauer suhlt sich im Voyeurismus bis hin zum Fremdschäm-Schmerz. Fernsehen kann manchmal richtig weh tun. Aus diesem Grund beherzigt die Redaktion den Aufruf des Boykotts und appelliert an alle Medienkonsumenten, sich diesen Insektengenozid nicht anzusehen und die Verantwortlichen mit Klagen wegen Verunglimpfung des guten Geschmacks zu überhäufen.

Wir werden über die weitere Entwicklung in dieser Angelegenheit mit spitzer Feder berichten.


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10. Januar 2015 erschienen in:Lebenskreise

USA = Uneingeschränkter-Sozial-Autismus

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Neue Trendsportart in den USA: Schwarzwild-Jagd
By Santamambisa (Own work) [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons

In letzter Zeit wurde es in den Medien recht ruhig in Bezug auf die USA. Es gab ja sonst so viel zu berichten, was nichts mit den Amis zu tun hatte. Vordergründig jedenfalls nicht. Aber im Hintergrund mauscheln sie weiter an der Globalisierung des geplanten Weltkrieges. Die amerikanische Irrenanstalt erfindet täglich neue Geistes-Krankheiten und macht sie zu gesellschaftlichen Tugenden. Es erstaunt mich immer wieder, wie viel Schwachsinn im Kopf eines amerikanischen Politikers Platz hat. Es erweckt fast den Eindruck, dass sie ihre geistige Umnachtung im Sekundentakt von irgendeinem Wölkchen-Server beziehen. Ein selbständig denkender Mensch besitzt eine natürliche Hemmschwelle, wenn es um das Verbreiten persönlichen Schwachsinns geht. Bei den Amis ist diese Grenze völlig verschwunden, respektive war vermutlich noch nie vorhanden.

Da sagten doch die Metzgergesellen aus dem Schlachtbetrieb „Stratfor“:
„Die USA werden dagegen von dem Kampf der Kulturen verschont bleiben, weil die Muslime dort in die Gesellschaft integriert seien.“

Zuerst glaubte ich beim Lesen dieses Satzes, mir wäre eine Drohne ins Auge geflogen. Aber dem war leider nicht so. Der Satz war wirklich so zu lesen. Muslime sind also in den USA integriert. Mag schon stimmen, wenn ich mir die Zimmerbelegungen von Guantanamo und anderen Gefängnissen anschaue. Die Amis haben eh eine seltsame bis skurrile Umschreibung von bestimmten Tatsachen. Zum Beispiel das Wort „töten“ findet sich immer seltener in den Gazetten. Im Neulüg heisst das „neutralisieren“. Tönt harmlos wie aus dem Chemielabor. Um den Tod eines Menschen festzustellen verwenden sie jetzt Lackmus-Papier.

Eine weitere Unart, wie die Amerikaner etwas ummodeln ist der personelle Austausch. In der Ukraine wird bald Englisch als Landesprache eingeführt, damit die dort positionierten Pappnasen der USA überhaupt verstehen, was in diesem Land gesprochen wird. Der Sohn von Joe Biden sitzt in der Geschäftsleitung des grössten ukrainischen Energiekonzerns, die ukrainische Finanzministerin ist das, was man im Volksmund einen politischen Bastard nennt und der Jazenjuk entspringt sowieso einem amerikanischen Reagenzglas. Er könnte ebenso aus einem Kaffeebecher gefallen sein, mit seiner braunen Geschmacksrichtung.

Was war denn sonst noch im Land des unbegrenzten Schwachsinns los? Mehrere Meldungen berichteten von pädagogischem Schusswaffengebrauch. Nicht das die Eltern ihre Balgen mit blauen Bohnen erziehen, es läuft nun umgekehrt. Ist die Windel falsch gewickelt – Peng. Die Kleinen machen mit unfähigen Eltern kurzen Prozess. Dasselbe mit den Geschwistern. So nach dem Motto „es kann nur einen geben“ wird über den Haufen geschossen, was eine territoriale Konkurrenz im Kinderzimmer darstellt. Pflichtbewusste Eltern lassen ihren Kindern zuerst den Waffengebrauch von einem Experten zeigen und wenn sie’s kapiert haben, knallen sie den Instruktor ab. Dem sagt man auf amerikanisch: learning by doing.

Dann war der winzigweiche Billy-Boy wieder einmal medial präsent. Dieses Mal nicht mit einem als Impfaktion getarnten Massenmord oder Zwangssterilisation, sondern er machte das, was schon viele von ihm erwarteten. Er konsumierte seine eigene Scheisse. Leider nicht in der natürlichen Form, sondern gefiltert, gereinigt und glasklar. Aber damit kennen sich die Amis bestens aus. Den grössten Mist mit den unglaublichsten Lügen reinwaschen. Das ändert aber nichts an der Herkunft der Plörre. Die technische Errungenschaft einer Maschine, die Scheisse in Wasser umwandelt, war in den USA längst überfällig. Bei ihnen quillt der politische Fäkalienberg mittlerweile aus allen Löchern und sie wussten nicht mehr, wem sie sonst noch den Mist ins Gesicht schmieren konnten. Praktisch die ganze Welt darf sich über ihre produzierte Gülle freuen. Die europäischen Politiker sind schon alle tiefbraun im Gesicht und sobald sie den Mund aufmachen, wendet man sich angewidert ab. Kein Wunder bei dem Gestank.

Dann haben die Amerikaner wieder ihren finanziellen Kollaps weggedruckt. Faktisch sind sie pleite, verschuldet bis über beide Ohren können sie ihre Gläubiger nur noch mit Waffengewalt ruhig halten. Aber sie drucken weiter unbeirrt ihre Bilanzen schön. Wenn man es genau nimmt, ist ein Blatt einer Toilettenrolle mehr wert als eine Geldnote. Wenigstens im funktionellem Sinn. Deshalb können sich in den USA die Bewohner nichts mehr leisten und leben von Lebensmittelmarken. Da muss man sich nicht wundern, wenn die Menschen anfangen Staatsangestellte zu erschiessen. Wer nichts zu essen hat, der geht halt auf die Jagd.

Diese Entwicklung war abzusehen. Zuerst frönten die Staatsangestellten der Schwarzwildjagd und jetzt hat das Wild den Spiess umgedreht. Plötzlich ist die schiesswütige Jagdgesellschaft selber zur Zielscheibe geworden. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis dieser neue Trend aus den USA in Europa Fuss fasst. Bis jetzt wurde alles aus Übersee, egal wie hirnrissig, in Europa nachgemacht. Deshalb wird es nicht mehr lange dauern, bis sich hierzulande die ersten Jagdgesellschaften formieren und alles abknallen, was in der Nahrungskette als verwertbar gilt. Dabei spielt es keine Rolle mehr, ob das Jagdfieber moralisch oder kulinarisch motiviert ist.

Hauptsache es befriedigt!


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09. Januar 2015 erschienen in:Lebenskreise

Terror als Meinungsbildung

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Im Abendland wird’s geistig dunkel
By Elya (Own work) [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons

Was für ein desaströser Jahresbeginn. Der Anschlag in Paris war ein Stich in die lethargische heile Welt des Westens. Wenn der Rest des Jahres so weitergeht, na dann gute Nacht. Ich wollte mich nicht mehr zu islamischen Tugenden, religiös motivierten Schlachtereien oder sonstigen bärtigen Einheitsgewändern äussern, aber diese Tat und der daraus resultierende mediale Einheitsbrei liessen meine Gedanken nur noch um dieses Thema kreisen. Als lasse ich den angesammelten Haufen von Sätzen über die Tastatur flitzen, auch wenn ich mich wieder ins Wespennest begebe.

Mein letzter satirischer Artikel über den Islam ist schon eine Weile her und der daraus resultierende Shitstorm hat mich damals sehr überrascht. Der kam nicht von Muslimen sondern von Menschen, die offensichtlich keine eigene Meinung haben und erst dann das Maul aufmachen, wenn genug andere ins gleiche Horn blasen. Finden kann man solche Meinungszombies bei der PEGIDA-Horde. Dabei hat es dort einige Menschen, die ich in ihrer Meinung unterstützen könnte, aber leider demonstrieren sie nicht aus persönlicher Überzeugung sondern weil es die Masse macht. Das macht es viel einfacher, kollektive Schuldige zu finden. Wenn tausende die gleichen Parolen in den Himmel brüllen , muss ja was Wahres dran sein. Jetzt macht sogar die AfD mit und schliesst sich mit den abendländischen Gewohnheitsnörglern zusammen. War ja zu erwarten. Diese Möchtegernpartei agiert wie ein Kopffüssler. Das Hirn irgendwo im Organismus verteilt, rückgratslos und schleimig im Handeln. Ich kann nur hoffen, dass diese parteiliche Ressourcenverschwendung auf den gleichen Zug aufspringt wie die FDP.

Laut den Medien fühlt sich die PEGIDA-Bewegung in ihrem Handeln bestätigt. So nach dem Motto: jetzt erst recht. Sie konsumieren die Medienmitteilungen mit der Gesinnungsbrille und es finden nur die Wörter den Weg ins Hirn, welche in das rassistische Gedankengut passt. Dabei erkennen sie nicht, wie die ganze Sache zum Himmel stinkt und sie wieder einmal mehr vor den Dreckskarren des Fremdenhasses gespannt werden. Dazu möchte ich ein Beispiel nennen, das einigen bekannt vorkommen wird, aber in der Medienwelt professioneller Ignoranz ausgesetzt ist.

Es scheint bei den Terroristen mittlerweile zum guten Ton zu gehören, seinen Ausweis am Tatort liegen zu lassen. Macht eigentlich Sinn, denn die meisten Attentäter bringen sich gleich selber um die Ecke und dann braucht es keinen Ausweis mehr. Zudem benötigt man eine offizielle Bestätigung der Medien, dass man als Märtyrer für die 72 Jungfrauen Bezugsberechtigt ist. Wenn niemand erfährt, wer was gemacht hat, ist es schwierig seinen Jungfrauen-Anspruch geltend zu machen. Wenn man sich in die Luft sprengt, wird es schwierig, aus den Einzelteilen wieder einen erkennbaren Menschen zu rekonstruieren, da sind Ausweise sehr hilfreich.

Hier passt das Bild von flüchtenden Attentätern nicht so recht in die Hetzkampagnen. Aber dafür haben die Medien schon eine Erklärung parat. Über die Brüder findet man Wörter wie „Teilzeit-Islamist“ oder „Kiffer“. Sie passen auch perfekt in das Anschuldigungsprofil. Arm, arbeitslos, wenig bis keine Schulbildung, leben meist in Ghettos, gewaltbereit und sozial inkompetent. Seltsamerweise treffen diese Bezeichnungen auch für viele PEDIGA-Anhänger zu. Die haben aber wenigstens den Vorteil, dass sie nicht gleich alles über den Haufen schiessen, was anders denkt – noch nicht!

Aber kommen wir zurück zu den Ausweisen. Ist das noch niemand aufgefallen? Wenig Kommentare, geschweige denn kritische Pressestimmen darüber? Dabei ist die Aneinanderreihung der Ausweisfunde schon mehr als fraglich. Ich kenne nur ein Land, welches seit Jahrzehnten mit Lügen und Ausweisfälschungen Marktleader ist. Dazu eine kleine „Ausweis-Chronik“. Der Anschlag auf das World Trade Center im Jahre 2001. Dort “fand“ man einen völlig unversehrten Ausweis des vermeintlichen Terror-Piloten Atta. Man stelle sich vor, ein Flugzeug explodiert vollgetankt in einem Hochhaus, die Unglückstelle brennt lichterloh und entwickelt eine enorme Hitze. Dann stürzen die Türme zusammen und unter zigtausenden Tonnen pulverisierten Bauschuttes findet man einen praktisch nagelneuen Ausweis von einem Attentäter. Zufälle gibt’s. Dann beim seltsamen Flug MH370. Dort wurden an der Absturzstelle ebenfalls nagelneue Ausweise gefunden. Und jetzt findet man einen im gestohlenen Auto der Attentäter von Paris. Die Sache stinkt doch.

Die Brüder erfüllen das perfekte Täterprofil, das Timing passt in die Berichterstattung und die ethnische Angehörigkeit ist Wasser auf die Mühlen des Volkshasses gegen Islamisten. Sogar der meinungsspeziefische Faltkarton Namens Heiner Geissler trötet ins gleiche Horn und fordert die Ausweisung aller Islamisten. Fehlt nur noch, dass er die Reaktivierung geschichtlicher Gedenkstätten propagiert. Es wird nicht mehr lange dauern, bis die ersten Stimmen in diese Richtung laut werden. Da kennen sich die Deutschen aus.

Die grösste Kriegshetzer-Nation aus dem Westen verteilt weiter brav Ausweise in der Landschaft und die Medien fressen ihnen aus der Hand. Kein Wunder, wenn die globale Presseagentur NSA (Natürlich-Seriöse-Augenwischerei) laufend Islamisten rekrutiert, sie mit Geld sowie Waffen versorgt und mit einer Terror-Agenda ausstatten. Man muss sich nur mal genau überlegen, welchen Nutzen die USA mit so einer Aktion hätten. Vordergründig wird der Kampf gegen den Terrorismus propagiert und im Hintergrund positioniert die NATO tonnenweise Kriegsmaterial in Europa. Die Medien berichten fast nichts darüber. Einzig die Schliessung von Militär-Basen in Europa findet Erwähnung mit der fadenscheinigen Begründung der Kosteneinsparung. Das mag schon stimmen, wenn die Truppen aus Spanien an die Ostfront rücken müssen, ist der Weg teurer, als wenn die Basen direkt an der russischen Grenze errichtet werden. Die Amerikaner bauen nicht ab sondern um.

Die Hetzstrategie aus Übersee trägt Früchte. Die PEGIDA-Schafe rennen dem Wolf hinterher, die europäischen Politiker präparieren die Schlachtbank und der noch vernünftig denkende Bürger sieht sich immer mehr zwischen die Fronten gedrängt. Es ist bald egal, auf wessen Seite man sich schlägt. Man kommt so oder so unter die Räder der Kriegsmaschinerie. Entweder wird man von radikalen Islamisten geköpft, von den Amis aufgrund eines simplen Verdachtes exekutiert, von den Politikern im Stich gelassen und/oder von der ausländerfeindlichen Schafherde zu Tode getrampelt. Es wird langsam lebensgefährlich sich in der Öffentlichkeit zu bewegen.
Ich glaub‘, ich bleib in der nächsten Zeit zu Hause.


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08. Januar 2015 erschienen in:Lebenskreise

Die Schweizer Post – eine Blamage im Dienstleistungsbereich

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Der Kunden-Albtraum
By Die Schweizerische Post [Public domain], via Wikimedia Commons

Gestern durfte ich wieder einmal eine weitere Facette aus der Rubrik „die Sinnlosigkeit des Seins“ erfahren. Es macht den Eindruck, dass alles was gelb erscheint, dem Untergang geweiht ist. Die abendliche Sonne, die deutsche FDP und neu dazugekommen, die Schweizer Post. Ich gehöre noch zu der aussterbenden Rasse der „Postschalter-Einzahler“ an. Obwohl man mittlerweile seine Zahlungen online erledigen kann, gehe ich trotzdem jeden Monat auf die Post und lasse meine Zahlungsverpflichtungen auf altmodische Art und Weise erledigen. Dabei erlebte ich gestern wieder einmal, wie eine Angestellte, das Wort ist in dessen Sinne zu verstehen, ihre Arbeit erledigt.

Dazu muss ich ein wenig ausholen. Der Stapel an Zahlungen kratzte am fünfstelligen Bereich und da auf meinem Postkonto nicht mehr so viel drauf war, gab mir meine Frau noch ihre Post-Plastikkarte mit. Dann ging’s zur Postfiliale. Der erste Eindruck, mit welchem Tempo bei der Schweizer Post gearbeitet wird erfährt man am Eingang. Die automatische gläserne Schiebetüre zum Schalterraum, quält sich nur widerwillig auf, als wolle sie die Angestellten vor Kundschaft schützen. Wenn man es hineingeschafft hat fängt der Spiessrutenlauf an. Man stolpert zuerst über Regale mit Ansichtskarten und Büromaterialien. Dieses Zeugs hat ja noch entfernt was mit dem Postverkehr zu tun, aber das nächste Gestell ist mit Sonderheiten ausgestattet, die eher in einen Baumarkt passen. Da findet man Duschbrausen, Verlängerungskabel und allerlei sinnlose Staubfänger. Eigentlich müsste die Post solche Dinge bei den uniformierten Angestellten anschliessen. Die Duschbrause ermöglicht dann vielleicht einen klaren Blick auf die Kundenbedürfnisse und das Verlängerungskabel könnte einen Energieschub hervorrufen. Die Bewegungsgeschwindigkeit der Schaltermädels lässt auf einen permanent leeren Akku schliessen, da könnte ein angeschlossenes Stromkabel hilfreich sein. Aber das werden sie nicht nutzen, da sie sonst eine grössere Arbeitsleistung erbringen könnten als das Stempelkissen.

Diese Poststelle in unserer Gemeinde besitzt vier Schalter, wovon zwei meist gerade Pause haben, egal wie viele Kunden vor den Schaltern stehen. Nachdem ich die langweilige Warterei mit dem Anschauen der Ramschauslagen überbrückt hatte, kam ich endlich an die Reihe. Das freundliche Lächeln der jungen Angestellten liess einen Menschen hinter dem Schalter erkennen und bei so viel Menschlichkeit lächle ich gerne zurück. Aber gleichzeitig begann der logistische Albtraum, der seinesgleichen sucht.
Ich schob also meine Einzahlungszettel unter dem Panzerglas hindurch, das nette Mädel tippte die Beträge ein und ich schob die Post-Kreditkarte meiner Frau in den Apparateschlitz auf meiner Schalterseite. Auf den zu bezahlenden Rechnungen stand mein männlicher Name der ganz anders lautet als der eingestanzte Text auf der Kreditkarte. Das heisst, man kann auf der Post mit irgendeiner Karte bezahlen, egal ob man der rechtmässige Besitzer ist oder nicht. Aha!

Ich bemerkte säuerlich, dass ich in der Eile meine eigene Karte zu Hause vergessen hatte und musste mit dem zweiten Stapel Rechnungen, die ich mit meiner Karte bezahlen wollte, unverrichteter Dinge wieder abziehen. Kurz darauf, diese Mal mit meiner Karte bewaffnet, mogelte ich mich in die Schalterhalle, weil die Schiebetüre mich immer noch nicht freiwillig hineinlassen wollte. Wieder diesen sinnlosen „Kauf-mich-Nötigungen“ ausweichend, fand ich mich an einem Schalter wieder, hinter dessen Glasscheibe das personifizierte Unvermögen stand. Ich schob also den zweiten Stapel Rechnungen rüber und meine eigene Postkarte in den Schlitz. Der leere Akku hinter dem Glas wollte nun einen Ausweis sehen. Wie bitte? Vorher zahlte ich mit einer fremden Karte mit komplett anderem Namen drauf und jetzt, wo der Name auf Rechnung und Karte identisch sind, braucht die schlurfende Langsamkeit einen Ausweis? Mir schwoll der Kamm. Natürlich hatte ich keinen dabei. Auf meine Frage, warum ich mich jetzt ausweisen müsse erwiderte das ältere Mädel, sie kenne mich ja nicht. Dazu muss ich sagen, dass ich seit acht Jahren regelmässig auf dieser Poststelle meine Zahlungen erledigte und ich schon viele Male von dem leeren Akku unmotiviert abgefertigt wurde. Da stellt sich mir schon die Frage, mit wieviel Hirnleistung diese Frau ihre Arbeit macht? Wenn ich nach acht Jahren meine Kundschaft immer noch nicht kenne, dann wäre ich sehr schnell arbeitslos. Aber dieses Mädel stellt sich mit den ausgestellten Duschbrausen auf eine Ebene. Löchrig im Kopf und wenn mal was reinkommt, bleibt nix drin. Kein Wunder erkennt sie mich nach all den Jahren immer noch nicht. Sind das die ersten Anzeichen von Altersdemenz oder leidet sie unter Erkennungs-Autismus?

Eigentlich egal. Auf meine Frage, was nun zu tun sei, sie hatte die Belege schon alle eingetippt und abgestempelt, meinte sie nur ich müsse einen Ausweis vorzeigen, sonst könne sie nicht die Buchungen abschliessen. Mein Hals dehnte sich langsam auf Schultergrösse aus, aber mir blieb nichts anderes übrig als dem leeren Akku Folge zu leisten. Also nochmals heim, Ausweis holen, wieder die Glastüre austricksen und der panzerglasgeschützten Uniform meine Identitätsbekundung zeigen. Eigentlich wäre die Sache jetzt erledigt, dachte ich, aber weit gefehlt. Sie forderte mich auf, die Post-Plastikkarte nochmals in den Schlitz zu stecken. Dieses Teil hatte ich aber aufgrund meines, mittlerweile enorm hohen Adrenalinspiegels im Auto liegenlassen. Jetzt wurde es in der Schalterhalle laut. Verarschen kann ich mich selber. Dafür brauche ich nicht eine unmotivierte Duschbrause in Uniform. Aber die stoische Erkennungsdemenz liess sich nicht beirren und ich durfte mich abermals mit der dämlichen Glastüre auseinandersetzen. Nach einer geschlagenen Stunde konnte ich endlich diesen gelben Ramschladen hinter mich lassen. Ich brauchte eine weitere Stunde, bis meine Blutdruckwerte wieder im erträglichen Bereich waren.

Diese Story zeigt, zu was die Post mittlerweile verkommen ist. Ein Ramschladen, der seine Auslagen auf Kniehöhe ausstellt, damit pädagogisch instabile Eltern die Konsumgelüste ihrer Balgen befriedigen müssen. Das ist eine der billigsten Verkaufsmaschen und repräsentiert das eigentliche Niveau der Post. Gewiefte Eltern nehmen ihre Kinder gar nicht mehr mit. Der Stress mit den Postangestellten reicht vollends.

Die Post war einmal ein Dienstleistungsbetrieb. Für die Kunden da, auf fast jeder Gemeinde verfügbar und bildete sogar so etwas wie einen Ortsmittelpunkt. Heute ist der gelbe Riese nur noch ein Schatten seiner selbst. Poststellen werden geschlossen und wenn man einen Brief einwerfen will, zahlt man nicht nur die Posttaxe, sondern auch das Fahrzeug, sei es Bus oder Auto, um seine Briefe aufgeben zu können. Das vervielfacht den eigentlichen Preis für eine Sendung und die Verantwortlichen fragen sich, warum immer weniger Briefe versendet werden. Deshalb hier ein Denkanstoss für die weltfremden CEO’s der Post. Der Rückgang hat nur am Rande mit den neuen technischen Kommunikationsmitteln zu tun. Hauptsächlich ist der Kundenrückgang bei der Post aufgrund von Sparmassnahmen, überteuerten Taxen, Kundenfeindlichkeit und der krankhaften Gewinnmaximierung der Schlippsträger in den gelben Teppichetagen zu zuschreiben.

Die einzigen, welche noch meinen Respekt und Hochachtung verdienen sind die Postboten. Sie sind bei Wind und Wetter draussen, müssen immer mehr Arbeit in kürzerer Zeit erledigen und sind meiner Meinung nach die letzte Bastion, welche die Glaubwürdigkeit der Post aufrecht halten. Zudem ist es bewundernswert, wie mein Postbote mich sogar mit Namen begrüsst, wenn wir uns einmal begegnen. In der Regel bin ich bereits weg wenn er kommt oder noch im Bett. Wir sehen uns also sehr selten und doch weiss er meinen Namen. Das nenn' ich Kundennähe.
Es macht mich dann extrem sauer, wie solche Unfähigkeiten hinter dem Schalter die lobenswerte Arbeit der Postboten zu Nichte machen. Aber das Anforderungsprofil der Schalterangestellten entspricht dem eingetrockneten Verhalten eines Stempelkissens. Die Raffgier der Führung nimmt allmählich krankhafte Züge an und die Verantwortungsbereitschaft ihrer Arbeit sucht der Kunde vergebens. Das merkt jeder, der einer verloren gegangenen Sendung nachlaufen muss. Die Post macht keine Fehler, hat immer Recht, verlangt horrende Gebühren für‘s Nichtstun , siehe Kontenführung und schiebt generell alles auf den Kunden ab.

Die sollten langsam ihre Farbgebung überdenken. Mich erinnert diese Institution immer mehr an eine gelbe, stinkende Flüssigkeit. Die Post hat sich zum Eitergeschwür des Dienstleistungssektors entwickelt. Aber wie es so ist bei übelriechenden Sachen, der Fisch stinkt immer vom Kopf her.


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07. Januar 2015 erschienen in:Lebenskreise

Anzüge und ihre Inhalte

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Nahtlose Gliederung politischer Anzüglichkeiten
By Tobias Koch (OTRS) [CC BY-SA 3.0 de], via Wikimedia Commons

In der Schweiz hat sich ein SVP-Politiker wieder einmal weit aus dem Fenster gelehnt. Diese Schweizer Partei erinnert in vielen Belangen an die FIFA. Kapitalistisch orientiert, verfilzt strukturiert und ideologisch amputiert. Diese Partei stellt sich mit ihrem Gehabe in eine Reihe mit den anderen politischen Gesellschafts-Schmarotzern oder Steuergeld-Parasiten. Aber es geht hier einmal nicht um die Ansammlung politischer Verirrungen, sondern um ein ganz anzügliches Problem.

Der SVP-Politiker Marco Kiefer prangerte die Kleidungsmentalität der Kolleginnen und Kollegen an. Er bezeichnete die Bekleidung als „Schlampenlook“. Die Antwort aus fremden und eigenen Reihen kam prompt in Form eines Shitstorms. Anscheinend hat er den Nerv optischer Selbsttäuschung getroffen, denn wer von sich überzeugt ist, reagiert gar nicht auf so eine Aussage. Aber die Schweizer Politiker sind, wie es aussieht, nur in ihrer Rudelheulerei gefestigt und nicht in ihrer Anzieherei.

Wenn man den politischen Catwalk der Eitelkeiten auf den deutschen Raum ausweitet, ist die Aussage des Herrn Kiefer eher untertrieben. Was einem heutzutage an modischen Entgleisungen in der Politszene geboten wird, ist gleich unansehnlich, wie die politischen Entscheidungen der unförmigen Models. Schauen wir uns doch mal im Modeverständnis der einzelnen Parteien und deren Vertretern um.

Die Spitze optischer Nötigungen ist einhergehend mit dem politischen Rang. Daher fällt die Kanzlerin Merkel immer wieder auf. Ihre Hosenanzüge haben, wie ihr politischer Führungsstil immer den gleichen Schnitt. Einzig die Farben variieren. Entweder besitzt die Kanzlerin nur einen Anzug und schmeisst ihn jeden Abend mit einer Farbpackung in die Waschmaschine oder ihr Kleiderschrank ist grösser als das Brandenburger Tor. Auf alle Fälle wählt sie die Farben anhand ihrer politischen Aktivitäten. Bei Verkündungen von irgendeinem Schwachsinn erscheint sie in Weiss. Die sprichwörtliche Unschuld vom kommunistischen Lande. Engelshaft aussehend und tief schwarz im Handeln. Je dunkler ihre Farbwahl ist, umso teurer wird es für den Steuerzahler. Bei dunkelbrauen Anzügen schmeisst sie die Steuermilliarden den Nazis in Kiew in den Rachen und wenn der zweibeinige Anzug in dunkelblau vor die Kamera tritt, wird Griechenland gemästet. Sobald ein Date mit ihrem Spatzerl Obama ansteht, gibt’s mit rosarot eins auf’s bürgerliche Auge. In Brüssel hingegen erscheint sie in allen möglichen Tarnfarben. Hauptsache unerkannt, unfassbar und unspektakulär. Da soll einer noch sagen, Mode hat nichts mit Politik zu tun.

Bei den Herren sieht es nicht besser aus. Die tragen immer nur Anzüge. Bei Gruppenfotos sehen die aus wie Schüler in ihren Uniformen bei einem Klassenausflug. Einzige Farbpunkte stellen die hängenden Genitalverlängerungen dar. Man will sich die dazugehörenden Unterhosen gar nicht vorstellen. Dazu kommen die diversen Kollektionsgrössen. Bei Sigmar Gabriel wundere ich mich immer wieder, wieviel in einem Anzug Platz hat. Seine modische Erscheinung erinnert mich an ein überdehntes Fixleintuch. Einzig seine Krawatte besitzt ab Bauchnabelhöhe etwas Bewegungsfreiheit. Dasselbe Schicksal erleiden die Textilien bei Dr. Frankensteinmeier.

Da macht es sich der Horst Seehofer leicht. Sein Garderobenwechsel ist gleichbedeutend mit seinen Meinungsumschwüngen. Wenn man wissen will, nach welchem Wind er heute pfeift muss man nur seine Krawatte und deren Musterung beachten. Diagonale Farbstreifen heisst, er will keine Meinung haben, einfarbig bedeutet er besitzt gar keine und gepunktet verspricht, er sucht sich eine. Das hat er dem Auslaufmodell aus dem Hause Gauck abgeschaut. Dieser Ladenhüter mit Ablaufdatum wird andauernd ins mediale Schaufenster gestellt, nur haben will ihn immer noch keiner. Bei der Farbe des Anzuges denkt er vorausschauend. So wie er deutsche Soldaten in fremden Ländern verheizen will, so kleidet er sich. Hauptsächlich schwarz. Ist praktisch, man kann jederzeit beim Friedhof vorbeischauen und muss sich nicht erst umziehen, wenn wieder ein paar Metallsärge aus dem Ausland heimkommen.

Etwas legerer kommt die Lara Croft der deutschen Landesverteidigung daher. Nicht so zugeknöpft in der Meinung und beim Anziehen, wagte sie sich auch schon mal ins Bizarre. Fehlt nur noch die Peitsche. Wenn sie in lederner Erhabenheit über den Truppenübungsplatz stolziert, stehen nicht nur die Soldaten stramm. Der Horst seehofiert sie über den roten Teppich und kann seine Augen nicht unter Kontrolle halten, was einige Pressebilder bezeugen. Zusammen geben sie jedoch ein harmonisches Bild ab. Schwarz in Schwarz. Sei es der Anzug oder die Gesinnung.

Es ist mittlerweile den meisten klar, dass sich die Politiker hinter ihren Kleidern verstecken. Bei manchen steht nur noch der Anzug am Rednerpult. So inhaltslose Reden kann kein Mensch von sich geben. Deshalb wählen sie auch keine grünen oder grauen Anzüge. Der von sich gegebene Müll müsste sonst augenblicklich im entsprechend farbigen Container entsorgt werden. Wenn sie gleichfarbige Anzüge an hätten, könnte dies zu Verwechslungen führen. Oder gelten politische Aussagen als Sondermüll?

Ich plädiere dafür, dass die Politiker in ihrem Home-Dress im Bundestag zu erscheinen haben. Der Anblick könnte zwar für viele Bürger gewöhnungsbedürftig sein, aber dafür wären sie als Mensch erkennbar, politisch eher fassbar und optisch vielleicht einmal geniessbar. Auf jeden Fall ehrlicher als das textile Wachsfigurenkabinett, welches jeden Tag nahtlos in den Medien erscheint und das man als zwangsbeglückter GEZ-Zahler über sich ergehen lassen muss. Der Herr Glööckler hätte sicher ein paar ausgeflippte Dress-Tipps.


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06. Januar 2015 erschienen in:Lebenskreise

Deutsche, wacht endlich auf!

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So könnte die europäische Zukunft aussehen
By Caliban (Own work) [CC BY 3.], via Wikimedia Commons

In Deutschland gehen wieder tausende auf die Strasse und demonstrieren. Die einen gegen die Islamisierung des Abendlandes, die anderen gegen Fremdenhass. Dann hat es solche die gegen beides reklamieren und zum Schluss diejenigen, die einfach protestieren, weil es andere auch machen. Kurz gesagt, Deutschland wird von Schafen überrollt, die irgendwas blöken. Es ist ihnen egal gegen was sie nörgeln, die Gesinnung verschwand mit dem Licht des Kölner Doms. In der Dunkelheit höre man nur noch Gegröle und konnte nicht mehr bestimmen, wer welche Interessen rausposaunte.

Grundsätzlich ist es schon in Ordnung, wenn das Volk aufsteht und seine Meinung kund tut. Aber die Fähigkeit der Selbstreflektion über das Handeln fror bei der winterlichen Kälte anscheinend ein. Es wird nur noch nachgeplappert, da der eingefrorene Verstand nicht mit den aktuellen Entwicklungen nachkommt. Ist auch einfacher gegen Ausländer zu motzen, die sind in der Minderzahl, haben kein Geld um sich bunte Fahnen zu kaufen und sind eigentlich mit dem täglichen Überlebenskampf vollends ausgelastet. Aber der Michel fühlt sich bedroht, wenn über 80 Millionen deutsche Bürger 7,6 Mio. Ausländern (Stand 31.12.13) gegenüberstehen. Das sind nicht mal 10%. Was müssten den die Schweizer sagen? In dem kleinen Alpenland mit seinen 8 Millionen Einwohnern sind 30 % Ausländer.

Aber in Deutschland herrscht ein Identitäts-Armageddon. Kaum sieht einer einen Ausländer fühlt er sich unterlegen. Das hat nichts mit der ausländischen Personenanzahl zu tun, sondern mit einem ausgeprägten Minderwertigkeitskomplex. Die Deutschen realisieren trotz Medienverdummung langsam, dass ihr Land immer noch kein souveräner Staat ist, sondern eine besetzte Kolonie ohne Selbstbestimmung. Das tut dem patriotischen Herzen weh. Aber anstatt hier einmal klare Fakten zu schaffen, verstecken sich die Abendland-Fetischisten hinter billigem Fremdenhass.

Die eigentlichen Probleme für die nahe Zukunft werden ausgeblendet. Hunderttausende sitzen in kalten Wohnzimmern, weil ihnen der Strom abgestellt wurde. Das sind natürlich die Ausländer schuld. Immer mehr deutschstämmige Obdachlose können sich nur noch erfrieren oder verhungern leisten, auch wegen den Ausländern. Deutsche Kinder werden von deutschen Behörden den deutschen Eltern weggenommen, wo sind da die Ausländer? Einzig die militärische Kriegsvorbereitung kommt von Ausländern, aber nicht von den Bootsflüchtlingen sondern von den Amerikanern, das sind eigentlich die bösen Ausländer.

Die Politiker streuen in abgestimmten Mengen Fremdenhass in die Augen ihres Volkes und untermauern ihre Stimmungsmache mit dem gezielten Absaufenlassen von Flüchtlingsbooten. Sollte es wider Erwarten dennoch ein paar Menschen auf den europäischen Kontinent schaffen, wird ihnen mit absurden Regeln und Gesetzen ein Aufenthalt verwehrt, geschweige denn ein Asylantrag genehmigt. Aber die Pegida-Schafe rennen ihren unsinnigen Parolen hinterher und schnallen nicht im Geringsten, dass sie moralisch zu den hirnlosen Schlächtern mutieren, die sie im 2. Weltkrieg schon waren. Es scheint, dass bei den Deutschen der Fremdenhass mittlerweile genetisch verankert ist.

Aber wie gesagt, im Hintergrund wird die Kriegsmaschinerie vorangetrieben mit dem Ziel, das Zentrum Europas als Schlachtfeld herzurichten. Die Amis karren hunderte Panzer Richtung Osten, platzieren Raketen und Abfangsysteme und nötigen die deutsche Politik weiter Unmengen an Euros in die Rüstung zu stecken. Brüssel hilft bei der Plünderei des ach so gelobten Abendlandes und irgendwann gehen wirklich die Lichter aus und das nicht weil jemand Strom sparen will, sondern um den gegnerischen Truppen kein Ziel zu bieten.

Die Aufrüstung zum 3. Weltkrieg, der eigentlich schon am Laufen ist, befindet sich kurz vor dem Abschluss. Nur die deutschen Schafe muss man noch ein wenig mehr auf Krieg trimmen. Wenn die Armut in Deutschland gross genug ist, finden sich genug Freiwillige, die für ein sinnloses Gemetzel ihren Kopf hinhalten. Das war schon einmal so. Ein Volk das zufrieden ist, zieht nicht in den Krieg. Aber ein Volk, welches kurz vor dem Abserbeln steht, ist alternativlos. Wenn der Papi in den Osten zieht, haben die Kinder wenigstens was zu Essen. Diese Masche wird seit Jahrtausenden betrieben und der einfache Mensch fällt immer noch darauf herein. Jetzt sind halt wieder die Deutschen dran.

Es bleibt fraglich, ob die eingefrorenen Hirnwindungen der Pegida-Apostel diese Realität erkennen können. Vermutlich erst dann, wenn sie in Kampfmontur an der Front stehen und sich fragen, wie sie hierher gekommen sind. Aber dann ist es zu spät. Die Politiker haben sich schon lange verdünnisiert und überlassen Europa den amerikanischen Kriegsgelüsten. Eigentlich müssten wir Präsident Putin dankbar sein. Nach den unzähligen Beschuldigungen, Schuldzuweisungen und Lügengeschichten des Westens zeigt er eine besonnene Ruhe, die auf dem internationalen Parkett seinesgleichen sucht. Andere hätten schon längst auf den Knopf gedrückt. Aber Putin weiss, dass ein vernichtetes Europa keinem nützt. Die Russen haben schon einmal fast 30 Mio. Menschen geopfert, um wieder eine Stabilität in Europa zu erreichen. Das kann man von den Amis nicht sagen. Sie haben etwas über 400‘000 Soldaten verheizt, aber dafür alle Kriegsverbrecher mit offenen Armen empfangen.

Ich wünsche den arischen Fremdenhassern, dass sie endlich aufwachen und erkennen, für was sie instrumentalisiert werden. Wenn diese zigtausenden von Demonstranten, egal ob links oder rechts, gemeinsam gegen die Kriegstreiberei demonstrieren würden, dann besteht ein wenig Hoffnung, dass die Vasallen aus Brüssel und Amerika ihre Pläne überdenken. Denn ohne Soldaten gibt es keinen Krieg. Die feigen Schlippsträger greifen selber nicht zur Waffe, diese Drecksarbeit lassen sie andere machen. Aber solange die Schafe dem Wolf nachlaufen müssen sie sich nicht wundern, von ihm gefressen zu werden.

Aus diesem Grund würde ich das Licht am Kölner Dom wieder einschalten. Vielleicht sehen sie dann, welcher Propaganda sie auf den Leim gegangen sind. Ich gebe die Hoffnung nicht auf.


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05. Januar 2015 erschienen in:Lebenskreise

Jedem Däpp sein Äpp!

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Wer denkt, der lenkt
By Anders Sandberg from Oxford, UK (BCI) [CC BY 2.0], via Wikimedia Commons

Wir leben in einer hochtechnisierten Welt. Jede aussterbende Tierart wird durch eine technische Errungenschaft ersetzt. Irgendwann können wir in den Zoo’s der Welt keine Tiere mehr anschauen sondern ihr technisches Äquivalent. Im Tropenhaus tummeln sich Tamagochis, daneben hoppeln pinkfarbene Duracell-Hasen, bei den Raubtieren sprintet der erste mechanische Gepard auf der Wiese umher und die afrikanischen Dickhäuter werden durch sechsbeinige Stahlesel ersetzt. Für die Kinder wird’s eher langweilig. Streichelzoo war gestern und heute werden die Viecher mittels USB-Schnittstelle verhätschelt.

Die Technik macht auch vor dem Menschen nicht halt. Laufend erscheinen neue Gadgets, die das Leben einfacher machen sollen, aber eigentlich ist die Vereinfachung nichts anderes als eine kollektive Ausrottung des menschlichen Denkvermögens. Allen voran die unzähligen Apps, die man sich auf sein Smart-Phone runterladen kann. Eigentlich eine tolle Sache, die aber einen wesentlichen Haken hat. Für jedes runtergeladene Progrämmchen wird automatisch die Hirnleistung reduziert. Viele verfallen der Ansicht, Speicherplatz sparen zu müssen. Sie verwechseln leider die Hirnkapazität mit der Chipkarte im Handy.

Letzter Schrei aus der (Ver)App(ellung) ist die Psychoanalyse der Kinder. Es ist jetzt nicht mehr nötig, seine Kinder zu beobachten oder in der Entwicklung zu fördern. Jetzt kann man das getrost einer App überlassen. Dort gibt man ein paar Angaben ein und das Programm sagt einem, ob man sein Kind zum Trottel oder sonst was erzogen hat. Sobald ein Wert von der Norm abweicht, schrillen alle Alarmglocken und es wird einem suggeriert, wie fest das Kind nicht in die gesellschaftliche Einheitsnorm passt. Kinder werden zu Einbaumöbeln. Passt nicht gibt’s nicht. Die Kleinen werden entweder mit Chemie vollgepumpt, bis sie ein geistiges Niveau einer Kloschüssel aufweisen oder werden durch erzieherische Massnahmen solange zurechtgestutzt, bis man sie nicht mehr vom heimischen Mobiliar unterscheiden kann. Fehlt nur noch, dass man die Haarfarbe den Gardinen anpassen kann.

Dann gibt es eine App die einem sagt, wie man sich fühlt. Tolle Sache. Sich selber was vormachen, geschweige denn zu irgendwas motivieren, ist nicht mehr nötig. Die App erledigt alles für einen. Man gibt ein paar Daten ein und schon wird einem klar, ob ein Sprung von der Brücke eine Bereicherung darstellt oder eher destruktiven Charakter hat. Blöd nur, dass nach dem Aufprall das Smart-Phone in der Regel auch kaputt geht und man das Resultat nicht abfragen kann, ob es einem nun besser geht.

Eine weitere sinnvolle App weiss, wie man ohne Kater eine Party übersteht. Darauf hat die Menschheit gewartet. Jetzt kann man sich gedankenlos abfüllen und wenn die Kotzerei losgeht, ist die App schuld. Es braucht keinen Verstand mehr, der einem verklickert, wann es genug ist. Die App registriert alles und lässt einem bis ins Koma saufen. Erst danach, sofern man die reingeschüttete Alkoholmenge noch eintippen kann, sülzt das Smart-Phone etwas von Leberwerten. Das grosse Erwachen kommt beim nächsten Besuch beim Hausarzt. Dank der Vernetzung weiss jeder Bescheid, der darüber nichts wissen sollte. Der Arzt, die Krankenkasse, die Versicherung und womöglich noch der Chef. Aber das ist dem gewissenhaften App-Benutzer egal. Er vertraut auf die Programmierung und dass sie genau auf ihn zugeschnitten ist. Kollektive Einheitsdiagnose mit individuellem Massnahmenkatalog. Der eigene Denkapparat, sofern er nicht schon ganz von den Apps verdrängt wurde, darf ab und an noch etwas Eigenständigkeit beweisen, aber nur, wenn sich das persönliche Gedankengut auf dem Handy-Display wiederspiegelt. Sonst wird gleich gelöscht, nicht auf dem Chip sondern im Hirn.

Die Vertechnisierung der Welt ist weiter fortgeschritten, als einem lieb ist. Der Mensch gibt sein eigenständiges Denken immer mehr an Computer ab und lässt sich von ihnen sein Leben diktieren. Im Extremfall müssen die Transistoren einen sogar vor der eigenen Blödheit schützen. Das ist am besten bei den Autos zu beobachten. Früher war es im Strassenverkehr ratsam, den Fahrstil den Witterungsverhältnissen anzupassen. Heute kann man in der Gegend rumflitzen wie man will. Sämtliche Bordcomputer im Auto sind eigentlich nur noch damit beschäftigt, die permanente Selbstüberschätzung auszubügeln und den Fahrer vor den Konsequenzen seiner eigenen Dummheit zu bewahren. Man brettert mit abgefahrenen Sommerreifen auf der verregneten Autobahn, donnert mit 120 km/h in jede Nebelwand, als beherrsche man die Hellsichtigkeit oder spielt mit seinem Handy. Den Wenigsten ist mittlerweile noch klar, dass die Physik gewisse Eigenschaften hat, welche sich nicht mit Realitäts-Ignoranz einfach so eliminieren lassen. Ganz zu schweigen von irgendwelchen Fahrhilfen. Ab einem gewissen Punkt resigniert der Bordcomputer und überlässt den unverantwortlichen Fahrer seinem eigenen Handeln. Dass dies in der Regel schlecht ausgeht, für Fahrer und Bordcomputer, liegt auf der Hand.

Die Technisierung der Welt ist für den Menschen eigentlich ein Fiasko. Unfähig die Technik verantwortungsvoll einzusetzen, lässt er sich unverantwortlich von ihr sein Leben vorschreiben. Wenn das Navi sagt „ nach hundert Metern links abbiegen“ macht das der Hirnzombie, egal ob es eine Abzweigung hat oder nicht. Das Navi hat immer Recht und wenn nicht, dann ist die Strasse schuld. Logisch wer sonst.

Ich warte auf den Moment, wo man sich die App’s und Navi-Daten direkt ins Hirn laden kann. Der menschliche Verstand wird dann zum Auslaufmodell, weil individuelles Denken nicht kompatibel mit der Einheits-Software ist. Selbständiges Denken ist eh zu anstrengend und/oder gefährlich. Man muss Verantwortung übernehmen und kann nichts auf eine App oder sonstigen Algorithmus abschieben. Das ist lästig, verlangt Denkvermögen und Sozialkompetenz. Alles Eigenschaften, die man gerne von sich weist und heute als veraltet gelten. Fehlt nur noch ein Programm, das einem sagt, wann man atmen muss, wann man lebt oder tot zu sein hat. Aber das wird kommen, früher oder später. Wetten?


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04. Januar 2015 erschienen in:Lebenskreise

Politischer Rummelplatz

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Wahnsinns-Kirmes
von Frank Vincentz (Eigenes Werk) [GFDL oder CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Ist schon wieder Jahrmarkt? Überall in den Zeitungen kann man von Kuriositäten, Sensationen und Attraktionen lesen. Wo ist denn dieser Jahrmarkt? Ich konnte keinen genauen Ort bestimmen, aber es erweckt den Eindruck, dass die ganze Welt ein einziger Rummelplatz geworden ist. Kaum verlässt man das Haus, wird einem die Propaganda um die Ohren geschmissen, das Heiligste vom Himmel versprochen und sämtliche verbrecherischen Aktivitäten als legitime Sensation auf der politischen Kirmes verkauft.

Aber schauen wir doch einmal, wer welche Attraktionen bietet. In Europa hat der Hütchenspieler Draghi seine Kundschaft gefunden. Laufend schiebt er seine EZB-Becherlein auf dem Tisch herum und die Leute dürfen raten, wo die Gelddruckmaschine drunter ist. Dass dies kein einziger richtig erraten kann ist eigentlich logisch. Kein Hütchenspieler lässt sich in die Karten schauen und sein Ziel ist es, die Zuschauer zu täuschen und ihnen das Geld abzuknöpfen. Herr Draghi hat seine Kunst perfektioniert und schiebt mittlerweile nur noch Luft in den Bechern hin und her. Gewinnen kann man nichts und die Europäer sehen sich als kollektive Verlierer. Diese falsche Nuss kann einem gestohlen bleiben. Also schauen wir, was es sonst noch für Sensationen gibt, die einen nicht gleich beim ersten Kontakt ruinieren.

Da wäre noch die kapitalistische Achterbahn. Das Hoch und Runter der Finanzmärkte lässt einem schon beim Zuschauen schlecht werden. Zuerst werden Milliarden auf den Markt geschmissen und wenn das Wägelchen ganz oben angekommen ist, geht die Talfahrt los. Egal ob Rubel, Dollar oder Euro, in jeder Kurve schleudert es Unmengen an Geld aus dem Wagen und kommt dann noch ein Looping, wird’s sogar den Finanzministern schlecht. Am Schluss der Achterbahnfahrt wird nicht sanft abgebremst, nein, man lässt die Wagenkolonne mit Volldampf in die nächste Inflationsmauer donnern. Eigentlich fährt man diese Bahn nur einmal. Aber die Finanzmärkte kotzen sich lieber die Seele aus dem Leib, um die G(eld)-Werte weiterhin auf der finanziellen Achterbahn bis zum Exzess auszukosten .

Einen grossen Teil des Jahrmarktes machen die Schiessbuden aus. Die werden von den Amerikanern gestellt. Sie sind aber im Dekorieren der Schiessbuden ziemlich einfältig. Man sieht nur aufgesteckte Islamisten, meist Kinder, Frauen und Alte. Manchmal entdeckt man dazwischen den Hauptpreis eines Terrorfürsten, dem man aber zuerst das Preisschildchen „mutmasslich“ wegballern muss. Damit jeder Besucher ein Erfolgserlebnis hat, darf man mit Uranmunition rumschiessen. Da kommt es nicht mehr drauf an ob man trifft oder nicht. Sogar der Schiessbudenbetreiber wird dabei kontaminiert, aber das ist ihm egal. Sollte er ebenfalls als Kollateralschaden enden, warten schon unzählige neue Ballermänner auf ihren Einsatz.

Kein Rummelplatz ohne Geisterbahn. Diese Attraktion darf auf keiner Kirmes fehlen. Der Andrang ist entsprechend gross, weil jeder mit eigenen Augen sehen will, mit welchen Mitteln einem heute das Gruseln gelernt wird. Betreiberin ist die deutsche Kanzlerin. Sie sitzt in ihrem Glashäuschen wie ein ausgestopfter Buddha mit schlechter Laune und freut sich über jeden Besucher, dem sie das Fürchten lehren kann. Kaum sitzt man im Wägelchen, geht es auch schon los. Man verschwindet hinter einer Türe und befindet sich in absoluter Dunkelheit. Plötzlich rollt einem der Schäuble entgegen und brüllt „Mein Schaaatz“. Nach diesem Adrenalinkick folgt sogleich der nächste. Hinter einer Kurve wartet der Sigmar Gabriel als übergrosser Marshmallow und droht einem unter sich zu begraben. Um der anschwellenden Panikattacke einen drauf zu setzen, wird man von unzähligen verkleideten Energiesparlampen verfolgt und geblendet. Blind und unfähig die Wahrheit zu erkennen geht’s weiter. Bis zur nächsten Kurve darf sich das persönliche Nervenkostüm kurz erholen, dann erscheint die Killer-Ursi. Einzelne Besucher der Geisterbahn suchen schon verzweifelt den Notausgang. Den hat es aber nicht. Einmal in den Fängen dieser Rambine wird die ganze Familie militarisiert. Papa killt während Mutti stillt.
Dann erscheint ein Licht am Ende des Tunnels. Für die einen ist es der Eintritt ins Paradies und für andere die Rettung aus dem deutschen Gruselkabinett.

Langsam macht sich etwas Hunger breit und ein Besuch beim Imbisstand ist angesagt. Den betreiben die Griechen. Sie tischen diverse Menus auf, die sehen auch gut aus, aber machen nicht satt. Sie schummeln bei den Zutaten, fälschen die Preise und mästen ausschliesslich Banken mit ihrem Finanz-Catering. Alle anderen dürfen sich mit den restlichen Krümeln begnügen, die aber in der Regel von den griechischen Polit-Maden schon weggefressen wurden. Die einzigen, welche bei den Griechen sonst noch satt werden ist die deutsche Rüstungsindustrie.

Weiter geht’s in Richtung Karussell. Das ist ein Gemeinschaftsprojekt der Italiener, Spanier und Portugiesen. Die drehen sich solange im Kreis, bis keiner mehr weiss, in welche Richtung sie sich bewegen sollen. Hauptsache keiner merkt die politische Richtung und wenn, dann wird weiter am Korruptionsrad gedreht, bis alle oppositionellen Stimmen rausgeschleudert wurden. Andere, die sich krampfhaft am Sessel festhalten werden kurzerhand von diesem enteignet, was unwiderruflich einen Absturz zur Folge hat. Unter dem Karussell türmen sich die Toten und Enteigneten immer höher. Hat aber für die politische Elite den Vorteil, dass sie besser zum Korruptions-Karussell hochsteigen kann. Sie trampeln bedenkenlos auf den leblosen Körpern des sozialen Friedens herum, Hauptsache man kann sich einen Sitz ergattern und sich dort mit viel Geld festschrauben lassen.

Russland ist ebenfalls vertreten. Sie betreiben einen Souvenir-Shop. Dort kann man sich Andenken kaufen, welche die westliche Kriegstreiberei darstellen. Angefangen bei einer Plaquette, wo die Zahl 28 Millionen drauf steht. Das sind die russischen Toten des zweiten Weltkrieges, dann findet man Modellflugzeuge, die zuerst wieder zusammengesetzt werden müssen oder Spielzeuglastwagen, die als Überraschungspaket deklariert sind. Einzelne westliche Besucher erwarben einen Röhrenbausatz, aber in ihrer Ungeduld machten sie das Spielzeug kaputt, bevor sie den eigentlichen Sinn des Spieles überhaupt begriffen hatten. Anstatt über ihr unvernünftiges Handeln nachzudenken, überschütten sie den armen Souvenir-Shop-Besitzer mit Drohungen und Schuldzuweisungen. Der hatte bald die Schnauze voll und nahm den Röhrenbausatz aus dem Sortiment. Sollen die Deppen doch selber schauen, mit was sie spielen können, mit den Russen haben sie’s jedenfalls verscherzt.

Gleich daneben findet man einen Markstand aus der Ukraine. Man kann zwar nicht sofort erkennen, was die verkaufen oder anbieten, aber bei genauerem Hinsehen sieht man, dass dort Reisen angeboten werden. Entweder kann man als Kriegstourist eine Anzahl Menschen zum Töten buchen oder sich in die Irrenanstalt in Kiew einweisen lassen. Natürlich mit Vollpension. Die Rechnung kann man getrost wegwerfen. In der Ukraine bezahlen immer andere. Entweder mit gestohlenem Steuergeldern oder mit dem Leben. Ab und an kommt der Frankensteinmeier aus dem deutschen Gruselkabinett und macht Werbung für die ukrainische Irrenanstalt. Bekommt der Provisionen aus Kiew? Pro Patrone oder pro Leiche?

Langsam macht sich beim Besucher des Kirmes-Wahnsinns eine Müdigkeit breit. Nicht weil ihn die Bahnen geschafft haben, sondern wegen des Dauererbrechens beim Anblick der medial aufgebauschten Sensationen. Die Massenblätter propagieren Frieden und Wohlstand und der Bürger erlebt Krieg und Verarmung. Erst allmählich wird den Besuchern bewusst, dass sie selber die eigentliche Attraktion auf dieser Wahnsinns-Kirmes sind. Die Betreiber amüsieren sich köstlich, wie sie dem Besucher jeglichen Schmus verklickern können und er dafür auch noch bezahlen darf. Wie bereits gesagt, entweder mit seinem sauer verdienten Geld oder mit dem eigenen Leben.

Man darf gespannt sein, mit welchen neuen Attraktionen wir in Zukunft unterhalten werden.


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03. Januar 2015 erschienen in:Lebenskreise

TTIP – die Referenz politischer Unfähigkeit

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Keiner weiss was über TTIP, aber alle reden mit
By greensefa [CC BY 2.0], via Wikimedia Commons

Das Thema TTIP geistert durch das europäische Volk und hinterlässt bei den meisten einen fahlen Beigeschmack. Allen voran bei den Deutschen. Sie müssen etwas akzeptieren, wovon sie nicht einmal wissen, was es genau ist und wohin das führt. Jeder mündige Bürger schaut sich sein Wahlprodukt genau an, bevor er es erwirbt und wägt pro und contra ab. Ein ganz normales Konsumverhalten. Einzig die Politiker haben eine ganz andere Einkaufsmentalität. Sie lassen sich alles vorlügen, überprüfen die Inhalte in keiner Weise, vergleichen nicht mit anderen Alternativen und akzeptieren jeden Preis, egal wie hoch er ist. So ein Verhalten kennt man von Kindern im Vorschulalter, die noch keine Ahnung vom Handel und Geldwert haben.

So gesehen sind unsere Politiker alles noch Kinder. Sie beweisen dies täglich mit ihren kindischen Argumenten, Beschlüssen und Lügengeschichten. Hier sind wir als erwachsenes Volk gefragt. Nehmen wir unsere Kleinen an der Hand und zeigen ihnen, wie das Leben eigentlich funktioniert. Beim Blick in den politischen Sandkasten fällt einem schnell die Zankerei der AfD auf. Seit ihrem Bestehen streiten sie sich, wer das schönste Kübelchen bekommt oder die Kuchenform. Zwischendurch machte es den Anschein, als dass sie sich darüber einigen konnten, aber dann stritten sie sich um den Sand, obwohl es genug für jeden hätte. Die kleinen Balgen von der AfD sollten mal auf ihre Eltern, wir Bürger, hören und endlich begreifen, dass ein politisches Mandat nicht zur Selbstbeweihräucherung dient, sondern ein Auftrag im Dienste des Volkes ist.

Die SPD zeigt sich ebenso kindisch. Der kleine Siggi sitzt trotzig im Sandkasteneck und versperrt mit seiner Präsenz einen grossen Teil des Sandes. Er ist der vollen Überzeugung, dass alles, wo er drauf sitzt gleichbedeutend mit Besitzanspruch ist. Die SPD ist sein Clan und er befiehlt, der Bundestag ist sein Sandkasten und alle haben sich nach ihm zu richten. Beim Thema TTIP leuchten Siggis Augen und er sieht nur noch die versprochenen amerikanischen Lollys. Schön bunt, lustig eingepackt und hochgiftig im Inhalt. Das kümmert unseren kleinen Siggi aber nicht. Was er als gut empfindet, gilt auch für den Rest des Volkes. Er hat uns schon die giftigen Energiesparlampen als gesund verkauft. Früher hat man so einem Rädelsführer einer Rotzlöffelbande die Ohren lang gezogen und in die Schranken verwiesen. Heute wird, dank der politischen, antiautoritären Erziehungsmethoden jeglicher Schwachsinn als agogisch wertvoll betrachtet und die abstrusesten Auswüchse kann man jetzt dafür beobachten.

Auch die CDU/CSU mit ihren immer wieder reanimierten Dinosauriern verhält sich gleich. Sie trampeln ohne Rücksicht auf Verluste auf dem sozialen Frieden rum, bis nur noch ein undefinierbarer Matsch übrig ist. Keiner kümmert sich um die vielen sozialen Leichen, die in Grund und Boden gestampft werden, ausser man heisst Hoeness, Seehofer oder Gott. Bei TTIP mauscheln sie wie alle anderen hinter vorgehaltener Hand, verfallen ebenfalls den farbigen Lollys und hoffen auf die baldige Rückkehr der Monarchie mit dem Kaiser Franz. Hofnarren setzen sich ab und an auch mal die Krone auf.

Die agogisch wertvollste Partei war die FDP. Sie hat das gemacht, was alle deutschen Parteien machen sollten. Aus dem Bundestag verschwinden. Sie war sowieso etwas, das man einen „Mitläufer“ nennt. Keine eigene Meinung haben und immer nur das nachplappern, was der grosse Bruder sagt. Die Parteispitze demontierte sich mit unerfahrenen Krawattenträgern, die eigentlich immer nur die Sandkastenförmchen den anderen klauten und dann aber nichts damit anzufangen wussten. Bei so viel Lebenserfahrung der Parteispitze kein Wunder. Sie hätten zuerst lernen sollen, wie ein Sandkasten funktioniert, dass man damit Sandkuchen formt und ihn nicht in die Augen der Spielkameraden streut. Die Quittung folgte bald. Sie ist in die Bedeutungslosigkeit aufgestiegen und konnte hilflos zuschauen, wie ihre politischen Nebelschwaden vom amerikanischen Blizzard davongeweht wurden. Da hilft alles Heulen und Toben nichts. Der Sandkasten ist weg und Lolly‘s aus Amerika bekommen sie jetzt auch nicht. Dabei hätten sie nach einer derart erfolgreichen Demontage mindestens einen Trostpreis verdient.

Langfristig gesehen hätte es die FDP gar nicht mehr gebraucht. Sie haben die Drecksarbeit der Amerikaner gemacht und nach Vollendung des heimischen Ausverkaufes waren sie überflüssig. Wenn TTIP in Kraft tritt, für was braucht es dann noch wirtschaftliche Interessensvertreter? Wirtschaftliche Selbstbestimmung ist dann Vergangenheit und sämtliche Entscheidungen werden von TTIP geregelt, sprich die Amerikaner diktieren, was , wo und wieviel in Europa hergestellt werden darf, bevor es Klagen hagelt wegen Umsatzbeeinträchtigungen. Und die werden kommen. Die USA überziehen den Rest der Welt mit Krieg, Militärbasen und Klagen. Halb Südamerika sitzt auf der Anklagebank, Australien ebenso und Europa wird die nächste Melkkuh. Dabei ist es irrelevant, ob die USA wirklich einen Verlust zu ertragen haben, sie klagen generell alles ein. Dann liegt es bei den einzelnen Ländern, ihre Unschuld zu beweisen. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Konzerne können Staaten verklagen und die Länder sind dann Rechenschaft schuldig. Die Gerichte sitzen nicht auf neutralem Boden wie Mars oder Mond, sondern in den USA. Diese Gerichte werden sicher die Interessen der einzelnen Länder vertreten und die Konzerne schuldig sprechen. Dies wird mit Sicherheit kein einziges Mal passieren, aber ohne Ausnahme werden alle Länder verklagt und schuldig gesprochen. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche.

Zum Schluss hätten wir noch die Obernanny Merkel, welche seit bald einem Jahrzehnt sämtliche agogischen Massnahmen in den Wind schlägt, aus der Rotzlöffelbande im Bundestag eine marodierende Horde geformt hat und diese mit Fremdeigentum mästet. Sie bedient sich schamlos am Geld des Volkes und wird vom kapitalistischen Inquisitor Schäuble dabei unterstützt. Der politische Durchblick der Kanzlerin ist so nichtssagend wie ihre Doktorarbeit, ihre Eigenständigkeit in der Entscheidungsfindung ist ebenso unauffindbar und die politischen Erfolge erinnern eher an den Untergang der Titanic. Der amerikanische TTIP-Eisberg schwimmt leider nicht mit der Strömung, sondern rudert eigenmächtig jedem Wirtschaftskapitän an den Rumpf. Aber die Besatzung Merkel und Co halten alle ihre Ferngläser verkehrt herum. Die Eisberge scheinen noch in weiter Ferne zu liegen und tangieren die einheimischen Wirtschaftsmotoren nicht im Geringsten. Wenn’s dann rumst, ist der Untergang wirklich alternativlos, wie sie immer behauptet.

Man darf sich im 2015 darauf freuen, welche souveränen Staaten plötzlich als Wirtschaftskriminelle dastehen werden. Man darf sich ebenfalls auf hohe Bussgelder freuen, die ohne mit der Wimper zu zucken, von den Rotzlöffeln in Brüssel, Berlin oder sonst einem Sandkasten, bezahlt werden. Aber das wird keiner aus dem Volk realisieren. Vordergründig wird Fremdenhass und Nazigehabe propagiert, das eigene Volk gegeneinander aufgehetzt nur mit dem Ziel, vom Ausverkauf Deutschlands sowie dem Rest von Europa abzulenken. Hätten die Bürger wirklichen Einblick auf die TTIP-Inhalte, wären schnell unzählige Mistgabeln vor den Regierungsgebäuden anzutreffen. Aber dafür haben die Balgen in Berlin und Brüssel vorgesorgt. Dank des Lissaboner Vertrages darf jegliche Opposition, von Hilfe anbietenden Nachbarstaaten niedergeknüppelt oder erschossen werden. Ganz legal und offiziell. Laut den Brüsseler Vasallen gelten Oppositionelle als Terroristen und die dürfen nach Ami-Manier gedankenlos um die Ecke gebracht werden. Es wird nicht mehr lange dauern und über unseren Köpfen kreisen Drohnen wie im Nahen Osten, die chirurgisch aber mit erheblichem Kollateralschaden alle Aufhetzer, Kritiker und/oder Intellektuelle aus der Volksmasse entfernen.

Es wird ein spannendes Jahr, so oder so.


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02. Januar 2015 erschienen in:Lebenskreise

Das Grauen kommt um Mitternacht

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Der Hölle entsprungen
By Stefan Kahlhammer (Own work) [CC BY-SA 3.0 or GFDL ], via Wikimedia Commons

Kennen Sie den neuen Horror-Blockbuster? Dieses Mal kommt er nicht aus Hollywood, sondern aus dem deutschen Kanzleramt. Die Neujahrsansprache der Kanzlerin erinnert irgendwie an den Höllenfürsten. Sie sitzt da wie eine rot schimmernde Weihnachtskugel mit Perücke, glotzt irre in die Kamera und leiert, dank frisch eingesetztem Akku, den Neujahrstext herunter. Wer die visuelle Horrorvorstellung verkraftet hat und sich noch mit dem wörtlichen Inhalt kontaminiert, für den kann es im neuen Jahr nur noch aufwärts gehen.

Was hat das arme deutsche Volk verbrochen, dass es jedes Jahr die merkelschen Höllenqualen erleiden muss? Ist das die Strafe Gottes? Wenigstens hat die Hölle den Ruf einer gerechten Frauenquote erhört und die Merkel als den weiblichen Stellvertreter des Teufels auserkoren. Da passt das rote Kleid bestens. Die Special-Effekt-Abteilung hätte hier noch etwas Rauch aus der Nase aufsteigen lassen oder die Mundwinkel mit etwas Blut verschmieren können. Dann hätte das Bild besser zum geisteskranken Text gepasst.

Aber sie gibt sich alle Mühe, dem deutschen Volk die verbale Sch… ins Gesicht zu schmieren. Wenn sie wenigstens frei sprechen könnte, dann wären ihre rhetorischen Entgleisungen kongruent zu ihrer Intelligenz. Wobei ich hier vielen Unrecht tue, wenn ich von Intelligenz rede. Bei Frau Merkel denkt ausschliesslich der Dickdarm und ihre Hämorriden macht der dick aufgetragene Lippenstift auch nicht ansehnlicher. Sie hat eh noch nie selbständig etwas machen können. In der DDR war es Onkel Erich, der ihr gesagt hat, welche Geschmacksrichtungen politische Fäkalien haben, nach dem Mauerfall kam Onkel Sam und erklärte ihr, dass sie nicht die ganze Sch… allein geniessen, sondern ihrem Volk genug davon übrig lassen sollte und wenn gar keiner da ist, der ihr vorflüstert, was sie zu sagen hat, dann macht es der Teleprompter.

Ich wusste gar nicht, dass so viel Unfähigkeit in einer Person Platz hat. Wie macht die das? Kann man Dummheit heute schon als Konzentrat kaufen? Mit Geschmacksrichtungen von igitt bis würg? Jeden Morgen mischt sie sich ein Glas und leert es sich in die hohle Hirnschale. Das erklärt auch, warum sie bei der Ansprache so mit dem Kopf wackelt, als sei er eine Strömungsboje. Wasser schwabt halt hin und her, wenn man selber nicht standfest ist. Wenn sie dann den Mund aufmacht, ist das der ultimative Verblödungstsunami, vor dem sich fast keiner retten kann, ausser man findet rechtzeitig den Ausschaltknopf. Entweder für das Duracell-Merkel oder für den eigenen Fernseher.

Die verbalen Entgleisungen der Frau Merkel bescheinigen am Laufmeter ihre geistige Unzurechnungsfähigkeit. Ich bin zwar kein Arzt, aber ihre Schizophrenie erkennt sogar der Teleprompter. Für diese Diagnose braucht es kein medizinisches Studium, sondern etwas Wohlwollen. Wenn man die Kanzlerin als unzurechnungsfähig bezeichnet, ist das im Grunde genommen ein Kompliment. Normalerweise werden solche Leute von der Gesellschaft isoliert. Früher landete sowas auf dem Misthaufen und heute bekommt Sch.. die beste Sendezeit. Wenn ich mir die rot getarnte Mistkäferin genau ansehe, respektive anhöre, dann komme ich einzig zum Schluss, dass sie die ganze Zeit ihre eigene Sch… nur vor sich herschiebt. Der Mistkäfer macht wenigstens eine schöne Kugel daraus, aber nicht mal das bringt die Merkel fertig.

Das Ausland reagiert ebenfalls sonderlich auf Merkels Neujahrsansprache. Sogar die Araber meldeten sich zu Wort. Sonst sind sie Frauen gegenüber eher feindlich gesinnt, aber bei der Kanzlerin können sie sich bis heute nicht über ihr Geschlecht einigen. Die einen wollen sie am Heiratsbasar verhökern, was aber nur mit einer Vollverschleierung gelingen dürfte und andere würden sie gerne gegen ein paar Kamele eintauschen. Nicht weil das ihr Marktwert ist, sondern um dem gebeutelten deutschen Volk etwas authentisches zu präsentierten.

Die Deutschen haben jetzt wieder ein Jahr Zeit um den Neujahrsschock zu verdauen. Der merkelsche Tinnitus wird noch eine Weile nachhallen und den Bürger erst langsam genesen lassen. Eigentlich ein Fall für den Menschenrechts-Kommission in Den Haag. Die Amerikaner haben in Guantanamo die Häftlinge mit grässlicher Musik gefoltert, sie haben wenigstens die auditiven Foltermethoden nur innerhalb der Gefängnismauern angewendet. Deutschland ist ein einziges Guantanamo. Man wird permanent mit politischem Gesülze gequält, kann sich nicht wehren und muss die mediale Foltermethode sogar noch selber mit den GEZ-Gebühren bezahlen. Die Deutschen sind wirklich nicht zu beneiden. Sie leben im grössten Gefängnis der Welt, müssen ihre Wärter noch selber bezahlen und dürfen zusehen, wie eine geisteskranke Elite die Lebensgrundlage zerstört. Die Hölle hat ja so viele Gesichter.


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